Seiko 9923 (King Quartz): Wofür sind die IC-Anschlüsse?

Diskutiere Seiko 9923 (King Quartz): Wofür sind die IC-Anschlüsse? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Na, dann ist ja alles klar. Danke für die Belehrung :klatsch:
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AHVintage

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Hallo Rolf-Dieter,
danke fürs Finden dieses interessanten Dokuments!
Die Temperaturkompensation ist Schnee von Gestern, die stecken die neuen Quarze locker weg, wie man der Beschreibung entnehmen kann.
Hast Du es auch gelesen? Genau um diese Temperaturkompensation geht es ja grad. Die "neuen Quarze" haben noch den selben großen Temperaturgang wie eh und je!
Frank
 
30 kHz

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Hast Du es auch gelesen? Genau um diese Temperaturkompensation geht es ja grad. Die "neuen Quarze" haben noch den selben großen Temperaturgang wie eh und je!
Frank
An der Physik sollte sich ja auch nichts geändert haben ;-)

Gruß Dirk
 
Der Stromer

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Nein, eben nicht. In Bild 4 des Berichtes ist es genau ausgeführt: Tuning Fork-Quarze (das ist die alte Form) ist die rote Linie. Und da sieht man, dass nur in einem sehr begrenzten Bereich eine konstante Schwingung zu erwarten ist. Die "modernen" Quarze schwingen aber über einen sehr weiten Temperaturbereich konstant und in Grenzen, die eine Kompensation im Anwendungsbereich für Uhren unnötig erscheinen lässt. Auf Seite 6 wird geschrieben, dass über einen Bereich von -40 bis +85 °C eine bereits eine Genauigkleit von +- 30ppm erreicht wird.

Doch! Gerade in der Physik hat sich gravierend etwas geändert.

Das Papier stammt übrigens nicht aus 2019, sonder ist schon 2006 publiziert worden.
 
30 kHz

30 kHz

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Hallo Rolf-Dieter,

erstmal Dank für die Nennung der sehr aufschlußreichen Veröffentlichung von MC! Guter Einstieg in die Thematik! Ich werde mich mal mehr mit Kristallstrukturen beschäftigen. Festkörperphaysik war noch kein Steckenpferd von mir :-(

Doch eine klitzekleine Anmerkung: die Physik hat sich - zum Glück, oder wie man will - nicht verändert, aber die Schneidetechnik hingegen entscheidend. Nix für ungut ;-)

Demnach kann die elektron. Schaltung einer modernen Quartzuhr doch gegenüber den 2-Quartzwerken vereinfacht werden, oder?

Gruß Dirk
 
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uhr_10

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Demnach kann die elektron. Schaltung einer modernen Quartzuhr doch gegenüber den 2-Quartzwerken vereinfacht werden, oder?
Ist sie ja auch schon lange. Twin Quartz waren die frühen HEQ/HAQ. Die arbeiten heute mit temperaturkompensierten Chips.
:-)
 
A

AHVintage

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Hallo Rolf-Dieter,
auch den Text lesen, nicht nur Bilder anschauen und dann missverstehen! (Bitte entschuldige meinen kurzzeitigen Sarkasmus).

Bild 4 stellt den AT- dem Tuning Fork-Quarz gegenüber. Beide gibt es seit den 1950er Jahren. Ihre Eigenschaften sind im Text beschrieben.
Um die Ganggenauigkeit der RTC zu verbessern, müssen Frequenzabweichungen die sowohl in der Natur des Quarzes als auch der Oszillatorschaltung liegen, kompensiert werden.
...
Anschließend werden unterschiedliche Methoden zur Kompensation der Frequenz-Temperaturcharakteristik im Detail betrachtet werden. Zuletzt wird eine Alternative durch den Einsatz einer hochgenauen RTC mit integrierter Kompensation aufgezeigt.
Diese Einführung sagt ja, worum es in dem Text geht: um RTCs (RealTimeClock). Eine Art Quarzuhr mit normalem TuningFork Quarz, alles in einem IC-Gehäuse. Die Genauigkeit wird erreicht durch
  • Messen der Temperatur alle 30 s
  • Eingriffe in den Teiler alle 30 s zur Kompensierung des Temp.-Fehlers
Raus kommt dann eine sehr genaue 1-Hz Frequenz, u.a.
Gruß und nix für Ungut, Frank
 
Der Stromer

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@AHVintage: Hast ja Recht, Frank. Ich lerne demnächst auch noch lesen:D

@30KHz: Natürlich. Und in der Herstellung wird es auch günstiger. Quarz, Prozessor und sonstige Bauteile in einem. Uhrwerk besteht dann nur noch aus Batterie, Motor, IC und die Mechanik. Hat schon was, aber reparieren? Ist dann so, wie die Swatch Einmaluhr.
 
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