Sentimentalität hat ihren Preis :-)

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Pa.No.Rama

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In der Wohnstube meiner Großmutter hing eine einfache Wanduhr mit Schlagwerk, die mich als Kind immer fasziniert hatte. Insbesondere, wenn bei Besuchen das Mittagessen "Schlag zwölf" aufgetischt wurde. So eine Uhr wollte ich später auch einmal besitzen.
Nach dem Tod meiner Großmutter (ich war zwischenzeitlich etwa 20 Jahre alt) sollte die Uhr bei der Verteilung der wenigen "Erbstücke" an meinen Vater (und dann an mich) gehen, aber die Uhr war plötzlich "verschwunden". Etwa 35 Jahre später hatte die Schwägerin meines zwischenzeitlich verstorbenen Vaters keine Lust mehr, die Uhr ständig aufzuziehen :-) - und durch eine Verkettung glücklicher und eigenartiger Umstände landete sie bei mir.
Also habe ich Werk und Gehäuse überholen lassen (wobei die Kosten dafür in keinerlei sinnvollem Verhältnis zum materiellen Wert der Uhr stehen), den letzten freien Platz an einer Wand dafür ausfindig gemacht und erfreue mich seit heute beim Schlagen der Uhr an den flüchtigen Einnerungen meiner Kindheit. :-)

Klang des Schlagwerks (mp3 - ca. 700kB)



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clausuhr

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gelöscht, nachdem das erste "Bild " gott seis gedankt, gelöscht wurde.
 
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Dsigner

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Eine schöne Wanduhr mit einem netten Schlag. Ob sich der Aufwand für immerhin eine Junghans lohnt, weisst nur Du. Auf der emotionalen Seite offenbar ein Gewinn.
Viel Spaß an der Kindheitserinnerung.

Der Titel lässt die Diskussion über sinnvolle Restaurationen in Relation zum materiellen Wert vermuten, das ist aber glaube ich nicht gemeint. Es ging Dir nur um die Vorstellung unter "sonstige Uhren" oder?
 
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Pa.No.Rama

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Ob sich der Aufwand für immerhin eine Junghans lohnt, weisst nur Du.
Emotional hat sich das in jedem Fall gelohnt. :-)

Der Titel lässt die Diskussion über sinnvolle Restaurationen in Relation zum materiellen Wert vermuten
Solche Diskussionen sind i.d.R. nicht hilfreich, deswegen möchte ich eine solche Diskussion auch gar nicht führen. Ich habe mich ja im vollen Bewußtsein entschieden, das Werk einer Revision und das Gehäuse einer Aufarbeitung zu unterziehen, obwohl die Kosten dafür deutlich höher sind als jeder potentielle Verkaufserlös der frisch hergerichteten Uhr. Da ich mich von der Uhr aber nicht trennen werde, spielt das auch überhaupt keine Rolle.
 
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Panaustrius

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Glücklicherweise ist die Geschichte zur Uhr mindestens ebenso schön wie die Uhr selbst. Dank des "Happy Ends" werden auch kommende Generationen in den Genuß unbezahlbarer, angenehmer Erinnerungen kommen! Meinen Glückwunsch!
 
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bilewaz

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Hallo - Pa.No.Rama -,

Deine Ueberlegungen kann ich sehr gut nachvollziehen.
Ich bin bei meinen Grosseltern aufgewachsen, und habe vor Jahren eine Damentaschenuhr meiner Grossmutter, mit viel Aufwand reparieren lassen.
Diese Uhr hatte meine Grossmutter, welche so um 1906-1910 mehrere Jahre als Kindermädchen in Amerika verbrachte, bei ihrer Rückkehr von dort mitgebracht.
Ist also ein Erinnerungsstück an meine Grossmutter, welches mir sehr viel bedeutet.

Grüsse, Gerd
 
confettarum

confettarum

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Hallo Pa.No.Rama!

Das hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Wer kennt nicht dieses Flair den die Heime unserer Großeltern hatten?
Vor Allem wer lernte dieses Ambiente nicht zu schätzen?

Dieses die Ruhe bestimmende Ticken, irgendwo an der Wand, wird in meinen Erinnerungen nie verblassen.

Wow, habe mir jetzt den Sound rein gezogen und irgendwie Westminster abbey oder das Schloss seiner Lordschaft Brett Sinclair vor Augen gehabt.

Das nenne ich mal Weihnachtlichkeit! Frohes Fest!
 
apollo-star

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Finde ich einen sehr sympathischen Zug von Dir. Ich bin jetzt nicht der Fachmann für solche Uhren, aber vom Logo auf dem ZB würde ich auf eine Dugena mit einem Junghans-Werk tippen.
Wenn ich als Werksbezeichnung W 277 richtig gelesen habe, dann wurde dieses Werk (14 Tage Rechenschlagwerk, Blechankergang) von 1935-1960 gebaut. Eine schöne Uhr mit einem schönen Schlagwerk! Wünsche Dir viel Freude damit, Günther
 
New Time

New Time

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Schön, dass das gute Stück wieder zu Dir gefunden hat.

Dieses Ticken und Schlagen eines Uhrwerks sind bei mir auch noch Kindheitserinnerungen, verbunden mit Gedanken an meine Großeltern.
So was kann man mit Geld gar nicht gegenrechnen.


Hallo Pa.No.Rama!
Wow, habe mir jetzt den Sound rein gezogen und irgendwie Westminster abbey oder das Schloss seiner Lordschaft Brett Sinclair vor Augen gehabt.
Ja, auch meine Gedanken. So ein Glockenspiel hätte ich bei der Uhr gar nicht erwartet.
 
Der Stromer

Der Stromer

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:klatsch: Schöne Wanduhr.

Nur leider ein "billiges" Junghans-Werk verbaut. Ich habe den Verdacht, das da mal ein anderes Werk seine Arbeit im Gehäuse verrichtet hat. HAU oder BADUF. Und der Schlag hat nun mal gar nichts mit "Westminster" zu tun, das ist ein sog. BimBam-Schlag auf Tonstäbe.

Das hier ist Westminster: https://de.wikipedia.org/wiki/Westminsterschlag
 
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Pa.No.Rama

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@all
Danke für die positiven Rückmeldungen. Die meisten Mitleser hier im Forum "ticken" halt ähnlich.

Nur leider ein "billiges" Junghans-Werk verbaut. Ich habe den Verdacht, das da mal ein anderes Werk seine Arbeit im Gehäuse verrichtet hat. HAU oder BADUF.
Ich kann es natürlich nicht beschwören, dass das Junghanswerk original ist - aber die Uhr klingt wirklich so, wie ich sie noch im Ohr hatte. Da meine Großeltern finanziell nicht besonders gut gestellt waren, vermute ich, dass sie sich damals (d.h. 1937) bestimmt eine preiswerte Uhr gekauft haben.
 
apollo-star

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Laut Bezeichnung wurde dieses Junghans-Werk von 1935 an bis etwa 1960 gebaut. Es würde also passen, wenn Deine Großeltern die Uhr 1937 erworben haben. Dugena hat ja jahrzehntelang Werke in unterschiedlicher Qualität von fremden Herstellern zugekauft. Diese Uhr wird wahrscheinlich eine gute und bezahlbare Lösung für Deine Großeltern gewesen sein. Ich finde, sie klingt schön. Wünsche Dir weiterhin viel Freude damit.
 
Der Stromer

Der Stromer

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@ Pa.No.Rama:
Ich will damit die Uhr auch keinesfalls entwerten. Für Deine Großeltern wird das 1937 wahrlich ein kleines Vermögen gewesen sein. Und das Du dieses Andenken heute wieder zum zählen der Zeit gebracht hast, verdient Hochachtung, nicht nur meine!

@apollo-star:
So wie es von Bielefeld ja nur Schilder gibt, gab es auch von DUGENA keine eigenen Uhrwerke. Alles nur zugekauft:-P. Aber nicht die schlechteste Qualität und daher meine ich, dass in diesem Gehäuse (so um 1930 herum passt prima) mal ein anderes Werk geschlagen hat. DeutscheUhrmacherGenossenschaftAlpina = Vertrieb von hochwertigen Uhren, kein Hersteller. Aber DUGENA hat eigene Gehäuse bauen lassen (Wand, Stand, Tisch, Taschen und auch Armbanduhren) und dann als "Einschaler" komplettiert.
 
apollo-star

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Da das Kaufjahr der Uhr mit dem Herstellungszeitraum des Junghans-Werkes übereinstimmt, gehe ich davon aus, es war von Anfang an dieses Junghans-Werk in der Uhr. Sonst hätte das erste Werk ja kaputt gegangen sein, aber hätte man dann nicht zunächst das alte Werk repariert, bevor man ein komplett neues Werk einsetzt?
 
Schwiegersohn

Schwiegersohn

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Hab mich gerade auch in meine Kindheit versetzt gefühlt.

Ich hätte fast gedacht es wäre die gleiche die auch bei uns rumhing/-hängt.
Sie sind sich aber nur sehr ähnlich.

Gruß von der Schwesteruhr.
IMG-20151221-WA0012.jpg
 
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Schwiegersohn

Schwiegersohn

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Hallo,

Sorry das ich jetzt erst antworte. Ist auch eine Junghans. Übers Werk kann ich leider gar nichts sagen.
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