Revision Revision, ROLEX Lady - Datejust, Ref: 69178, Kaliber: 2135

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#62
alte Uhr

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So, hier habe ich das hochwertige Gehäuse schon mal aufgearbeitet.

168.jpg

Natürlich aus Respekt vor diesem hochwertigen Material auch nur
ganz "sparsam".

169.jpg


170.jpg

Ein paar Spuren werden sichtbar bleiben. Das gehört zur Patina.
Ist eben wie Operationsnarben oder Altersflecken
- die gehen einfach nimmer ganz weg -

Der Materialverlust wäre zu hoch.

171.jpg


172.jpg

Die Flanken hochglänzend und einen schönen Schliff für die Stirnseiten der Hörnchen...

173.jpg

Später geht's weiter

bis dahin

Regulierte Grüße
Helmuth
 
Zuletzt bearbeitet:
#63
haltron

haltron

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Hallo Helmuth,

bin leider jetzt erst wieder dazu gestossen und kann mich den anderen Kommentaren nur anschliessen. Ein wunderschöner Bericht !

Beste Grüsse !
 
#64
alte Uhr

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@Bertel, Hans und Haltron:
Danke daß Ihr mal wieder vorbeigeschaut habt.
Bis ich hier fertig bin wird es noch ein paar Bilder dauern...........:D




Nun das Gehäuse mit aufgepresstem Glas.

174.jpg

Hier kann man die Neue Tubusdichtung sehen.

175.jpg

Jetzt ist das laufende Werk schon wieder eingeschalt.

176.jpg

Nochmal eine Draufsicht.

177.jpg

Hier kann man schon den schönen Schliff auf den Hörnchen sehen.

178.jpg

Noch zwei Perspektiven......

179.jpg


180.jpg

Vorsichtshalber hatte ich das Ührchen schon mal kurz auf der Zeitwaage,
sie läuft auf Anhieb +1sec./day mit ZB oben.

Morgen geht es an den Automatikaufzug. Nach Reinigung und Montage
wird dieser auch noch eingebaut.

Bis dahin


Regulierte Grüße
Helmuth
 
#65
Lebel

Lebel

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Na, auch noch wach :-)?

Schaut schon wieder gut aus, die Überarbeitung des Gehäuses hast du wirklich "behutsam" ausgeführt.
Sind noch einige Reste der Lebensspuren da.
Ich finde es (auch wegen des teuren Materials) in Ordnung, andere ggf. wohl eher nicht, wenn ein fast Neuzustand erwartet wurde.
Aber das ist Geschmackssache und das hält eben jeder anders.

Das sie schon jetzt so gut läuft, ist natürlich super. Sauber gemacht :klatsch:.

So, ab ins Bett für mich, gute Nacht 8-)
 
Zuletzt bearbeitet:
#66
alte Uhr

alte Uhr

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Hallo Lebel,
vielen Dank für die Blumen.....:-D
Wie Du schon eben sagtest, muss um den Neuzustand wiederherzustellen viel zu viel
Material abgetragen werden - hier ist eine Absprache wie "Aufarbeitung bestmöglich"
meiner Meinung nach schon völlig ausreichend, da doch einige tiefe Einschläge zu sehen
waren.
Ein bisschen Vintage soll doch bleiben.....;-)

Viele Grüße
Helmuth
 
#68
MAP254

MAP254

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Lieber Helmuth,
kaum aus dem Urlaub zurück, dieser Thread lebt noch. Sehr schön.
Habe jetzt alles nachgelesen und Bilder betrachtet. Wieder sehr schön geworden die kleine Lady.
Die Aufarbeitung eines so "gebrauchten" Stückes finde ich mehr wie in Ordnung. Ein bisschen Vergangenheit darf schon sein.
Danke für die Geschichte und die Fotodokumentation.
Liebe Grüße
Manfred
 
#69
MartinH.

MartinH.

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Danke für die tolle Revisionsgeschichte. Hat mir großen Spaß gemacht die zu verfolgen.
Die Aufarbeitung ist genau richtig. Gerade die Benutzungsspuren geben einer solchen Uhr den speziellen Reiz.
 
#70
alte Uhr

alte Uhr

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@ Manfred + Martin: Vielen Dank für die Blumen.......

aber ich bin noch nicht fertig - geht gleich weiter ...;-)

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Auf dem letzten Bild konnte man das schöne Ührchen nur von vorne betrachten.
So konnte auch niemand sehen, daß die Automatikeinheit noch nicht montiert worden
ist.


Ich aber schon.....:D

Hier ist sie in der Ansicht von "Unten"

181.jpg

Hier sieht man alle Einzelteile des automatischen Aufzugs vor der Reinigung.
Alleine hier lassen sich 8 Rubinlager zählen...

182.jpg


183.jpg

Nach gründlicher Reinigung werden die Mitnehmer der Klinkenräder ganz
leicht geölt und die Einheit wieder komplettliert.

184.jpg

Hier sind die Klinkenräder und das Antriebsorgan für Sperrad schon wieder
an ihrem Platz.

185.jpg

Im Anschluss wird die Lagerplatine montiert und die Klammer für den Rotor
eingesetzt.

186.jpg

Hier fehlt mir tatsächlich ein wichtiges Bild: die eingesetzte Rotorklammer wird zusätzlich
mit einem Querriegel gesichert - dort links ist auch das Gewinde für die Befestigungsschraube zu sehen.

Auf bild 2 kann man den messingfarbenen Riegel sehen. (genau bei 12 Uhr)

187.jpg

Nachdem alle Lagersteine mit Öl versehen worden sind kann die Einheit
auf das Werk aufgesetzt werden.

188.jpg

Damit Das Antriebsorgan für Sperrad richtig in das Sperrad eingreift muss
die Schwungmasse beim Aufdrücken etwas bewegt werden.
Erst wenn die Räder richtig inneinander fassen darf die Einheit in ihre Führungen
"gedrückt" werden.
Anschließend können die Beiden Schrauben eingesetzt und festgezogen werden.

189.jpg

Jetzt wird die neue Dichtung mit etwas Silikonfett behandelt....
und Deckel zu..

190.jpg

--- Nachträglich hinzugefügt ---

191.jpg

Morgen geht's weiter.

Bis dahin

Regulierte Grüße
Helmuth
 
#71
E

EcoDrive

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Lieben Dank Helmut für Deine Mühe.
Die Uhr wurde doch bestimmt recht häufig getragen und war bestimmt nicht häufig in einer Revi. Gab es denn überhaupt etwas was richtig verschlissen war? (Rotorlager, Stift der Schwungmasse etc?)
Ich lese immer wieder im Netz, dass hier schon nach ca. 5 Jahren stärkerer Verschleiss auftreten soll, was ich mir so gar nicht vorstellen kann.
Was meinst Du?
 
#73
alte Uhr

alte Uhr

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Hallo Eco, Hallo Ralf,

natürlich habe ich bei dieser Überholung auch sämtliche Wellenzapfen, sowie das Spiel der Zapfen
in den Rubinlagern überprüft - da die Wellenzapfen nätürlich mit absolut einwandfreier Oberfläche
hergestellt worden sind konnte ich auch nirgends großen Verschleiß feststellen.
Ebenso waren am Zapfen für Rotor keine Laufspuren zu entdecken.
also alles TOP :super:

Gefährlich wird es immer dann, wenn Uhren einen Wassereintritt hatten und dann
ohne richtige Austrocknung und Pflege weiterbetrieben werden. Hier kann es zur Oxidation der
Zapfen kommen und im Anschluss kommt es zu einer erhöhten Reibung in den
Lagerstellen, Schäden sind dann vorprogrammiert.

Viele Grüße
Helmuth
 
Zuletzt bearbeitet:
#74
Lebel

Lebel

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Danke Helmuth für die Erfahrungen, die du hier an uns weitergibst :klatsch:.

Für das Werk spricht also die solide und durchdachte Konstruktion und die Qualität der Ausführunge bei der Produktion, wenn ich das Recht verstehe.

So etwas in der Art hatte mir vor Jahren mal ein Uhrmacher aus seiner Sicht über die Rolex-Werke erzählt (kein Konzi).
Sind nicht "überverziert" und "verkompliziert", aber mit guten Detaillösungen und für Uhrmacher wartungsfreundlich aufgebaut.
Kannst du dem wartungsfreundlichen Aufbau auch zustimmen? Zum Teil hast du ja gute Lösungen im Werk schon gelobt.
Gilt das auch für dich auch so im Gesamten? Oder nervt etwas besonders?

Fragen über Fragen, danke für deine Geduld :-).

Danke und schönes WE
 
#75
E

EcoDrive

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Vielen Dank, Helmut.
Ich hätte wohl gedacht, dass da mehr passiert. Das Öl hält ja nicht ewig.
Jetzt weiss ich aber auch, warum mir meine Lexen so gut gefallen; vom Aussehen. mal abgesehen. ;)
 
#76
alte Uhr

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Hallo Ralf + Eco,

Wartungsfreundlich.?.....ja klar wie jede andere auch.
Allerdings hat doch jeder Hersteller so seine "Eigenarten"
und besonderheiten.
Die Lex-Kaliber die ich bisher auf dem Tisch hatte haben mich immer
wieder von der äußerst hochwertigen Verarbeitung überzeugen
können. Dies spiegelt sich natürlich auch im Preis wieder.
Alledrdings, wie ich finde, ist dies auch gerechtfertigt.

Viele Grüße
Helmuth
 
#77
Bertel

Bertel

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moin Helmuth,

ich kann nur sagen, schade das der Bericht bzw. die Revision sich dem Ende nähert.

Meine erste Rolex ist seit 3 Jahren bestellt (Daytona Stahl, 5 Jahre Lieferzeit).
Ich freu mich schon wie ein Schneekönig auf das Ding.

Bertel
 
#78
alte Uhr

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@Bertel: also so lange könnte ich nicht auf meine Uhr warten .:|.
aber umso größer ist dann auch die Freude wenn sie ankommt.

Ganz am Ende sind wir noch nicht Fortsetzung folgt gleich.
Viele Grüße
Helmuth

--- Nachträglich hinzugefügt ---

So, um nun mal zum Ende zu kommen will ich hier noch ein mal kurz auf die
gemessenen Gangwerte eingehen.

Der Wert +1 sec/day beim vorletzten Post war gemessen bei Uhrwerk auf Montageböckchen ohne Datumskomplikation.

Nach Fertigstellung und Einbau des Kalibers konnte ich nur einen Nachgang von
- 2sec/day auf der Zeitwaage messen. Wenn die Datumsschaltung so viel Kraft
vom Räderwerk abnehmen würde, müsste allerdings auch die Amplitude stark abfallen.
Tat sie aber nicht - "angezeigt" waren immer noch zwischen 302° und 312°.
(obwohl ich der Amplitude nicht immer viel Bedeutung zumesse, da man mit blosem Auge
eine gute Amp schon "sieht")

Nun möchte ich noch kurz das Regulieren mittels am Unruhreif befindlichen
Regulierschrauben veranschaulichen.

Hier ist das Regulierwerkzeug zu sehen. In dem transparenten scheibenförmigen
Mittelteil befindet sich ein kleines Gewicht das Oben in einem kleinen Zeiger endet.
An der Außenfläche des Gehäuses befinden sich Teilstriche die eine exakte
und kontrollierbare Einstellung der Regulierschrauben am Unruhreif
ermöglichen.

Ein geniales Tool......

192.jpg

Mittels Unruhstopp wird nun die Unruhe in einer günstigen Possition angehalten.
Nun kann man mit der an dem Ende des Bügel befindlichen sternförmigen
Aufnahme die Regulierschraube (oder Mutter) ergreifen und unter Beobachtung
des Zeigers um eine definierte Anzahl Teilstriche exakt gleichmäßig verdrehen.

Zuvor markiere ich die Erste Schraube durch einen kleinen Strich mit einem
CD-Marker am Unruhreif. Diese Markierung wird nach vollendeter Regulage
mit einem in Alkohol getränktem Wattestäbchen wieder entfernt.
Sie ist nötig um die Schrauben unterscheiden zu können, denn die Zweite
Schraube muss um exakt den gleichen Betrag verstellt werden wie die
Erste.

193.jpg

Hier ist nochmal der Zeiger mit dem Gewicht zu sehen.

194.jpg

Hier die Markierungen am Außenkranz des Gehäuses mit der Innenliegenden
Spitze des Zeigers in etwas dunklerer Farbe.

195.jpg

Hier ist die Unruhe des Kal. 2135 zu sehen mit innenliegenden Reguliermuttern.
Durch die Verdrehung der innenliegenden Muttern um einen Teilstrich wird die
Gangänderung von +-1sec./day realisiert.

891.JPG

An der Unruhe des Kal. 1570 befinden sich die Regulierschrauben außen
am Unruhreif. Hier beträgt die Gangänderung beim Verdrehen um einen Teilstrich
+-2sec./day.

Die Regulage mittels Regulierschrauben ermöglicht eine sehr Präzise Anpassung
der Gangeschwindigkeit. So kann man duch die Gewichtsverlagerung die Umfangs-
geschwindigkeit der Unruhe sehr feinfühlig beeinflussen und muss nicht eine
Spiralfeder an ihrem Umfang irgendwo mittels Spiralschlüssel und Rücker "abbremsen".


48.jpg

Nachdem ich Beide Muttern um 3 teilstriche verdreht hatte lief das Gute Stück
wieder mit +1sec./day. Kontrolliert habe ich in 3 Lagen und konnte kaum Abweichung
feststellen.

Zum Abschluß noch eine Dichtheitsprüfung mit 3bar Prüfdruck - auch i.O.

So kann die Gute wieder in den harten Alltag entlassen werden.


Vielen Dank für`s Lesen........

Und
Regulierte Grüße
Helmuth

198.jpg
 
#79
MAP254

MAP254

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Einfach so, schon aus?
;-)
Nochmals herzlichen Dank für die Möglichkeit des Teilhabens an der Revision. Und das noch so schön beschrieben und bebildert.
Ich freue mich schon auf die nächsten...
Liebe Grüße
Manfred
 
Thema:

Revision, ROLEX Lady - Datejust, Ref: 69178, Kaliber: 2135

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