Kaufberatung Review IWC Ingenieur

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marfil

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Hallo,

hier mein aktuellstes Review für alle Interessierten:




Ingenieur Automatic Mission Earth
(Bilder in hoher Auflösung zum Testbericht finden Sie in der Galerie)
Reference IW323601

Einleitung:

Schon gut ein halbes Jahrhundert begeistert diese Uhrenserie Fans der Marke IWC immer wieder auf`s Neue. Seit Mitte der 1950er Jahre wird dieses Modell stetig weiterentwickelt und den Anforderungen der jeweiligen Ära angepasst.
Wie schon seit Einführung der Serie wurde nicht nur das Gehäuse weiterentwickelt, sondern auch das entsprechende Uhrwerk immer wieder angepasst.
Beginnend mit der Kaliberserie 85, die mit ihrem Pellaton-Aufzug für Furore sorgte und immer wieder modernisiert wurde- zudem als Vorläufer des aktuellen 80110 gilt- über das Kaliber 375, welches auf Basis des ETA 2892 entwickelt wurde, oder dem Kaliber 887 auf einer Basis von Jaeger-LeCoultre.
Allen gemeinsam ist der umfangreiche Schutz gegen magnetische Störeinflüsse.
Wurde zu Beginn dieser Modellserie noch das Werk selbst umfangreich diesen Anforderungen angepasst (alle relevanten Teile –ausser der Spirale- wurden aus einer Beryllium-Legierung hergestellt), so geschieht das heute ausschließlich durch Verwendung eines „Weicheisenkäfigs“ für das Werk. Dieser Käfig besteht aus einem das Werk umschließenden Ring, dem Zifferblatt und einem inneren –zusätzlichen- Gehäuseboden aus Weicheisen.
So wird eine Abschirmung selbst bei 80.000 A/m gewährleistet.

Das Gehäuse:

Wie ein Tresor schmiegt sich das vollständig aus Edelstahl gefertigte Gehäuse um das Manufakturwerk. Dass es sich dabei nicht nur um ein Gefühl handelt, sondern auch tatsächlich ein Entwicklungsmerkmal ist, sollte hier der Vollständigkeit halber angemerkt werden. Wie schon in der Einleitung angeführt, beherbergt dieses Gehäuse schließlich nicht nur das Werk selbst, sondern auch dessen Magnetfeldschutz aus Weicheisen. Diese Maßnahmen in Verbindung mit der Druckfestigkeit des Gehäuses von 12 ATM ergeben letztlich einen Metallpanzer der Extraklasse.
Die Dimensionen bewegen sich so am oberen Ende des Tragbaren:
Der Durchmesser beträgt ohne Krone stattliche 46mm, die Bauhöhe ist mit 15mm schon auf dem Niveau von Tauchspezialisten oder Chronographen.
Ein Teil der großen Bauhöhe ist auch dem Uhrwerk geschuldet, das mit einer Höhe von über 7mm eines der massivsten 3Zeigerwerke überhaupt ist.
Im Vergleich mit den älteren Baujahren handelt es sich hier also um einen wahren Goliath.
Dafür entspricht es dem noch immer anhaltenden Modetrend zu sehr großen Uhren- und bietet durch den sehr großen Zifferblattdurchmesser auch eine hervorragende Ablesbarkeit.
An das Gewicht muss man sich allerdings erst gewöhnen- und beim ersten Kontakt mit der Uhr erschrickt man ein klein wenig. Selbst mit Kautschukband bleibt man nur knapp unter der magischen 200g-Marke, also in einem Bereich, der sonst normalerweise nur von extrem druckfesten Taucheruhren oder Chronographen erreicht wird.

Trotz der Ausmaße wirkt die Uhr keineswegs plump und das Gehäuse bietet jede Menge Details, um das Auge ständig auf eine neue optische Entdeckungsreise einzuladen.
Alle Gehäuseflächen sind mattiert. Akzente setzen jedoch die vielfältigen Kanten, die größtenteils poliert sind und so für einen extrem dreidimensionalen Eindruck beim Betrachter sorgen.
Ein massiver Flankenschutz schützt die sehr großzügig dimensionierte und griffige verschraubte Krone, deren Bedienung einwandfrei vonstatten geht.
Der ebenfalls verschraubte Boden weist erstaunlicherweise kaum Hinweise auf die Eigenschaften der Uhr auf. Es ist weder die Druckfestigkeit, noch ein Hinweis auf den Magnetfeldschutz angeführt.

Das Band kann auf Grund des Bandwechselsystems nur gegen Originalbänder getauscht werden. Schnell ein günstiges Ersatzband im Zubehörhandel zu holen fällt also aus.

Anlässlich der Lancierung des Sondermodells „Adventure Ecology“ wurden auch neue Testverfahren eingeführt, die sicherstellen, dass eine solche Uhr auch extremsten Bedingungen trotzen kann. Da das Modell defakto technisch baugleich mit dem normalen Serienmodell ist, darf man wohl annehmen, dass auch die „normale“ Variante die umfangreiche Testserie- folglich auch die entsprechenden Extremeinsätze- überstehen wird.

Zitat IWC:
In Anerkennung des neusten Abenteuers von Adventure Ecology lanciert IWC ein neues Ingenieur-Modell, die Ingenieur Automatic Mission Earth Edition «Adventure Ecology» in Edelstahl. Eine Uhr, die von IWC aufgrund ihrer geprüften Eigenschaften als erste das Prädikat «expeditionstauglich» verdient. Das limitierte Modell wird David de Rothschild und seine Crew während der viermonatigen Plastiki-Expedition durch den Pazifischen Ozean begleiten. Denn was ein Abenteurer aushält, sei es in den Eisfeldern Alaskas, im tropischen Regenwald Amazoniens oder in den Wüsten Afrikas, hält auch sie aus. Und noch etwas mehr. Sie ist robuster konstruiert und härter geprüft als jede andere IWC-Uhr. Mehr als 30 Extremtests sichern überlegene Lang- zeiteigenschaften. Dazu gehören zum Beispiel

– Klimatests bei Temperaturen zwischen – 20
und +70 Grad bei unterschiedlicher Luftfeuch- tigkeit bis 95 Prozent, ferner abrupte Tempe- raturwechsel,

– Langzeit-Korrosionstests für Gehäuse, Band und Dichtungen in einer aggressiven Lösung aus Wasser, Salz und Chlor,

– Schocktests nach einem IWC-spezifischen Prüfprogramm, das harte Schläge, aber auch tagelange Dauer-Vibrationen umfasst,

– mehrere Wasserdichtigkeitstests bis 12 bar für jede fertige Uhr,

– Magnetfeldtests, bei denen der sichere Schutz des Uhrwerks bei extrem starken Magnetfel- dern bis 80 000 A/m durch das Weicheisen- Innengehäuse nachgewiesen wird.

Zifferblatt/Zeiger:

Das sehr große und übersichtliche Zifferblatt ist dankenswerter Weise, ebenso wie der Gehäuseboden, von großflächigen Beschriftungen verschont geblieben. Dadurch wird die Übersichtlichkeit nochmals enorm gesteigert.

Alle Indizes und Zahlen sind appliziert. Speziell die Indizes sind einer näheren Betrachtung wert, sind sie doch in Form einer U-förmigen Eisentraverse ausgeführt und nehmen in ihrem Inneren die starke Leuchtmasse auf. Ebenso sind die Ziffern bei 12 und 6 ausgeführt. Die Flächen sind jeweils poliert. Eine sehr schöne handwerkliche Arbeit also, die den technischen Hintergrund der Uhr nochmals unterstreicht.

Ebenfalls optisch ansprechend sind die Zeiger gestaltet. Stunden- und Minutenzeiger sind jeweils doppelt kanneliert. Diese Kannelierung ist jeweils mit intensiver, blau scheinender Leuchtmasse ausgelegt.

Leider ist die Zeigerlänge des Minutenzeigers nicht ganz optimal- er reicht leider nicht bis zur erhöht angebrachten Minuterie.
Im Gegensatz dazu überstreicht der mit einer rot markierten und mit Leuchtmasse ausgelegten Spitze versehene Sekundenzeiger das komplette Zifferblatt, wie es sich gehört.
Auf der gedruckten Minuterie sind alle 10 Minutenschritte rot ausgelegt und ausgeschrieben.

Das Zifferblatt selbst ist mit einer „Doppel-T“- Struktur versehen, die ebenfalls an Eisenträger erinnern soll.
Mir persönlich wäre eine andere, ruhigere Struktur lieber- aber das ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Nach oben hin wird das Zifferblatt von einem beidseitig entspiegelten, blau schimmernden, flachen Saphirglas abgedeckt.

Uhrwerk:

IWC 80110

Laut Aussage von IWC handelt es sich bei diesem Manufakturkaliber um das „Robusteste, was IWC je baute.“
Mit seinen Ausmaßen von 30,4 x 7,2mm gehört dieses Uhrwerk dann auch tatsächlich zu den „massivsten“ 3Zeiger-Werken aktueller Uhrenproduktion.
Die Beschreibung liest sich zunächst ziemlich unspektakulär: rundes Ankerwerk mit vernickelten Platinen und Brücken, Anzeige von Stunde, Minute und Zentralsekunde mit Sekundenstopp, Datum mit Schnellkorrektur, Taktung mit 4Hz, 44 Stunden Gangreserve, 28 Lagersteine.

Aussergewöhnlich macht es der Pellaton-Aufzug, der auch für diese enorme Bauhöhe mitverantwortlich ist. Dieser beidseitig wirkende Klinkenaufzug gehört zu den am wirkungsvollsten geschützten und für das Service am besten zugängliche Aufzugssystemen der Uhrenindustrie.
Der Rotor ist auf einer federnd gelagerten Automatikfederbrücke gelagert. Diese Lagerung wurde für dieses Kaliber vollkommen neu berechnet und neu gestaltet. Auch der Rotor selbst ist mit Ausfräsungen versehen, die es ihm erlauben, sich im „Ernstfall“ genau definiert zu verwinden, ohne das Lager zu belasten.
An der Unterseite wurden sogar Gummipuffer für den schlimmsten Fall angebracht, die einen eventuellen Aufschlag entsprechend dämpfen können.
Die Lagerung mittels eines Zapfen anstelle eines Kugellagers soll die Stabilität nocheinmal erhöhen.

Bei der Entwicklung dieses neuen Werkes wurden dann auch tatsächlich Methoden angewandt, die in der Uhrenindustrie beinah konkurrenzlos dastehen:

Zitat IWC:
Das Cal. 80110 wurde wie kein anderes zuvor durch die Hölle des hauseigenen Versuchslabors geschickt. Über 100 Basiswerke wurden bei härtesten Schlagtests, bei extremer Kälte- und Hitzeeinwirkung systematisch «verbraucht» – mit dem Ziel, die Lebensdauer des Serienwerkes zu erhöhen. Zum Crash-Programm gehörten zum Beispiel 60 000 Schläge hintereinander, bei denen das 500fache Gewicht auf das Uhrwerk einwirkt. Oder sogar extreme Schocks mit dem 5000fachen Gewicht. Und jedes Mal wurde das Werk danach zerlegt und
analysiert. All diese Messreihen, die sogar das Drehmoment für jede noch so kleine Schraube bei der Montage festlegen, sind in das neue Uhrwerk eingegangen. «Man kann damit ohne weiteres auch Golf spielen», sagt Kilian Eisenegger.

Wie man sieht wurde wirklich alles getan, um dem Käufer ein extrem robustes Werkzeug zur Verfügung zu stellen.

Mir persönlich fehlt leider noch immer eine frei schwingende Spirale und Regulierung mittels Gewichtsschrauben, die das Kaliber sicher nochmals robuster und gangstabiler machen würden. Allerdings wird auch mit der verbauten Reguliereinheit ein hervorragendes Gangergebnis verwirklicht.

Die Testuhr lief auf der Zeitwaage in einem Fenster von +4 bis +6 Sekunden, am Handgelenk mit +5 Sekunden. Obwohl es nicht als Chronometer zertifiziert ist, hält es die Norm –wenn auch am äussersten Limit- ein.
Die Gangabweichungen zwischen den einzelnen Lagen sind mit 2 Sekunden sehr gering und der doch relativ große Vorlauf könnte einfach auf ein optimales Maß eingestellt werden.

Das Band:

Die Testuhr wurde mit Kautschukband geliefert. Damit liegt die Uhr satt am Handgelenk, auch wenn das Band ein wenig steif ist. Bei einer so schweren Uhr ist das aber auch notwendig. Leider verfügt das Band, wie bereits einige sportliche Uhrenmodelle der letzten Zeit, über eine Dornschließe. Diese ist im Design des Gehäuses ausgeführt, also mattiert und sehr massiv.
Ich würde mir jedoch eine entsprechend massive Faltschließe wünschen, die doch erheblich angenehmer zu bedienen wäre. Eine „primitive“ Dornschließe hat in dieser Preisklasse nichts zu suchen.
Wie schon erwähnt, kann das Band nur gegen Bänder für das IWC-Bandwechselsystem ausgetauscht werden.

Fazit:

Eine technisch hervorragende Uhr mit zu erwartender hoher Langzeitstabilität- also ein Werkzeug zum „vererben“.
Das drückt sich sowohl in der Größe, als auch im Design aus, das vielleicht etwas eleganter sein könnte- auch wenn es technisch auf höchstem Niveau ausgeführt ist.

Für Freunde großer, maskuliner Uhren eine absolute Empfehlung.


Zeiteisen Wertung:

Preis/Leistung: +++++
Uhrwerk: +++++++
Gangergebnisse: +++++
Gehäuse: +++++++
Band: +++

Gesamtsumme: 27 (hervorragend).
Die Uhr erhält das Zeiteisen Gütesiegel.
 
E

easton

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Hallo Martin,

bin Uhrenneuling, seit wenigen Monaten begeister Leser der diversen Uhrenforen und in rasanter Zeit schwer uhrensüchtig geworden. Geschrieben habe ich bisher nur wenig, und mein realer Einstieg in die Uhrenwelt war etwas holprig :???:

https://uhrforum.de/moralisches-dilemma-t54915

Diese Hürde habe ich dann aber genommen und mir in den letzten Monaten eine Sinn 103 UTC, eine Panerai 111 (hier setzt es sich nahtlos fort mit dem Strapwahn) und nicht zuletzt die von Dir besprochene IWC Ingenieur zugelegt (meine Freundin zweifelt von Tag zu Tag mehr an meinem Verstand :confused:)

Da ich die Ref. 323601 nur selten in Foren als Gesprächsgegenstand sehe und wenn, dann nur in zumeist ablehnender Weise (mutiertes Gehäuse, Wanduhr, etc.), habe ich mich umso mehr über Deinen wolhwollenden Bericht über diese in meinen Augen wunderschöne Uhr gefreut!!!:klatsch:

Ich bin mit Dir einer Meinung, dass das Gehäuse der Uhr jedes Mal auf`s Neue zum Entdecken einlädt. Das Gehäuse selbst mit Sicken und Kanten, die traumhaft gesetzten Indizes, die Ziffern und Zeiger, die kreative Einarbeitung der Leuchtmasse das alles ist einfach ein Hochgenuss! Das Blatt mit der Wabenstruktur erscheint je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel von einem kräftigen Hellblau bis zu dunkelstem Schwarz. Dabei ist dann die Wabenstruktur zum Teil sehr prominent zu sehen, zum Teil tritt sie völlig in den Hintergrund.

Und obwohl die Uhr mit 46mm auf den ersten Blick kein optisches Leichtgewicht zu sein scheint, wird doch durch das Zusammenspiel mit des Bandanstosses und dem bündig anliegenden, schwarzen und schmal zulaufenden Kautschukbands eine Zusammenspiel erzeugt, die die objektive Größe der Uhr vollkommen vergessen lässt.

Schade, dass diese Uhr nur so wenige "Entdecker" findet und sich die Mehrheit einfach nur an der Gehäusegröße stört oder die Uhr sich an ihrer Vorgängerreferenz abarbeiten muss. Dass diese Uhr so kalt lässt, merkt man im Übrigen auch an den wenigen Reaktionen auf Deinen Thread. Schade, schade....

In meinen Augen wird diese Uhr total unterschätzt und leider einfach nur in die Schublade "Große Uhren = Modehype = abzulehnen" einsortiert. Sehr betrüblich, denn dieses ästhetische Gesamtkunstwerk hätte einen differenzierten Blick sehr wohl verdient.

In diesem Sinne,
beste Grüße + Danke für Deine sehr ausführliche Vorstellung, hat mich wahnsinnig gefreut!!


PS: Na gut, ich geb`s zu...ich bin verliebt! :-D
 
marfil

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in Uhrenneuling, seit wenigen Monaten begeister Leser der diversen Uhrenforen und in rasanter Zeit schwer uhrensüchtig geworden.
Mein Beileid...:D

Da ich die Ref. 323601 nur selten in Foren als Gesprächsgegenstand sehe und wenn, dann nur in zumeist ablehnender Weise (mutiertes Gehäuse, Wanduhr, etc.), habe ich mich umso mehr über Deinen wolhwollenden Bericht über diese in meinen Augen wunderschöne Uhr gefreut!!!
Das Review ist durchaus NICHT wohlwollend, sondern möglichst objektiv. Eine gewisse Größe lässt sich bei dieser Konstruktion nicht vermeiden. Mich persönlich stört sie nicht- was wohl an meinen Handgelenken liegt. Aber es stimmt schon...oft liest man nicht über diese sehr interessante Uhr.

Der technische Hintergrund dieses Modells war für mich einer der Hauptgründe, warum ich mich für dieses Testmodell entschieden habe.

Als "Kontrastprogramm" gibt es daher demnächst die DaVinci.

Schade, dass diese Uhr nur so wenige "Entdecker" findet und sich die Mehrheit einfach nur an der Gehäusegröße stört
Ich glaube, so wenig "Entdecker" hat dieses Modell gar nicht, denn es gehört zu den Zugpferden von IWC, wo jedoch Portofino oder Portugieser natürlich einen größeren Umsatz aufweisen.
Allerdings musste ich gut 2 Monate auf die Testuhr warten, da keine im Werk vorrätig war....

n meinen Augen wird diese Uhr total unterschätzt und leider einfach nur in die Schublade "Große Uhren = Modehype = abzulehnen" einsortiert. Sehr betrüblich, denn dieses ästhetische Gesamtkunstwerk hätte einen differenzierten Blick sehr wohl verdient.
Ja- diese Uhr ist wirklich interessant, und im Vergleich mit Konkurrenzmodellen durchaus sogar als günstig einzustufen- deshalb auch 5+ bei "Preis/Leistung".
Die technische Ausstattung ist wirklich hochwertig, ebenso die Verarbeitung.


In diesem Sinne,
beste Grüße + Danke für Deine sehr ausführliche Vorstellung, hat mich wahnsinnig gefreut!!
Und das freut mich jetzt wahnsinnig!

P.S.:

Gerne geschehen....
 
T

Thomas_G.

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Der Glasboden ist im Übrigen enorm hilfreich für den Magnetfeldschutz :-)
 
marfil

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Na ja, man kann nicht immer alles haben....mir würde der Glasboden bei der Inge auch gut gefallen. Das Werk ist ja nicht so hässlich, dass man es verstecken müsste- und der Magnetfeldschutz ist letztlich auch nicht soooo praxisrelevant (im normalen Leben).
 
BSBV

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Die mit dem weissem Zifferblatt ( 40mm Durchmesser) gibt es, soweit ich weiss, nur mit Glasboden. Und wer braucht schon Magnetfeldschutz ? Ich nicht.
 
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uhr_10

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Schade, dass diese Uhr nur so wenige "Entdecker" findet und sich die Mehrheit einfach nur an der Gehäusegröße stört oder die Uhr sich an ihrer Vorgängerreferenz abarbeiten muss.
"Nur an der Gehäusegröße stört..." - naja. "Nur" ist ein kleines Wort für diese Größenmutation. Meines Erachtens ist sie dabei aus der Form gefallen, soll heissen, für mich stimmen die Proportionen nicht mehr. Und technisch ist es auch nicht mehr soooo toll:

Wie er schon schreibt:
Wurde zu Beginn dieser Modellserie noch das Werk selbst umfangreich diesen Anforderungen angepasst (alle relevanten Teile –ausser der Spirale- wurden aus einer Beryllium-Legierung hergestellt), so geschieht das heute ausschließlich durch Verwendung eines „Weicheisenkäfigs“ für das Werk. Dieser Käfig besteht aus einem das Werk umschließenden Ring, dem Zifferblatt und einem inneren –zusätzlichen- Gehäuseboden aus Weicheisen.
So wird eine Abschirmung selbst bei 80.000 A/m gewährleistet.
##

Früher (tm) konnte die Ingenieur 500.000 A/m ab. 80.000 A/m können heute etliche - und manche machen nicht mal Werbung damit.
 
BSBV

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Das Werk 80110 von IWC ist über jeder Zweifel erhaben. Und über Gehäusegrößen könnte man stundenlang reden. Die Inge.-Serie, von den Anfängen bis Heute, finde ich interessant und gelungen.

Schon zu Lebzeiten ein Klassiker.
 
X-Ray

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Die mit dem weissem Zifferblatt ( 40mm Durchmesser) gibt es, soweit ich weiss, nur mit Glasboden. Und wer braucht schon Magnetfeldschutz ? Ich nicht.
Hallo!

All diejenigen, die öfter mal an oder in einem Magnetresonaztomographen arbeiten und es sehr lästig finden jedes Mal die Uhr ablegen zu müssen - oder es am besten auch mal vergessen, mit entsprechenden Folgen... :-(

Ich suche noch nach einer automatischen Uhr die mindestens bis 1,5 Tesla abgeschirmt ist. AFAIK sind auch 80.000 A/m nur 100mT und danach sollte eine Uhr mit ausreichendem Schutz 1.200.000 A/m abkönnen.

Bisher gehen Plastikquarzwecker mit Digitalanzeige am besten und mit den geringsten Schäden, aber schön finde ich die nicht.

Also bisher eher die Uhr am Anfang des Tages gleich im Spinnt lassen, damit nichts schief geht.

Kennt ihr vielleicht eine Automatikuhr, die mindestens 1,5 Tesla aushält ohne geschädigt zu werden?

P.S.: Mein erster Post sollte ja eine Uhrenvorstellung werden, aber leider sind meine Fotos noch nicht so schön – ich arbeite noch daran.

Aber das Thema Magnetfeldschutz beschäftigt mich halt schon eine Weile.
 
marfil

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Hallo X-Ray,

das ist ein interessantes Thema. Wenn es "nur" an der Magnetisierung der Spirale scheitern sollte, könntest Du es mit einer Omega Aqua Terra probieren (Kaliber 8500), die hat nämlich eine aus Silizium. Wenn sich aber das Werk selbst sehr stark magnetisiert, wird das nicht ausreichend sein.

Ich hatte irgendwann einmal Infos zu einer stark abgeschrimten Uhr- hab das aber nicht mehr wirklich im Kopf, welche Grenzbelastung da angegeben war- oder von welchem Hersteller.

Es wäre allerdings ein interessantes Experiment, herauszufinden, was wirklich geht.

Wie sieht es eigentlich seitens des Tomographen aus? Wird der beschädigt, wenn man beispielsweise mehrere Uhren in das Gerät legt?? Wenn nicht, könnte ich mir vorstellen, einen herstellerübergreifenden Test auf die Beine zu stellen.
 
X-Ray

X-Ray

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Hallo marfil,

ich würde davon ausgehen, daß sich alle ferromagnetischen Bestandteile einer Uhr über kurz oder lang bei diesen Feldstärken magnetisieren. :-(

Es gehen also nur nicht ferromagnetische Metalle, Kunststoff und Keramik.

1,5 Tesla sind aktuell halt am gebräuchlichsten und 3,0-4,0 Tesla im Kommen – geforscht wird schon mit 7 Tesla-MR-Tomographen.

Ein Problem wäre bei Uhren mit größeren ferromagnetischen Anteilen vor allem in der Gefahr durch die „Geschoßwirkung“ zu sehen - d.h. alles was magnetisch ist wird im MR zum Geschoß und beschädigt potenziell die Maschine oder verletzt unvorsichtige Anwesende.
Das ist natürlich von der Masse abhängig und dem Eisenanteil, d.h. eine Uhr die überwiegend aus Titan oder Keramik ist wird sich wegen der paar Gramm eisenhaltiger Bestandteile im Werk nicht sehr stark bewegen, während eine Uhr mit massivem 250g- „08/15“-Stahlgehäuse vielleicht etwas unangenehm werden könnte. Ist die Masse hoch genug kann sich der Magnet im Gerät verziehen (Totalschaden) bzw. Verstellen und müsste ersetz oder neu justiert werden – ab welcher Masse das passiert, kann ich leider nicht genau sagen, aber es dürften schon mehr als 250g Stahl sein.

Ich habe aber mal von nichtmagnetischem U-Boot-Stahl gelesen – vielleicht wäre das was?

Ansonsten gibt es noch Induktionseffekte, d.h. wenn der MRT aktiv misst ist könne durch die wechselnden Magnetfelder grundsätzlich in allen Metallen kreisende Ströme induziert werde – ähnliches Prinzip wie bei der Mikrowelle – und das Metall kann sich erwärmen bzw. richtig heiß werden. Auch dieser Effekt ist von der Masse abhängig, aber natürlich auch von der Zusammensetzung und vor allem, ob gerade eine Resonanz getroffen wir.
Man müsste also schon mal dringend alle direkt deutlich magnetischen Uhren aussortieren und den Rest zumindest so beobachten, dass er sich nicht durch die Patiententrage schmilzt… ;-)

Aber in der Regel steht man beim Betrieb schon aus Gründen des Lämschutzes (wird so laut wie ein Presslufthammer) möglichst nicht mit im Raum des MRT, d.h. vor allem die Abschirmung gegen das statische Magnetfeld beim Betreten des Raumes ist interessant.

Mein Chef würde es aber bestimmt nicht toll finden, wenn ich irgendwelche Versuche dieser Art unternähme. Man müsste sich wohl am besten an die Hersteller wenden (z.b. Siemens, GE oder Phillips) – die würden das vielleicht schon wegen der Werbung mitmachen – von wegen Test/Zertifizierung in Kooperation mit Firma xyz…
 
BSBV

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Hallo Y-Ray,
leider kann ich Dir nicht helfen, da ich nicht mit diesem Thema einhergehe. Ich brauche kein Magnetfeldschutz-Uhr. Mein Arbeitsplatz sieht da ganz anders aus.
 
marfil

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Mein Chef würde es aber bestimmt nicht toll finden, wenn ich irgendwelche Versuche dieser Art unternähme. Man müsste sich wohl am besten an die Hersteller wenden (z.b. Siemens, GE oder Phillips) – die würden das vielleicht schon wegen der Werbung mitmachen – von wegen Test/Zertifizierung in Kooperation mit Firma xyz…
Tja, wenn die Sachlage so aussieht, wird es mit einem Vergleichstest wohl nichts werden. Danke für die Infos.

Edit:

Das mit dem U-Boot-Stahl kannst Du vergessen. Der wird zwar nicht magnetisiert, aber das Werk selbst erhält dadurch keinen erweiterten Schutz.

Am sinnvollsten wäre vermutlich irgend ein Keramikmodell mit einem speziell präparierten Uhrwerk- ohne Teile mit Eisenanteil...also beispielsweise ein Komplettwerk aus Messing mit Spirale/Feder aus Silizium. Da sollte es dann keine Probleme geben- höchstens mit den Ölen, die man aber auch noch durch Graphit ersetzen könnte. Eine Entwicklung in diese Richtung (allerdings um das Öl einzusparen- und nicht den Magnetfeldschutz zu erhöhen) gibt es zudem bereits (JLC Extrem Lab), wo allerdings weiterhin Stahlteile verbaut sind.
 
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Jake Cutlass

Jake Cutlass

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Als IWC Ende der 80er Jahre die Ingenieur 500.000 A/m vorstellte (ich habe ein IWC-Katalogbuch von 1989, da ist sie das aktuelle Modell dieser Reihe), war diese Magnetfeldresistenz lt. IWC der Weltrekord. Erreicht durch diamagnetische Werkstoffe für diverse Werkskomponenten (Ankerrad, Anker, Sicherheitsmesser, Unruhwelle, Unruhring, Ankerwelle, Plateau, Spirale und Spiralrolle). Ob in diesem Modell auch noch der Weicheisenkäfig der Vorgänger zum Einsatz kam, weiß ich leider nicht. Es soll aber mit dem Werk Probleme gegeben haben, (welcher Art ist mir unbekannt) so daß in den Folgejahren auf den Einsatz der Speziallegierungen verzichtet und die Resistenz gegen Magnetfelder wieder mit 80.000 A/m angegeben wurde. Ich denke, die Forderung nach einer antimagnetischen Mechanikuhr bis 1.200.000 A/m bleibt daher wohl (leider) Zukunftsmusik.

Ansonsten habe ich marfils Review mit Interesse gelesen, finde die jetzigen Uhren mit 46 mm Gehäusedurchmesser aber etwas zu mächtig für den Alltag. Das Vorgängermodell Ref.Nr. 322701 mit 42 mm gefiel mir diesbezüglich besser, es befindet sich aber ebenfalls deutlich außerhalb meiner finanziellen Reichweite.
 
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Thomas_G.

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80.000 A/m schaffen Sinn-Uhren mit normalen 2824. Das ist also nichts besonderes. Damit zu werben, halte ich bei der neuen IWC für "dummschaukeln":
Ich besitze eine Inge 500.000 A/m, diese Uhr kommt ohne Käfig aus. Tatsächlich wurden die Werkteile des 2892 in antimagnetischen Materialien nachgebaut. Letztlich war auch eben das der Grund, die Serie einzustellen: Diese Technik war viel zu teuer, der Käfig um das Werk mit zusätzlichem Innendeckel und Weicheisenzifferblatt war günstiger, und das deutlich.
Technisch gab es keine Probleme, zumindest keine, die das 2892 nicht auch so hat.
 
marfil

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Hallo,

ich hab mich nun nochmals durch die IWC-Unterlagen gekämpft....ich wusste ja, dass ich einen Hinweis über eine sehr starke Abschirmung gefunden hatte- in Verbindung mit einen Kernspintomografen (X-Ray kann also geholfen werden...).

Der Weltrekord bei 3,7 Millionen A/m
Aber auch dieser Anforderung wusste sich die Ingenieur anzupassen: Die Uhr, die wie keine andere den «Spirit von Schaffhausen» verkör- pert, wurde zu Beginn der Achtzigerjahre dra- matisch verschlankt. Sie erhielt ein flacheres Werk und zum ersten Mal das typische Milli- meterpapier-Zifferblatt. In den Ateliers aber wurde bereits weiter geforscht: an der Welt- rekord-Ingenieur mit einer eisen- und nickel- freien Hemmpartie aus völlig paramagne- tischem Material. Sie bestand ihren Test bei 3,7 Millionen A/m im Kernspintomographen und wurde 1989 – bescheiden – als Ingenieur 500000 A/m lanciert. Sie konnte auf einen äusseren Magnetfeldschutz verzichten. Aber der Herstellungsaufwand für die unmagneti- schen Teile war enorm. Knapp 3000 Stück wurden davon gebaut.
Hier noch die Chronologie bis 2005

Chronologie der Ingenieur von IWC:
1954/55: Erster Marktauftritt mit dem Cal. 852 und 8521; 19 800 Halbschwingungen/h, Pella- ton-Aufzug, Weicheisen-Innengehäuse. 1958: Weiterentwicklung des Uhrwerks zum Cal. 853 und 8531.
1963: Das Werk mit Kaliber 854 und 8541 erhält eine grössere Datumsanzeige, Datums- Schnellkorrektur und ein Feintuning – Exzenter- Feinregulierung, Feinstregulierung über drei Regulierexzenter auf den Unruharmen.
1976: Die von Gerald Genta designte Ingenieur SL tritt auf. 1980: Erste Ingenieur mit poliertem Titan- gehäuse.
1982: Lancierung der wasserdichten Ingenieur- Taschenuhr mit Weicheisen-Innengehäuse und Gummipuffer-Lagerung des Werkes. 1983: Die Ingenieur wird verschlankt, erhält ein neues Werk mit 28 800 Halbschwingungen /h und das Millimeterpapier-Zifferblatt.
1987: Ingenieur mit dem patentierten ewigen Kalendarium in Gold. 1988: Damen-Ingenieur mit dem Hybrid- kaliber 631, Chronograph.
1989: Auftritt der Weltrekord-Ingenieur 500 000 A/m ohne Weicheisen-Innengehäuse. 1991: Ingenieur Chrono Alarm mit dem Hybrid- kaliber 633.
1993: Rückkehr zum Weicheisen-Innengehäuse, Umrüstung auf Cal. 887, Chronometerzertifikat. 2005: Präsentation der neuen Ingenieur- Familie:
– Ingenieur Automatic mit dem Manufakturka- liber 80110, Pellaton-Aufzug, Schockabsor- ber, Weicheisen-Innengehäuse, Magnetfeld- resistenz bis 80 000 A/m, Edelstahlgehäuse.
– Ingenieur Automatic AMG, Manufakturkali- ber 80110, Pellaton-Aufzug, Schockabsor- ber, Weicheisen-Innengehäuse, Magnetfeld- resistenz bis 80 000 A/m, Titangehäuse, AMG-Bodengravur.
– Ingenieur Chronograph, Automatic-Chrono- graphenwerk Cal. 79350, Weicheisen-Innenge- häuse, 30-Minuten-Zähler, Edelstahlgehäuse.
– Ingenieur Chronograph AMG, Automatic- Chronographenwerk Cal. 79350, Weicheisen- Innengehäuse, 30-Minuten-Zähler, Titange- häuse, AMG-Bodengravur.
– Ingenieur Midsize (34 mm), Automatikwerk Cal. 30110, Edelstahlgehäuse.
 
Jake Cutlass

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@Thomas_G.: danke für die interessante Info zur 500.000 A/m-Inge!

@marfil: auch Dir vielen Dank für die aufschlußreichen Ergänzungen!
 
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