Rolex Submariner 116610LV - Minutenzeiger

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U(h)rologe74

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Moin allerseits,

seit ca. 4,5 Jahren besitze ich das schöne Model 116610LV. Gekauft nagelneu und jungfräulich beim Konzi. So wirklich stören tut es mich nicht, aber da ich sie gerade im Urlaub nicht um hatte und jetzt die Zeit neu einstellen musste und es mir wieder aufgefallen ist, frage ich doch mal die Experten:

Wenn ich die Zeit einstelle und den Minutenzeiger vorwärts im Uhrzeigersinn drehe und die Krone loslasse, bleibt er exakt in der Position stehen (wie er ja auch soll). Wenn ich aber gegen den Uhrzeigersinn den Minutenzeiger stelle und die Krone loslasse, springt er ca. eine halbe Minute zurück und bleibt nicht exakt in der gewollten Position. Das habe ich bei keiner anderen Uhr. Bei Omega, Tudor etc. ist es egal in welche Richtung ich den Minutenzeiger drehe. Ich würde sowas nie als Grund für eine Reparatur nehmen, aber interessieren tut es mich schon. Ist das bei Rolex immer so, oder ggf. ein kleiner Mangel an meiner Uhr?

Ich freue mich auf Eure Antworten. Besten Dank.

LG

Florian
 

hermannH

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Hallo

Das wird wohl die Reaktion des Räderwerkes auf den Gegenzug durch die Krone/Stellwelle sein.
Wenn du die Zeiger im Uhrzeigersinn drehst, drehst du mit dem Kraftfluss. Anders herum drehst du gegen den Kraftfluss. Da Räder und Triebe ein Spiel haben müssen (Zahnluft), könnte das die Ursache für das Vorspringen des Minutenzeigers sein.
Anderes fällt mir dazu im Moment nicht ein.
Am Montag bin ich wieder in der Werkstatt, dann werde ich das überprüfen. Ich denke das die Sub die ich gerade am Tisch habe, aus der gleichen Werkserie ist.

Gruß hermann
 

U(h)rologe74

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Hallo Hermann,

vielen Dank für deine Antwort. Freue mich wenn du noch was rausbekommst an Infos. Wie gesagt, ist das bei keiner meiner anderen Uhren so. Ist allerdings meine einzige Rolex.

LG

Florian
 

hermannH

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Hallo

Es ist bei dem Rolexwerk das ich heute überholen werde (3135, 16610) definitiv auch so, das sich der Minutenzeiger nach dem Zurückdrehen wieder etwas vor bewegt.
Grund ist, wie ich schon vermutet habe, das sich das Räderwerk durch den Zug von Krone/Welle rückwärts bewegt, und nach dem Auslassen der Krone durch den Kraftfluss wieder vor bewegt. Sichtbar am Minutenzeiger.
Das ist ungefähr so, wie wenn du ein Auto auf einer schiefen Fläche parkst, und nur den Gang eingelegt hast. Dann wird sich das Auto auch ein wenig nach vorne bewegen bis es steht. Wenn du es dann etwas bergauf schiebst, wird es sich danach auch wieder durch die Schwerkraft nach vorne bewegen bis es vom Getriebe angehalten wird.

Gruß hermann
 

U(h)rologe74

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Herzlichen Dank für deine Überprüfung und Antwort. Ok dann ist das wohl üblich so bei Rolex. Ist ja auch nicht weiter schlimm, aber wundert mich ein bisschen. Bei meiner Tudor und den Omegas ist das nicht...
 

hermannH

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Hallo

Das hat mit dem Eingriff in das Zeigerwerk zu tun.

Bei diesem Rolexwerk greift das Federhaus (relativ viel Zahnluft) direkt in das Minutenrohr (Minutenzeiger) ein:

rolexgmt04.jpg

Bei einigen ETA Werken greift erst das 2. Rad nach dem Federhaus mit einem sehr kleinen Trieb in das Zeigerwerk ein (wenig Zahnluft):

omega112002.jpg

Bei Rolex dachte man sich vielleicht, das der Nachteil der Reibung des Zeigerwerkes auf den Gang, direkt an der Quelle der Kraft (Federhaus) diesen Nachteil minimieren könnte.
Dafür nahm man dann das recht große Zeigerspiel in Kauf beim Stellen.

Gruß hermann
 

falko

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Neben den geschilderten Auswirkungen des indirekten Minutenantriebes habe ich diese Erscheinung immer der Elastizität und dem Rückspringvermögen der strammen Kronendichtung zugeordnet.
Wenn Du, Hermann, ein solches Werk zur Revision auf dem Tisch hast, könntest Du mal prüfen, wie sich die Krone ohne Reibung am Tubus verhält.
 
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hermannH

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Neben den geschilderten Auswirkungen des indirekten Minutenantriebes habe ich diese Erscheinung immer auf der Elastizität und dem Rückspringvermögen der strammen Kronendichtung zugeordnet.
Wenn Du, Hermann, ein solches Werk zur Revision auf dem Tisch hast, könntest Du mal prüfen, wie sich die Krone ohne Reibung am Tubus verhält.

Wie du richtig vermutet hast, verstärkt sich der Effekt etwas, wenn das Werk eingebaut ist.

Gruß hermann
 
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