Rolex Titan

Diskutiere Rolex Titan im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Die Konstrukteure werden sich sicher etwas dabei gedacht haben. Sei es jetzt Kostengründe, Vorteile des Werkstoffs oder eben Marketing. 500m...
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LBeck

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Die Konstrukteure werden sich sicher etwas dabei gedacht haben. Sei es jetzt Kostengründe, Vorteile des Werkstoffs oder eben Marketing. 500m schafft man ja auch mit Stahl ganz gut. Die Ploprof ist ja auch aus Stahl und schafft 1200m.
 
ROLTUD

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Und bei der Tudor Pelagos verschrauben Sie aber einen Edelstahlboden direkt am Titangehäuse ? Come on...
Was interessiert mich hier TUDOR/TUDOR Pelagos? 🤭

Es ging konkret um die partielle Verwendung von Titan bei der DEEPSEA (mit einer WD von mindestens 3'900 m Wassertiefe/Druckäquivalenz).
 
dr.-hasenbein

dr.-hasenbein

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betrifft nun mal Deine Aussage zu Kontaktkorrosion zwischen Titan und Stahl bei Direktverschraubung und kommt auch aus dem Hause Rolex
 
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ROLTUD

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TUDOR ist eigenständig! Entwicklung, Produktion, Marketing, Vertrieb.
 
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LBeck

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Natürlich ist Tudor ein eigenständiges Unternehmen, aber Sevice Tudor oder Rolex ist die gleiche Adresse in Deutschland. Es werden also durchaus die selben Uhrmacher sowohl Rolex als auch Tudor bearbeiten. Auch ein schöner Bericht: Ein Besuch der Tudor Werke-Produktion in Genf | Uhrenkosmos Da wird man wohl schon gemeinsam an jeder Strategie arbeiten und sicher nicht die Mitarbeiter strenges Kontakt und Austauchverbot geben.
 
Spitfire73

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Man kann den Gehäuseaufbau einer Pelagos nicht mit dem einer Deepsea vergleichen. Und ansonsten kommt natürlich der Konzernrückhalt durch RLX bei Tudor voll zum Tragen. Alles andere wäre auch unsinnig. Trotzdem fertigt Tudor als eigenständige rechtliche Einheit mit eigenem Personal in eigenen Räumen eigene Uhren.

Gruß
Helmut
 
dr.-hasenbein

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Man kann den Gehäuseaufbau einer Pelagos nicht mit dem einer Deepsea vergleichen.
Das ist korrekt. Ging aber um die Verschraubung der beiden verschiedenen Matrialien, die nun mal bei eigenen Modellen selbst im "eigenen" Haus problemlos funktionieren.

Meiner Meinung nach ist der zusätzliche Stahlkragen um den DeepSea Stahlboden dafür da, dessen mögliche Verformung unter hohem Druck wie ein äusseres "Spannband" aufzufangen. Also Kontrucktionsbedingt nicht wegen der Kontaktgeschichte, die kann man auch Simpel verhindern.


Aber hey... Meinungen, Ahnungen, Gedanken, Grübeleien :prost:
 
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Pausini

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Bleibt mal sachlich, Jungs, das Thema, welches @ROLTUD aufgebracht hat, wäre eigentlich technisch ein sehr interessantes. Nur glaube ich, reden wir aneinander vorbei.
@ "Pausini". Und dieser hohe (realisierte) Druck würde ein Titangewinde (konkret: Gehäuseboden komplett aus Titan, Titangewinde mit Stahlgehäuse verschraubt) nicht zur Lösung der Wahl machen. Deshalb die partielle Verwendung. ROLEX hat sich bei der DS was gedacht. Bodenbereich, Innenring, ...
@ROLTUD: Bitte nochmals eine Antwort auf folgende Frage: Woher kommt deine Info, "dass Gehäuseboden komplett aus Titan, Titangewinde mit Stahlgehäuse verschraubt zu Festfressen, galvanische Korrosion und Kaltverschweissung führen würde"? Ich dachte, es sei umgekehrt: Identische Materialien führen bei Verschraubungen manchmal zu Kaltverschweissung, wenn die Gewinde unsauber geschnitten oder mit zu hohem Drehmoment verschraubt wurden. Doch was hat dies mit dem Thema zu tun?
 
Spitfire73

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Meiner Meinung nach ist der zusätzliche Stahlkragen um den DeepSea Stahlboden dafür da, dessen mögliche Verformung unter hohem Druck wie ein äusseres "Spannband" aufzufangen. Also Kontrucktionsbedingt nicht wegen der Kontaktgeschichte...
Sehe ich genauso. Wenn mich nicht alles täuscht, stand es so auch mal in einer CHRONOS Ausgabe erklärt.

Gruß
Helmut
 
dr.-hasenbein

dr.-hasenbein

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@ROLTUD hat schon nicht unecht. Es gibt das Problem Kontaktkorrosion zwischen unterschiedlich edelen Metallen. Das kann man aber total einfach unterbinden, z.B. mit einer Keramik Gewindepaste die extra dafür da ist.

DAS kann aber nicht der Grund sein, weshalb Rolex bei der Deepsea den Boden zwar ais Titan fertigt, die Verschraubung desselben aber über einen extra Stahlring realisiert. denn bei anderen Uhren gibts auch verwendung unterschiedlicher Materialien ohne Probleme. Siehe das genannte Beispiel der Pelagos.

Hier mal Bilder des Titan-Bodens (Grade 5) der DeepSea:

DeepSea8.jpg

Des Stahlringes zum Verschrauben:

DeepSea7.jpg

und beides wie es montiert ist:

DeepSea9.jpg

"The retainer screws down and presses the case back against the case but you can see the gasket is at the outer edge of the case back. As the watch experiences greater depth the added pressure forces the case back against the case creating ever greater sealing and the gasket pushes outward against a retainer in the case further increasing the seal as load increases. All this force is redirected down and outward to where the gasket meets the case but around the movement."
(Quelle steht in den Bildern)

und noch wegen der PloProf: die hat ein "Monocoque" also kein verschraubten Boden.
 
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ticktick

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Bei der Deepsea hat das mit dem Titan überhaupt nichts mit dem Gewinde zu tun. Die DS ist so konzipiert, dass der enorme Druck nicht vom Aussengehäuse aufgenommen wird, sondern durch den Stapel Glas-Innenring-Boden. Das ist alles. Denn diese Komponenten müssen stabiler als Stahl sein, sonst würde die ganze Uhr zu massiv geraten. Der Schraubring dient nur dazu, diesen "Stapel" mit in Postion zu halten. Unter Druck werden diese 3 Teile ja von selbst komprimiert. Als "Spannring" zur Stabilisierung dient er nicht.
Das kann man also überhaupt gar nicht mit einem herkömmlich konstruierten Gehäuse wie bei der Pelagos vergleichen. Und genau bei der Pelagos mit ihrem Ti Gr. 2 würde die Gefahr des Kaltverschweissens/Festfressen bestehen, wenn Gehäuse und Boden aus dem gleichen Ti-Material bestehen würde. Das dürfte der einzige Grund sein, warum der Boden hier aus Stahl ist.
 
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LBeck

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Also gibt er für alles eine technische Erklärung und auch Gründe. Vielen Dank für die Erklärung.
 
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Pausini

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@ticktick Herzlichen Dank! Genauso habe ich es eben bisher auch verstanden.

Und dieses Thema hier:
Es gibt das Problem Kontaktkorrosion zwischen unterschiedlich edelen Metallen
... ist bei Stahl <-> Titan sowieso nicht relevant. Es betrifft eher Alu-Edelstahlverbindungen. Edelstahl und Titan befinden sich - was den "Edelcharakter" betrifft, auf Augenhöhe, daher funktionieren Stahl-Titan-Verbindungen immer sehr gut. Siehe Pelagos.
 
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DocT

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@ROLTUD hat schon nicht unecht. Es gibt das Problem Kontaktkorrosion zwischen unterschiedlich edelen Metallen. Das kann man aber total einfach unterbinden, z.B. mit einer Keramik Gewindepaste die extra dafür da ist.

DAS kann aber nicht der Grund sein, weshalb Rolex bei der Deepsea den Boden zwar ais Titan fertigt, die Verschraubung desselben aber über einen extra Stahlring realisiert. denn bei anderen Uhren gibts auch verwendung unterschiedlicher Materialien ohne Probleme. Siehe das genannte Beispiel der Pelagos.

Hier mal Bilder des Titan-Bodens (Grade 5) der DeepSea:

Anhang anzeigen 3131692

Des Stahlringes zum Verschrauben:

Anhang anzeigen 3131693

und beides wie es montiert ist:

Anhang anzeigen 3131697


und noch wegen der PloProf: die hat ein "Monocoque" also kein verschraubten Boden.
Wenn ich mir das ansehe könnte ich mir vorstellen , eben aufgrund des niedrigen
E-Modul des Titan ( ca um da doppelte kleiner als Edelstahl ) und die damit gewollte höhere elastische Verformung (bei niedriger Spannung) Dichtheit erzeugt wird.
Der Titan Boden wird durch den äußeren Druck, wie ein Dichtring (elastisch ) gepresst wird und durch den Ring in Form gehalten , damit die Kräfte gleichzeitig abgeleitet werden und dort wirken wo sie sollen : gewollte Verformung als Dichtmittel ...
 
ticktick

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Der Boden wird nicht "in Form" gehalten, er ist so bemessen dass er sich nicht elastisch verformen muss um abzudichten. Zudem sitzen Zwischen dem Ti-Boden, dem Zwischenring und dem Glas ja entsprechende Dichtungen, welche diese Aufgabe übernehmen.

3131734
 
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LBeck

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Eine technische Frage: Muss dann das Titan nicht auch extrem glatt sein? Da bietet ja Grad 5 Vorteile gegen Stahl neben dem geringeren Gewicht. Da es ja durch den Stahlring angepresst wird(gibt es im Stahlring eine Dichtung?)würden da kleine Kratzer im Material schon die Dichtigkeit gefährden. Oder sehe ich da etwas falsch?
 
ticktick

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Der Stahlgewindering hat natürlich keine Dichtung. Wie gesagt, die einzige Funktion ist den Boden in Position zu halten. Die Bodendichtung sitzt unter dem Ti-Boden und dichtet diesen gegen den inneren Stahlring (compression ring) ab. Siehe mein Bildchen weiter oben. Die Dichtfläche des Ti-Bodens ist natürlich maschinell so bearbeitet, dass sie mit der Dichtung zusammen auch abdichtet. Dazu braucht es keine spezielle Materialeigenschaften oder besonders "glatte" Flächen. Das Metall muss einfach nur mit der geforderten Rauhtiefe bearbeitet werden, und das geht mit so ziemlich jedem Metall. Kratzer, Macken oder Riefen in einer Dichtfläche, besonders wenn sie quer verlaufen, sind natürlich ein NoGo.
 
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DocT

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Der Boden wird nicht "in Form" gehalten, er ist so bemessen dass er sich nicht elastisch verformen muss um abzudichten. Zudem sitzen Zwischen dem Ti-Boden, dem Zwischenring und dem Glas ja entsprechende Dichtungen, welche diese Aufgabe übernehmen.
Ich kenne leider die Bemessung nicht.
Die einzige plausible Begründung folgere ich aus der Auswahl des Material - Trotz der hohen Belastung - extra ein Material zu wählen mit niedrigem E-Modul, welches an den maßgeblichen Stellen unterstützt wird, um den Kräfteverlauf symmetrisch zu erhalten.
Stellt man sich den Kräfteverlauf vor ergibt das durchaus Sinn. : Kraft auf den Boden bewirkt dass die Außenseiten des Boden nach „außen“ wollen.
 
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LBeck

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Ich bin ja von natur aus neugierig. Warum wird den der Compressionsring aus Stahl gefertigt? Da könnte man doch eigentlich gut Gewicht einsparen.
 
ticktick

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Ich denke eher dass der Boden sich unter Druck verformen wird, wie der Boden einer Coladose. Eigentlich auch nicht so wichtig, denn es ging Rolex doch um die Kräfte die 904L wohl in dieser Abmessung nicht aufnehmen kann, ohne besonders massiv ausgeführt zu werden. Also hat man eben einfach eine Material gewählt, welches sich durch eine höhere Druckfestigkeit auszeichnet, und sich entsprechend dünnwandiger gestalten lässt. So meine Vermutung.
 
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