sehr alte Französische Schlüssel-Taschenuhr

Diskutiere sehr alte Französische Schlüssel-Taschenuhr im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo, Heute wollte ich euch gern eine alte Französische Schlüsseltaschenuhr zeigen. Viel Wissen habe ich über Sie leider nicht. Vielleicht...
Omega-man

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Hallo,

Heute wollte ich euch gern eine alte Französische Schlüsseltaschenuhr zeigen. Viel Wissen habe ich über Sie leider nicht. Vielleicht kann mir ja jemand von euch helfen :confused:

Sie ist auch von meinem Großvater, allerdings weiß ich nicht wo er sie her hat oder von wem sie getragen wurde.

Es könnte sich um eine Drocourt aus Paris und St. Nicolas d'Aliermont in Frankreich gefertigte Uhr handeln. Es ist der einzigste französische Herrsteller mit den Inizialen D C den ichfinden konnte ( Quelle Mikrolisk). Baujahr ist mir leider völlig unbekannt. Aber ich denke, das es durchaus vor 1900 liegen könnte.

Minuten oder Stundenzeiger ist nicht Original, tippe mal auf den Minutenzeiger. Das Uhrwerk läuft nach dem Aufziehen gut an, tickt aber ziehmlich laut, ist dies normal?

Werk: -unbekannt-
GehäuseNr. :7134
Werk.: 336
Material : warscheinlich Silber (keine Punzen gefunden)

Wer kann noch etwas dazu beitragen?

Was für ein Werk ist das ?
Vielleicht kann ja auch jemand das Baujahr eingrenzen?

Laut Altersberechnung von Mikrolisk könnte es 1750 bis 1810 oder 1800 bis 1835 sein. Je nach dem ob man das Ziffernblatt stark oder normal gewölbt interpretiert.


Danke :super:
 

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Mikrolisk

Mikrolisk

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Du hast da eine Spindeluhr um 1800, leider anonym. Die Verbindung zu Drocourt halte ich für mehr als wage, wenn auch nicht ausgeschlossen. Aber eine tolle Uhr! Gefällt mir!

Grüße,
Andreas
 
Omega-man

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Hallo Andreas,

schön dass die Uhr dir gefällt. Warum findest du den Bezug zu Drocourt für so abwegig? Gibt es Merkmale welche dagagen sprechen?
 
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Mikrolisk

Mikrolisk

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Nicht abwegig, nur zu wage. Das DC im Gehäuse sieht für mich eher nach dem Gehäusemacher aus, nicht nach dem Uhrwerkshersteller. Ich persönlich würde die Uhr weiterhin als leider komplett anonym ansehen.

Andreas
 
raco65

raco65

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Das wollt ihr nicht wirklich wissen
Schöne TU, man denke über 200 Jahre alt, wenn die sprechen könnte........;-)

läuft sie noch, leider kenne ich mich da nicht so aus, bin mir aber sicher das Du hier von den Insidern noch ein paar Infos mehr erhältst.:super:
 
H

holger 57

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Hallo,
wenn das Gehäuse aus Silber ist und in Frankreich hergestellt wurde, so war das vor 1798, da die späteren Kontrollstempel fehlen.
Ansonsten schließe ich mich Andreas an, daß die Uhr als komplett anonym anzusehen ist.
Gruß Holger
 
Spindel

Spindel

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Hallo ,
erstmal schöne Spindeluhr.
So eine französische habe ich auch in meiner Sammlung.Die ist aber signiert.
Das Uhrwerk läuft nach dem Aufziehen gut an, tickt aber ziehmlich laut, ist dies normal?
Natürlich ist das normal,das ist ja das schöne an alten Spindeluhren.
Ja der Minuten Zeiger scheint bei der Uhr nicht zu stimmen.
Gruß Roland
hier mal ein paar Bilder von meiner.
 

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Omega-man

Omega-man

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Hallo Spindel

Wunderbar deine Französin, auch noch so toll erhalten! Bin ja schon etwas neidisch :) Das Werk ist meiner verdammt ähnlich.
 
Uhrenfreak

Uhrenfreak

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Hallo Omega-man,
finde Eure Spindeluhren aus dieser Zeit auch wunderbar. Habe so eine ähnliche auch schon im Uhrforum vorgestellt. Hier der Link dazu:
https://uhrforum.de/lepine-jean-antoine-uhrmacher-des-koenigs-1720-1814-a-t50616
und ein Bild davon.

Gruß Willy

P.S.: Meine Spindeluhr stammt ungefähr von 1780. Wenn man die Säulen der Platinenverbindungen von meiner Uhr mit denen von Deiner Uhr vergleicht, fällt auf, dass die von meiner Uhr rundlich sind und und die von Deiner mehr eckig ausgeformt sind. Deine Uhr, vermute ich mal, wird deshalb etwas älter sein. Ich tippe mal auf 1750 -1760 (sagt mir mein Bauchgefühl) :-)
 

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Uhrenfreak

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Das interessiert mich wirklich. Frage an die Fachleute unter Euch:

Lässt sich das Alter einer Spindeltaschenuhr an der Form der Platinenverbindungssäulen oder -stützen erkennen. Könnte man die Kennzeichenliste von Spindel
https://uhrforum.de/worauf-soll-man-beim-kauf-spindeltaschenuhr-schauen-t39882
um diese Rubrik erweitern. Man müsste doch ähnlich wie bei den Kapitellen alter Kirchen von dem Aussehen der Platinensäulen auf das Alter der Uhr schließen können.
 
M

moskau

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Hallo!

Natürlich lassen sich Taschenuhren mit Spindelhemmung auch auf Grund morphologischer Merkmale wenigstens grob zeitlich einordnen.
Und die Form der Werkspfeiler sind (insbesondere bei englischen Werken) durchaus eines der Kriterien.
Allerdings bei weitem nicht das einzige.
(Dazu kommen noch Ziffernblattgestaltung, Gehäuse und Pendantform, Bauhöhe, Spindelbrückengestaltung (bzw. Kloben bei britischen Uhren), manchmal die Technologie der Federvorspannungseinstellung und Regulatorvorrichtung ....)

Die eckigen Werkspfeiler sind zwar auch bei kontinentalen Spindelwerken durchaus oft Kennzeichen etwas früherer Werke als runde - allerdings ist davon auszugehen, dass Rohwerke über längere Zeiträume eingeschalt wurden.
(Hier übrigens bei allen vorgestellten Werken höchstwahrscheinlich die üblichen und extrem weit verbreiteten Japy Freres Ebauches aus den Serien 'Berthoud' und 'Francaises' - das erklärt ihre Ähnlichkeiten).

Bei der ursprünglich hier vorgestellten Uhr sind das Ziffernblatt mit seinen schräggestellten arabischen Indikationen und die Gehäuseform .weitaus wesentlichere Merkmale für ihren Entstehungszeitraum um frühestens 1800 - 1810/ 20), als die Werkspfeiler.

1750 - 1760 ist m.E. auszuschliessen.
Harald
 
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Uhrenfreak

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Hallo Harald,
über Dein profundes Fachwissen kann man nur staunen. Da habe ich mich wohl um rund 50 Jahre verschätzt, aber meine Idee, dass die eckigen Werkspfeiler älter sein könnten, war ja gar nicht so falsch. Es war mir auch schon aufgefallen, dass die ganz alten Spindeluhren viel dicker gebaut sind.

Vielen Dank für Deinen umfassenden Beitrag!

Gruß Willy
 
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