Rolex erhöht die Preise im Sekundärmarkt

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mini

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“Gebraucht- und Vintage-Uhren verstärkt im Fokus

Wie von Jorge Alvarez vom investigativen spanischen Uhrenblog „Fuga de Reloj“ berichtet wird, ist es für das Unternehmen nicht hinnehmbar, daß die Preise der Edelmarke auf dem Gebrauchtmarkt ausschließlich den Gesetzen des freien Handels unterworfen sind.
„Rolex will intervene in the secondary market, controling volumes and pricing in the future.“, so der Insider.
(„Rolex wird in den Gebrauchtmarkt eingreifen, um zukünftig Quantität und Preisgestaltung zu kontrollieren.“)
Diese Information stamme aus dem unmittelbaren Umfeld von Jean-Frederic Dufour (CEO Rolex) und sei aus zuverlässiger Quelle.

Dem Vernehmen nach plant Rolex, mit breit angelegten Ankäufen zu Preisen deutlich über dem aktuellen Marktwert das Angebot gebrauchter Rolex-Uhren zunächst zu verknappen. Flankierend werden die Preise für Neuware spürbar angehoben. Nachdem sich die Preise des Gebraucht- und Vintagemarktes auf hohem Niveau stabilisiert haben, werden die Ankäufe sukzessive dem Markt wieder zugeführt.
Mit diesen Massnahmen könne Rolex grosse Teile des europäischen und amerikanischen Marktes kontrollieren.
Eine zuverlässige Schätzung des geplanten Kapitaleinsatzes sein nicht möglich, so Alvarez, man könne aber von einem Volumen von bis zu einer Milliarde Schweizer Franken (ca. 850 Millionen Euro; Anm. d. Red.) ausgehen.

Aus Kreisen des CEO Breitling, Georges Kern wird laut Alvarez berichtet, dass die Marke ebenfalls beabsichtigt, verstärkt in dem Gebrauchtmarkt zu investieren.
Hierfür werde ab 2019 ein eigener Geschäftszweig etabliert, die „Breitling-PO SA“ (PO = pre owned; Anm. d. Red.).
Diese neue Branche wird zukünftig den gesamten Aftermarketsektor von Breitling abbilden: Ankauf, Verkauf, Restauration und Revision, Historie und Rental. Gerade im Bereich der atypischen Verträge (Gebrauchtuhrenleasing etc.) gebe es ein enormes Potential zur Kundengewinnung und Kundenbindung. Der Neukunde würde zu überschaubaren Kosten an die Marke herangeführt und geniesse durch die Bündelung in einem neuen Geschäftsbereich besondere Aufmerksamkeit. Durch diese Serviceerweiterung wird ein Kundenbranding auch Richtung Primärprodukte erwartet.

Dufour und Kern verfügen durch ihre Tätigkeiten als CEO bei insgesamt fünf Uhrenmanufakturen (Dufour: Zenith, Rolex; Kern: TAG Heuer, IWC, Breitling; Anm. d. Red.) über genug internes Wissen, um diese Eingriffe in den Sekundärmarkt operativ planen und durchführen zu können.

Die Konzepte von Rolex und Breitling unterscheiden sich zwar in der strategischen Ausrichtung, verfolgen aber das gleiche Ziel: Kontrolle des Gebrauchtmarktes.

Es ist damit zu rechnen, das bei LVMH und der Swatch-Group bereits ähnliche Planungen existieren.

Beide Informationen seien in direktem zeitlichen Bezug zueinander durchgesickert, so Alvarez.
Es bestehe die Möglichkeit, dass der Coup derzeit durch gezielte Indiskretionen vorbereitet werde.“


Das ist eine Riesensauerei. :motz:

Es ist mir völlig egal, ob RLX jedes Jahr eine 15%ige Preisanpassung ihrer bereits jetzt schon völlig überteuerten Neuware macht, aber die sollen uns Vintage-Sammler doch bitte mit dem Shice in Ruhe lassen.
DIe Gebrauchtpreise haben sich in den letzten Jahren sowieso schon utopisch entwickelt, jetzt werden sie auch noch durch die Konzerne kontrolliert...

Ich bin stinksauer!

Gruss
Mathias
 

Alex1974

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Ich war noch nie ein großer Fan von 1. April Scherze....und dies wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern :D

Gruß,
Alexander
 

cdbudenheim

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Warum Aprilscherz ?
Mister Kern hat das schon häufiger geäußert , das er in Zukunft auch Uhren in Zahlung nehmen will . Das ist für Otto Normal Uhrenträger doch eine gute Sache ! Ist dann wie beim Autokauf mit Inzahlungnahme!
 

DrKamikaze

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Mich würde interessieren ob es rechtlich eine Handhabe dagegen gibt. Im Prinzip wird hier schließlich ein Monopol aufgebaut, wenn auch jeweils fürs eigene Produkt.
 
G

Gödel

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Die Meldung kommt für mich nicht unerwartet. Mein Belgischer Gebrauchtuhrenhändler hat mir vor ein paar Wochen erzählt das er von Rolex angeschrieben wurde.
Ich sammle zwar diese Marke nicht, es ist aber klar das die Preisregulierung bei Rolex einen Trittbrettfahrereffekt auf alle anderen Marken haben wird. Diesbezüglich habe ich ein ambivalentes Gefühl: einerseits wächst der Wert der Sammlung, andererseits dünnt die Käuferschicht immer weiter aus und es dauert länger bis man seine Uhr für einen gewissen Gewinn verkaufen kann.

Der Trend ist halt wie bei den Oldtimern: irgendwann ist das Hobby nur noch was für wirklich Reiche und normale Fusspfleger wie ich gucken in die Röhre.

Nicht Frohe Ostern, Rolex!
 

Joka1977

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Guten Morgen

@Gödel ...wenn du deine Uhr schneller verkaufen möchtest, kannst du auch weiterhin die niedrigeren "realen Marktpreise" aufrufen.
Dann findet sich schneller ein Käufer ...Wenn der Preis für die Fa. Rolex zu niedrig ist, kaufen sie sie auf und bereinigen somit den Markt.

Verkaufen somit doch er eher eine Win-Situation.

Aber wie Mathias schon schrieb, wird das Kaufen für den "normalen Sammler" zu einem Problem.

Aber irgendwie? ...nee das muß ein Aprilscherz sein! :hmm:
Um da einen Effekt zu bewirken, muß in der Anfangsphase ganz schön viel Kapital in die Hand genommen werden.
- um die Uhren aufzukaufen
- um die Uhren zu prüfen und zu warten
- Eine Vertriebsstruktur für den Gebrauchtmarkt aufzubauen
 
Zuletzt bearbeitet:

andifin

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Mini, Du sollst doch nicht die Katze an den Rechner lassen...da kommt nur Unfug bei heraus.
 

cdbudenheim

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@Gödel ...wenn du deine Uhr schneller verkaufen möchtest, kannst du auch weiterhin die niedrigeren "realen Marktpreise" aufrufen.
Dann findet sich schneller ein Käufer ...Wenn der Preis für die Fa. Rolex zu niedrig ist, kaufen sie sie auf und bereinigen somit den Markt.

Verkaufen somit doch er eher eine Win-Situation.

Aber wie Mathias schon schrieb, wird das Kaufen für den "normalen Sammler" zu einem Problem.

Aber irgendwie? ...nee das muß ein Aprilscherz sein! :hmm:
Um da einen Effekt zu bewirken, muß in der Anfangsphase ganz schön viel Kapital in die Hand genommen werden.
- um die Uhren aufzukaufen
- um die Uhren zu prüfen und zu warten
- Eine Vertriebsstruktur für den Gebrauchtmarkt aufzubauen

Es reicht doch dann eine Vertriebsstruktur online aufzubauen alla c24 . Du bestellst dann deine Uhr und lässt sie dir zu deinem Konzi liefern . Das macht schon Sinn und dürfte auch profitabel sein . Ich mag Kern nicht , aber das könnte eine klevere Idee sein .
 

Martin.S

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Aber irgendwie? ...nee das muß ein Aprilscherz sein!
Verdachtsmomente sind ja einige gegeben, wenn jedoch der Herr Gödel so sachlich und fundiert argumentiert und das auch noch ohne seine ansonsten ja recht flapsigen Schreibe, bin ich verunsichert wie ich die Meldung einordnen soll.
Sollten sich mini und Gödel den Aprilscherz-Ball hin und hergeschoben haben: Gratulation, gelungen!
 

cdbudenheim

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Ja ja ...aber ohne viel Geld bewunderst du dann jahrelang deine Online-Uhrensammlung.

Diese Plattform bedarf in der Anfangsphase massiver Werbung, die etwas Geld kosten dürfte.

Das mag schon sein , aber da dürfte auch einiges an Geld zurückkommen .
Das bisschen Werbung dürfte doch für die großen kein Problem sein , und rumsprechen dürfte sich das auch schnell !
 

DrKamikaze

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Wieso Aprilscherz? Die Gerüchte/Planungen kamen doch schon vorher vereinzelt auf.
 
G

Gödel

Gast
@ Martin: bei ernsthaften Themen bin ich nun mal ernst (siehe Universums thread)
@ Carsten: so ist es!
@ domass: Ich glaube du musst Dir erstmal einen Überblick über Deine Sammlung verschaffen. Wenn Du deine Uhren in einer Turnhalle auslegst, wär das schonmal ein guter Anfang :D
 

Joka1977

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Das mag schon sein , aber da dürfte auch einiges an Geld zurückkommen .
Das bisschen Werbung dürfte doch für die großen kein Problem sein , und rumsprechen dürfte sich das auch schnell !

Chrono24 ist nach wie vor nicht wirklich bekannt und akzeptiert ...ich merke das immer wieder wenn ich hier eine Uhr im MP, oder bei ebay Kleinanzeigen einstelle und ab und an Interessenten zu C24 verweise.
Uhr-Patienten kennen die Plattform natürlich :face:
 
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