Kaufberatung Review: Junghans Meister Chronoscope

Diskutiere Review: Junghans Meister Chronoscope im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Wieder mal ein bisschen was zum lesen....
marfil

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Wieder mal ein bisschen was zum lesen....










Einleitung:

Junghans ist wieder auf dem besten Weg, alte Traditionen aufleben zu lassen. Ein Hersteller, der Mitte des vergangenen Jahrhunderts zu den 3 größten Chronometerherstellern zählte- und gar zu Beginn des vorigen Jahrhunderts der größte Uhrenhersteller weltweit war, ist mit vielen Neuvorstellungen zum 150 jährigen Firmenjubiläum, wieder auf dem richtigen Weg.

Eine dieser Neuvorstellungen ist die limitierte Junghans Meister Chronoscope.

Diese sehr konservative Uhr, die bewußt im Stil der 1950er Jahre gehalten ist, hebt sich wohltuend vom Einerlei des Marktes ab.

Klares Bauhaus-Design, hervorragende Ablesbarkeit, ein hochwertiges Uhrwerk und sehr guter Tragekomfort zeichnen dieses Modell aus.


Das Gehäuse:

Der Erstkontakt mit dieser Uhr ist momentan etwas irritierend.

Nimmt man die Uhr zum ersten Mal in die Hand will man seinen Sinnen kaum glauben. Eine goldene Uhr, die kaum 90g wiegt...kann doch nicht sein...

Studiert man die Unterlagen, so entdeckt man, dass es gar keine Uhr mit Goldgehäuse ist, sondern ein Stahlgehäuse, das goldfarben PVD-beschichtet wurde.

Solche Beschichtungen sind durchaus vorteilhaft im täglichen Gebrauch. Durch die hohe Härte neigen sie kaum zum Zerkratzen (was bei Goldgehäusen schon nach wenigen Stunden des Tragens unvermeidbar ist).

Dass eine leichte Uhr angenehmer am Arm liegt, als eine schwere, ist ebenso zu begrüßen.

Die Färbung selbst liegt irgendwo zwischen Rot- und Gelbgold. Ein sehr schöner, angenehmer Goldton.

Andererseits täuscht das Gehäuse dadurch eine Wertigkeit vor, die es so (vom Material) eben nicht hat.

Das Gehäuse ist dreiteilig ausgeführt, der Boden verschraubt, die Druckfestigkeit mit 3 ATM angegeben.

Mit knapp 41x14mm ist die Uhr gut tragbar. Durch die sich zum Boden verjüngende Form liegt die Uhr sehr gut am Arm.




Der Boden ist mit einem etwa 25mm großen Sichtglas versehen, der den Blick auf das schön dekorierte Junghans J880.1 (ETA Valjoux 7750) freigibt.

Gerade im Zusammenhang mit diesem Uhrwerk ist das Gehäuse allerdings beinahe zu leicht. Die schwere Rotorschwungmasse bringt mitunter die gesamte Uhr zum Schwingen- und durch die geringen Wandstärken dringt auch das Rotorgeräusch stärker nach aussen, als bei massiveren Uhren.

Die Chronographendrücker sind entsprechend dem Stil des Gehäuses eher klein gehalten. Die längsovale Bauform führt dazu, dass die Bedienung nicht ganz so optimal von Statten geht, wie gewünscht.

Auch hier ist die Ursache wieder im Uhrwerk zu suchen, dessen Mechanik bekanntermaßen etwas widerspenstig- sprich mit erhöhtem Widerstand- beim Betätigen der Drücker reagiert.
Die Druckpunkte sind zwar klar definiert- aber der Widerstand ist (gerade bei einer stilistisch so fein gezeichneten Uhr) zu hoch.

Die Bedienung der Krone ist dagegen einwandfrei. Beide möglichen Rastungen sind genau definiert und benötigen einen ebenfalls kräftigen Zug zur Verstellung- ohne gleich eine Raste zu überspringen. Die Verstellung der Uhrzeit gelingt ohne Probleme (und sehr geringem Zeigerspiel). Datum und Wochentag lassen sich ebenfalls im Handumdrehen anpassen.

Störend ist einzig das relativ laute Aufzugsgeräusch bei manuellem Aufzug und die notwendigen Bedienungskräfte, was durch die gute Griffigkeit der fein geriffelten Krone aber zu keinen Einbußen im Bedienungskomfort führt.


Zifferblatt/Zeiger:

Über das schneeweiße, feinst mattierte Zifferblatt ziehen wunderschöne Dauphine-Zeiger ihre Runden.



Der Minutenzeiger ist der leicht gewölbten Form des Zifferblattes angepasst, was man mittlerweile sehr selten sieht.

Die Zeigerlängen von Minuten- und Stundenzeiger sind optimal.

Nur die beiden Hauptzeiger sind mittig mit einem sehr dünnen Streifen sehr schwacher Leuchtmasse versehen, was die Ablesbarkeit im Dunkeln nicht wirklich verbessert.

Obwohl die Zeigerform sehr einfach gehalten ist, entspricht die Verarbeitung auch gehobenen Ansprüchen.

Ganz im Stil der 1950er Jahre ist auch der Rest des Zifferblattes ausgeführt.

Die großen Totalisatoren bei 12 und 6 Uhr, sowie die kleine Sekunde bei 9 Uhr, sind schalenförmig in das Zifferblatt eingelassen und zusätzlich guillochiert.

Bei der 12, 3, 6 und 9 finden sich noch vergoldete Stabindizes.

Der Rest der Beschriftung ist sehr fein - und übersichtlich ausgeführt. An der Verarbeitung gibt es praktisch nichts zu kritisieren.

Alle Indizes sind fein gesetzt, die Beschriftung sehr zart, aber sehr sauber ausgeführt.

Auch das abgesetzte Datumsfenster ist schön verarbeitet, das Datum und der Wochentag schön zentriert.

Überspannt wird das Zifferblatt von einem gewölbten, mit Sicralan beschichteten Plexiglas, das für einen ungetrübten und unverzerrten Blick auf das wunderschöne Ensemble bietet.

Ob die Beschichtung auch in der Praxis hält, was der Hersteller verspricht- nämlich eine längere Beständigkeit und höhere Kratzfestigkeit des Glases- konnte im Test nicht geklärt werden.


Das Werk:

Ein alter Bekannter findet sich diesmal in besonders schöner Aufmachung wieder.

Hier tickt das allseits beliebte ETA Valjoux 7750, das in dieser Uhr auf den Namen
J880.1 hört.

Wenn man der Form der Unruh vertrauen möchte, so dürfte es sich um die Qualitätsstufe „elabore“ handeln.

Hinsichtlich Finissage hat Junghans fast alles aufgefahren, was bei diesem Werk möglich ist. Streifenschliffe, Perlagen, gebläute Schrauben verleihen dem Uhrwerk eine tolle Optik, die sich durch den Sichtglasboden auch bewundern lässt.

Sehr erstaunlich war der obligatorische Test auf der Zeitwaage:

In 3 von 5 Prüflagen zeigte die Zeitwaage +000 Sekunden. Die zwei „Ausreisser“ mit 3 bzw. 4 Sekunden im Plus belegen eindrucksvoll die tolle Abstimmung des Uhrwerkes.
Ganz in der Tradition der berühmten Chronometerwerke von Junghans. Am Handgelenk war die Abweichung den Werten der Zeitwaage entsprechend, nämlich nicht vorhanden.

Hier zeigt das von ETA stammende Werk einmal mehr seine eindrucksvollen Qualitäten, selbst in nicht als Chronometer zertifizierten Versionen.

Wie schon angeführt, sind die Bedienungskräfte der Drücker relativ hoch, um nicht zu sagen schwergängig.

Das ist gerade bei dieser eleganten Uhr sehr schade, vermittelt doch das äussere Erscheinungsbild Gediegenheit, Eleganz und eine gewisse „Luftigkeit“ des Designs, also das genaue Gegenteil dessen, was die herbe Bedienung ausdrückt.

Junghans kann hier natürlich nichts dafür- ausser vielleicht, dass ein anderes Chronographenkaliber vielleicht eine bessere Wahl für diese Art von Uhr wäre. Noch besser wäre natürlich die Entwicklung eines eigenen Kalibers.

Insgesamt macht dieses Werk jedoch das, was es soll- nämlich (extrem) genau die Zeit anzuzeigen- und das erfahrungsgemäß viele Jahre ohne Probleme.



Das Band:

Passend zum Erscheinungsbild hat Junghans der Uhr ein schwarzes Lederband verpasst.

Das schon im Neuzustand angenehm weiche- und trotzdem stabile- Band ist hervorragend verarbeitet. Auch die Länge passt selbst für stärkere Handgelenke.

In diesem Fall stört auch nicht, dass anstelle einer bequeren Faltschließe lediglich eine (goldfarbene) einfache Dornschließe verwendet wird.
Die passt einfach besser zum Stil und Charakter dieser Uhr.

Damit liegt die Uhr jedenfalls sehr angenehm am Handgelenk, die Bedienung ist erwartungsgemäß einfach und zweckmäßig.


Fazit:
 
jsimonis

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Hallo Martin, danke fürs Einstellen. Wie immer sehr sorgfältig recherchiert und informativ. Dass eine Vergoldung Vorteile gegenüber einer massiv goldenen Uhr (außer dem Preis) hat, habe ich so auch noch nicht gehört ;-)

Freundliche Grüße
Jürgen
 
marfil

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. Dass eine Vergoldung Vorteile gegenüber einer massiv goldenen Uhr (außer dem Preis) hat, habe ich so auch noch nicht gehört ;-)

Freundliche Grüße
Jürgen
Tja, man lernt nie aus..;-)

In der Praxis hat die Beschichtung tatsächlich Vorteile, wie angeführt. Ich persönlich würde allerdings (wenn schon) massiv goldene Gehäuse vorziehen. Da das aber eine subjektive Meinung ist, findet die keinen Eingang in das Review.
 
Mergenthaler

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Sorry, ich schon wieder.

z.B. die Beschreibung "wunderschöne Dauphinezeiger" ist auch subjektiv, gehört demnach ebenso nicht in das Review.


PS. (gilt auch für "wunderschöne Ensemble")
 
jsimonis

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Sorry, ich schon wieder.

z.B. die Beschreibung "wunderschöne Dauphinezeiger" (ebenso "wunderschöne Ensemble") ist auch subjektiv, gehört demnach ebenso nicht in das Review.
Da kann man drüber streiten. Ich erwarte mit von den Uhrenmagazinen schon eine gewisse Hilfestellung über die Wertigkeit der Uhr und zwar über die reinen technischen Daten hinaus und wenn man ein paar Jahre seine Hefte kennt, weiß man auch, wie man die Redakteure einzuschätzen hat. So einen reinen angloamerikanischen Faktenjournalismus wie z.B. von Time Magazine oder Newsweek schätze ich für politische oder wirtschaftliche Berichterstattung; für unser emotionales Hobby darf es imho aber schon subjektiver und eben emotionaler sein.

Freundliche Grüße
Jürgen
 
BjörnM

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Vielen Dank, Martin!

Ich selbst besitze die Uhr ja in Edelstahl und deshalb würde mich auch dein Fazit, das bei deinem Review fehlt, interessieren. Ist das Fazit mit Absicht oder versehentlich "unter den Tisch gefallen"?
 
marfil

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Vielen Dank, Martin!

Ich selbst besitze die Uhr ja in Edelstahl und deshalb würde mich auch dein Fazit, das bei deinem Review fehlt, interessieren. Ist das Fazit mit Absicht oder versehentlich "unter den Tisch gefallen"?
Hallo,

das Fazit und die Bewertung gibt es üblicherweise im "Original"-Review (ebenso hochauflösende Fotos in der Galerie dazu).

Für DICH mal eine kleine Ausnahme....

Fazit:

Junghans beschert uns mit diesem Modell eine wirklich sehr schöne, elegante Uhr zu einem noch erschwinglichen Preis.

Im Gegensatz zu den Max Bill Modellen erhält der Käufer die im Alltag praktische Zusatzausstattung Wochentag und kleine Sekunde.

Die Verarbeitung aller Komponenten ist auf einem hohen Niveau, speziell die Gestaltung und Ausführung des Zifferblattes ist eine Augenweide.

Es wäre natürlich schön, in Zukunft auch ein Manufakturkaliber von Junghans in einem solchen Modell zu finden, was aber den Preis von derzeit 1.390,- Euro doch erheblich erhöhen würde.

Die Kritikpunkte der schwergängigen Drücker lassen sich bei dem verwendeten Uhrwerk jedenfalls kaum vermeiden, was aber der Uhr insgesamt keinen Abbruch tut, sondern unter „Schönheitsfehler“ eingestuft werden kann. Da die Chronographenfunktion wahrscheinlich sowieso von den Wenigsten tatsächlich genutzt werden wird, macht es umso weniger.

Wer also eine stilechte, trotz goldfarbenem Gehäuse nicht aufdringliche, 1950er Jahre Uhr sucht und nicht auf Vintage-Modelle zurückgreifen will, erhält mit der Junghans Meister Chronoscope eine neue, bezahlbare Alternative.


Zeiteisen Wertung: Preis/Leistung: ++++ Uhrwerk: ++++ Gangergebnisse: +++++++ Gehäuse: ++++ Band: +++

Summe: 22 Punkte (sehr gut)
Edit:

@all

Natürlich DANKE für das Interesse!

Das mit der subjektiven Meinung ist immer so eine Sache- und eine gewisse Gratwanderung.

Hier ist es kein Problem, da "Schönheit" durchaus nicht nur im Auge des Betrachters liegt, sondern gewissen Grundsätzen des Designs folgen muss- also auch "objektiv" nachvollziehbar ist.

Schwieriger ist es bei Modellen, die einem nicht soooo gefallen, oder oft auch gar nicht selbst ausgewählt wurden...sozusagen Uhren, die man aufs Auge gedrückt bekommt, oder man ein bestimmtes Modell bestellt- und ein ganz anderes bekommt (wie im kommenden Gucci-Review).


Rechtlich ist es so, dass man schon belegen können muss, was man schreibt. Eine gewisse "künstlerische Freiheit" ist natürlich schon erwünscht- aber der sind doch Grenzen gesetzt.....bei --bewussten-- Falschmeldungen kommt man sehr schnell in Teufels Küche, oder verscherzt es sich mit anderen Herstellern, die genauso mitlesen.

Deshalb nutze ich das Forum hier auch immer wieder, um meine GANZ PERSÖNLICHE, SUBJEKTIVE MEINUNG zum Ausdruck zu bringen, die ich soooo auf einer offiziellen Seite nicht bringen kann.
 
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BjörnM

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Vielen Dank für die Ausnahme, die du für mich gemacht hast!
 
Mergenthaler

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Och menno, ihr seid auch streng mit mir.

Ich wollte auf mergenthalischer :) Art nur marfil dazu anregen sich bei Reaktionen auf so ein Review nicht zu widersprechen - da er in einer Antwort schrieb subjektive Betrachtungen gehören da nicht rein, es aber an verschiedener Stelle das gerne tut. Ich persönlich kann übrigens mit subjektiven Ansichten in solchen Reviews leben. Spätestens seit dem Beitritt in dieses Forum ist das zum Überleben :) unumgänglich.
 
wuchst

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Danke für diesen Bericht.
Junghans interessiert mich seit mein Großvater seinerzeit eine Junghans kaufte, die mir sofort sehr gut gefiel.
Mit Freude habe ich die Artikel gelesen, als verkündet wurde, dass Junghans neue Eigentümer hat, die aus der Gegend stammen und der Marke neues Leben einhauchen möchten. Scheinbar hat das ganz gut funktioniert. Hoffentlich geht es so weiter.

LG Marc.
 
GuteZeit

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Ich überlege momentan, mir die Uhr zu kaufen, bin mir aber noch nicht sicher, ob in dieser hier vorgestellten goldfarbenen Version oder in Edelstahl. Habe noch nicht ganz verstanden, ob das Gehäuse per PVD-Verfahren vergoldet ist (falls das überhaupt geht?) oder ob es sich nur um goldene Farbe handelt. Falls gar kein echtes Gold verwendet wird, wäre es für mich ein Grund, die Edelstahlvariante zu nehmen. Kann jemand von Euch etwas dazu sagen?

Übrigens, die Max Bill Chronoscope gibt es auch als Jubiläumsversion mit einer Auflage von lediglich 150 Stück, wobei es sich hierbei um ein Gehäuse aus 18 kt Gold handelt. Das lässt den Preis natürlich in eine ganz andere Region springen (ca. 7.000,- €).
 
marfil

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Studiert man die Unterlagen, so entdeckt man, dass es gar keine Uhr mit Goldgehäuse ist, sondern ein Stahlgehäuse, das goldfarben PVD-beschichtet wurde.
Ob hier tatsächllich Gold verdampft wird, entzieht sich meiner Kenntnis, würde aber eher auf Titannitrid tippen, da genau dieses Material sowohl die gewünschte Farbe, als auch die verbesserten Eigenschaften (extreme Härte) aufweist. Junghans schweigt sich dazu leider aus.
 
tga1504

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Ob hier tatsächllich Gold verdampft wird, entzieht sich meiner Kenntnis, würde aber eher auf Titannitrid tippen...
Genau das denke ich auch. Diese goldfarbene Beschichtung findet sich auch auf Bohrern und sorgt für deren besondere Verschleißbeständigkeit.

Danke für die tollen Bilder und die aussagekräftige Beschreibung Martin. Einfach eine tolle Uhr...
 
RiGa

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An dieser Stelle möchte ich auf eine wunderbare Ergänzung zu Martins Berichten hinweisen:

chronos_junghans.jpg Bild entliehen

Wenn man das manchmal aufkommende Pathetische beiseite schaufelt, eine wirklich interessante Lektüre, die ich sehr genossen habe.

Gruß, Richard
 
wuchst

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Danke für den Tipp, Richard.

Wurde gleich bestellt. :)
Aber die Internetseite des Ebner Verlages ist ja wirklich eine Schnecke.

Gruß, Marc.
 
A

alfred.becker

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Ich besitze die Chronoscope in Edelstahl und hatte die Uhr als Dresswatch gekauft. Natürlich waren die Abmessungen vorher im Netz zu finden, aber als ich die Uhr das erste Mal in einem Geschäft angelegt habe, kam sie mir erstaunlich gross vor. Die Bauhöhe trägt natürlich dem verbauten 7750 Rechnung, allerdings meine ich, dass das Glas weniger auftragen könnte. Durch die sich verjüngende Form sieht die Uhr zwar zierlich aus, wenn man sie in der Hand hält, aber am Arm hat das Ding ordentlich Volumen. Normalerweise wäre das kein Problem, aber es wird zum Problem beim geplanten Einsatz als Uhr zum Anzug.

Die Drücker funktionieren vom Druckpunkt her exakt so wie bei (fast) jeder anderen Uhr mit dem 7750 drin und da hatte ich schon manche. Leider ist das einer der wenigen Schwachpunkte am 7750 und die Bedienung der Drücker fühlt sich bei weitem nicht so seidig an wie z.B. bei einer Speedmaster mit Handaufzug (nur um mal ein weitverbreitetes Beispiel zu nennen). Ein weiterer Minuspunkt ist Geräusch des Rotors - ich empfinde es selbst nach einigen Wochen Eingewöhnungszeit noch als überraschend laut. Aber so weiss man wenigstens immer, für welche Mechanik man Geld ausgegeben hat.

Das soll nun aber nicht zu negativ klingen. Ich bin mit der Uhr ansonsten sehr zufrieden...
 
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Uhr-Enkel

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Laut Aussage zweier Junghans-Vertreter soll das beschichtete Plexiglas zwar wesentlich kratzfester sein, doch können Kratzer nun nicht mehr rauspoliert werden. Dann muß man sich ein neues Glas kaufen, die allerdings nicht die Welt kosten.
 
Sectorfan

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Tja was soll ich sagen, ich schäme mich fast es zu zugeben, aber irgendwie hat die Uhr was :oops: wer meinen sonstigen Uhrengeschmack kennt (Diver & groß) weiß was ich meine, vielleicht ist es aber auch meiner zweiten Uhr überhaupt (eine Anker HA) geschuldet, die optisch ähnlich daher kam, also in Edelstahl mit nem feinen Milanaiseband.....
 
hass67

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Hallo Martin,

Danke für den schönen Bericht. Ich bin jedesmal beim Vergleichen unsicher, ob ich der Meister oder der Max Bill Goldvariante den Vorzug geben würde.

Was mich noch interessieren würde, da ich bereits den Max Bill Chrono in Stahl besitze :

1) Ist das Gehäuse der Meister dünnwandiger als das der Max Bill ? Bei meiner habe ich beim Tragen keine negativen Einwirkungen der Schwungmasse feststellen können. Da das Valjoux ja nur in einer Richtung aufzieht und in die andere durchschwingt ist das ja ein Merkmal des Werks. Ich kann aber nicht sagen, dass dieser Effekt bei der Junghans stärker zum Ausdruck kommt als bei anderen Uhren mit dem Werk.

2) Bei meiner Junghans begeistert mich die relative Niedrigkeit der Uhr. Trotz des extrem gewölbten Glases ist sie die schlankste 7750-Uhr bei mir. Weißt Du ob Junghans da Modifikationen vorgenommen hat ? Bei der Max-Bill ist ja sicherlich was gemacht worden, alleine schon wegen der Bi-Totis, oder ?

Gruß
ULI
 
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Review: Junghans Meister Chronoscope

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