Sekundenzeiger dreht beim Zeitstellen mit?

Diskutiere Sekundenzeiger dreht beim Zeitstellen mit? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhrenwerkstatt; Hallo, Ich habe mir auf einem Flohmarkt eine Seiko mit einem 7005a aus den 1960ern gekauft. Nun habe ich folgendes Problem: wenn ich die Zeit...
#1
K

Kubst

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Hallo,

Ich habe mir auf einem Flohmarkt eine Seiko mit einem 7005a aus den 1960ern gekauft. Nun habe ich folgendes Problem: wenn ich die Zeit einstellen will dreht sich der Sekundenzeiger unkontrolliert mit.
Was kann hier die Ursache sein?
Ich hoffe ihr könnt mir helfen denn ich finde die Uhr sehr schön.

Lg
Stephan
 
#2
Z

Zwiebel

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Hallo Stephan,

bedeutet unkontrolliert, dass er mehrere Umdrehungen macht?
Vorwärts wie rückwärts?
Tritt es auch auf, wenn du die Uhr schüttelst, um sie anlaufen zu lassen?
 
#3
K

Kubst

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Hallo Zwiebel,

ja es geht in beide Richtungen unkontrolliert mehrere Umdrehungen mal schnell mal langsam. Das mit dem anlaufen lassen muß ich noch überprüfen.
Lg
 
#4
Z

Zwiebel

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Also da tippe ich auf einen Defekt im Bereich der Hemmung, also Ankerrad oder Anker.
 
#5
watchhans

watchhans

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Kann aber auch an der Reibung des Minutenrohrs liegen. Wenn die recht fest ist, dreht sich beim Zeigerstellen der Sekundenzeiger schneller mit, bzw. springt leicht zurück. Aber eine ganze Umdrehung ist schon außergewöhnlich. Da würd ich mal das gesamte Werk durchschauen lassen.
 
#7
Milschu

Milschu

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Hallo Stephan

Ich tippe ebenfals auf das was watchhans schreibt. Wenn das schwergängig mangels Schmierung ist, dann tritt dieser Fehler auf.
 
#8
watchhans

watchhans

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Ist bei normaler Reibung eigentlich kein Fehler, daß beim Zeiger Zurückdrehen der Sekundenzeiger, bzw. ja das Räderwerk, blockiert, stehen bleibt und ggfls. sogar leicht zurück dreht. Mit diesem "Trick" kann man bei Uhren ohne Sekundenstopp die Zeit trotzdem sekundengenau einstellen. Aber eine oder mehrere Umdrehungen zurück deuten auf einen Fehler.
 
#9
Sebastianauru

Sebastianauru

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Bei korrekt eingestellter Zeigerreibung hat das Zurückdrehen der Krone keinen Einfluss auf das restliche Räderwerk. Genau dafür ist sie ja da, um Das Zeigerwerk vom Räderwerk zu entkoppeln wenn die Uhrzeit eingestellt ist.
Der Grat zwischen anhalten der Hemmung und rückwärts drehen ist sehr schmal. Und bei einem Rückwärtsdrehen kann unter Umständen die Hemmungsschmierung leiden. Ist also eigentlich nicht gewollt.
 
#10
watchhans

watchhans

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Bei korrekt eingestellter Zeigerreibung hat das Zurückdrehen der Krone keinen Einfluss auf das restliche Räderwerk. Genau dafür ist sie ja da, um Das Zeigerwerk vom Räderwerk zu entkoppeln wenn die Uhrzeit eingestellt ist.
Der Grat zwischen anhalten der Hemmung und rückwärts drehen ist sehr schmal. Und bei einem Rückwärtsdrehen kann unter Umständen die Hemmungsschmierung leiden. Ist also eigentlich nicht gewollt.
Das stimmt.
Aber sehr oft ist dieser Grat so schmal, daß man i.d.R. das Räderwerk durch leichtes, kaum merkliches Zurückdrehen der Krone blockieren kann. Dadurch leidet die Schmierung nicht. Es sei denn, man ist Grobmotoriker und "würgt" das Räderwerk mit Gewalt zurück:lol:
Aber wie schon erwähnt, das Werk des TS sollte überprüft werden. Denn eine oder mehrere Umdrehungen zurück deuten wirklich auf einen Fehler der Hemmung hin.
 
#11
Sebastianauru

Sebastianauru

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Klar. In meinen Prüfungen hätte es tatsächlich auch für ein Anhalten Abzug gegeben. Dass da erstmal nichts leidet ist richtig;)

Allerdings was mich stutzig macht: unkontrolliert, ohne konstante Geschwindigkeit, in beide Richtungen.
Mein erster Gedanke war: Räderwerk dreht frei, Hemmung greift also nicht mehr ein. Evtl ausgeschlagene Paletten? Aber dann würde das Werk ja nicht laufen.

Ein Video wäre interessant wie das Ganze tatsächlich aussieht.
 
#12
Milschu

Milschu

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Was passiert, wenn der Sekundenzeiger durch rückwärts drehen der Aufzugswelle rückwärts läuft ? Die Ankerpaletten, die mit einem Ölfilm versehen sind, streifen dann an ungewollten Stellen am Ankerrad. Bemüht mal die Suchfunktion, darüber gibt es hier im Forum ausreichend Lesestoff.
Der Sebastianauru hat es richtig erkannt. Es ist nicht so von den Herstellern gewollt und sollte auch so nicht von den Uhrensammlern betrieben werden.


Gruß Lothar
 
#13
watchhans

watchhans

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......
Der Sebastianauru hat es richtig erkannt. Es ist nicht so von den Herstellern gewollt und sollte auch so nicht von den Uhrensammlern betrieben werden.


Gruß Lothar
Gegen ein leichtes Blockieren durch ein sehr einfühlsames "Anhalten" des Räderwerks, um dann auf die Sekunde genau weiter laufen zu lassen, ist nichts einzuwenden. Da passiert mit den Ankerpaletten noch nichts. Bezüglich des Ölfilms müsste man da schon richtig entgegen "würgen", um das Räderwerk zurück zu "zwingen". Aber davon rede ich nicht.
 
#14
Milschu

Milschu

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Ich denke mal, das die hier ansässigen Experten zustimmen werden und wie Sebastianauru schon geschrieben hat, ist es richtig und absolut korrekt. > Bei korrekt eingestellter Zeigerreibung hat das Zurückdrehen der Krone keinen Einfluss auf das restliche Räderwerk. Genau dafür ist sie ja da, um das Zeigerwerk vom Räderwerk zu entkoppeln, wenn die Uhrzeit eingestellt wird <
So vor einigen Jahren ging es mir nur um die Ganggenauigkeit, Rücker + und - schieben, mehr nicht. Seit ich allerdings eine Z-Waage habe und selbst mit dem Revisionieren begonnen habe, versuche ich es so korrekt zu machen wie nur möglich, automatisch dann begann auch das Interesse, wie ein Uhrwerk funktioniert und welche Funktionen die einzelnen Teile haben.
Aber ich will keinem seine Vorgehensweise vorschreiben, denn jeder macht es so, wie er es für richtig hält.

Gruß Lothar
 
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