Schiffsuhr Juncker/Schuchmann?

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Siegburg

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Hallo zusammen,

bin neu hier in diesem sehr informativen und vielfältigen Forum. Mein Interesse für Uhren ist erst wenige Monate alt. Da habe ich nämlich eine alte Fliegeruhr und das unten stehende "Teil" bekommen. für dessen Bestimmung ich Euch um Hilfe bitte!

Worum handelt es sich bei dem gezeigten Stück genau und welcher Zeit/Epoche ist es zuzuordnen?
Kann man sagen, ob für zivile oder militärische Zwecke?
Und warum weist das Ziffernblatt einen anderen Hersteller (Juncker) auf als der Boden (A. Schuchmann)?
Die Uhr hat rückseitig eine Ritzung/Nr. Was sagt diese aus?

Schon einmal vielen Dank für Eure Hilfe.

Viele Grüße

Siegburg
 

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neset530d

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Hast du mal die Schrift am Zifferblatt gelesen;-)
Da steht Junghans und nicht Juncker.
 

Schmitti

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Moin ...

Und warum weist das Ziffernblatt einen anderen Hersteller (Juncker) auf als der Boden (A. Schuchmann)?
Die Uhr hat rückseitig eine Ritzung/Nr. Was sagt diese aus?

Hersteller dürfte Junghans sein (steht auch ganz klein in dem Stern mit dem J drin ...)
Schuchmann/Wilhelmhaven dürfte der örtliche Händler gewesen sein & die Ritzmarkierung
würde ich als Kennzeichnung einer Revision o.ä. im Jahre 1962 sehen ...
 

10-nach-10

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Schuchmann, läßt sich ergoogeln, war ein Chronometerhersteller. Es fällt nicht schwer Uhren aus der Kaiserzeit zu finden, die allerdings gekennzeichnet sind. Die Uhren enthielten zumeist hochwertige zugelieferte Werke, z.B. von Gustav Becker. Das "J" im Stern Deiner Uhr hat nichts mit Junkers zu tun; das ist das Signet von Junghans - weswegen sich in Deiner Uhr mit Sicherheit ein Junghanswerk befindet.
 

Siegburg

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Respekt...so viele hilfreiche Antworten in so kurzer Zeit...vielen Dank!

Natürlich meinte ich Junghans, nicht Juncker.....war gedanklich wohl kurz abwesend...

Wenn ich es richtig verstehe, dann

- kann die Uhr also aus der Kaiserzeit sein....aber es fehlen entsprechende Marken/Hoheitsabzeichen...Uhren der Marine aus dem 2. WK habe ich schon gesehen, die sind ja "eindeutig" markiert....ein genaueres Entstehungsdatum wird man wahrscheinlich nicht festlegen können, oder? Könnte das Fehlen von Kennzeichnungen eventuell auf die Reichsmarine der Zwischenkriegszeit deuten, wo es nicht mehr die Kaiserkrone und noch nicht das Hakenkreuz gab, denn der ursprüngliche Besitzer ist in den 1930ern zur See gefahren...??

Viele Grüße

Siegburg

- ist es normal, dass hier zwei "Hersteller- bzw. Händlernamen " auf einer Uhr auftauchen....
 
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Nippon-Fan

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Ich vermute mal an der Uhr wurde schon einiges gebastelt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein verchromter Deckel original ist. Ein Blick ins Werk hilft bei der Datierung evtl. weiter.

Gruß!
Markus
 

Rainer Nienaber

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Muss ja nicht unbedingt Kriegsmarine gewesen sein sondern Handelsmarine. Ob da auch Hoheitszeichen verwendet wurden, weiss ich allerdings als Landratte nicht.
Schönes Ding mit Emaillblatt. Sogar sehr gut erhalten.
Ein Foto vom Werk wäre hilfreich zur Altersbestimmung.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Schuchmann kann ja ein Schiffsausrüster gewesen sein, der die Uhren bei Junghans einkaufte.
 
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Siegburg

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Danke für eure wertvollen Hinweise!

Wie komme ich denn am besten ans Uhrwerk ran, ohne etwas zu zerstören?

Gruß

Siegburg
 

Siegburg

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Das hatte ich schon probiert...klappt nicht....das scheinen keine 2 Teile zu sein...Abdedckung und Gehäuse...sondern miteinander verbunden....
 

Der Stromer

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Hallo, nun also auch von mir..... Obwohl "J" :???:

Also, wenn Du die Lünette aufklappst, siehst Du 4 Schrauben am Rand vom Ziffernblatt. Die musst Du abschrauben, aber erst die Zeigermutter, den Sekundenzeiger, den Minutenzeiger und den Stundenzeiger abnehmen!!! Je nach Konstruktion kommen dann unter dem Ziffernblatt ein Ring, an dem das Werk befestigt ist, zum Vorschein, oder diese Schraube stellen schon für sich die feste Verbindung zwischen Werk und Gehäuse her. Ist das gelöst, die Uhr VORSICHTIG umdrehen und möglichst auf einen Abstandhalter legen, damit die Zeigerwelle keinem Druck ausgesetzt wird. Dann die 4 Schrauben der Rückwand lösen und abnehmen.

Bitte nicht versuchen, mit einem Büchsenöffner den Bördelrand am Gehäuse ab zu nehmen. So was hat auch Junghans nicht konstruiert.......

Jetzt kann man (Du) das Gehäuse VORSICHTIG abnehmen. Aber wirklich vorsichtig! Denn bei 12:00 steht am Werk das Echappement leicht vor und bei hektischen Versuchen kann das beschädigt werden!

Ps.: Ich glaube nicht, dass es sich bei dieser Uhr um einen Chronometer handelt. Eher, wenn militärische Vergangenheit, eine sog. "Laufzeituhr", z.B. für Torpedolaufzeiten in U-Booten verwendet.

Allerdings scheint es sich hier eher um eine einfache Schiffsuhr zu handeln. Aber nach Ansicht des Werkes, wenn Du die Uhr geöffnet hast, wird Klarheit bringen.

@ 10 nach 10: Frohes neues Jahr:D

Ähm: ich will ja nicht Unken, aber ein HERMLE-Werk oder sogar SCHATZ kann da zum Vorschein kommen:oops:
 
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10-nach-10

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@Stromer: Dito :super:

@TS: Nix mit Gewalt. Falls keine Traute, dann Fotos vom Ist-Zustand: Wie Du hast lesen können, gibt es Leute, die sowas wie Deine Uhr schonmal unterm Schraubenzieher hatten. Da muß man nicht selber nach dem Motto Try & Error herumwerkeln.
 

Siegburg

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So...hier die Bilder vom Werk...ist von Junghans...

Stempel W.146 und 58

Hilft das weiter für eine genauere zeitliche Einordnung??

Gruß

Siegburg
 

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Rainer Nienaber

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Die Zahl "58" könnte für 1958 stehen.
Aber da gibt es hier Leute, die das mit Bestimmtheit sagen können. Haste noch ein Bild vom Echappement? Also Rückseite weiter oben?
 
S

swotsch

Gast
Moin!

Ich hab hier ebenso ein (leider nicht so sauberes) Junghans W146 - allerdings mit dezentraler Sekunde und mit dem Zusatzstempel 41 12 (Dezember 1941?). Wäre auch um Infos darüber froh!

20171017_104459.jpg
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20171017_104602.jpg
 

sense

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Ich bin gerade durch Zufall auf diesen alten Threat gestoßen, weil ich heute ein W146 bekommen habe. (Vielleicht liest das niemand mehr)
Bei meinem Werk steht ein exaktes Datum unter dem Echappement, das Jahr dort deckt sich allerdings nicht mit der Zahl auf der Platine neben der Kaliberbezeichnung.
 

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