Rote Stellringe für Enicar Sherpa Guide 600 - na endlich

Diskutiere Rote Stellringe für Enicar Sherpa Guide 600 - na endlich im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Malikka! nachdem Du von Brushen geschrieben hast .... bei der Auftragstechnik hast Du ja entweder eine gewisse Dicke nötig um eine...
Harpye

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Hallo Malikka!
nachdem Du von Brushen geschrieben hast .... bei der Auftragstechnik hast Du ja entweder eine gewisse Dicke nötig um eine "trockene Schicht" zu erzeugen und halbwegs ohne Kantenflucht hinzukommen oder Du hast eben einen schnelleren feuchteren Auftrag welcher an den Kanten etwas flieht. evtl. hast Du schonmal etwas von Elektrophoreselackierungen gehört... ich weiss jetzt nicht wie dünn man damit werden kann aber tendentiell ist man dort (schneller bei einer Kantenüberdeckung)
Da das Lacksystem Duromercharakter hat, ist die Schicht auch recht dauerhaft! Ist quasi wie "Pulverbeschichten" aber aus der Flüssigkeit heraus!
 
malikka

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Hallo Harpye . Danke für deinen Vorschlag . Ich habe mich da mal reingelesen und erkundigt ,aber und leider muß ich sagen . Diese Lackierung wäre viel zu dick , das funktioniert nicht . Dauerhaft wäre sie ,das stimmt , aber bei dieser Größe der Ringe haben sie gleich abgelehnt . Und dann ist das , wie du schreibst ein Tauchbad .
Wikipedia schreibt dazu .

"Während des Prozesses bildet sich an der Oberfläche der Bauteile eine etwa 15-20*µm dicke Grundierungsschicht. "

Das gilt aber nur für sehr große Teile , meist aus der Autoindustrie .

Ich hatte heute eine Idee für den Abrieb nach einer gewissen Belastungszeit . Dazu mußte meine nächste Serie Messingringe ins Nickelbad ( vernickelt) . Das klappt perfekt , auch verkupfern würde gehen . Obwohl verkupfern nur für unedle Metalle gedacht ist . Da muß ich aufpassen ,das mein Kupferbad nicht verschmutzt .Also vernickeln ist besser .
Selbst Rotvergoldung habe ich schon probiert . Ist aber auch nur Rose´farbig .
Das heißt , sollte sich irgentwann die rote Farbe abgreifen , kommen halt weiße Teile ,nicht Gelbe zum Vorschein . Das wäre dann ja noch ein wenig dichter am Original dran . ;-)
IMG_4183.jpgIMG_4185.jpgIMG_4187.jpg

Meine Kantenflucht sieht so aus . Und da die Ringe ja nicht angefaßt werden , sondern nur die Spitze , ist das kein Problem . Die liegen ja nur drin und müssen sich bewegen lassen . Deshalb sollte die Farbe nur auf dem oberen Rand platziert werden . Und hier kommt das Problem , wenn unten Farbe dran ist , dreht der Ring nicht mehr . Er klemmt nur noch .

Ich arbeite also noch dran . Bei den Farben bin ich jetzt bei Edding Sprühlacke hängengeblieben . Die scheint mir am haltbarsten zu sein , wenn sie dann nach 48 Stunden ausgehärtet ist . Und bleibt auch perfekt an den Kanten hängen .IMG_4194.jpg
Hier muß noch geschliffen werden : IMG_4195.jpg

Ich geb ja noch nicht auf . Manchmal dauert es halt ein wenig länger bis die Endlösung gefunden ist .
Grüße malikka
 
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JackDaniels83

JackDaniels83

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Warum nicht weiter in Richtung Aluminium forschen? Dann könntest du, wie beim Original, rot anodisieren. Wenn man die Ringe aus Messing fertigen kann, sollte doch auch eine gut spanend zu bearbeitende Alulegierung gehen (z.B. EN-AW 5019, oder aus eigener Erfahrung EN-AW 5083, der wohl beim Anodisieren etwas schlechter ist), die sich anodisieren lässt.
 
Berettameier

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Hallo Malikka!

Erst jetzt habe ich Deinen Thread entdeckt und fasziniert verfolgt. Ich bin nicht betroffen, da ich keine Enicar habe. Aber interessant finde ich sie und Dein Einsatz (zusammen mit dem von Rainer Nienaber) lässt eine Entscheidung für eine Enicar etwas leichter fallen.

Vielen Dank für Deinen Einsatz im Sinne der Uhrenliebhaber!!! Sowas macht die Uhrenwelt und echten Liebhaber aus. :super: :super: :super:
 
malikka

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Warum nicht weiter in Richtung Aluminium forschen? Dann könntest du, wie beim Original, rot anodisieren. Wenn man die Ringe aus Messing fertigen kann, sollte doch auch eine gut spanend zu bearbeitende Alulegierung gehen (z.B. EN-AW 5019, oder aus eigener Erfahrung EN-AW 5083, der wohl beim Anodisieren etwas schlechter ist), die sich anodisieren lässt.

Hallo Daniel . Ja ,der Ring würde ja vielleicht noch gehen ,aber ohne den Marker . Obwohl ich da auch schon seit 2 Jahren überall rumhorche . Das Problem ist dann die Spitze da anzubringen /löten . Einen Alu Glasring hatte ich schon mal vermurkst / verbrannt . Bevor da irgentein Lot fließen wollte , wellte sich der Ring zusammen .
Ich fahre aber nochmal zum PUK Lehrgang , da werde ich es dann nochmal versuchen .
Jetzt bin ich ein bischen vorsichtig geworden . Aber wir werden auch da noch einen Versuch starten . Wasserstofflötmaschine haben wir ja .
 
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Harpye

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Das Teil aus ( Flugzeug) alu - Hochfest ... von beiden Seiten bearbeiten ... Man bräuchte halt zwei Werkzeuge für die Aufnahme. Fertigen könne man das jedenfalls! - sicher, billiger wirds dadurch nicht aber dier feine Lötvorgang ist ja auch nicht für umme!
 
feuerzeuger

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Alu müsste man WIG schweissen, hängt auch vom Schutzgas ab, oder aber den Marker als Zarge mitdrehen, dann freifräsen und umklappen,
ggf mit zwischenwärme, um eine scharfe Kante zu stauchen.
 
Harpye

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Neee Eune Bundbuchse drehen und dann die Markerseite einfach freifräsen..... Der Marker entsteht dann aus dem Bund! wäre bei entsprechender Fräserauswahl eine Konturfreistellung ... nur das Spannen wäre etwas tricky da für stoffschlüssig nur eine kleine Klebefläche vorhanden wäre - ich glaub aber wenn man das in einer Tasse / Amboss klebt und mit nicht allzuviel Spanleistung freistellt geht das ....


Alu scharf ohne Fließpresswerkzeug 90grad umstauchen..... ich glaub nicht das da Zwischenwärme ausreicht ansonsten sind Knetlegierungen ja auch normalerweise nicht die superhaltbaren wenns um mechanische Belastung geht..... -
 
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JackDaniels83

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Ich würde Innendurchmesser und Bund drehen (und eventuell das kleine Loch in die Lasche bohren)

rohteil.JPG

anschließend die Lasche heraus fräsen

fertigteil_vor_abstechen.JPG

und zum Schluss das fertige Teil abstechen.
 
Harpye

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Genau so ... duerfte für einen Dreher mit Automat und angetriebenem Werkzeug kein allzugroßer Aufwand sein ... für entsprehendes Geld + Rüstkosten sowas in Kleinserie zu fertigen...
Da ich sowas aber ned habe bin ich mit der Idee mit dem Amboss gekommen..... Bundbuchse gedreht in 1 Aufspannung und da die Markierung keinen allzuhohen Maßanspruch hat diese nachher in der Ambossspannung freistellen...
 
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Aviator_77

Aviator_77

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Finde ich echt toll, was in diesem Forum für Kollaboration und Aufwand getrieben wird, um so alte Schätze am Leben zu erhalten. :super:
 
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

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Finde ich echt toll, was in diesem Forum für Kollaboration und Aufwand getrieben wird, um so alte Schätze am Leben zu erhalten. :super:
Ja, nur leider sind die letzten Vorschläge ja mal wieder total realitätsfremd. So könnte man die Ringe machen, klar. Aber was für eine Stückzahl soll denn dabei rauskommen, dass der Preis pro Stück erträglich bleibt? Flugzeugaluminium, klar. Liegt in jeder Dreherei massenweise rum. Gute Ratschläge sind einfach. Auf die Umsetzung kommt es an.
 
Legolas

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Wenn man den Ring plus Marker nicht aus einem Teil fertigen möchte, wäre es vielleicht eine Möglichkeit den Marker provisorisch aufzukleben. Anschließend zwei Löchelchen durch Marker und Ring bohren ein 0,4 oder 0,5 mm Gewinde hinein schneiden, mit einsprechenden Gewindestäben anschrauben und anschließend händisch plan schleifen??

MfG, Sebastian
 
JoRiHa

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Wobei man schon das Aufwand-Nutzen-Verhältnis auch im Blick haben muss. Der aktuelle Ring von Rainer und Marlies funktioniert ja super, nur der Farbauftrag könnte noch ein klein wenig dünner sein. Dies macht sich aber auch nur auf dem Marker bemerkbar, da der Lack, ich schätze aufgrund Oberflächenspannung an den Rändern sehr dünn und in der Fläche etwas dicker ist. Mit der Uhrmacherlupe sieht mans, auf vergrößerten Bildern auch, ist die Uhr am Arm sieht der Ring schon sehr gut aus!

Was ich damit sagen will, schön dass bei dem Thema am Ball geblieben wird, sollte es bei der aktuellen Lösung bleiben, bin ich persönlich auch zufrieden...

20170228_111052.jpg20170228_110337.jpg20170228_111141.jpg
 
malikka

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Hallo Johannes - Vielen Dank ,für das erneute Zeigen . Natürlich bin ich interressiert ,wie er sich verhält ,gerade wegen dem ersten Abplatzer . Jetzt hatte ich mal die neuen Eddingfarben probiert . Und bin mit dem Haftgrund super zufrieden . Nur leider ist die rote Eddingfarbe einen Tick zu hell , daher habe ich nochmal das Kirschrot vom 1. Durchgang genommen. Und ich finde jetzt ist es die beste Mischung . Der Auftrag ist gleichmäßig und haftet ,wie Bolle nach 48 Stunden durchtrocknen
und jJohannes . wir könnten deinen Ring nochmal tauschen , ich hätte noch einen in deiner Größe da . (Schon weggelegt)

Was soll ich zu den Anderen sagen . Natürlich kann man überall Fragen und alle Möglichkeiten und Ideen ausschöpfen , aber die Theorie ist das Eine und die Praxis das Andere . Das stehe ich mal bei Rainer . Ich weiß nicht , wieviele Farben ich an und wieder abgemacht habe . Wieviele Mischungen ich jetzt ausprobiert habe inclusive das Vernickeln der Ringe
Aber nichts desto trotz möchte ich die aktuelle Farbmischung doch nochmal zeigen . Auch die Vernickelung ist noch dran geblieben . Und der Marker ist nicht mehr so dick aufgetragen .
Grüße Malikka
 

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Harpye

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Ähh Rainer: Flugzeugaluminium ist keine Aluminiumsorte und eigentlich mehr ein umgangssprachlicher Überbegriff ( etwa ähnlich wie Edelstahl...) und ja - ich kenne einige Spaner die das Zeug verwenden .

DURAL oder 3.4365 haben eher das Problem, dass die auch ordentlich Kupfer enthalten was das Anodisieren je nach Prozess schwierig gestalten kann .

https://www.alu-verkauf.de/Werkstoffe-Aluminiumlegierungen

Sollte ja auch nur als Anregung gedient haben .... die Teile sehen ja so schon super aus!

Mit dem Eloxieren was ja ein elektrochemischer Prozess ist wäre die Kantendeckung halt durch den Feldlinienverlauf schonmal einfacher zu erzielen!!
 
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JackDaniels83

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Da hast du Recht zu viel Legierungsanteile wie Kupfer, Blei und Silizium sind zwar der Zerspanbarkeit und/oder Festigkeit zuträglich aber oft ein Problem beim Anodisieren. Ob "Flugzeugaluminium" oder nicht ist beim Preis des Rohmaterials meist nicht das Problem.
 
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Harpye

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Sagen wir "Hartaluminium" das klingt nicht so anspruchsvoll!
 
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Jedenfalls Gratulation, immenser Aufwand bereits jetzt.
Ich wollte eine PM schicken, geht aber nicht ... Preis habe ich nämlich noch keinen gelesen. Was kostet denn ein Ring?
Danke & Grüße
 
JackDaniels83

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Ja, nur leider sind die letzten Vorschläge ja mal wieder total realitätsfremd. So könnte man die Ringe machen, klar. Aber was für eine Stückzahl soll denn dabei rauskommen, dass der Preis pro Stück erträglich bleibt? Flugzeugaluminium, klar. Liegt in jeder Dreherei massenweise rum. Gute Ratschläge sind einfach. Auf die Umsetzung kommt es an.
Die ersten 6 Ringe nach Marlie's Auszeit sind nun fertig und werden in den nächsten Tagen an sie geliefert. Hier schon ein Bild am Objekt der Begierde.

Sherpa Guide Ring.jpg

Wie das Original gedreht und gefräst aus einem Stück Aluminium und zum Schluss rot eloxiert. Das rechte Gehäuse benötigt eigentlich einen Ring mit schräger Außenfläche, deshalb sitzt er zu lose. Hier wird vermutlich eine zweite Variante nötig. Im Linken passt der Ring perfekt und hat eine angenehme Reibung um versehentliches Verstellen zu verhindern.
 
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