Sollte man Vintage kaufen oder lieber die Finger davon lassen ?

Diskutiere Sollte man Vintage kaufen oder lieber die Finger davon lassen ? im Damenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Vor kurzem fiel hier mal im Forum der Termius "Vintageproblem" und ich dachte mir in diesem Falle nur: "Wovon spricht sie?". Es gibt hier ja...

Ruebennase

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Vor kurzem fiel hier mal im Forum der Termius "Vintageproblem" und ich dachte mir in diesem Falle nur: "Wovon spricht sie?". Es gibt hier ja Einige, Frau A. und Gezeiten fallen mir spontan ein, die sich auch an Vintage heran trauen. Ich hoffe sie können hier auch noch ergänzen. Des Öfteren hört man ein Zögern, obwohl ein spezielles Ührchen begehrt wird. Das ist auch vollkommen berechtigt, denn nahezu unweigerlich fängt man sich früher oder später das erste Groschengrab ein. Das gilt insbesondere wenn man ein spezielles Model sucht und das nur sporadisch bzw. extrem selten angeboten wird. Da trüben die Emotionen den scharfen Blick. Ich versuche hier einmal "unkritisches" zusammen zu stellen und Dinge auf die man achten sollte. Fest steht, dass zu dem Einkaufspreis immer eine Uhrmacherrevision mit eingerechnet muß, um eine dauerhaft tragbare Uhr zu besitzen. Bei reinen Sammlungsuhren bin ich da entspannter.
Was erachte ich als unkritisch? Das sind Top erhaltene Uhren die entweder als Sonntagsausgehuhren, Lagerware oder eben offensichtlich unbeliebte Geschenke daher kommen. Ich selber kaufe nur Mechanik und lasse Quartzuhren mal außen vor. Zumindest sollte man niemals eine Uhr kaufen wo bei diesen Uhren in der Anzeige geschrieben steht, dass man nur eine neue Batterie einlegen muß. Das besagt nicht, dass die alte nicht Werkszerstörrend ausgelaufen ist und auch Quarzwerke müssen zwingend nach Jahrzehnten gewartet werden. In jedem Fall sollte man bei Vintage den Aufpreis nicht meiden und bei einem Händler mit Rückgaberecht in Europa zu kaufen, wenn man nicht als kranker Sammler unterwegs ist und eine spezielle Uhr "braucht". Besser ist natürlich der Augenschein bei Händlern oder auf Uhrentreffen unter Freunden was hoffentlich bald wieder möglich ist :-).
Leider tummeln sich nicht nur redliche Verkäufer herum, aber es sind auch nicht alles Haie 8-). Einige Uhren sehen auf den ersten Blick besser aus als sie sind d.h. sie wurde kräftig aufgearbeitet. Diesen Uhren sieht man dann natürlich nicht mehr an ob sie mißhandelt wurden und fiese Dellen o.ä. hatten was, dem Werk sicherlichn nicht gut getan hat. Das beste Erkennungsmerkmal sind rundpolierte Kanten:

P1150581.JPG


Hier hilft der Blick zwischen die Hörner. Nicht alle Uhren hatten scharfe Kanten, aber die Meißten in der gehobenen Preisklasse. Hier erkennt man auch schön das die orginale Fläche zwischen den Hörern mit senkrechter Strichführung mattiert war. Bleiben wir bei dieser Uhr die ich von einem befreundeten Sammler gekauft habe und um ihrer Schwächen wußte und der Tatsache das ihr Werk tiptop ist.
Des weiteren deutlich wertmindernd ist ein aufgefrischtes Blatt. Für viele Sammler orginaler Uhren ist das ein absolutes Nogo weshalb ich eben auch die erste Uhr für schmales Geld besitze. Für eine Trageuhr schaut das schon ganz anders aus und ich finde es durchaus legetim z.B. eine Familienuhr so professionell wieder her richten zu lassen. Hier einmal zwei Beispiele:

SAM_0203.jpg

Die Erste aus den 1950'ern hätte ein swiss made haben sollen. Ansonsten ist das Blatt toll geworden und man sieht nur, wenn man gegen das Licht mit der Lupe fluchtet, minimale Unterschiede in der Oberflächenstruktur des Blattes. Das ist excellent gemacht. Bei der Uhr rechts weiß ich nicht genau was gemacht wurde. Vieles sieht orginal aus jedoch nicht die dicke schwarze Umrandung des inneren Quadrates die auch vor dem Sekundenfenster auf hört. Die Lumina wurde z.T. schlecht nach gezogen. Zumindest ist dort kein Radium mehr was bei alten Uhren durchaus sein kann. Dieses wurde ab der 1920'er bis in die 60'er eingesetzt wo es dann zunehmend durch Tritium ersetzt wurde. Von Uhren mit orginaler, wenn auch oft nicht mehr optisch aktiver Leuchtmasse aus diesem Zeitraum sollte man dringend Abstand nehmen.
So jetzt kommen wir mal flux zu den schönen unbedenklichen Uhren :-). Wie gesagt wenn eine Uhr scharfe Kanten, unzerkratzte Schliffe und rund herum "neu" aus schaut ist bei einem Kauf mit Rückgabegarantie nur noch der Weg zum Uhrmacher dazwischen.
Alter vor Schönheit wobei diese für mich die Schönste ist, die ich auch vorgestern getragen und gepostet habe:
SAM_0197.JPG


Das ist eine komplett orginale Uhr aus Ende de 1920'er. Außer das das Silber ab und an mal mit dem Tuch übergewischt wird ist sie ein zuverlässiger problemloser Zeitmesser. Was man wissen muß ist das diese rektangulären Uhren, wie auch die oben gezeigte, bis in die 1940'er einfache Klappgehäuse haben und daher nicht zum spühlen geeignet ist. Leichter Regen geht schon noch ;-). Ab den 1930'ern wurde anstatt Silber leider verchromtes eingesetzt. Der Vorteil ist, häufig getragene Uhren erkennt man leicht, insbesondere bei den Hörnern, durch "Schweißfraß" . Hier gilt dann: "Finger weg". Goldene Uhren sind eher selten und recht teuer. Insbesondere aus den 1940 ern gibt es noch schöne Uhren zu moderaten Preisen wenn man diesen Uhrentyp mag. Ich finde sie tragen sich sehr bequem.
HIer einmal so ein Klappgehäuse aus den 30'er in denen die Werke "eingelegt" sind:
P1150578.JPG

Durch die große Überlappung sind sie schon recht gut Spritzwassergeschützt. Es lohnt sich grundsätzlich auch bei jüngeren Uhren rechteckiger Form in die Ecken zu schauen. Dort erkennt man sehr gut am Zifferblatt ob schon einmal Feuchtigkeit eingedrungen ist. In den 1950'ern sind die Herrenuhren zumeißt zu groß und die Damenuhren auch winzig und bieder. Das Angebot ist auch mit optisch neuwertigen Uhren aus den 1960'ern recht überschaubar. Daher machen wir mal einen Sprung in die 1970/80'er. Hier gibt es gerade im Damenbereich zahlreiche "neue" Uhren, die auf Grund der Quartzkriese "liegen geblieben " sind. Ein schönes Beispiel ist z.B.diese Damenuhr mit Handaufzug:

SAM_0188.JPG


30 mm Durchmesser und ein solides zuerlässiges AS Werk verrichtet seien Dienst. In diesen schlechten Zeiten wurden mit Ausnahme von z.B. häufig Omega, von den meißten Volumenherstellern keine Manufakturwerke mehr verwendet. Das tut der Sache keinen Abbruch denn die Werke sind gut aber die Sammler schauen nicht nach diesen Uhren was sich auf den Preis positiv aus wirkt :-). Ein wenig auf passen müssen Frauen mit starkem Handgelenk. Die Stahlbänder sind nicht überdimensioniert. Insbesondere bei wenig Gebauchten wo eventuell Glieder entnommen wurden sollte man immer nach der Bandlänge/Umfang fragen.
Etwas jünger ist diese 28mm breite Uhr mit dem typischen stylischen Klötzchenlook ebenfalls alte Lagerware:
SAM_0183.JPG

..und Copyrifht Fingerprint von mir auf dem Glas ..sorry. (Die "Innenaufnahmen" hat mir freudlicher Weise ein Freund gemacht, der besser fotographieren kann. Daher resultiert der qualitative Unterschied zu den Wrist Shots)

Interessant sind aus den 1980'er auch durchaus Herrenuhren die nach der heutigen Mode für 98% der Männer als untragbar gelten. Da sind wir schon bei meinen geliebten Tressa Uhren von denen ich einige besitze, und die ich auch bei Gezeiten schon gesehen habe. Mit 36 mm durchaus tragbare spaßige Stahluhren mit einfachem aber soliden AS Automatikwerk:
SAM_0170.JPG

Diese ist tatsächlich tief grün aber das Sonnenlicht hat sie auf dem Foto türkis erscheinen lassen. Ich habe meine beiden Lieblinge warten lassen und so zu sagen eine Uhr in Reserve falls Einer der seltener getragenen mal etwas passiert. Diese und ähnlich knallige schwer verkäufliche Uhren kann man finden und wie ich meine auch kaufen. Generell sind ab den 1970'ern die Damenuhrgrößen "jung gestylter" Uhren so 27-30 mm und für mich eine gut tragbare Größe. Die Herrenuhren so um 34-36 mm fallen auch durchaus in mein Beuteschema. Ich meide natürlich Stiftanker und verchromte Gehäuse und überlasse das den Sammlern. Diese Uhren sind aus Trägerinnen Sicht nur begrenzt geeignet/haltbar/genau. Ein bißchen auf passen muß man bei den Gläserformen. Gerade in der Zeit inkl. Spaceaera wurde witziges produziert, wofür es aber schwerlich Ersatz gibt. Hier muß man ggf. vorher mal den Uhrmacher fragen oder die Bucht durch suchen.
Zu guter Letzt möchte ich Euch noch ein besonderes Stück meiner Schätzchen zeigen. Ich bin mir nicht ganz sicher wie alt die Uhr ist. Könnte sein das sie ganz knapp noch nicht Vintage ist. In den 1970'ern stellte Universal die Produktion eigener mechanischer Werke vorerst ein. Hier in der Uhr tickt ein ETA 2824. Die Uhr ist eine Herrenuhr mit 35 mm Durchmesser und hat mich wahnsinnig an gesprochen. Für mich persönlich zum tragen ist sie nichts und daher muß sie noch auf ihre Revision warten bis sie dann in 2-3 Jahren die Besitzerin wechselt.
Es ist eine schöne Uhr im Diverdesign die ich vor 2 Jahren erworben habe. Preislich ist sie insgesamt sicherlich nicht weit entfernt mit allem drum und dran von dem vor kurzem verlinkten Straßenpreis eines aktuellen 36 mm Oris Divers, aber die Auswahl im Bereich unter 1K von Uhren dieser Größe mit Automatikwerk ist doch sehr überschaubar und war vor 2 Jahren noch dürftiger 8-) . Allerdings war sie auch NOS im Fullset bevor sie in meine Hände viel und ich jetzt Fotos gemacht habe :-). Da kann man nichts verkehrt machen mit so einer Uhr.

SAM_0154.JPG


Ich hoffe ich habe es geschafft einen Miniabriss über Vintage Uhren für Mädels zusammen zu basteln wie sie aktuell auch (noch) gut zu finden sind und worauf man achten sollte. Sicherlich für "Fortgeschrittene" mit guten Uhrmachern und Sammlerinnen i.S. von Uhren anstatt Briefmarken wie mich, gelten auch andere Kriterien. Insbesondere über die 1970/80'er könnte ich mich noch stundenlang aus lassen grins. Bitte @Gezeiten und @Frau A. um Ergänzungen ..ich vergesse immer die Hälfte sonst wäre ich nicht ich :prost:

Liebe Grüße Rübe
 
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Frau A.

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Liebe Rübe,

danke für deinen ausführlichen Bericht! Ich bin immer wieder von deiner Fachkenntnis beeindruckt! :klatsch:

Deine Frage im Titel habe ich für mich persönlich schon beantwortet. "Sollte man Vintage kaufen?" JA! Ich besitze zwar eine handvoll neuer Uhren, die ich für ihre Unkompliziertheit schätze - keine Angst vor Bakelit-Bruch, keine bröselnde Leuchtmasse, zuverlässige Gangwerte etc., aber mein Herz schlägt für die Vintage Schätzchen. Natürlich muss man sich im Klaren darüber sein, dass man sich die eine oder andere Gurke einhandeln kann. Nicht jeder Verkäufer beschreibt seine Uhr ehrlich. Und so habe ich schon einiges erlebt: verrostete Werke, lose sitzende Zifferblätter oder Kronen, Spider-Dial, übelste Gangabweichungen, Rost auf dem Zifferblatt .... :wand: Ein gewisser Langmut ist also unverzichtbar, wenn man sich auf die Vintage-Welt einlässt. Aber wie schon erwähnt, gehört eine Revision ohnehin eingeplant, sofern man die Uhren tragen möchte. Und manch ein technisches Problem lässt sich im Zuge dessen beheben. Schlimmstenfalls mit der Suche nach einem Ersatzwerk. Deshalb achte ich beim Kauf in erster Linie darauf, ob die Uhr original und nicht verbastelt erscheint und ob mir der optische Zustand gefällt. Denn ein vergammeltes Blatt, eine bröselige Lünette oder gammelige Zeiger lassen sich nicht ohne Weiteres austauschen.

In erster Linie trage ich Vintage-Herrenuhren, bevorzugt aus den 70er Jahren. Aber vor einiger Zeit habe ich für mich ein weiteres Sammelgebiet entdeckt: Vintage Damenuhren, die es auch als Herrenmodell gab. Der liebe Harald hat zum Thema sogar einen eigenen Faden eröffnet: Zeigt eure vintage Herren-Uhr , mit passender Damen-Uhr. Diese Uhren sind vergleichbar günstig zu erwerben und machen mir - trotz ihrer geringen Größe - unglaublich viel Spaß!

Gerne stelle ich in den nächsten Tagen das eine oder andere Exemplar hier vor!
 

Belluna

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@Ruebennase

Vielen, vielen Dank für Deinen Bericht, eine Arbeit, die ich mit großem Interesse gelesen habe. Ja, auch mit Bewunderung, da der Vintage-Sector nicht so meins ist. Die Vintage-Uhren, die ich habe und liebe, die hüte ich sehr, nur viel Ahnung habe ich davon leider nicht. Aber mein Interesse daran wächst, das stelle ich fest.
 

pallasquarz

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Guten Morgen, eine lesenswerte und fundierte Abhandlung hast Du da geschreiben, Ruebennase, wäre eigentlich ein redaktioneller Beitrag; und ein paar der Grundgedanken sind auf Herrenuhren übertragbar. So etwas fehlt grundsätzlich und wäre für viele Einsteiger im Vintagebereich wahrscheinlich sehr hilfreich, man kann hier (meine den Bereich der Herren Vintageuhren) ja oft genug von gelungenen Fehlgriffen lesen.
Ich möchte noch ergänzen, grundsätzlich ist Edelstahl besser als verchromt, Echtgold besser als vergoldet (und natürlich auch teurer), das ist völlig korrekt, man muss aber die zweitgenannten Varianten nicht grundsätzlich meiden, dafür aber ganz genau in Augenschein nehmen. Der von Dir erwähnte Lochfraß ist tatsächlich ein Problem (ev bei HAU ausgeprägter als bei DAU, das kann ev geschlechtsspezifisch sein).

Kienzle_Automatik_h.jpg
Grüsse Christoph

PS Wenn man oft Anfragen wegen Vintageuhren liest und was man mit ihnen machen darf oder nicht, denke ich, die Leute machen sich viel zu viele Gedanken. insbesondere was Wasserdichtigkeit oder Stoßempfindlichkeit betrifft.
Die Uhren waren schon seinerzeit als Trageuhren konzipiert und werden auch heute einen normalen Gebrauch aushalten.
Wenn man von Hause aus plant, (Extrem-)Sport zu treiben oder unbedingt die Uhr unter der Dusche anhaben muss, dann soll man sich eine Uhr suchen, die auch für diese Zwecke gemacht ist. Wenn man Uhren sowieso am Lederband trägt, ist auch die Frage der WaDi zweitrangig, man wird da wohl kaum die Uhr unter den Wasserstrahl halten
 
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Ruebennase

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Vielen Dankfür Eure lobenden Kommentare, aber ich habe nur das auf dem "Kasten" wo ich entweder selber in die Tonne gegriffen habe bzw. Beispiele von anderen Sammlern kenne ;-)

@Frau A. Vielen Dank für deine Ergänzung und Du bist ja auch schon aus dem "Beginner" Stadium heraus und tätigst mit Sicherheit schon den Einen oder Anderen "no risk - no fun" Kauf. Wohl wissend einen verlässlichen Uhrmacher im Rücken zu haben und das grundsätzlich scharfe Fotos sowie eine Werksaufnahme bei äußerlich gebrauchten Uhren unabdingar sind, um etwas auf der sicheren Seite zu sein.
Der Aspekt mit dem Bakelit ist interessant, denn ich habe so eine Armbanduhr nicht. Ich weiß, dass starke Sonneneinstrahlung (Schaufensteruhren) Bakelt entfärben oder auch bröselig machen kann. Das ist dann irreversibel und sollte auf scharfen Fotos erkennbar sein. Zumindest eine Verfärbung kann man auch bei den Uhren der 1970'er sehen, deren plane Gläser eine Silikondichtung haben. Diese wird dann gelb/orange
P1150587.JPG

Hier ein krasses Beispiel. Der Funktionalität tut es in diesem Beispiel keinen Abbruch und mich störrt es nicht. Natürlich sind Lederbänder bei solchen Uhren auch immer ein Holzbrett und nicht mehr nutzbar. Die Werke sind nach einer Revision davon unberührt. Das Braten in der Sonne können Sie schadlos überstehen, solange die alten Ölreste entfernt und erneuert werden.
Ja, die Damenuhren die es auch in Herrengröße gibt sind prima :super:. Die TV screen oben ist so Eine. Ich wollte schon immer mal bei Harald im tollen informativen Thread die mit dem Herrenpendant zeigen die ein Feund besitzt. Es hat sich nur noch nie ergeben ein Foto zu machen. Ich würde mich freuen wenn Du hier Beispiele postest :klatsch:. Gerade bei den Uhren sind die Herrenmodelle mir zu oftmals zu groß und erst recht zu teuer.

@Belluna Ahnung braucht man nicht zu haben nur Geschmack und einen guten Uhrmacher im Rücken. Ich bin sowieso der Typ der nie am modischen "Puls der Zeit" war. Bereits in der Jugend war ich eher "retro" und nicht Popper. Meine Umgebung kennt mich mit einer Uhr in der Hosentasche oder einem alten Schätzchen am Handgelenk. Was für einen selber mit Freude tragbar ist, ist eine inviduelle Entscheidung. Ich wollte nur unnötige Ängste vor Vintage nehmen, denen es gefällt, ohne die Klippen an denen man zerschellen kann zu verschweigen. Wenn die Uhren in deiner Box schlummern, hast Du doch freie Auswahl :-D. Meine älteste Trageuhr ist von 1870 und läuft auf die Minute genau in der Woche. Zugegeben die ist ein Ausnahmeexemplar.

@pallasquarz Hallo Christoph, ich denke für einen redaktionellen Beitrag ist mein Sichtfenster doch deutlich zu sehr eingeschränkt. Insbesondere bei heute beliebten tragbaren Herrenuhren wird es sehr viel komplizierter. In diesem Bereich wurden mehr und länger Manufakturwerke eingesetzt, so dass primäre Träger und reine Sammler einen potentiell größeren Käuferpool bilden. Allein das Preisgefüge ist schwer nachvollziehbar, da man dann "gehypte" Modelle, die nicht unbedingt zu einer heute aktuell im Hochpreissegment aktiven Marke gehören, kennen muß. Des weiteren sammeln seit Jahrzehnten eher Herren und es sind deutlich mehr Bastelwastel oder auch ganze Fakes unterwegs. Glücklicherweise sind die damaligen Fakes der 1970/80'er noch qualitativ so unterirdisch, dass man sie sofort bemerkt, wenn man eine Uhr in der Hand hat. An dieser Stelle sei angemerkt das ich mich in dem Thread nicht auf High-end bezogen habe oder der Marke mit der Krone. Wer in dieser Preisklasse kauft, sollte einen Experten dabei haben, da es nach 50 Jahren selten noch Orginalpapiere gibt. Hier lohnt sich eben das Bastelwastel.
Danke das Du auf die Gehäusematerialien ein gehst. Das ist natürlich vollkommen richtig. Alles mit ver... ist immer etwas was sich ab nutzt. Ich persönlich bin ein absoluter Stahl Fan was bei den Uhren der 1930 aber nicht die Regel ist. Ergänzen sollte man vielleicht noch, dass es neben vergoldet und Vollgold bis in die 1970'er hinein noch Goldhauben gab. Das sind sehr sehr dünne Goldbleche mit denen der Stahl überzogen wurde. Diese Uhren kann ich durchaus empfehlen zumal sie deutlich unter dem Preis von Vollgoldgehäusen liegen
Spielwiese.jpg

Hier eine alte Minizenith mit einem quasie "Rotgold O-Ring" als Lünette (Für Frau A auch noch die andere Bandseite- Ja es ist sensationell) und rechts daneben die Omega Dynamic meiner Nichte, die bereits mit 15 Jahren, vom Vintagevirus befallen ist (Natürlich sorge ich dafür, dass sie vorerst nur die Sonneseite kennen lernt). Die Omega ist schon recht gerockt, aber die Goldhaube ist bis auf das Schliffmuster davon unberührt. ( Nach Reparatur und Ersatz der Datumsscheibe läuft sie super. Gekauft wurde sie als "von mir revisioniert". Leider hatte der Honk den Werkhaltering nicht wieder eingebaut. Der Rotor schliff und der Datumsscheibe fehlte ein Zähnchen. Glücklicher Weise habe ich sie sofort zum Uhrmacher gebracht so dass keine weiteren Schäden entstanden sind und der Rotor samt Lager haben keinen "weg bekommen". )
Christoph Du hast vollkommen recht. Eine gewartete Vintage zu tragen ist absolut unkritisch. Welche Frau geht schon mit einer Uhr unter die Dusche und wenn ich mal zum Strand komme, oder physisch arbeite, greife ich zur Taschenuhr :-). Für "normale" Lebenssituationen wurden sie konzipiert. Die Generation unserer Großeltern hatte in der Regel eine Uhr ihr Leben lang. Das hat funktioniert.

Grüße Rübe
 
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Hudlonen

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Danke für die Mühe, Rübe!

Und hier noch eine Stimme pro Vintage :super:

Ich liebe ältere und alte Uhren, weil …

… man sich mit ihnen auf Zeitreise begibt. Inmitten unserer hektischen Gegenwart lässt sich damit blitzschnell abtauchen in die bunten 70er, die puristischen 60er oder auch die verspielten Art-Deco-Zeiten.

... sie ein bisschen an die eigene Vergänglichkeit erinnern. Deswegen dürfen Zifferblätter bei mir gerne Patina haben.

… sie individuell sind und dem Kauf oft eine längere, spannende Phase des Suchens und Jagens vorausgeht. Zum Konzi gehen, die Kreditkarte zücken und die Neuuhr xyz aus der aktuellen Kollektion abc mit Gewährleistung kaufen, kann hingegen (fast) jeder.

… manche kleine mechanische Wunderwerke sind, Komplikationen haben, die längst aus der Mode sind, oder Manufakturwerke statt ETA-Standardware besitzen und dennoch vergleichweise erschwinglich sind.

Ein Risiko ist (wie beim Gebrauchtwagen-Kauf) sicher dabei, aber es lässt sich meines Erachtens minimieren:

… nicht von Emotionen zu einem schnellen Kauf verleiten lassen, sondern sich schon im Vorfeld möglichst gut informieren.

… auf Menschenverstand & Bauchgefühl hören. Wenn mir der Verkäufer komisch vorkommt oder die Gelegenheit viel zu günstig ist, lasse ich die Finger von der Uhr. Naja, zumindest meistens ;)

… ein bisschen jenseits des Mainstreams kaufen, dann ist m.E. die Gefahr von Fakes oder Marriagen nicht so hoch. (Und die Uhr günstiger.)

… finanzielles Polster für eine Revi einplanen (und einen Uhrmacher kennen, der nicht nur ein Batteriewechsler ist, sondern mit Engagement bei der Sache).

Herzliche Grüße/Alexandra
 

Frau A.

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Du bist ja auch schon aus dem "Beginner" Stadium heraus und tätigst mit Sicherheit schon den Einen oder Anderen "no risk - no fun" Kauf.

Das stimmt. In moderaten Preisgefilden kann man durchaus mal etwas wagen! Ärgerlich ist dann bloß, wenn die Bilder absichtlich so aufgenommen sind, dass offensichtliche Mängel verborgen bleiben. Bisher hatte ich aber noch nicht wirklich oft Pech.

Eine meiner ersten Vintage-Miniaturen war diese Zenith Defy:

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Ich habe sie für einen kleinen 3-stelligen Betrag bei Ebay erworben. Der Zustand schien mir gut, sauberes Blatt, intakte Zeiger, kantiges Gehäuse und vor allem: ein grandioses original GF-Leiterband! Ich habe zugeschlagen, obwohl der Verkäufer angab, sie liefe nicht. Sie ging dann direkt zu Malikka hier aus dem Forum, die sich ihrer liebevoll angenommen und sie wieder perfekt ans Laufen gekriegt hat. Natürlich hätte es auch ein Reinfall werden können, aber ich hatte Glück! Der Preis für die Reparatur war in etwa so hoch, wie der Anschaffungspreis der Uhr, womit ich gerechnet hatte.

Zenith ist auf jeden Fall eine der Marken, bei der sich ein Blick auf die Damenmodelle lohnt! Das weiter oben gezeigte eckige Klötzchenmodell von Rübe finde ich beispielsweise auch großartig! :klatsch:
 

Ruebennase

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@Hudlonen Da ist meine Art der Sichtweise sehr identisch und mir macht es auch Freude Uhren zu bewahren. Die Vielfalt hat in meinen Augen durchaus in den letzten Jahren stark gelitten und geht erst wieder ganz langsam, sowohl von den Werken, als auch von dem Aussehen in die Breite. Irgendwie waren gerade in den Boxen der Herren überwiegend: Diver schwarzes Blatt mit schwarzer Lünette zu sehen. So langsam bessert sich das sowohl von Form als von der Farbgebung :-). Wenn man bedenkt das auf den Zifferblättern der Herrenuhren der Jahrhundertwende durchaus noch Blümchen waren und in den 1920'ern und 1980'ern poppige Uhren mit Stolz getragen wurden kam mir das sehr uniform vor. (Zugegeben open Hearts und vollgeschriebene Zifferblätter sind auch nicht meines.) Es liegt wohl auch daran, dass ich keine Kreditkarte zücken kann...ich habe gar keine :prost:.
Mich störrt gleichmäßige Patina oder etwas am Rand auch nicht, aber das würde ich nicht unbedingt einer Einsteigeri empfehlen. Da muß man schon etwas Übung in der Beurteilung bzw. Risikobereitschaft haben, denn die Uhren haben gelebt....wenn sie nur erzählen könnten...

@Frau A. Hmmm super lecker !!! Die Defi ist ein Traum und die Errettung hat sich gelohnt. Die Schliffe sind noch perfekt und am GF trägt sie sich super ohne klein zu wirken :-). Da hatte Marlies auch etwas mehr zu tun als mit einer späteren Zenith mit ETA Werk. Hier bin ich mir verdammt sicher noch das Manufakturwerk 1725c eingebaut und das Werk stammt von 1969. (Zenith Kaliber 1724 oder das Planetengetriebe um die Ansprüche der Damenwelt zu befrieden) Das ist eine sehr sehr ungewöhnliche und einmalige Konstruktion. Überhaupt die ganze Uhr ist eine der ersten "Outdoor" Uhren. Ich hatte meine und mein ganzer Stolz unter den modernen Uhren mal hier vorgestellt: Wer kein Niveau hat kauft sich Kultuhr . Das war auch eine längere nicht wirklich preisgünstige Jagdt. Das ist ganz eindeutig auch eine technisch interessante Damenuhr und in ihrer Gesamtheit Bahn brechend. (Ich kann ja nur Zenith ..aber bei dem Thema auch nicht die Schnüß halten. Seit froh das ich Euch mit meiner TU Kernsammlung verschone grins)

Grüße Rübe
 
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Frau A.

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@Ruebennase Danke für die links! Tatsächlich war mir die Vorstellung deines „Urviehs“ gänzlich durchgegangen. Sehr unterhaltsam und wie immer ausgesprochen lehrreich! In Sachen Zenith macht dir so schnell keiner was vor! :super:

Nun bin ich doppelt froh, damals zugeschlagen und mir diese kleine Ikone geangelt zu haben. Zudem ist sie natürlich eine schöne Erinnerung an Marlies und ihre Künste!
 

Baumeister

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Auf jeden Fall zu der Eingangsfrage: JA!

Die Damen haben bei den Vintages die allergrößte Auswahl. Meine Frau trägt mit Begeisterung alles mechanische von den ganz kleinen 60er Ührchen, über mittelgroße wunderschöne 40er Handaufzüge bis zu 70er großen, bunten Klötzchen-Indizes.
Gerade dadurch, dass an Damenhandgelenken alle Größen akzeptiert sind, ist das ein ganz tolles Feld.
Als Mann muss ich durchaus manchmal Kollegen erklären, dass die 32mm Uhr an meinem Arm durchaus eine elegante Herrenuhr ist (alle Banausen) :-)

Also immer: go for it

Nur eine Einschränkung, die aber für alle Vintage-Käufer gilt: Entweder nachweislich frisch überholt kaufen oder einen gute_n Uhrmacher_in kennen.
 

Gezeiten

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Was für ein toller Faden:super:!
Rübe, deine Fachkenntnis beeindruckt mich immer wieder- lieben Dank dafür:-)!

Vintage kaufen? Auf jeden Fall!!! Auch ich habe „neumodische“ Ticker in meiner Sammlung, aber Vintage liegt mir eindeutig näher am Herzen. Ich mag es, wenn die Uhren bereits eine Geschichte erzählen können, dabei darf das Leben auch in Form kleinerer Kratzer oder anderer (überschaubarer) Blessuren zu sehen sein. Finde ich persönlich ganz charmant;-)
Des Weiteren reizt es mich, wenn eine Uhr nicht immer und überall zu haben ist- das Suchen, Jagen, Finden und Zuschlagen gehört durchaus mit zum Spiel…

Ich persönlich achte darauf, dass die Uhr möglichst unverbastelt ist. Auch das original Armband ist mir immer ziemlich wichtig- aus Erfahrung weiß ich, dass ich „Bastel-Wastel“ einfach nicht trage:roll:.

Eine Revision sollte eingerechnet werden- dem stimme ich zu. Mal läuft sie, mal eben nicht… Bisher hatte ich meistens Glück mit meinen Vintagekäufen, einmal aber auch einen riesigen Reinfall: da war der KV für die Reparatur das dreifache des Kaufpreises (der eigentlich auch schon zu hoch war). Am Ende ist alles gut geworden und ich sehe es so, wie @Frau A. es beschrieben hat: Langmut hilft- wenn sich eine Baustelle auftut, packe ich die Uhr ggf. auch erstmal entspannt zur Seite. Ihre Zeit wird kommen;-)

Danke für den Faden, Rübe. Jetzt noch ein paar Fotos- für dich natürlich mit Tressa:winken:!

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Ruebennase

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@Gezeiten Huch, die Uhr mit Zeigerdatum sieht klasse aus an deinem Handgelenk und gar nicht so "altbacken" wie ich es vermutet hätte ...da hast Du mir ja ein Floh ins Ohr gesetzt grins. Auch die Indexe sehen cool aus. Ich finde Zeigerdatum großartig und für einige Uhren wäre das eine viel bessere Lösung als das oftmals das Blattdesign störrende Fenster mit den winzigen Zahlen. Ich hab mal gegoogelt und es gibt tatsächlich auch neuere Modelle wenn auch sehr wenige.

Grüße Rübe
 

Gezeiten

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Die Printania ist auch wirklich herrlich und (bisher) meine einzige Uhr mit Zeigerdatum. Sie ist ja nun auch vintage und brauchte bereits eine Revision, weil sich die Monatskomplikation komplett verhakt hatte:roll:. Ich binde meine Vintageuhren (ohne Schnellverstellung) immer dann um, wenn das Datum gerade passt, um nicht unnötig zu kurbeln. Bei der Printania bin ich mir da untreu geworden und das hatte sich dann eben auch gleich gerächt:schock:

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Gezeiten

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Eine Defy befindet sich übrigens auch in meiner Sammlung. Bisher bin ich mit ihr noch nicht so richtig warm geworden:hmm:- das Zifferblatt ist etwas „runtergekommen“ und bräuchte wohl mal eine kleine Auffrischung. Also auch eine kleine Baustelle, die noch wartet. Mich aber nicht vom Kauf abgehalten hat- ihre Zeit wird kommen;-)
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Ruebennase

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Ich würde an dem Blatt nichts machen, aber jedem Tierchen sein Pleasierchen. Der Zusammenhang von Patina und mechanischen Problemen ist mir auch ein wenig schleierhaft 🤔. Leider sind komplizierte Uhren immer anfälliger da sie mehr Teile haben. Beim Datum einstellen bin ich ganz bei dir. Oftmals mache ich das gar nicht. Beim endlos kurbeln habe ich mir auch schon eine Datumsscheibe ab geschossen. Diese und die Rotorlager sind m.E. im Allgemeinen die empfindlichsten Teile.

Grüße Rübe

Nachtrag: Mit dem Logo auf dem Blatt scheint sie ein Tuckem jünger zu sein. Zumindst am GF Band müßtest Du im Verschluß Monat und Baujahr des Bandes eingestanzt haben. Natürlich sind die nicht exact gleich alt aber es ist immer hilfreich zur Einordnung.
 
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Frau A.

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Eine Defy befindet sich übrigens auch in meiner Sammlung. Bisher bin ich mit ihr noch nicht so richtig warm geworden:hmm:- das Zifferblatt ist etwas „runtergekommen“ und bräuchte wohl mal eine kleine Auffrischung. Also auch eine kleine Baustelle, die noch wartet. Mich aber nicht vom Kauf abgehalten hat- ihre Zeit wird kommen;-)
Anhang anzeigen 3578736

Wie schön, noch eine kleine Defy! :klatsch:

So schlimm sieht das Blatt doch gar nicht aus. Und vielleicht findest du ja mal ein Ersatzblatt. Für das Herrenmodell tauchen gelegentlich welche bei ebay auf.
 

pallasquarz

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Guten Abend, man könnte meinen, das gehört so. Da habe ich schon schlimmere und unansehnlichere Verfärbungen gesehen.

Grüsse Chhristoph
 

Frau A.

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Weil es weiter oben schon angesprochen wurde, hier drei Beispiele von Bakelit-Lünetten, für die ich eine sehr große Schwäche habe:

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Das Material ist recht empfindlich, weshalb man häufig Lünetten mit Verfärbungen, Brüchen oder Abplatzungen sieht. Wie Rübe schon schrieb, kann dies eine Folge von zu starker Sonneneinstrahlung sein. Dazu kommt, dass es sich hier zumeist um Lünetten von Divern handelt, die ja per se schon hohen Beanspruchungen ausgesetzt waren.
Gottseidank findet man durchaus noch Uhren mit gut erhaltenen Lünetten. Dass man sie möglichst nicht allzu ruppig behandeln sollte, damit sie nicht zu Bruch gehen, liegt auf der Hand. Zudem sollte man hier bei der Wahl des Uhrmachers drauf achten, dass er vintage-erprobt und sich der Empfindlichkeit dieser Lünetten bewusst ist. Das sind leider nicht alle :wand:
 

Ruebennase

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@Frau A. Das sind auch wirklich saucoole tolle Uhren mit fantastischen Farben. Ein superschönes Statement für Vintage. Da bietet mein "Lieblingshersteller" soweit ich es weiß, für Damen sehr wenig bis gar nichts an. Ich bin ja immer froh wenn eine Trageuhr gleichzeitig auch die Sammlung ergänzt und den modischen Zeitverlauf ab spiegelt. Die Vintage Diver Herrenuhren sind für mich glücklicher Weise zu groß und werden zu in meinen Augen irrwitzigen Preise im Vergleich zur Technik gehandelt, die ich mir sowieso nicht leisten kann.
Die bildschöne und interessante Seawolf habe ich schon des Öfteren bewundert. Ist das tatsächlich noch eine "alte" ? So wie die ausschaut ist das ja sensationell. Ich nahm immer an, dass Sie aus der Neuauflage von Zodiac stammt, was für ihre Stilsicherheit keinen Abbruch bedeuttd.

Grüße Rübe
 
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