Some like it hot - Gothic Jar Proof aus den Roaring Twenties

Diskutiere Some like it hot - Gothic Jar Proof aus den Roaring Twenties im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhrenvorstellungen; Vorbemerkung: Wenn Euch die Uhr bekannt vorkommt, dann liegt das daran, dass sie von Crazywatcher schon einmal vorgestellt wurde. * Ich möchte...
#1
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Tomcat1960

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Totale.jpg

Schriftzug.jpg

Vorbemerkung: Wenn Euch die Uhr bekannt vorkommt, dann liegt das daran, dass sie von Crazywatcher schon einmal vorgestellt wurde.

*

Ich möchte Euch hier einen interessanten Neuzugang vorstellen. Wie üblich handelt es sich um eine Vintage-Uhr, diesmal sogar um eine, die sehr Vintage ist - sie dürfte aus den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts stammen.

Totale 01.jpg

Totale 02.jpg

Lust auf eine kleine Zeitreise?

Nun denn...

Das Jahrzehnt, welches dem Ersten Weltkrieg folgt, ist von großen Umwälzungen geprägt. Bevor die Zwanziger Jahre zu den "Roaring Twenties" werden, gilt es, mit den Folgen des Weltkriegs fertigzuwerden, der das Gesicht der Welt dramatisch verändert hat. Millionen Menschen in ganz Europa leiden unter den Nachwirkungen der Schlachten in Nordfrankreich, die die Blüte ganzer Völker verzehrt hatten. Im ehemaligen Zarenreich etabliert die Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken das erste kommunistische Staatswesen der Welt. Deutschland, dem im Vertrag von Versailles die Alleinschuld für den verheerenden Krieg aufgebürdet worden war, hat sein wirtschaftliches Herz verloren - das Ruhrgebiet war von französischen Truppen besetzt worden...

25_ruhrbesetzung_dpa.jpg
Quelle: dpa
Französische Truppen besetzen Essen

... und die deutsche Regierung sieht keine andere Möglichkeit, den Schuldendienst für die Kriegsschulden und die vereinbarten Reparationsleistungen aufrechtzuerhalten, als die Notenpresse in Gang zu setzen - Ende 1923 wird der Höhepunkt einer beispiellosen Hyperinflation erreicht, die das Vertrauen der Deutschen in den Staat nachhaltig erschütterte.

Inflation_Waage.jpg
Quelle: einestages - Zeitgeschichten auf SpiegelOnline
Geld zählen war Ende 1923 gar nicht mehr möglich, man wog es stattdessen

(Übrigens wurde nicht nur das Vertrauen der Deutschen schwer beschädigt. So verbietet die Schweizer Regierung ausdrücklich Geschäfte mit dem Deutschen Reich, die auf Mark-Basis abgerechnet werden. Nachzulesen im Journal der Fédération Horlogerie vom 21. November 1923, S. 663.)

Politischer Kampf wird gern und oft nicht nur mit Worten im Parlament, sondern auf der Straße und mit Waffen ausgetragen. "Rechte" und "Linke" versuchen, die Gesellschaftsordnung umzustürzen. Ein damals noch ziemlich unbekannter ehemaliger Soldat des kaiserlichen Heeres versucht einen Putsch in München, der aber von regierungstreuen Truppen und Polizeikräften vereitelt wird. Der Mann wird später zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt, von denen er ganze neun Monate absitzt. Der Name: Adolf Hitler.

Unterdessen hat in Amerika die 'Prohibition', das Verbot, in der Öffentlichkeit Alkohol auszuschenken oder zu sich zu nehmen, dem organisierten Verbrechen Geburtshilfe geleistet. Allein in Chicago werden 1926 510 Menschen ermordet und die 'Baltimore Sun' weist nicht ohne Bitterkeit darauf hin, dass es im Vergleichszeitraum in London, England, gerade mal 17 Morde waren (von denen 16 aufgeklärt werden konnten.) Immerhin tanzt man dafür in Bars und Flüsterkneipen den Charleston, Al Jolson spielt den 'Jazz Singer' im ersten Tonfilm...

The_Jazz_Singer_1927_Poster.jpg

JazzSingerpremiere.jpg
Quelle: Wikipedia
Die Menschenmenge, die zur Premiere des ersten Tonfilms strömte, füllte den Times Square und brachte den Verkehr im Zentrum New Yorks zum Erliegen.

... und die Wirtschaft kommt nach der Nachkriegsflaute wieder in Schwung - die zu Kriegszeiten perfektionierte Massenfertigung kommt nun auch der amerikanischen Bevölkerung zugute, denn Dinge des täglichen Bedarfs, hochwertige Konsumgüter und ehemalige Prestige-Waren (wie z.B. Autos)...

800px-1928-ford-archives.jpg
Quelle: Wikipedia
1928 Ford 'A' Business Coupe

...werden billiger und damit auch für breitere gesellschaftliche Schichten erschwinglich. Die Eisenbahn erlebt ihr goldenes Zeitalter - schnelle, komfortable Luxuszüge mit klangvollen Namen wie 'Twentieth Century Limited' oder 'Orange Blossom Special'...

Orange Blossom Special 1925.jpg
Quelle: Orlando Sentinel
Der Orange Blossom Special der Seaboard Air Line RR verkehrte ab 1925 zwischen New York und Miami

... durcheilen die USA von einem Ende zum anderen und werden zum Vorbild für ähnliche Züge in Europa - den 'Rheingold' oder den Ostende-Wien-Express. Der Luftverkehr ist noch keine große Konkurrenz - auch wenn seine Technik im Ersten Weltkrieg große Fortschritte gemacht hat und überall Luftfahrtgesellschaften gegründet werden.

Lindbergh does it_jpg.jpeg
Quelle: New York Times Archive
Charles Lindbergh überquert als erster Mensch im Alleinflug den Nordatlantik und öffnet das Tor zum interkontinentalen Luftverkehr.

In Deutschland beendet der neuernannte Reichskanzler Stresemann mit der Einführung der 'Rentenmark' (unter einem gleichzeitigen Währungsschnitt im Verhältnis von einer Billion zu eins) die Hyperinflation, und der im folgenden Jahr vereinbarte Dawes-Plan (nebst Abzug der französischen Truppen von Rhein und Ruhr) erlaubt auch Deutschland die wirtschaftliche Gesundung. Die 'Goldenen Zwanziger' können beginnen.

*

Aus dieser bewegten Zeit stammt diese Uhr:

Totale 03.jpg

Totale 04.jpg

Die Gothic Watch Co. in New York Citys westlicher 57. Straße, Hausnummer 37, war 1925 gegründet und 1926 registriert worden, wie man in Kurtis Meyers' 'United States Horological Trademark Index' nachlesen kann. Ihr Produkt: Kleinuhren, und zwar solche, die einen Knuff (englisch "jar" - Stoß, Puff, Hieb) vertrugen - die Bezeichnung "Jar Proof" wurde parallel zum Markennamen "Gothic Watch Co." registriert, und ein Jahr später ließ man sogar den Namen "Gothic Jar Proof Watch" eintragen. Um der staunenden Öffentlichkeit zu beweisen, wie robust diese Uhren waren, soll eine von einem elfstöckigen Hochhaus auf das Straßenpflaster geworfen worden sein und diese Behandlung überstanden haben - sie soll hinterher noch einwandfrei gelaufen sein. (Wenn dieser Härtetest tatsächlich stattgefunden hat, dürfte er das Vorbild für die erfolgreiche Timex-Werbung der Fünfziger- und Sechziger Jahre gewesen sein.)

Im Brunnen 04.jpg

Was also war das Geheimnis dieser Uhr, das ihr erlaubte, einen solch heftigen Stoß unbeschadet zu überstehen?

Von alters her war die Unruh, das 'Pendel' der Taschenuhr, welches dem Räderwerk der Uhr den Takt vorgibt, zwischen zwei Lagern nadelgelagert. Bei höherwertigen Uhren erfolgte diese Lagerung in (auswechselbaren) Rubinen, die eine genaue und dabei möglichst reibungsarme Führung der Unruhwelle gestatteten. Bei Taschenuhren war (und ist) diese Lagerungsmethode nicht nur vollkommen ausreichend, denn die Taschenuhr ist nur selten der Gefahr größerer Erschütterungen ausgesetzt. Sie ist sogar vorteilhaft, weil sie die Unruhwelle gerade in der üblichen Lage einer Taschenuhr - mehr oder weniger aufrecht stehend, sodass die Unruhwelle senkrecht zur Kraftwirkung der Erdanziehung zu liegen kommt - in ihrer idealen Position hält. Jedes noch so geringe Spiel würde die Unruh aus ihrer Idealposition gleiten lassen und einen Abfallfehler verursachen.

Gleichwohl kann auch eine Taschenuhr heftige Stöße abbekommen - es sollen schon welche heruntergefallen sein, oder ihr Besitzer stürzte vom Pferd, oder vielleicht war man auch nur auf einer der schlechten Straßen des 19. Jahrhunderts unterwegs. Gerade bei einer wertvollen Uhr war das ärgerlich und Uhrmacher machten sich schon länger Gedanken über eine praktikable Methode zum Schutz der Unruhwelle. So hatte Abraham-Louis Bréguet schon 1790 eine Stoßsicherung erfunden, die die Stoßschwingungen der von ihm entwickelten Aufzugsautomatik "Perpetuelle" abfedern sollte - ihr Scheitern ließ auch die Idee der Stoßsicherung wieder in Vergessenheit geraten.

Die Dringlichkeit für einen derartigen Schutz erhöhte sich natürlich durch den Umstand, dass man zu Anfang des 20. Jahrhunderts begann, Uhren am Handgelenk zu tragen - eine Sitte, die übrigens von Frauen erfunden wurde, die bei ihren Pflichten zu oft keine Hand frei hatten, mit der sie eine Taschenuhr hätten herausfummeln und die Zeit ablesen können. Indem man die Uhr nun an einer exponierten Stelle trug, war sie zwar dem Auge des Zeitheischenden stets sichtbar, aber eben auch nicht mehr geschützt vor heftigem Kontakt mit Gegenständen, die dem Arm im Weg waren.

Der Erste Weltkrieg hatte die Uhr endgültig an den Arm der Männer befördert und zerstörte Unruhwellen waren schon sehr bald der mit Abstand häufigste Grund für Totalausfälle. Es musste also eine Lösung her und an vielen Stellen setzte intensives Forschen ein. Großen kommerziellen Erfolg erlangte in den Dreißigerjahren die 'Incabloc'-Stoßsicherung, die der Unruhwelle ein Ausweichen in axialer (Längs-) und radialer (Quer-)Richtung gestattete. Schon ein Jahrzehnt zuvor freilich hatte Theodor Koch, Mitbegründer der Uhrenfabrik Silena, ein Patent für eine axiale Stoßsicherung erhalten - und die Firma Silena veredelte mit dieser Stoßsicherung Felsa-Rohwerke.

Eigentlich bezieht sich das Patent nicht auf die Stoßsicherung, sondern auf die Rückervorrichtung, die zugleich Stoßsicherung ist:

Pat 102975 Drawing.jpg
Quelle: Patentschrift schweiz. Patent 102975 vom 19. Februar 1923
Der Deckstein (7) hält den oberen Lagerstein (5) des Unruhlagers und wird selbst von einer runden Stahlplatte (8) gehalten. Diese ist drehbar in den Ringzapfen (9) des Rückers (10) eingesetzt und wird durch den mittels einer Schraube (13) am Rücker befestigten Rückerzeiger (11) gehalten. Der Rückerzeiger ist an der Stelle (12) geschwächt, sodass die Stahlplatte bei einem axialen Stoß nachgeben kann. So wird der Lagerzapfen (3) der Unruhwelle (4) vor Beschädigung geschützt.

Felsa erwarb schon bald eine Lizenz und lieferte selbst auf diese Weise stoßgesicherte Werke - unter anderem an die Gothic Watch Co. in New York.

Werk 02.jpg
Werk Felsa 107

Im Detail sieht die Stoßsicherung dann so aus:

Unruh mit Stoßsicherung.jpg

(Fortsetzung folgt)
 
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#2
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Tomcat1960

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(Fortsetzung)

Nun ist das Werk einer Uhr immer nur ein Teil der Geschichte und in unserem Fall ist der andere Teil - das Uhrgehäuse - mindestens ebenso interessant. Hergestellt wurde das ungewöhnliche Klappgehäuse mit 26 mm Breite und 37 mm Länge, aus dem man wiederum das Werk samt Zifferblatt und Zeigern herausklappen kann,...

Gehäuse teilweise offen.jpg

Gehäuse ganz offen 03.jpg

Gehäuse ganz offen 02.jpg

...von der Star Watch Case Company in Ludington, Michigan, gegründet 1897 in Elgin, Illinois. Wenig überraschend beschäftigte sie sich anfänglich mit der Fertigung von Gehäusen für die Elgin Watch Co, die wenige hundert Meter entfernt Taschenuhren herstellte. Nach einem Großfeuer, bei dem die Fabrik in Elgin bis auf die Grundmauern niederbrannte, errichtete die Star Watch Case Co. im Jahre 1905 das neue Werk in Ludington, Michigan. Um 1910 herum beschäftigte die Firma bereits 150 Mitarbeiter, was sie zum größten Arbeitgeber des Ortes machte.

Dieses Jahr 1910 markiert eine weitere bedeutsame Erfindung, deren Folgen an dem hier vorliegenden Gehäuse besonders schön zu sehen sind. Es ist nämlich ausgesprochen reichhaltig verziert:

Verzierungen 02.jpg

Verzierungen 01.jpg

Verzierung Detail 1.jpg

Verzierung Neunuhrseite.jpg

Verzierung Horn.jpg

...und genau auf diese Verzierungen legten Uhrenkäufer (und damit natürlich auch Hersteller) im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts großen Wert. Nun war das Gravieren dieser Verzierungen sehr aufwendig - ein Graveur arbeitete nach einem Muster, Gehäuse für Gehäuse, alles in Einzelarbeit. Die Arbeit erforderte gute Augen und eine ruhige Hand, und sie war folglich gut bezahlt, ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. Auch dauerte es relativ lang, ein Gehäuse kunstvoll zu gravieren - ein Umstand, der größeren Stückzahlen im Wege stand.

Beide Probleme adressierte die Erfindung der Pantographenfräse durch Andrew Hallberg, mit der gleichzeitig bis zu 32 Uhrengehäuse graviert werden konnten. Dabei fuhr ein Arbeiter die Linien einer stark vergrößerten Musterplatte nach, der Pantograph übersetzte sie und übertrug die Bewegung in gleicher Qualität auf die Diamantfräser, mit denen das Muster in die Uhrgehäuse geschnitten wurde. Sorgfalt war dafür immer noch erforderlich, aber der Graveur musste kein hochqualifizierter Künstler mehr sein. Diese frühe Methode der Massenfertigung verschaffte der Star Watch Case Co. einen enormen wirtschaftlichen Vorteil, denn das Gravieren der Uhrgehäuse ging auf diese Weise nicht nur billiger, sondern auch schneller - es war nun erstmals möglich, identisch gravierte Uhrgehäuse in größeren Stückzahlen herzustellen.

450px-Pantograph_etching_mechanism.jpg
Quelle: Watch Wiki
Star Watch Case Co., Andrew Hallbergs Pantographenfräse

Noch etwas ist interessant: die Prägung im Gehäuse weist es als 'Stellar'-Gehäuse aus. Das überrascht, denn laut "History of the American Watch Case" von Warren H. Niebling, Whitmore Publishing, Philadelphia, PA, 1971 (verwiesen von hier: "Hamilton 992B Factory Cases" - Topic) sollen 'Stellar'-Gehäuse stets mit 10 K vergoldet gewesen sein - an diesem hier ist aber keine noch so kleine Spur von Gold zu entdecken. Vielmehr ist es offenbar aus Edelstahlblech gefertigt.

Gehäusebeschriftung.jpg

Das Zifferblatt zeigt die Spuren der Jahre recht deutlich. Weil die Uhr aber insgesamt zeittypisch eher klein ist (Abmessungen: 26 mm x 37 mm x 10 mm, genau richtig für eine Herrenuhr jener Jahre) fallen sie 'live' weit weniger auf als auf den doch recht stark vergrößernden Bildern. Ansonsten ist die Uhr ausgesprochen gut erhalten - vom elften Stock eines Hochhauses hat sie mit Sicherheit noch niemand heruntergeworfen. ;-)

Frontansicht liegend.jpg

Im Brunnen 02.jpg

Im Brunnen 03.jpg

Im Brunnen 05.jpg

Abschließend möchte ich Herrn Egon Boedtcker vom Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum in Bern danken, der meine Anfrage bezüglich der Patentschrift in exakt 65 Minuten mittels Zusendung der Schrift als pdf beantwortete. Das nenne ich vorbildlichen Service! :klatsch:

Danke fürs Schauen und wie immer freue ich mich auf Eure Kommentare!

Viele Grüße
Tomcat


Quellen:

[1] Wikipedia

[2] Orlando Sentinel

[3] Archiv der New Yort Times

[4] United States Horological Trademark Index - Kurtis Meyers - Google Books

[5] Kahlert/Mühe/Brunner: 'Armbanduhren - 100 Jahre Entwicklungsgeschichte', Callwey-Verlag, München 2001

[6] National Association of Watch and Clock Collectors: Star Watch Case Co. - National Association of Watch and Clock Collectors Message Board

[7] Watch Wiki

[8] Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum (IGE), Patentschrift Nr. 102795, "Rückervorrichtung für Taschenuhren" von Th. Koch, eingereicht 19.2.1923
 
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#3
Lazarus77

Lazarus77

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Glückwunsch zur Gothic!
Hochachtungsvoll verneige ich mein Haupt und bedanke mich für den lehrreichen Exkurs in die Zeitgeschichte!!:klatsch:
:klatsch:
Mein lieber Tomcat das ist wieder eine grandiose Vorstellung von Dir, diesmal über diesen sehr interesanten kleinen Ticker mit jeder menge Leben!:super:
Vielen Dank für die tolle Vorstellung!

Gruß der Lazarus!
 
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#4
plein

plein

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Sehr beeindruckende Vorstellung:klatsch:
Mit viel liebe und Leidenschaft erstellt. Ganz toll und ich gratuliere dir zur Uhr.:-)

Trägst du die denn auch im Alltag?
Ich wünsche dir viel Freude damit und sage danke fürs zeigen.
 
#5
G-Shock

G-Shock

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Eine tolle, detaillierte Vorstellung, Tomcat :super:

Diese Zeitreise ist dir bestens gelungen, ich hatte die 20er Jahre vor Augen und deine Detailverliebtheit spricht Bände. Einzig das Band passt mal so gar nicht zur Uhr und wirkt auf mich persönlich wie ein Fremdkörper.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass mir deine Uhrenvorstellung trefflich gefallen hat. Vielen Dank dafür!
 
#6
Herr Dings

Herr Dings

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Die Uhr als solche ist jetzt nicht unbedingt mein Cup of tea. Sehr faszinierend aber in welcher Zeit sie gemacht wurde, und das sie bis durchgehalten hat.

Aber diese Vorstellung … verdammt noch mal, der Mann ist wirklich gut! :super: :super: :super:
 
#7
uhr_leiwand

uhr_leiwand

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Schon wieder mal eine Doktorarbeit zu einer interessanten Uhr! :klatsch:

Hast Du die Zeiger selbst getauscht? Die scheinen mir "nicht mehr ganz Original" zu sein ;-)

Viel Freude mit der Güldenen!
 
#8
Audiophil

Audiophil

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Hochimposante Geschichte einer sehr interessanten Uhr, welche mir zwar in keinster Weise gefällt ;-), aber aufgrund der bewegten Vergangenheit ein gewisses Habenmöchte-Gefühl auslöst.. :super:
 
#9
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Tomcat1960

Guest
@ Lazarus77: vielen Dank, Lazarus! "Jede Menge Leben" trifft es genau - schon gehabt und noch vor sich, dank der unverwüstlichen Stoßsicherung ;-)

@ plein: auch Dir vielen Dank, Olli! Klar trage ich die auch "im wirklichen Leben". Sooo klein sieht sie gar nicht aus am Arm - siehe "Welche Uhr tragt Ihr heute?" :D

@ G-shock: schön, dass es mir gelungen ist, Dich in die Zeit zurückzuversetzen. Ich finde, gerade solch alte Uhren, heute vollkommen unzeitgemäß, wirken nur im historischen Kontext. Darum bemühe ich mich bei meinen Vorstellungen.

Das Band ... hmm, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ehrlich gesagt, habe ich einen Moment lang auch gedacht "uuh - so ein Grün geht ja gar nicht". Aber wenn man die Augen schließt und sie dann nochmal ansieht, mit all ihrem Zierrat und dem leicht grünlichen Stich des Blattes, dann wirkt das Band plötzlich stimmig. Nein, ich denke, das bleibt. :D

@ Herr Dings: Dir ganz besonderen Dank, Andi. Endlich mal einer, der mein Talent zu schätzen weiß :D

@ uhr-leiwand: auch Dir vielen, lieben Dank. Zeiger getauscht? Nein, wieso - denkst Du, da gehören andere hin?

@ Audiophil: vielen Dank, Micha! "Gefallen" hat mit Geschmack zu tun, und der ist gottlob bei jedem anders. So muss es sein, und es ist gut so. Das "Habenwollen" fühlte ich a) wegen der Form (achteckig! :D) und b) wegen der besonderen verbauten Technik. Und natürlich, weil ich es immer spannend finde, einen solchen Zeitzeugen in die Hand zu nehmen ;-)

Viele Grüße
Andreas (aka Tomcat)
 
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#10
MAP254

MAP254

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Lieber Andreas,
danke für die Vorstellung, die (wie eigentlich immer) eine schön bebilderte und angenehm zu lesen ist - und auch einen kurzen geschichtlichen Überblick bietet.
Jetzt ist es ja so, das diese Uhren nicht in jedermanns Beuteschema passen und das ist auch gut so!
So häufig findet man sie ja schließlich nicht mehr und vor allem in einem halbwegs guten Zustand - und vor allem die von dir bevorzugt gesammelten "Brot- und Butterstücke".
Ein ganz klein wenig muß ich aber auch in die Bandkerbe schlagen - das Grün ist natürlich Geschmackssache, passt aber eigentlich ganz gut. Die Form des Bandes ist es, die sich mir nicht erschließt....
Viel Vergnügen wünscht dir
Manfred
 
#11
F

Forget_ Time

Guest
erstmal ein Abo drauf gesetzt. Nacher muss ich mir mal diese Vorstellung in Ruhe lesen.
Vorab erstmal:
Lieber Prof hc Dr Dr Dr Dr Tomcat, Deine Vorstllungen sind Lichtblicke des UF's.
Vielen Dank für Deine Mühen.

Großartig!

lg
FT
 
#12
Ford_Prefect

Ford_Prefect

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Vielen Dank für den Ausflug in die bewegten 20er Jahre. Das ist wieder einmal eine sehr liebevoll und detaillierte Vorstellung, gepaart mit tollen Bildern.

Die Gothic ist jedenfalls ein echter Hingucker und gefällt mir sehr gut. Und es ist schön, dass sie in Dir einen echten Liebhaber gefunden hat.

Viele Grüße
Fred
 
#13
W.A.

W.A.

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Danke für die ausführliche Vorstellung! Die Uhr finde ich sehr schön, ist bestimmt ein tolles Gefühl so ein Stück Geschichte am Arm zu tragen. Das Band gefällt mir persönlich übrigens sehr gut dazu.

schöne Grüße
Andreas
 
#14
T

Tomcat1960

Guest
@ MAP254: vielen Dank, Martin, besonders für Deine Bemerkung zu meiner Vorliebe für "Brot-und-Butter"-Uhren! Die sterben ganz still und leise aus, unbemerkt von den Meisten, bis dann irgendwem auffällt, "hey, wann habe ich eigentlich zum letzten Mal eine mechanische xxx gesehen - weißt schon, so eine, wie sie der Opa getragen hat?"

Obwohl - so "Brot-und-Butter" wird die "Gothic" zu ihrer Zeit vermutlich nicht gewesen sein, wenn auch Schweizer Werke in den USA billige Importware waren. Aber die Stoßsicherung war schon etwas Außergewöhnliches und sie wird ihren Preis gehabt haben. Uhrmacherzeichen fand ich darin bis 1953, also war sie jemandem offensichtlich genug wert, sie regelmäßig zum Uhrmacher zu tragen.

Und das Band - bleibt. Es könnte einen Ticken länger sein (es sitzt bei mir auf dem letzten Loch) aber das liegt vermutlich daran, dass es heute keine Herrenuhrenbänder mehr in dieser Breite (10 mm) gibt. Tragen tut es sich aber sehr bequem, vermutlich gerade weil es so dick ist.

@ Forget_Time: vielen Dank einem weiteren treuen Leser. Es freut mich, wenn ich Licht in diesen düsteren Tag werden kann (hier schneit es schon wieder :motz:)

@ Ford_Prefect: Fred, auch Dir vielen Dank! Ja, ich mag sie sehr, aber noch mehr schätze ich die Vielfalt des Vintage-U(hr)niversums. Da kommt so schnell keine Langeweile auf :D

@ W.A.: ich danke Dir für Deinen netten Kommentar! Ja, es macht großen Spaß, ein solches Stück Zeitgeschichte nicht nur zu hegen und zu pflegen, sondern auch zu tragen. Und ihm zu lauschen, wenn es seine Geschichte erzählt. Ich finde das einfach toll!

Viele Grüße
Andreas
 
#15
Daniel2409

Daniel2409

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Vielen Dank für die Zeitreise, Andreas :klatsch: Das ist ja mal wieder eine mit Leib und Seele geschriebene Vorstellung mit schönen Details, die das Drumherum zur damaligen Zeit interessant darstellen. Die Uhr ist wirklich beeindruckend und lebt durch Deine Geschichte nochmal richtig auf :super:

Weiterhin viel Freude damit.
 
#16
Ragnarök

Ragnarök

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Servus Andreas,

ich gebe ehrlich zu … wenn nicht Du die Uhr vorgestellt hättest, wäre ich nach dem ersten Bild hier wohl nicht hängen geblieben.

Da hätte ich aber was verpasst:shock:!

Lust auf eine kleine Zeitreise?
Aber immer gern!

Vielen Dank für diesen wirklich wunderbaren Exkurs in die "Roaring Twenties" und die brillante, mit tollen technischen Details "gespickte" Vorstellung der Uhr.

Den Arbeitsaufwand, der hinter einer derartigen Vorstellung steckt, können wir vermutlich nur sehr vage erahnen.

Chapeau - meinen höchsten Respekt:super: ... und: vielen Dank für diese bemerkenswerte Vorstellung!

Boy
 
#17
Mücke

Mücke

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WoW!
Was für eine interessante Vorstellung.
Was für eine interessante Uhr.
Vielen Dank für's Zeigen und viel Freude damit.
 
#18
Mapkyc

Mapkyc

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Der absolute Wahnsinn. So eine Vorstellung! Einfach große Klasse! :klatsch:

Da könnte sogar die Uni Düsseldorf nichts an der Form aussetzen. :lol:

Ich abonniere mal und lese später, wenn du einverstanden bist.

Grüße
Markus
 
#19
M

Mapa

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460
Hallo Tomcat,

Was für eine Wahnsinnsvorstellung! Ich ziehe den Hut vor Dir. SUPER! (auch wenn die Uhr nicht meins ist);-)
 
#20
danielham

danielham

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Hallo Tomcat ... sehr schöne Vorstellung.

Hab alles gelesen obwohl mir die Uhr nicht soooo zusagt :-)

Hochachtung !!

Andreas
 
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