Uhrenbestimmung Schubladenfund Damen Taschenuhr?

Diskutiere Schubladenfund Damen Taschenuhr? im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Auch ich bin neu in diesem Forum, sage Allen Hallo und habe gleich eine Frage: Habe diese kleine (Damen-) Taschenuhr als Schubladenfund und würde...

waxdick

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Auch ich bin neu in diesem Forum, sage Allen Hallo und habe gleich eine Frage:
Habe diese kleine (Damen-) Taschenuhr als Schubladenfund und würde gerne mehr über die Uhr wissen.
Es findet sich keine für mich nachvollziehbare Hersteller Angabe. Die Marke auf dem Uhrwerk ist ein N und G mit einem Anker zwischen den Buchstaben. Gepunzt mit 18 k
Wer kann mir helfen? Danke vorab!
Gruss aus Fulda
 

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Planeadon

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Hallo,
was steht denn alles auf dem Innendeckel? Ich kann es auf dem Foto nicht erkennen.
Möglicherweise ein Eigenbau eines Uhrmachers.
 

waxdick

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Sorry für die schlechten Bilder...
auf dem Deckel steht:
Remontoir
Cylindre
huit rubis
No 115620
der Durchmesser beträgt 3,2cm
18k und wie gesagt der Anker mit den Buchstaben N und B auf dem Deckel , auf dem Werk eher N und G
 

waxdick

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Jetzt mit der Lupe: definitiv N und B
auf dem Innendeckel nochmal die Seriennummer und extrem klein CDIVAI
 

Matthias MUC

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also Außengehäuse 18k Gold und Innendeckel Kupfer, "nur" vergoldet.

Zum Werk kann man schon sagen: Zylinderhemmung, 8 Lagersteine (also ein schon leicht besseres Werk, das ginge auch mit weniger), Stellen geht vermutlich mit Drücken des kleinen Knopfes bei 1 Uhr, das alles zusammen wäre sehr üblich um die Jahrhundertwende 19.-20. Jahrhundert. Die Extrabrücke über dem Sperrrad könnte helfen, das Werk zu identifizieren, ansonsten durchaus möglich, daß nichts genaueres zu der Uhr rauszubekommen ist. Solche Werke sind damals massenhaft von sehr vielen kleinen und großen Manufakturen und auch schon industriell gebaut worden.

Nichtsdestotrotz eine hübsche kleine Uhr, die sicher dunnemals auch gern an einer Halskette getragen worden wäre. Wenn sie läuft, v.a. wenn sie auch zu bestimmten Anlässen schonend, respektvoll und standesgemäß getragen werden möchte, mal bei Gelegenheit einem Uhrmacher, der was von solchen alten Uhren versteht, zeigen, ob irgendwelcher Handlungsbedarf ist (empfehlenswert: Reinigung und neu fachgerecht Schmieren, aber rechne mit dreistelligen Beträgen). Bei Defekten wird es schnell teuer, weil die Ersatzteilversorgung naturgemäß eher trüb ist. Läßt sich eventuell was zur Herkunft /Familiengeschichte) sagen?

lG Matthias, mit Herz für "Altmetall"
 

waxdick

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Hallo Matthias, Hallo Ingo,
Herzlichen Dank für Euere Antworten!
Das macht das gute Stück für mich deutlich wertvoller.
Die kleine Uhr tickt quicklebendig, und läuft erstaunlich präzise für ihre 100 Jahre. Ca 1min + / 24 h. Akut also keinerlei Handlungsbedarf und ich werde sie nicht wieder in der Schublade verschwinden lassen. Danke und bis bald!
Gruss Klaus
 

Matthias MUC

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Ja, aber trotzdem mal, sobald es wieder geht, bei Gelegenheit einem richtigen Uhrmacher zeigen. Jahrzehnte alte Schmierung mit leichtestem Abrieb zusammen kann, wenn die Uhr sehr häufig getragen wird, durchaus zu Schäden führen, und dann schlägt bei solchen alten Uhren das Ersatzteilproblem teuer zu.
 

Ruebennase

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10 Steine sehe ich sogar... 🤔 Aber auf dem Deckel stehen wohl 8, das ist wahr.

Ich denke auch sie ist etwas älter, was bei Damenuhren allerdings schwieriger zu bestimmen ist. Dazu würde passen, dass die beiden Decksteine der Unruhe nicht mitgezählt wurden und nur die Lagersteine angegeben sind. Das ist für mich auch die einzige Erklärung warum man nicht auf 10 rubies kommt.
Die Bilder sind leider sehr verblitzt. Gibt es außer der 18k Angabe noch irgendwelche schweizer/deutschen Goldpunzen . Kontrollstempel – Watch-Wiki ? Die Uhr kommst sicherlich aus der Schweiz aber die deutsche Punze sollte vorhanden sein wenn die Uhr in Fulda nach 1886/1888 verkauft wurde.

Grüße Rübe
 

waxdick

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Nein, keine weiteren Punzen.
Leider habe ich keinerlei weitere historische Informationen, die Uhr stammt nicht aus meiner Familie.
Ist aber schon interessant, was Fachleute so alles über ein Stück Technik an Informationen zusammentragen können.
Danke, das macht Spass!
 

Ruebennase

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Wie bereits von Anderen gesagt eine Herstellerzuordnung wird nicht gelingen sofern das Anker Logo nicht identifiziert wird. Die meißten der Uhren wurden zu der Zeit im Verbundsystem hergestellt. Das bedeutet die Uhren entstanden Step by Step in den Werkstätten diverser Spezialisten für ein Uhrteil. Hier taucht das Logo sowohl auf dem Werk als auch im Gehäuse auf. Somit handelt es sich entweder um einen Hersteller, Großhändler oder größeren Juvellier. Ich habe weidlich versucht bei Mikrolisk, der großen Logo und Handelsmarkenplattform von Andereas, etwas zu finden was irgendwie paßt. Weder unter Anker oder N.B. war etwas plausibel. In der Datenbank sind sehr viele, auch seltene Logos, im Laufe der Jahre zusammen gestellt worden aber so etwas ist niemals vollständig. Mikrolisk - The horological trade mark index . Die Möglichkeit und in Anspruchnahme der Registrierung setze sich in der Schweiz auch recht spät durch. Eingeführt wurden natürlich freiwillige und vermutlich auch kostenpflichtige Registrierungen ab 1878 im Handelsregister, ab November 1888 Festschreibungen und Beantragungen von Patenten und zu guter letzt war es ab 1890 möglich ein Gebrauchsmuster registrieren zu lassen.
Wie Du in dem link mit den Kontrolstempeln zu watchwiki sehen kannst, sind in der Schweiz ab 1882 Goldpunzen gesetzlich vorgeschrieben, wenn man denn die Uhr als goldene Uhr verkaufen wollte. Ich hätte ähnlich wie MUC die Uhr mit dem Werk eher etwas jünger in die 1890'er geschätzt. 1882 ist schon verdammt früh. Das reine Rohwerk selber stammt vermutlich von FHF. Es war der größte Volumenhersteller der Zeit und sehr viele Merkmale sprechen dafür.

Grüße Rübe
 

pet.sch

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Wenn ich mir die flache Krone ansehe, dann würde ich doch die Uhr vor 1880 datieren.

Gruß
Peter
 
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Ruebennase

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@pet.sch Da hast Du recht die habe ich über sehen. Bei deiner Erfahrung glaube ich sowieso Alles 😄 . 1880'er ist prima, denn dann passt auch Alles mit der Zählweise der Steine und den noch nicht vorhandenen Punzen. Mir erschien das Werk nur schon schon sehr modern in seiner Brueckenform für die Zeit.
Grüße Ruebe
 
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