Schäden bei mechanischen Uhrwerken?

Diskutiere Schäden bei mechanischen Uhrwerken? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Zusammen, da ich mich erst seit einiger Zeit mit mechanischen Uhren beschäftige und im Forum nicht fündig geworden bin, stelle ich direkt...
Komet

Komet

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Hallo Zusammen,
da ich mich erst seit einiger Zeit mit mechanischen Uhren beschäftige und im Forum nicht fündig geworden bin, stelle ich direkt meine Fragen an Euch.
Beruflich habe ich mit Kundenreklamationen zu tun und habe dabei festgestellt, dass es nichts gibt was es nicht gibt - bezüglich Fehlern und Ausfallgründe. Nun zu meiner Frage an Euch: Gibt es Totalausfälle oder Schäden bei mechanischen Uhrwerken? Und wie könnten diese aussehen? Z.B. ausgeschlagene oder defekte Lager, gebrochenen Federn usw..
Eure Erfahrungen diesbezüglich würde mich sehr interessieren.
Grüße
 
ak lg

ak lg

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Da gibt es auch alles. Es kommt immer darauf an was der Besitzer mit der Uhr gemacht hat. Hier ein paar Beispiele:

Wasserschaden
Glas defekt
Krone abgerissen
Zahnräder vergurkt
Zeiger ab

usw....

Die Frage ist so offen. Da kannst du hunderte Antworten bekommen. Denn bei einer Uhr, die aus zig Teilen besteht, die im
Zusammenhang arbeiten kann es auch zig Fehler geben. Dann kommen noch die äusseren Einflüsse wie Wasser und Sturz dazu.

Macht in Summe eine Menge Fehler.

Grüße

André
 
T

Tomcat1960

Gast
Deine Frage ist nicht ganz klar gestellt.

Reparieren kann man so ziemlich alles, vorausgesetzt, man bekommt die richtigen Ersatzteile. Einen richtigen "technischen" Totalschaden kann ich selbst mir eigentlich nur vorstellen, wenn ein massiver Einbruch von (Salz-)Wasser nicht behoben wurde und das Werk entsprechend zusammengerostet ist.

Ein "wirtschaftlicher" Totalschaden ist natürlich viel schneller herbeigeführt. Er liegt dann vor, wenn die Kosten einer Reparatur die Wiederbeschaffungskosten eines Werkes übersteigen. Für sehr seltene oder sehr teure Werke wird man aber bisweilen auch diesen Weg gehen.

Last, not least, gibt es natürlich auch die Fälle, wo für ein Werk einfach keine Teile mehr zu bekommen sind, also gewissermaßen "logistische Totalschäden". Das ist das Schicksal, das vor allem viele Stiftankeruhren ereilt hat, weshalb diese heute vermutlich seltener sind als gleichaltrige Rolex, Omega & Co.. Ist halt wie mit Mercedes SL oder Bugatti oder Jaguar auf der einen und Brot-und-Butter-Ford, -Fiat oder -Renault auf der anderen Seite: für die einen lohnt sich selbst die Nachfertigung von Ersatzteilen in Handarbeit, für die anderen eben nicht: um einen zu erhalten muss man einen, zwei oder drei schlachten.

Worauf zielt Deine Frage denn eigentlich ab?

Grüße
Tomcat
 
Komet

Komet

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Hallo Tomcat, ich dache dabei eher an Schäden durch Fertigungsfehler oder Materialfehler. Klar das die Handhabung des Besitzers großen Einfluss hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
T

Tomcat1960

Gast
Okay, das grenzt es ein wenig ein. Zur Antwort siehe den Post von "ak lg".

Materialfehler und Fertigungsmängel können im Prinzip jedes Teil betreffen.

Grüße
Tomcat
 
Uhr-Enkel

Uhr-Enkel

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Es muß im übrigen nicht immer ein Schaden sein. Mehrfach hatten wir hier im Forum Uhren, deren Zeiger verdreckt und/oder miserabel lackiert waren, was bei Detailaufnahmen deutlich wurde. Das ist zwar ein optischer Mangel aber kein Schaden.
 
ma1208

ma1208

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Ich würde mal behaupten, die meisten Uhrwerke, die es bis an das Handgelenk des Kunden schaffen, sind technisch einwandfrei. Teilweise kann es bei ganz peniblen Zeitgenossen zu Reklamationen bezüglich zu schlechter Regulierung (Genauigkeit der Uhr) kommen. Reklamationen kurz nach dem Kauf werden sich darüber hinaus wohl eher auf optische Mängel eingrenzen lassen, so wie Uhr-Enkel es schon angedeutet hat. Also Staub auf dem Zifferblatt, kleinere Kratzer, schiefstehende Indizes, nicht gerade Montierte Lünetteneinlagen, etc...
technische Defekte an den Werken sollten im Wesentlichen erst mit den Jahren auftreten, oder natürlich wie schon angesprochen durch falsche Handhabung. Ein Punkt, der evtl. noch ohne offensichtliche Fehlbehandlung auftreten kann, ist die Magnetisierung von Uhrwerken. Meist merkt man das nicht, wenn man (und seine Uhr) starken Magnetfeldern ausgesetzt war. Der Magnetismus kann dann zu stark falschen Gangbildern kommen, meist starker Vorgang. Dies ist aber kein technsicher Defekt im eigentlichen Sinne und auch schnell zu beheben. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es hierbei zu Reklamationen seitens des Kunden kommen kann.
 
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