Seiko 9923 (King Quartz): Wofür sind die IC-Anschlüsse?

Diskutiere Seiko 9923 (King Quartz): Wofür sind die IC-Anschlüsse? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Gemeinde, bezgl. der elektronischen Ansteuerung in einer Seiko King Quartz von 1979 – Kaliber 9923 – habe ich eine Frage, bei der mir...
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Hallo Gemeinde,

bezgl. der elektronischen Ansteuerung in einer Seiko King Quartz von 1979 – Kaliber 9923 – habe ich eine Frage, bei der mir vielleicht jemand helfen kann.

Auf der Platine befindet sich ein IC (natürlich ohne Beschriftung :motz:), bei dem ich einzelne Anschlüsse in Bezug auf die Beschaltung identifizieren konnte.Belegung Control PCB_000022 Kopie.jpg

Mir geht es jetzt aber um die 5 Beinchen (bezeichnet mit „to be connected“; im Foto die unteren 5). Welchem Zweck dienen diese Anschlüsse, und müssen die mit der darunterliegenden Brücke verbunden werden?

20190827181517.JPG

Sehr gespannt bin ich auf Hinweise! Im Netz findet sich halt nichts, was weiterhelfen könnte.

Gruß Dirk
 
ticktack85

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Also in all den Jahren in denen ich mich mit den Quartz Seikos befasse (und das sind einige) hab ich noch Niemanden getroffen, der ein Werk so abgebildet hat wie Du! :-D
Da werden einzelnen Elemente ersetzt oder Werke ausgetauscht. Wenn diese zumindest nicht zu reparieren sind.

Leider hab ich kein defektes 9923 da aber ein 0922. Da sind es 2 auslaufende Kontakte die mit dem Brücke verbunden sind auf welcher die Spule sitzt. Ob das jetzt hilft weiß ich nicht. Hab das Werk trotzdem mal kurz zerlegt :-D
 
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Also in all den Jahren in denen ich mich mit den Quartz Seikos befasse (und das sind einige) hab ich noch Niemanden getroffen, der ein Werk so abgebildet hat wie Du! :-D
Oh, hab ich wohl was falsch gemacht? Mir ging es ja nur um die 5 Beinchen. IC Anschlüsse Detail 20190830102455.jpg

Drei davon waren mit der Brücke zusammengebraten. Das erschien mir jetzt nicht Seiko-mäßig.
 
ticktack85

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Puh. Da brauchen wir mal einen Fachmann! Mir fällt da @alfaduc ein! Bitte hilf dem TE doch mal :-)

Bei dem 0922 liegen die Kontakte lose auf und sind nicht fest verbunden. Hier aber war das ja so. Warum? Ich hoffe Dir wird geholfen!
 
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Dank für die Hilfestellung!!!

Ja, bei einer anderen Platine (einem 9943) hängen die Beinchen in der Luft und keines davon ist mit der Brücke verbunden. Ich schätze fast, da wurde mal händisch etwas mit dem Bratskolben verbunden. Aber warum?

Bin gespannt....
 
ticktack85

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Sieht für mich erstmal so aus . Wirklich helfen kann ich ja nicht aber vielleicht drauf aufmerksam machen :-)
 
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Natal-Rasch-Eid

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Vielleicht fuer einen Abgleich , aehnlich wie bei Computerprozessoren.
 
Der Stromer

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Das hängt von der Polzahl des Lavet-Schrittmotors ab, als mit welcher Schlagzahl das Werk arbeitet. sonst müsste ja jede Uhr mit einer anderen Schlagzahl als die Konkurrenz einen eigenen Prozessor haben und damit wären die Kosten um einiges höher! So kann durch diese Beschaltung der Pins (fast) jede beliebige Taktfrequenz eingestellt werden.
 
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Dank für die Erklärung, Rolf-Dieter! So kommt Licht ins Dunkel.

Wenn ich richtig liege und die im Foto sichtbaren Lötverbindungen händisch und nicht von Seiko hergestellt wurden, könnte es sich bei der Elektronik-Platine z. B. um eine aus einer anderen Uhr Entnommene handeln, bei der eine andere Polzahl vorlag?
 
Der Stromer

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Möglich ist (fast) alles. Aber normal wurde diese Verbindung vom Hersteller der PCBs nach Vorgabe der Uhrenhersteller geliefert, also schon mit den Verbindungen. Ob händisch oder maschinell??? Ich weiß es nicht.
 
alfaduc

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Ich habe gerade mal 2 99er PCBs kontrolliert: bei dem einen sind der 2. und 3. Kontakt von links miteinander verlötet, bei dem anderen nicht. Eine Verbindung zur Brücke besteht nicht.
 
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Ich habe gerade mal 2 99er PCBs kontrolliert: bei dem einen sind der 2. und 3. Kontakt von links miteinander verlötet, bei dem anderen nicht. Eine Verbindung zur Brücke besteht nicht.
Bei mir waren ja 2. und 3. und 4. mit einander verbunden. Hm, tja :shock: . Ist die "Löttechnik" bei Deinen ICs denn auch so wie in #3 ausgeführt? Das sieht ja handgestrickt aus.

Grüße ins schöne Rom
Dirk
 
alfaduc

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Nein, professionell gelötet und sicher original so von Seiko. Warum willst du das eigentlich so genau wissen? Versuchst du, einen defekten PCB zu reparieren?
 
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Versuchst du, einen defekten PCB zu reparieren?
Nein, das nicht. Zunächst die reine Neugierde.

Im Reparaturfall würde ich sehen, ein Ersatz PCB aufzutreiben. Dann steht ja die Frage, ob da eine Anpassung vorgenommen werden muß. Ob z. B. die PCBs vom 9943 und 9923 gegeneinander oder gegen andere twin quartz PCBs austauschbar sind.

Gruß Dirk
 
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uhr_10

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Das 9923a kann nur eine Art Schrittmotor und auch nur eine Quarzfreq. 32 kHz
Allerdings ist ein Hilfsoszillator möglich zur Präzisionserhöhung und die Beinchen sind sehr wahrscheinlich die Feineinstellung dafür, denn es gibt ja nur eine Trimmerkombination für den Masterquarz. Die Lötverbindungen sind also werksseitig. Bei Ersatz kommen sie so mit
 
sirtaifun

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Theo951 hat meine ich mal geschrieben das das für den Servicemodus ist z.B. zum kalibrieren des Temperaturkompensationsquarzes.
 
U

uhr_10

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Das ist es was ich meinte - der Hilfsoszi ist für die Temperaturkompensation
 
Der Stromer

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Das ist es was ich meinte - der Hilfsoszi ist für die Temperaturkompensation
Meinst Du so was hier? Quarz für RTC-Uhren Die heutigen Uhrenelektroniken haben keine Trimmer mehr. Eigentlich nur 3 Bauteile. Spule für den Lavet, der Quarz und der Prozessor. Und im Prozessor ist der Teiler integriert, mit den die 1 Hz - Pulse für den Motor erzeugt werden (durch herunter teilen, wie man lesen kann). Durch die Beschaltung der Beinchen kann der Teilfaktor verändert werden, z.B. 1 Hz; 2 Hz; 4 Hz und 8 Hz. Damit werden dem Motor andere, höhere Takte zugeführt und das Kerlchen dreht schneller. Die vorhandene Kapazität der Beschaltung im Prozessor IST die Kapazität. Die Temperaturkompensation ist Schnee von Gestern, die stecken die neuen Quarze locker weg, wie man der Beschreibung entnehmen kann.

Wenn natürlich das gezeigte Werk von übervorgestern ist, sind wohl andere Teile darin verbaut und dann trifft das hier geschriebene nicht mehr zu.

Hilfsoszi? Für die Temperaturkompensation? Erkläre mal, was Du damit meinst.
 
U

uhr_10

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Die heutigen Uhrenelektroniken haben keine Trimmer mehr.

Wenn natürlich das gezeigte Werk von übervorgestern ist, sind wohl andere Teile darin verbaut und dann trifft das hier geschriebene nicht mehr zu.

Hilfsoszi? Für die Temperaturkompensation? Erkläre mal, was Du damit meinst.
Danke für die Belehrung! :ok: Und ich empfehle dringend nur dann etwas zu schreiben, wenn klar ist, worum es geht... in dem Fall um eine alte Elektronik:-)

Twin Quartz war so ausgelegt, dass ein optionaler zweiter Oszillator eine möglichst exakt gegenläufige Temperaturfunktion zum Masterquarz auswies, also NTC gg PTC, weil man wusste, dass nur so höhere Ganggenauigkeiten zu erreichen waren. Eine (stationäre) Temperaturregelung ist ja nicht möglich.
 
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