Richemont - Luxus ist gerade out

Diskutiere Richemont - Luxus ist gerade out im Uhren News Forum im Bereich Uhren-Forum; Ein interessanter Artikel aus -üblicherweise- zuverlässiger Quelle http://boerse.ard.de/aktien/richemont-luxus-ist-out100.html
tbickle

tbickle

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Das Luxus derzeit schlecht läuft, war bekannt, aber die Geschäfte liefen noch schlechter als von Analysten erwartet worden war.
http://www.das-dass.de
Hatte die ARD nicht mal so etwas wie einen Bildungsauftrag?

Der Inhalt des Artikels ist alter Wein in neuen Schläuchen. Dass langfristig von einem Aufschwung geschwafelt wird, ist ziemlich kühn. Immerhin ist davon auszugehen, dass viele Hersteller diesen sicheren Hafen wohl nicht erreichen werden. Die kommende Durststrecke in Verbindung mit dem (langfristigen!) Verdrängungswettbewerb, der durch die Smart-Watches initiiert wurde, wird zwangsläufig dafür sorgen, dass früher oder später auch namhafte Hersteller Federn lassen. Das ist für uns Konsumenten gar nicht mal so schlimm. Gerupfte Hühner sind in der Regel demütiger. :super:

Richemont ist vergleichsweise gut unterwegs, da es als klassischer Mischkonzern sehr breit aufgestellt ist. Für viele andere Hersteller sehe ich inzwischen schwarz.

Klar, der Artikel bezog sich auf den gesamten Konzern. Ich nehme mir aber heraus, zu behaupten, dass für uns ausschließlich die Uhren von Interesse sind.

Gruß
 
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Zoomyblau

Zoomyblau

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oder die Luxus Branche Uhren kommt langsam wieder auf den Teppich.......

Servus

Martin
 
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Horologist

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In dem Zusammenhang kommt mir gerade der Gedanke, dass der ideale Name für eine Kauffrau Anna ist.
 
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paysdoufs

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Interessanter Artikel. Danke. Und -14% (YoY) für einen 5-Monats-Zeitraum ist schon mal eine Hausnummer. Da wundert es auch nicht dass die Aktie abschmiert.

Merke ausserdem: Die Börse preist eher die Zukunftsaussichten denn die zurückliegenden Ereignisse ein. Soll heissen: Wenn das Richemont-Mgmt jetzt erzählt dass bald alles wieder gut wird, dann ist das Pfeifen im Wald...

Die "wachsende Mittelkasse in den Schwellenländern" (einige davon sind meine Kollegen...) wächst zwar in der Tat. Aber deswegen haben trotzdem keine Horden von Indern, Thais oder Iranern plötzlich genug Geld zur Verfügung um mehrere tausend CHF für swiss-made-Zeiteisen abzudrücken. Wie auch die Mittelklasse hier in EU (oder den USA) nicht. Da werden Proritäten gesetzt, und die dürften wohl erst einmal in Richtung Immo, college tuition und dann vielleicht 1-2 Reisen gehen.

Die eine Uhr, die man sich vielleicht dann später mal gönnt, wird dann eher im max. Preisbereich um 1500 CHF liegen. Persönliche Erfahrung: Die beiden arabischen Kollegen (beide angestellte Mediziner), mit denen ich vor 2-3 Monaten bei Tisch sass, haben über die meisten Preise in den Schaufenstern der Genfer Juweliere genauso den Kopf geschüttelt wie ich.
 
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hrboehm

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Die beiden arabischen Kollegen (beide angestellte Mediziner), mit denen ich vor 2-3 Monaten bei Tisch sass, haben über die meisten Preise in den Schaufenstern der Genfer Juweliere genauso den Kopf geschüttelt wie ich.
Und nicht nur die schauen mit Entsetzen in die Schaufenster. Ich bin gespannt, wo sich das hinentwickelt...rauf gehts ja zur Zeit eben nicht.:-D

lg,

Steffen
 
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paysdoufs

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Ich habe ausserdem noch vergessen zu erwähnen dass Richemont und Konsorten in den Schwellenländern ja erstmal Geld in die Hand nehmen müssen, um überhaupt eine Verwaltungs-/Vertriebs-/Verkaufsstruktur aufzubauen.

Soll heissen dass z.B. in Thailand oder Malaysia erstmal investiert werden muss, um ein wenig in die geographische Breite zu gehen, bevor dann früher oder später (eher später in Anbetracht der im Vgl. weniger häufigen Käufer...) mal der break-even zwischen diesen Investitionen und den neuen Verkaufserlösen erreicht wird.
 
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Horologist

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Erklärt mir jemand den Witz?
Eher ein Wortspiel.
Richemont als Name für einen Luxusgüterkonzern fand ich schon immer witzig.
Richie Rich auf dem Berg der Reichen.

Anna aus ANgebot und NAchfrage würde da gut passen.
Anna Reichenberg
 
ludicree

ludicree

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Ich denke wenn die Mittelschicht sich eine Marke nicht mehr ansatzweise und ausnahmsweise leisten kann, dann begrenzt das den Kundenkreis ganz extrem. Hinzu kommt das die sog. Mittelschicht es auch nicht mehr so dicke hat.

Für die großen Konzerne ist das nicht so lustig. Bis auf ein paar Selbstläufer gibt es da viel in den Schaufenstern zu hinterfragen.

Ich bin gespannt wie sich die Stückzahlen von Rolex und Omega entwickelt haben. Sehen wir wenn wieder Cosc Zahlen erscheinen.
 
flieger_s

flieger_s

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Die "wachsende Mittelkasse in den Schwellenländern" (einige davon sind meine Kollegen...) wächst zwar in der Tat. Aber deswegen haben trotzdem keine Horden von Indern, Thais oder Iranern plötzlich genug Geld zur Verfügung um mehrere tausend CHF für swiss-made-Zeiteisen abzudrücken.
Treffendes Kommentar, kann ich nur völlig zustimmen!

Ich bin gespannt wie sich die Stückzahlen von Rolex und Omega entwickelt haben. Sehen wir wenn wieder Cosc Zahlen erscheinen.
Stimmt! Sollte man mal genauer anschauen. Ich denke die Schweizer werden bald was liefern, was das Geld wert ist, was man dafür bezahlt. Es werden mächtige Preiskorrekturen geben. Und hoffentlich ein bisschen Neuigkeit dazu, seit 3 Jahren tut sich nichts mehr neues in der Branche, zumindest was Design angeht.
 
joe4679

joe4679

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Wenn es um Uhren geht, macht Richmond einiges falsch.
Das sieht man bei Panerai. Deshalb hat diese Marke den Reiz für mich verloren.
Kronen gehen immer.
 
Uhropath

Uhropath

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Wenn es um Uhren geht, macht Richmond einiges falsch.
Das sieht man bei Panerai. Deshalb hat diese Marke den Reiz für mich verloren.
Ist das hier der Jammer-Faden? Wenn dann bitte auch ein paar Details. So bleibt es unsachlich.

Kronen gehen immer.
Im MP? Sorry aber damit wurde deine erste Aussage schon disqualifiziert.

Ich finde sämtliche Diskussionen spannend. Das ist aber plumpes Markengelaber.
 
feldmann1070

feldmann1070

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Mechanische Uhren verlieren an Bedeutung.
Das werden die Konzerne spüren. Bin mal gespannt, wer überlebt, ausser Rolex.
Werde nie mehr eine Rolex kaufen, aber Rolex wird überleben und das Licht ausmachen.

Bin wirklich gespannt

Wolfgang
 
herki

herki

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Habe es in einem anderen Faden schonmal gesagt, ich denke wir werden die nächsten Jahr vermehrt auch neue oder "abgespeckte" Modelle im Einstiegsbereich der Top Marken um Rolex, Breitling, Omega sehen.
Rolex ist vor einigen Jahren ja schon den ersten Schritt mit der aktuellen OP39 gegangen, Breitling hat gerade seine Einstiegspalette um ein 41mm Modell erweitert.

Ich denke es gibt viele potenzielle Käufe die gerne eine hochwertige Uhr der genannten Marken kaufen würden aber vom Preisanstieg der letzten Jahre erschlagen wurden und sich fragen ob es wirklich der Manufakturchronograph für 7k+ sein muss oder ob sie auch mit einem hochwertigen Einstiegsdreizeiger um 3k glücklich werden können.
 
spritdealer

spritdealer

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Tja wenn man sich die immer weiter steigenden Preise der Uhrenbranche mit 2 Erhöhungen pro Jahr anschaut ist irgendwann eben Schluß. Auch das führt dazu, dass sich viele eine Smartwatch kaufen und auf diesen Zug sind nur wenige der großen bekannten Uhrenhersteller mit aufgesprungen. Tag Heuer mit der Connected, Breitling mit 1-2 Modellen, aber sonst?
 
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paysdoufs

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Heute auch Thema im Epizentrum der Luxusuhrenindustrie (auf französisch):

http://www.tdg.ch/economie/La-peur-s-empare-de-toute-lindustrie-du-luxe/story/27494797

Edit: Rückgang des Gewinns um 45% während der reporting period, mutmasslich dem Rückkauf unverkaufter Ware der Händler geschuldet. Landet das jetzt alles im Graumarkt oder frickeln die die Uhren wieder auseinander? :shock:

Kloppt Euch das hier vielleicht mal selber in Google Translate:

"Retour à Bellevue, chez Richemont. «C’est une crise comme j’en ai vu beaucoup en quarante ans de métier; celle-là est hard mais reste un cycle de plus, qui reflète les difficultés affrontées par les 300 millions de personnes appartenant à la classe moyenne supérieure dans le monde», analyse Alain-Dominique Perrin. Ce dernier se dit convaincu que l’on va simplement «revenir à la norme connue il y a dix ans». Comment? «Tout le monde va devoir s’adapter au changement du marché, il faudra sortir des produits plus humbles – la clientèle bling-bling disparaît – et revenir à une certaine réserve.» Une chose est certaine: la période des montres délirantes à plus de 600 000 francs a vécu. La retenue constituera la nouvelle norme. Sur les prix. Sur les marges. Sur l’emploi."

;-)
 
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rs61

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In dem Zusammenhang kommt mir gerade der Gedanke, dass der ideale Name für eine Kauffrau Anna ist.
Eher ein Wortspiel.
Richemont als Name für einen Luxusgüterkonzern fand ich schon immer witzig.
Richie Rich auf dem Berg der Reichen.

Anna aus ANgebot und NAchfrage würde da gut passen.
Anna Reichenberg

Sehr schönes Wortspiel!:super:

Und ich dachte immer, die hieße Kim-Eva .... die Kauffrau.;-)
https://uhrforum.de/in-china-hat-mich-mein-gefuehl-getruegt-t275311



Zum Thema:

Normalerweise sollten Luxusgüter-Anbieter/Hersteller genügend Geld gehortet haben, um eine Phase der Kundenzurückhaltung (mehr ist es nicht, das Geld ist immer da, es hat nur nicht immer derselbe;-)) zu überstehen. Dann kommt wieder die Zeit, in der man ungeniert Luxus kauft und zeigt.

War immer so .... kann jetzt jemand wieder als blauäugig abtun, aber es gibt genug Geld und Reiche auf der Welt ....... guckt euch nur mal ab und an auf RTL diese teilweise sensationell Bekloppten an, die so richtig Kohle haben (alte hässliche Tanten in Iffezheim, die sich Glööööööckler als Pausenclown bestellen ....). Dagegen ist Rooooobert Geiss ein kleines Licht.
 
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paysdoufs

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Noch ein Bildchen:



Basierend auf diesen Zahlen sagt die FIHS, dass ihre Uhren gar nicht teurer geworden seien. Der Umsatz und Gewinn der letzten Jahre sei nur deshalb gestiegen weil sie relativ mehr höherklassige Uhren verkauft hätten... ;-)
 
Thema:

Richemont - Luxus ist gerade out

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