Revisionskosten, Bedienung eines Regulators

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wwiegert

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Hallo zusammen,

vielleicht lacht Ihr mich wegen meiner dummen Fragen aus, aber ich möchte an meinen neuen Uhren nichts zerstören.

1. Wie Rolf-Dieter bei meiner Frage nach der Zeigerdemontage schon sagte, war es höchste Zeit für eine gründliche Revision einer meiner großen Westminster-Friesenuhren. Weil der Uhrmacher, der sich auf antike Uhren spezialisiert hat, auf mich einen guten Eindruck machte, habe ich ihm den Auftrag erteilt. Ohne das Uhrwerk auseinandergenommen zu haben, sprach er jetzt schon von einem Preis zwischen 500,- und 700,- Euro, wobei er mir garantierte, dass, egal, was anfällt, der hohe Betrag nicht überschritten würde. Er meinte, dass vermutlich Lagerbuchsen eingesetzt werden müssten, die dann auch deutlich stabiler seien als das weiche Messing - wie gesagt, ohne die Uhr auseinandergenommen zu haben. Ich bekomme 1 Jahr Garantie. Ist diese Größenordnung der Preise normal oder soll ich mich bei der zweiten Uhr, die bestimmt auch fällig ist, nach einem anderen Uhrmacher umsehen?

2. In einem Anfall von Wahnsinn habe ich einen Westminster-Regulator zum Aufziehen ersteigert. Weil ich nicht wusste, ob er aufgezogen war oder nicht, habe ich am Samstag ganz vorsichtig an den Federn gedreht, aber nach einer Raste aufgehört, weil mir der Widerstand zu groß erschien. Am Sonntag wurde der Schlag sehr langsam und setzte im Verlauf der Nacht ganz aus. Heute habe ich an beiden Schlagwerkfedern 14 Halbumdrehungen gemacht, bis der Widerstand größer wurde. An der Gangwerkfeder habe ich nur eine Halbumdrehung weitergedreht, weil mir der Widerstand immer noch sehr hoch erschien. Wahrscheinlich bin ich beim Aufziehen etwas zu vorsichtig. Wieviele Halbumdrehungen muss man bei einem 7-Tage-Werk normalerweise bis zum völligen Spannen drehen? Können bei dieser alten Uhr (schätzungsweise 50er Jahre) Federn ausgeleiert sein, so dass sie nur drei Tage halten?

3. Das Uhrwerk sitzt auf einem Brett, das man allem Anschein nach herausziehen kann. Die Klangstäbe sind am Gehäuse befestigt. Wenn ich das Brett herausnähme und wieder einschöbe, würden dann die Hämmer automatisch beim Anschlag (sofern vorhanden) des Brettes so plaziert, dass sie die Klangstäbe wieder treffen? Das Problem ist, dass das Gehäuse so schmal ist, dass ich nicht sehen kann, ob die Hämmer treffen.

Was mich übrigens erstaunt, ist, dass der Westminsterschlag in dieser Uhr wesentlich reiner, aber auch lauter ist als bei den beiden Friesenuhren, die von unterschiedlichen Herstellern kommen (zumindest was die Uhrwerke angeht). Im übrigen muss ich jetzt nach einem Weg suchen, meine alte-mechanische-Uhren-Infektion loszuwerden: Das wird mir zu teuer.

Viele Grüße
Wilhelm
 
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Uwe D.

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Moin Wilhelm,

1- ohne bisher Preise verglichen zu haben wäre mir der aufgerufene Betrag deines Uhrmachers schlichtweg zu hoch.
2- bei all meinen Aufzugswerken deckt sich die Anzahl der Halbumdrehungen ziemlich gut mit der Gangdauer in Tagen.
3- das sollte eigentlich nach dem Einsetzen wieder passen, Feinjustage allerdings nicht ausgeschlossen.

Meine Aussagen beruhen nicht auf Fachwissen sondern auf persönlicher Erfahrung.
Gruß Uwe
 
Zeit-Reisender

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Der Preis ist für eine professionelle Revision eines Regulators mit Schlagwerk keinesfalls zu hoch !!
Zerlegen, Reinigen, es gibt bestimmt defekte Lager die zu tauschen sind, und Montage.
Und Federn werden i.d.R. auch gleich getauscht.

Für einen Schlafzimmeregulator ohne Schlagwerk kann man schon 200-250 Euro veranschlagen
(eigene Erfahrung).

Wenn Du noch eine zweite Meinung braucht, ruf/mail hier mal an :

Verkauf, Restauration und Reparatur antiker Uhren
 
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wwiegert

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Tach Uwe.

Moin Wilhelm,

1- ohne bisher Preise verglichen zu haben wäre mir der aufgerufene Betrag deines Uhrmachers schlichtweg zu hoch.
2- bei all meinen Aufzugswerken deckt sich die Anzahl der Halbumdrehungen ziemlich gut mit der Gangdauer in Tagen.
3- das sollte eigentlich nach dem Einsetzen wieder passen, Feinjustage allerdings nicht ausgeschlossen.

Meine Aussagen beruhen nicht auf Fachwissen sondern auf persönlicher Erfahrung.
Gruß Uwe
1. Da bin ich mir immer noch unsicher, weil ich sehr Unterschiedliches im Netz darüber gelesen habe. Offenbar ist Uhrmacher auch nicht gleich Uhrmacher. Meiner sagt, ohne dass Wartezeiten ins Spiel kämen, brauche er für die Bearbeitung des Werkes mit Feinjustage, Lagerreparatur usw. ca. 6 bis 8 Wochen. Bei einem Berliner Uhrmacher, dessen Website Hartmut empfohlen hat, bekommt man ebenfalls einen Eindruck vom möglichen Aufwand. Mein Uhrmacher meint, teuer würde es vor allem wegen des Westminster-Schlagwerkes auf 8 Klangstäbe.

2. Dann scheint bei meinem Regulator etwas nicht zu stimmen: Das Schlagwerk wird heute, also am Dienstag, schon wieder so langsam wie am Sonntag. Sollte das Schlagwerk bis morgen abgelaufen sein, ist bestimmt irgendwann ein unpassender Federzug eingesetzt worden; denn sonst passen ja die 14 Halbdrehungen nicht mit Deinen Erfahrungen zusammen.

3. Vor dieser Feinjustage fürchte ich mich, zumal ich gesehen habe, dass das Einschubbrett nur die halbe Uhrtiefe hat, der Schlitz im Gehäuse, in die das Brett eingeführt wird, fast bis zur Rückwand läuft, wenn ich das richtig ertastet habe. Die Hämmer links sehe ich mit Mühe entweder von schräg links vorn oder durch ein kleines, rundes Seitenfenster; die Hämmer rechts kann ich nicht richtig sehen, sondern nur durch das linke Seitenfenster erahnen.

Danke für die Hinweise und viele Grüße
Wilhelm

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Hallo Hartmut,

vom Austausch defekter Lager sprach mein Uhrmacher - vermutlich aus Erfahrung - auch und führte den hohen Preis vor allem auf das Westminsterschlagwerk mit 8 Klangstäben zurück. Dem von Dir empfohlenen Berliner Uhrmacher kann ich vermutlich keine wirklich aussagekräftigen Bilder des Uhrwerkes schicken, weil ich aus den Friesenuhren dazu die Uhrwerke ausbauen müsste, was ich mich nicht traue: Ich könnte nämlich entweder das mit Holzschrauben in der Uhr befestigte Brett herausnehmen oder das mit anderen Schrauben (Justierschrauben?) im Brett verankerte Uhrwerk herauslösen. Im ersten Fall weiß ich nicht, wie oft das Gehäuse den Ausbau noch verträgt: Zwei offene Löcher und 4 weitere untereinander unterschiedliche Schrauben zeigen, dass da schon etwas passiert sein muss. Im zweiten Fall wirken die "Justierschrauben" bei der Wuba-Friesenuhr etwas unorthodox (unterschiedlich schräg) durch das Holz geführt. Bei der anderen mit angeblichem Hermle-Uhrwerk müsste ich das noch einmal nachsehen: Der Gehäusekopf ist hier größer und damit die Befestigung schlechter sichtbar.

Wenn Du jetzt bis 250,- € für eine schlagwerklose Uhr angibst, könnten zumindest 500,- € realistisch für meine Uhr sein. Zur Zeit ist die WUBA-Uhr beim Uhrmacher. Vielleicht bekomme ich ja Mengenrabatt, wenn ich die zweite Friesenuhr und den Federzugregulator nachschiebe.

Danke und viele Grüße
Wilhelm
 
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Ramses300

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Der anvisierte Preis ist m.E. schon sehr "beeindruckend", finde ich.
Was die veranschlagte Zeit zur Justierung angeht, kann ich das von Seiten des Profis nicht beurteilen, aber wenn eine Pendeluhr schließlich an ihrem Platz aufgehängt wird, sollte man noch einmal schauen, ob man sie genauer bekommt.
Was in den sechs bis acht Wochen genau passiert, würde mich interessieren.
Ich weiß nicht, ob der hier erwähnte Uhrmacher von einer speziellen Messinglegierung des Lagers spricht. Aber in meinen Augen dürfte sich das nicht so viel nehmen.
Ausgelaufene Lager rühren in erster Linie von einer verschleppten Revision, wenn Schmutz und Ölmangel als Schleifmittel dienen.
Wie sollte man sich sonst erklären, daß es weit über 100 Jahre alte Uhren gibt, deren Lager i.O. sind, wesentlich neuere, bei denen man den Großteil der Lagerbuchsen erneuern muß?

Was den Klang angeht, je größer das Uhrengehäuse und länger die Klangstäbe (wobei Messing- und Bronzestäbe im Vergleich zu Stahl kürzer ausfallen), desto besser und voller der Klang.
Friesenuhren sind Freischwinger, die nicht so viel Platz für die Klangstäbe bieten und deren Gehäuse auch nicht den Resonanzraum bietet.
Noch eine Nummer besser kann das natürlich eine Standuhr.

Was den Ablauf der Feder angeht, das kann man erst beurteilen, wenn das Werk sauber und geölt ist. Bei einem schwergängigen Werk "verschenkt" man Reserven der Feder.
Ansonsten könnte u.U. auch eine neue Feder sinnvoll sein.
Besonders beim Uhrwerk erzeugen verschlissene Federn Gangungenauigkeiten.
Die Federkraft hat leider tatsächlich einen Einfluß auf die Pendelfrequenz.
 
Zeit-Reisender

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Also a) über 100 Jahre alte Lager sind selten im Neuzustand, es sei denn die Uhr hat 95 Jahre nur rumgelegen,
und b) wie der Federwechsel werden selbstverständlich auch schon leicht defekte Lager ausgetauscht,
es wäre dumm dies nicht zu tun wenn die Uhr nun schon mal zerlegt ist.

Ich habe mal einen Regulator revisionieren lassen ohne die Federn zu wechseln,
was ist natürlich passiert, nach 5 Monaten griff der Aufzug ins Leere, Feder gebrochen,
also alles nochmal.

Selbstverständlich könnte man da 100/150 Euro sparen, es kann gut gehen muss aber nicht .. ;-)

Aber nochmal ein generelles Wort zur Preisdiskussion hier.
Diese wird doch nur deshalb geführt, weil man relativ günstig im Netz antike
Wanduhren zu Preisen von 150-300 Euro bekommt, diese Uhren sind 150 Jahre alt und
haben nie eine Werkstatt gesehen, und der geneigte Käufer nicht einsieht
denselben oder sogar höheren Betrag in eine Aufarbeitung zu investieren.

Revisionierte Wanduhren mit intakten (nicht wurmstichigen) Gehäusen,
wo zudem Werk und Gehäuse auch noch zusammen gehören, kosten deutlich mehr....
 
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whiro

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Schöne Guten Morgen , dachte ich gebe auch mal meinen Senf dazu da es ja auch Meinungen gibt die eine Revision zum Teil für zu Teuer halten.

Ganz ehrlich ich habe schon viele Wanduhrwerke gemacht , von Gustav Becker bis Junghans und No Name.
Wenn ich diese zur Revision bekomme und diese meist 70-100 Jahre gelaufen sind habe ich zu 65 % den Fall das zum Teil noch nie Lager eingesetzt wurden oder ein schlauer Kollege mit Pfuscherpunsen die Lager enger getrieben hat.

Wenn diese nun zerlegt werden gebe ich euch Brief und Siegel , das wenn man einmal alle Zapfen perfekt rolliert hat -> wider Zylindrisch statt Konisch und keinerlei Riefen mehr aufweisen fast alle Lager neu müssen.

Noch dazu können Lager so ausgelaufen seien das die Räder komplett Schief stehen , da kann man nicht einfach den Einpressapparat nehmen und aufreiben .Auch wenn diese Fälle sehr selten sind , da einem Einpressapparat die Zentrierung doch sehr sehr einfach macht.

Bedeutet also das wir erst mal schon 2 - 3Stunden lang Lager einsetzen und aufreiben .
Für das Rollieren nochmal eine Stunde gerechnet und sollte dann auch noch ein Zapfen neu gemacht werden müssen weil er vielleicht so sehr durch Rost und Dreck eingelaufen ist kommt nochmal eine halbe Stunde dazu um einen neuen aus Tampon stahl einzusetzen.

Jetzt rechnest du noch Demontage , Kontrolle ( Räder richten etc.) , Federhaus öffnen - Feder messen und ersetzen ( Bestellen ), Reinigung ( Ultraschall ) , danach noch Trovalliermaschine für den Perfekten Glanz Platinen danach nochmals auf Hochglanz polieren und danach entfetten , Platinen wachsen bzw. Zaponieren, Lager mit dem Putzholz säubern , Montage , Schlagwerk einstellen , Kontrolle , Paletten schleifen richtig ausrichten ,Hemmung einstellen/ Achsenabstand, Ölen - Fetten , Einbau in das Gehäuse + Endkontrolle, Regulieren , Fahrt zum Kunden ( 1 Stunde Arbeit wech )..... Strom , Lagerkosten , Miete ,Steuern etc. ….

Adamriese macht das im Schnitt zwischen 8- 10 Stunden Arbeit wenn alles sofort passt.......

Es gibt natürlich auch Fachleute bzw. welche die sich so nennen die eine Wanduhr einfach ins Ultraschallbad packen ( die Federn freuen sich)
dann ordentlich Ölen und sich wundern warum das Öl nicht mehr da bleibt wo es hingehört. Da sind wir beim Thema Kapillarkraft.
Aber gut das muss jeder für sich selber Wissen. Gibt ja im WWW eine Vielzahl solcher Experten die einen Regulator für 120 € machen und Kuck Kucks Uhren für 55 € :D


Vergesst bitte nicht eine Standuhr läuft im Regelfall , 24 Stunden , 7 Tage die Woche und ist ca. 25-100 Jahre im Betrieb....
Dafür braucht man kein Experte zu seien um zu Wissen das man hier nun einmal einen Verschleiß hat der nicht durch einfaches Reinigen und neu Ölen getan ist.

Man muss aber auch festhalten das ich bei einer Summe von 500 -700€ davon ausgehe das wirklich alle diese Schritte Penibel ausgeführt werden. Vorher abklären oder Reparaturbericht fordern. So weiß man gleich was man bekommt und ob der Preis auch angemessen ist.

Es ist eine Menge Geld , aber gute Arbeit kostet nun einmal . Ein Oldtimer kostet auch Unsummen und trotzdem macht es Spaß einen zu haben. Ein Stück Geschichte.

Greetz Whiro ;-)
 
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Ramses300

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Das, was ich geschrieben habe, beruht auf Erfahrungen, die ich bei der Revision meiner Uhrwerke gemacht habe.
Da waren auch schon welche dabei mit Westminster, auch mal eine mit umschaltbarer Melodie, mit Bimbam Schlag und auch ohne Schlag.

Natürlich sind Werke mit Melodie mit mehr Arbeit verbunden, allerdings ist der Mehraufwand in meinen Augen(!) nicht so groß, wie man ihn gerne hinstellt.
Natürlich bin ich kein Profi und treibe den Aufwand auch nicht SO hoch.
Auf der anderen Seite hat der Fachmann das entsprechende Gerät, wodurch die Arbeit einfacher und schneller vonstatten geht.

Das, was ich geschrieben habe, spiegelt lediglich meine Einstellung dazu wider.
Es ist ganz normal, wenn das nicht jeder so sieht.
Wer damit Geld verdient, den freut es sicher auch nicht unbedingt, wenn jemand, der nach Feiereabend (s)eine Uhr aufbereitet, die dann jahrelang störungsfrei läuft, behauptet, alles über 100 Euro wäre Wucher.

Was Federn im Ultraschallbad angeht, ich mache es zwar nicht, finde darüber aber unterschiedliche Aussagen.
Ich zerlege Uhrwerke zur Überholung grundsätzlich, zumindest wo der Aufwand z.B. wegen Vernietungen nicht überhand nimmt, poliere die Lagerzapfen, bade alles, was geht, in Verdünner und danach im Ultraschalbad.
Da ich keine Werkstatt habe, ist das entsprechend umständlich. Wenn ich bei einem Westminsterwerk am späten Nachmittag beginne, dann ist das Werk gegen Mitternacht wieder zusammengebaut, auch wenn ca. drei Messingbuchsen ersetzt werden müssen.
Natürlich gibt es Fälle, wo ein Werk sich querstellt und einen noch tagelang beschäftigt.
Für mein Vedette Westminsterwerk habe ich etliche Wochen benötigt, aber auch nur, weil die Graham Hemmung unvollständig war, ich den Anker erst finden/erwerben und dann auch noch alles umbauen mußte.
Die meiste Zeit war aber Wartezeit und Zeit, wo ich diese Aufgabe vor mir herschob, weil ich nicht wußte, wie es endet.
Ich bin aber kein Fachmann und ohne die bereits vorhandene Erfahrung.
Durch das Tun aber sammelt man diese sehr wohl.

P.S.:
Vielleicht noch eine Sache:
Man sollte nicht außer Acht lassen, daß es auf der einen Seite den Perfektionisten gibt, der eine über 100 Jahre alte Uhr in einen besseren Zustand verwandelt, als sie im Neuzustand war, auf der anderen Seite gibt es die Leute, die "nur" eine alte Wanduhr an die Wand hängen wollen, die ihr schönes Ambiente z.B. akustisch verbreitet. Und die der Meinung sind, daß das nicht unbedingt den ins Auge gefaßten preislichen Rahmen sprengen muß.
Man sollte, finde ich, beide gelten lassen!
Der allergrößte Teil der angebotenen Uhren sind Gebrauchsuhren, die in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen hergestellt wurden. Zum Zeitpunkt des Verkaufs waren sie nicht unbedingt billig im heutigen Sinne, aber auch alles andere als der pure Luxus.
Wieviel jemand in eine solche Uhr bereit ist zu investieren, sollte ihm selbst überlassen werden.

Wenn mir ein Uhrmacher Revisionskosten von 500 Euro und darüber nennen würde, dann würde ich mich mal in seinem Laden umschauen, für wieviel er vergleichbare Stücke anbietet.
Und daraus würde ich dann konkret meine Schlüsse ziehen, die man aber halt nicht pauschal ziehen darf!
 
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whiro

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Man kann diese diese Argumente sowohl von meiner Seite aus als auch von deiner Seite drehen und wenden wie man möchte und irgendwo wird immer die Eigene Meinung bzw. Erfahrung einen Einfluss darauf haben.:super:

Du hast es sehr schön auf den Punkt gebracht , entscheidend ist was man erwartet.

Bedenke jedoch das je gründlicher so ein altes Uhrwerk überholt wird , desto länger hat der Kunde Freude mit seiner Uhr und spart daher auch noch .

Als Fachmann müssen wir für unsere Arbeit gerade stehen und das oft in Betrieben die eventuell schon Jahrzehnte bestehen und für ein gewisses Maß an Qualität stehen.

In meinen Augen ist es absolut normal für mich das ich jede Uhr probiere mit 120 % Leistung und Einsatz zu überholen sprich so als wenn Sie selber bei mir im Wohnzimmer hängt.

Aber gut das ist für mich der Anspruch den ich an mich selber stelle.



Vielleicht gibt es auch andere Uhrmacher die genau das gleiche für 150 € machen , aber vorstellen kann ich mir das nicht...

Natürlich kannst du wenn du das ganze als Hobby betreibst eine Uhr sehr günstig überholen wenn das richtige Werkzeug und das entsprechende Know How vorhanden ist. Bei dir zählen keine Arbeitsstunden , keine Miete , kein Lohn , kein Strom etc.

Ps . 700 € sind aber auch eine ordentliche Ansage aber ich gehe davon aus der der Herr sich einfach einen gewissen Spielraum lassen möchte:super:



Greetz Whiro8-)
 
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wwiegert

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Hallo zusammen!

Ps . 700 € sind aber auch eine ordentliche Ansage aber ich gehe davon aus der der Herr sich einfach einen gewissen Spielraum lassen möchte:super:


Greetz Whiro8-)
Vielen Dank schon einmal für die Stellungnahmen. Zu den 700,- € sagte der Uhrmacher, das sei die absolute Obergrenze, egal, was komme. Er wolle seine Kunden nicht dadurch verprellen, dass er einen höheren Preis wegen unvorhergesehener Schwierigkeiten nehmen müsse, als er veranschlagt habe. Auf der anderen Seite lebe er auch von den Reparaturen.

Die Uhren habe ich über das Internet vor ca. 14 Tagen von einem Händler erworben. Er sagte nur, dass die Uhren funktionierten; er sagte aber nicht wie, obwohl er den Westminsterschlag auf Youtube bei allen Uhren demonstrierte. Da war mir schon klar, dass die Uhren zum Uhrmacher müssen. Gerechnet habe ich allerdings nur mit Kosten zwischen 300,- und maximal 400,- €. Nach dem ersten Schock über die preisliche Dimension, die mir der Uhrmacher nannte, habe ich mich aber trotzdem für die Revision der einen Uhr entschieden, weil ich einerseits diese unbedingt behalten will und noch lange Freude an ihr haben will und weil ich andererseits von vornherein eine gründliche Revision vornehmen lassen wollte.

Die andere Friesenuhr, an der ich mindestens genauso hänge wie an der in Revision befindlichen, habe ich noch nicht zur Revision gegeben, weil ich vorher Erfahrungen mit dem Uhrmacher sammeln wollte, um eventuell mit der anderen Uhr einen anderen Uhrmacher aufzusuchen, der gar nicht so weit entfernt von dem genannten arbeitet. Im Internet habe ich über den zweiten wenig erfahren - zumindest was die Uhren angeht; über dessen Freizeitaktivitäten weiß ich mehr.

In beide Uhren habe ich mich verguckt - ich möchte sie deswegen zur Revision in möglichst gute Hände geben. Der jetzige Uhrmacher hatte den besten Eindruck auf mich gemacht - aber ich bin ein Unwissender und damit vielleicht auch leicht zu beeindrucken.

Die Uhren haben fast eine halbe Standuhrgröße und sind schwer zu transportieren; deswegen ringe ich noch mit mir, ob ich nicht einfach einmal einen ungefähren Kostenvoranschlag von dem zweiten Uhrmacher einholen soll. Vielleicht mache ich das auch erst einmal mit der dritten Uhr, dem Regulator zum Aufziehen, der erheblich leichter zu transportieren ist.

Viele Grüße
Wilhelm
 
Thema:

Revisionskosten, Bedienung eines Regulators

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