Revision Revision, TISSOT T12, Ref. 44594, Kaliber 784-2

Diskutiere Revision, TISSOT T12, Ref. 44594, Kaliber 784-2 im Anleitungen & Revisionen Forum im Bereich Anleitungen & Revisionen; Nun kann der Ring für das Datumsrad aufgedrückt werden Anker und Ankerbrücke gereinigt Die Beiden Hebeflächen der Hebesteine werden...
#21
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Nun kann der Ring für das Datumsrad aufgedrückt werden

220.jpg

Anker und Ankerbrücke gereinigt

221.jpg

Die Beiden Hebeflächen der Hebesteine werden leicht geölt.
Das Öl kann gerne eine leichte Wölbung auf der Hebefläche beschreiben.
Es sollte aber nicht über den gesamten Hebestein verlaufen.

222.jpg


223.jpg


224.jpg

Nachdem die Unruhe selbst und auch die Stoßsicherung im Unruhkloben
auf die gleiche Weise wie vorher beschrieben bearbeitet und gereinigt worden
ist, wird sie in das Werk eingesetzt. Hier nochmals den Freigang der Spirale
prüfen.

Und nun beginnt das Baby wieder zu leben - schon nach den ersten fünf Rasten
des Gesperrs beginnt die Unruhe zu schwingen. :super:

225.jpg

Nun wir das Stundenrad aufgesetzt.

226.jpg

Ziffernblatt und Zeiger setzen....

227.jpg

Beim Einschalen musste ich feststellen, daß ich den Falschen Absatz im Gehäuse gemessen hatte - Natürlich ist der neue Werkring im Außendurchmesser viel zu klein geworden. :???:

Na ja, wer viel misst der misst viel Mist

Außerdem wollte ich mit dem ersten Ring ja nur mal üben...........:D


228.jpg

Kurzerhand habe ich mal schnell einen weiteren Werhaltering zurechtgeschnitzt
der dem Original etwas näher kommt

229.jpg

Morgen geht's ans Einschalen.

Vielen Dank für`s Lesen

Viele Grüße
Helmuth
 
Zuletzt bearbeitet:
#23
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Jetzt geht's weiter

Das Werk mit dem neuen Werkring eingesetzt.
Der Ring passt einwandfrei. Vor dem Einsetzten der Aufzugswelle
habe ich die Kronendichtung gereinigt und mit etwas Silikonfett
behandelt

230.jpg

Alles schön mittig

231.jpg

Hier sind die Einzelteile des Automatischen Aufzugs schon gereinigt

232.jpg

Auf der linken Seite ist die Brücke des Rotors zu sehen. Auf ihr wiederum
links, ist eine kleine pollierte runde Fläche zu sehen. Dies ist die Anlauffläche
des Klinkenrades, hier muss eine kleine Menge Öl aufgetragen werden. Denn dort
wird später das Klinkenrad anlaufen und dankbar für die kleine Ölung sein.

233.jpg

Auf der Räderwerkbrücke sind zwei Steinlager in die die Zapfen zweier Wellen
der Aufzugseinheit eingreifen. Auch hier bedarf es einer Zarten Ölung bevor
der Aufzug montiert wird

234.jpg

Jetzt wir der Automatikaufbau montiert. Hierbei ist besonders darauf zu
achten, daß der Trieb des Antriebsorgan für Kronrad in das Kronrad eingreift.
Am besten setzt man die Einheit auf und dreht etwas an einem der Räder.

235.jpg

Zuletzt wird der Rotor aufgesetzt und mit der Rotorklammer befestigt.
Es empfiehlt sich auch hier an der Klammer im Bereich der Rotorwelle etwas
Öl aufzutragen.

236.jpg

Gleich geh's weiter

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Zuerst wird die Freigängigkeit des Rotors überprüft.
Danach wird die neue Bodendichtung etwas mit Silikonfett benetzt
und der Bodendeckel aufgeschraubt.



Jetzt geht es um ALLES

Dichtheitsprüfung


Jetzt entscheidet sich ob die T12 ein Diver ist, oder ein trockenes
Körnerbrötchen das sich mit Wasser vollsaugt und ertrinkt.............:D


400.jpg

Mit diesem Gerät von der Firma Sigma Elektronik lassen sich Dichtheitsprüfungen
mit einem Prüfdruck von bis zu 10 bar realisieren, dies entspricht einer
Tauchtiefe von ca. 100 mtr.

Die Druckluft die für den Betrieb des Gerätes notwendig ist muss durch einen
externen Kompressor erzeugt werden.

401.jpg

Zuerst will ich mal vorsichtig mit 3 bar anfangen

402.jpg

Top......man kann also schon mal 30 Meter weit tauchen....

403.jpg

Jetzt erhöhen wir den Prüfdruck auf schon gefährlichere 5 bar....

404.jpg

Prüfung..........
Das Manometer zeigt schon etwas über 5 bar.....

405.jpg

:super: Uhr ist dicht

406.jpg

Na also die T12 ist und bleibt ein Diver mit dem man 50 Meter weit,
und wenn man will auch 50 Meter tief Tauchen kann. bestimmt geht
auch noch mehr, aber 50 Meter kann ich bescheinigen.......

Ich bin dann erst mal an der Zeitwaage. .8-)

Bis Später und

Regulierte Grüße
Helmuth
 
#24
Thallius

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Hallo Helmuth,

ich kenne das Gerät nicht aber es sieht so aus als würde es die Dichtigkeit über die Gehäuseverformung ermitteln oder liege ich da falsch?

Muss sich dann nicht das Gehäuse zwangsläufig verformen um Dichtigkeit zu gewährleisten? Bei meinem ELMA Leak Controller bedeutet eine nicht Verformung, also überhaupt keine Veränderung an der Anzeige wie bei Dir, dass die Uhr komplett undicht ist.

Gruß

Claus
 
#25
alte Uhr

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Hallo Claus,
Du hast völlig Recht, am Ende der Prüfung steht der Zeiger wieder ganz rechts.
Während der Prüfung würde das Bedeuten, daß die Uhr undicht ist.

Aber nun von Vorne:
Ähnlich wie beim LEAK Controler von ELMA wird auch hier die Dichtigkeit der Uhr
anhand der Verformung des Gehäuses gemessen.

Ich hatte bei der Bildfolge das Augenmerk auf die Einstellung, das Druckmanometer
und die Anzeigeleuchten gerichtet.

Nachdem das Gerät eingeschaltet ist legt man die Uhr auf den Träger und dreht das
Rädchen hoch bis das Uhrglas den Schutzkegel des Abtasters berührt. Der Zeiger
auf der Anzeige links bewegt sich nach rechts bis zum roten Anschlag.
Danach wird die Messkammer geschlossen. Meßzeit und Prüfdruckvorwahl eingestellt.
Nach drücken des Start-Knopfes strömt die Druckluft ein. Bis zum erreichen des gewünschten
Wertes. Zufuhr stoppt dann. Der Zeiger verschiebt sich nach links -d.h. das Gehäuse
verformt sich gerade. Nach einigen Sekunden steht der Zeiger des Instruments wieder
auf "0" Mitte. Der Zeiger bewegt sich dann definiert der Verformung des Gehäuses wieder
einen Betrag nach links - bleibt dieser Wert konstant bis zum Ablauf der Prüfung wird der Druck
abgelassen und die grüne Leuchte brennt. - Die Uhr ist Dicht - :super:
Beim Druckablassen geht der Zeiger natürlich wieder in seine anfängliche Possition "rechts"
zurück.
Wenn während der Prüfung der Zeiger auf die rechte Seite geht wird die Prüfung
unterbrochen, die rote Leuchte wird eingeschaltet, was bedeutet, dass die Uhr nicht
wasserdicht ist.
Ich habe die Prüfung insgesamt 4 mal durchgefürt und das Ergebnis war jedes
mal - Dicht - so wie es sein sollte.

Deine Frage war völlig berechtigt, vielen Dank dafür 8-)

Es wäre sicherlich interessant einen Threat über die Verschiedenen Geräte
zur Dichheitsprüfung und deren Funktion zu erstellen.
Einfach zum Erfahrungsaustausch :D

Bis dahin

Regulierte Grüße
Helmuth
 
#26
Thallius

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Hallo Helmuth

danke für die Erklärung. Es sollte auch nicht unbedingt ein Einwand sein, ich war nur interessiert, da ich ja auch nicht alle Geräte kenne und immer gerne was dazu lerne.

Gruß

Claus
 
#27
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Hallo Claus,

hab' ich auch gar nicht so verstanden :D

ich hätte von vorneherein näher auf die Funktion und die Anzeigen
des Geräts eingehen sollen.........

Aber zum Austausch ist doch diese UFo da, oder !?

Viele Grüße
Helmuth
 
#28
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Ja....das hab`ich doch ein bissl`verschwitzt

ich wollte doch noch die Gangwerte des guten Kalibers angeben :-D

nach einer kleinen Korrektur lief die Gute mit:


ZB oben: +8 sec/day

ZB unten: +2 sec/day

Krone oben: +4 sec/day


e.jpg

Danach habe ich das Gehäuse und Glas polliert, aber irgendwie
dann doch vergessen richtige Endbilder zu schießen.

Aber trotzdem ist die T12 immer noch ein einzigartiger Vintage-Diver
mit tollem Design

Vielen Dank für`s Lesen

Regulierte Grüße
Helmuth
 
#29
alte Uhr

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Hallo Uhrenfreunde,

der Eigentümer dieser Tollen Uhr hat mir noch einige
Endbilder zur verfügung gestellt um diesen Bericht
noch etwas abzurunden.
Vielen Dank hierfür nochmals an dieser Stelle :super:

Hier kann man auch das pollierte Gehäuse und Glas begutachten:


1.JPG


2.JPG


3.JPG


Regulierte Grüße
Helmuth
 
Thema:

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