Restaurieren oder nicht?

Diskutiere Restaurieren oder nicht? im Vintage-Uhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Dem kann ich nur zustimmen. Hatte mal vor Jahren eine Seamaster mit einem Cal. 562 direkt bei Omega in Biel überholen lassen. Daß Resultat war...
#21
watchhans

watchhans

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Noch ein Jahr tragen und dann Generalüberholung in Biel.
Dem kann ich nur zustimmen.
Hatte mal vor Jahren eine Seamaster mit einem Cal. 562 direkt bei Omega in Biel überholen lassen.
Daß Resultat war absolut perfekt.
Das Werk sieht jetzt aus wie neu und läuft besser, als es die Chronometernorm verlangt, daß Gehäuse wurde perfekt in den neuen Auslieferungszustand von 1962 versetzt, incl. ZB und Zeiger.
So etwas würde sich für diese Uhr auch lohnen. Wenn auch heute durch den starken Franken nicht billig.
 
#22
Vincent_Rock

Vincent_Rock

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daß Gehäuse wurde perfekt in den neuen Auslieferungszustand von 1962 versetzt, incl. ZB und Zeiger.
Das ist ja nun einmal defakto nicht möglich. Entweder du schleifst drüber oder nicht. Und ZBs waschen und neu bepinseln ist das gleich bzw. schlimmer. Originalzustand ist ja nicht ohnehin begehrt. Wohin entgegen polierte re-dials liegen bleiben.
 
#23
SwissMe

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Kommt ja darauf an, was du möchtest. Möchte man eine Uhr behalten und selbst tragen, und ist penibel, spricht doch nichts gegen eine Restauration. Dann trägt man sie 10 Jahre, und sie ist wieder authentisch ;).

Sieht man die Uhr als Investition und legt sie in den Safe, sollte man eventuell von Restauration absehen. Ob die dann im Wert steigt, bleibt oder fällt, wissen wir dann in 10 Jahren. Vielleicht sind bis dahin auch restaurierte in Mode.

Ich sehe mir im Forum bei euch gerne original belassene Uhren an, trag aber lieber welche ohne Patina oder Belessuren.

Zur Frage meine Meinung: Würde das Gehäuse aufbereiten lassen, Ziffernblatt und Zeiger auf Grund des Zustandes so belassen. Wenn im Uhrwerk etwas scheppert, dies prüfen zu lassen wäre für mich mal das Mindeste.

Schönes Modell!

liebe Grüße
Mario
 
#24
sigi

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Ich sehe das genau so wie schon viele geschrieben haben. Vintage Uhren leben von ihrem Charakter. Dazu gehören Zeiger und Zifferblätter mit gealterter Leuchtmasse. Bei deiner Uhr passt der Farbton perfekt zueinander. Wer hier gegen SL tauscht zerstört den Charakter der Uhr. Oft wird bei neuen Uhren Vintage Lume bei Neuauflagen alter Klassiker verwendet. Heraus kommt eine perfekte neue Uhr ohne Charakter.
Lass das so wie es ist bei deiner Uhr, es wird nur schlechter.
Eine Werkrevision und Herstellen der Wasserdichtigkeit sind sinnvoll.
Das Gehäuse würde ich wenn ich die Uhr tragen will nicht überarbeiten lassen. Du ärgerst dich über jede Schramme die dann in den frischen Sonnenschliff kommt.
Den Edelstahlring ums Glas gibt es neu nicht mehr. Da wirst du eh mit dem alten leben müssen. Ob Pforzheim dir die dort vorhandene Macke auflasert?
Bei deiner schönen alten Omega gilt weniger ist mehr.
 
#25
ug-san

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Zunächst wollte ich mich über einen ... Kommentar ärgern, aber was soll´s. Dafür Danke an alle Anderen, besonders hat wohl Mario es auf den Punkt gebracht!

 
Zuletzt bearbeitet:
#26
Faisaval

Faisaval

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Hallo ug-san,

erst einmal finde ich es klasse, das Du als "UF-Urgestein" (Du verzeihst Mir hoffentlich den Ausdruck) dem UF doch treu geblieben bist. Leider sind doch schon viele aus der ersten Zeit nicht mehr aktiv, was ich sehr schade finde. Um so mehr freut es mich auch von Dir, der so viele nicht mehr wegzudenkende Threads ins Leben gerufen hat, mal wieder etwas Aktuelles lesen und sehen zu dürfen. :-P
Gratulation zu Deiner wirklich wunderbaren Omega Speedmaster Professional Mark IV! So wie sie ist ist sie perfekt! Klar, wenn was rumort bzw. klappert im Motor, dann ist es wichtig nachzusehen, es zu reparieren und je nach Erfordernis eine Revision machen zu lassen. Aber an sonsten ist sie ein Meisterstück!:klatsch:
 
Zuletzt bearbeitet:
#27
watchhans

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Das ist ja nun einmal defakto nicht möglich. Entweder du schleifst drüber oder nicht. Und ZBs waschen und neu bepinseln ist das gleich bzw. schlimmer. Originalzustand ist ja nicht ohnehin begehrt. Wohin entgegen polierte re-dials liegen bleiben.
Omega hat da erheblich mehr Möglichkeiten und ein riesengroßes Lager an alten NOS-Ersatzteilen. Bei meiner Seamaster wurden ZB und Zeigerspiel durch alte, originale und neuwertige Teile ersetzt. Und das Gehäuse perfekt aufgearbeitet, das gesamte Räderwerk, Rotor und Federhaus ebenfalls durch originale, neuwertige Ersatzteile ausgetauscht.
Das ist technisch neuwertig und Gehäuse bestmöglichst.
 
#28
Aeternitas

Aeternitas

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Und nein, eine Entscheidung ist auch noch nicht gefallen, noch geht es um einen Kostenvoranschlag und bis der kommt erwäge ich ein Für und Wieder. Ich finde die Omega wunderschön, aber habe Schwierigkeiten mit unschönen "Macken". :oops:
Das Ding läuft gut und hat Patina mit Charme. Augenscheinlich ist etwas im Werk? Kann das nicht ein Uhrmacher vor Ort klären, das Ding auf die Zeitwaage stellen und dann urteilen? Arbeiten am Gehäuse heißt ja praktisch immer Material entnehmen. Würde ich nicht machen.

Vielleicht sollte hier auch mal ein Fachmann etwas dazu sagen...Rosfrei...oder so. Der kennt typische Probleme des Werkes (war da nicht etwas mit irgend einem Kupplungsteil aus Kunsstoff?

Sehr schöne Omega, btw.
 
#29
Articus

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Am Gehäuse ist nichts überarbeitungsbedürftiges ersichtlich. Vlt. solltest du die "Macken" dann mal zeigen...

Also nur das Werk. ZB und Zeiger wegzugeben wäre mit Verlaub idiotisch.
 
#30
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Am Gehäuse ist nichts überarbeitungsbedürftiges ersichtlich. Vlt. solltest du die "Macken" dann mal zeigen...

Also nur das Werk. ZB und Zeiger wegzugeben wäre mit Verlaub idiotisch.
Naja, die Macken im Gehäuse kann man schon im Eingangspost sehen. Normal für eine genutzte Uhr in dem Alter. Kommt halt immer drauf an was man so ertragen kann. ZB und Zeiger sind absolut grossartig, da würde ich never was machen lassen. Ich persönlich am Gehäuse auch nicht.
 
#31
Articus

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Ich sehe eine kleinere Vertiefung auf 4 Uhr, die man ohnehin nur mit spürbarem Materialverlust wegbekäme und ein paar Kratzerchen...
 
#32
Vincent_Rock

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Omega hat da erheblich mehr Möglichkeiten und ein riesengroßes Lager an alten NOS-Ersatzteilen. Bei meiner Seamaster wurden ZB und Zeigerspiel durch alte, originale und neuwertige Teile ersetzt. Und das Gehäuse perfekt aufgearbeitet, das gesamte Räderwerk, Rotor und Federhaus ebenfalls durch originale, neuwertige Ersatzteile ausgetauscht.
Das ist technisch neuwertig und Gehäuse bestmöglichst.
Das heisst du willst fehlerfrei gealterte Zeiger durch NOS Zeiger ersetzen, die ebenfalls gealtertes Tritium besitzen.... was soll das jetzt genau bringen?

Verbastelt ist nun einmal verbastelt. Da gab es eigentlich keine wirklich Grauzone um ehrlich zu sein. Du machst machst in diesem Falle aus einem wirklich sammlungswürdigem Stück eine verbastelte Speedy wie es sie regelmäßig bei eBay gibt.
 
#33
watchhans

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Ich mag halt Uhren aus den 60er - 70er Jahren, welche noch in einem excellenten Zustand sind, d.h. Neuzustand.
Bei meiner Omega Seamaster aus dem Jahre 1962 hat Omega in Biel, weiß Gott, absolut nichts "verbastelt"!

Verbasteln tun nur Stümper, Möchtegern-Uhrmacher und Küchentisch-Werkstätten.

Auf keinen Fall seriöse und ernsthafte Service-Center der Hersteller, Uhrmacher und sehr gute Amateure.
Ich selbst käme nie auf die Idee, eine Uhr über meine Möglichkeiten und Kenntnisse hinaus zu reparieren, geschweige denn zu "verbasteln".

Was spricht dagegen, eine Speedy direkt bei Omega in einen absolut perfekten Originalzustand zu versetzen?
Es sei denn, man steht auf zerkratzte Gehäuse und Gläser, korrodierte Zifferblätter und zerbröselndes Tritium als Charme der Zeit.
Vom technischen, inneren Zustand mal ganz zu schweigen.

Bei der hier gezeigten Omega erübrigt sich meiner Meinung nach eine äußere Revision. Dem Werk könnte es aber nicht schaden.
 
#34
Vincent_Rock

Vincent_Rock

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Korrodierte Zifferblätter sind kein Charme der Zeit, sondern eine Beschädigung. So eine Uhr würde ich gar nicht erst kaufen.

Dagegen spricht, dass der Wert einer verbastelten Speedy (ich bleibe dabei) gut 30-40% unter einer in gutem Originalzustand liegen sollte.

Außerdem widersprichst du dir selbst. Der "Original"zustand kann nun einmal nicht erreicht werden, wenn ich keine original (heisst, mit der Uhr ausgelieferten) Teile verwende, gelle? ;)

Dass hier das Werk begutatchtet werden muss, wenn etwas klappert steht außer Frage. Das kann aber auch erstmal der Uhrmacher nebenan.
 
#35
watchhans

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........Außerdem widersprichst du dir selbst. Der "Original"zustand kann nun einmal nicht erreicht werden, wenn ich keine original (heisst, mit der Uhr ausgelieferten) Teile verwende, gelle? ;)......
Ich konnte jedenfalls meine Seamaster im "Original"zustand erheblich teurer verkaufen, als eine "verbastelte".
Selbstverständlich mit dem Hinweis auf die vorangegangene Revi bei Omega in Biel.
Außerdem ist es mir wurscht, ob die eingebauten Teile nun mit der Uhr ausgeliefert wurden, oder später durch exakt die gleichen Teile aus einem anderen Produktionszeitraum ersetzt wurden.
Selbstverständlich gilt hier, so wenig wie möglich, soviel wie nötig.

Wenn man alles mit geschichtlichem Wert so behandeln würde, wie manch konservative Uhrensammler, gäbe es heute keinen Kölner Dom mehr. Denn bei dem ist so gut wie nichts mehr "original"......:lol:
 
#36
ol1ver

ol1ver

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Die Zeit- und Tragespuren haben mich dann langfristig doch gestört und ich habe mich von allen wieder getrennt.
[...]aber habe Schwierigkeiten mit unschönen "Macken". :oops:
Die Antwort hast du dir schon selber gegeben ;-)
Wenn Du sie lieben im Neuwertigen Zustand hättest, dann lass sie ruhig renovieren, die in Biel sind schließlich Profis.
 
#37
Wristwatch

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Hallo ug-san,

vor einiger Zeit ca. 4 Jahre stand ich vor dem selben "Luxusproblem".

Habe mich dann entschieden die Uhr grundsätzlich original zu belassen aber werktechnisch eine Revision durchzuführen. Ich habe mich vertrauensvoll an unseren Forumskollegen Rostfrei gewandt. Dessen Lieblingswerk ist das Lemania1340 und er weiss definitv was er tut.

Die Mark 4 wurde von Theo aka Rostfrei revisioniert, bekam ein neues Glas (original) was der Originalität keinen Abbruch tat. Gleichzeitig hat Theo das Gehäuse nur sehr schonend leicht aufgearbeitet, was ihm absolut gelang.

Omega Mark 4 Revision

Die Uhr trage ich nun seit fast 3 Jahren mit großer Freude quasi als Alltagsuhr aber dennoch im Wechsel, sie ist mein Dauerbrenner...

Wie ich die Bilder beurteile benötigt Deine super erhaltene Mark 4 keine Gehäuseaufarbeitung und kein neues Glas, das Werk würde ich von Theo revisionieren lassen, er kann das und wird dies bestens erledigen. Dazu braucht man nicht Omega Biel oder einen Omega zertifizierten Uhrmacher. Letztendlich handelt es sich um ein wartungsfreundliches nicht höchst kompliziertes Lemania 1340 und nicht um ein Patek Phillipe-Werk.

Grüßle
Ralf
 
#39
Kronenfan

Kronenfan

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Ich würde mit einer Revision warten, bis sich die Gangwerte plötzlich und nachhaltig zum Negativen hin verändern. Alles andere ist Angstmacherei und z.T. dann auch Geldschneiderei. Wenn eine Uhr trocken läuft, dann hat sie im Regelfall keine korrekten Gangwerte mehr. Mir reicht das für alle meine Uhren, egal in welchem Preissegment diese zuhause sind. Allerdings beobachte ich das Gangverhalten bei jedem Tragen sehr genau. Je nach Qualität der Werke, Trageverhalten und Aufbewahrungsort/-temperaturen können Serviceintervalle nach meiner Erfahrung zwischen fünf und 20 Jahre betragen. Wenn ich neue oder frisch gewartete Uhren lediglich für 1-3 Tage zweimal jährlich trage, dann ergeben sich auch längere Serviceintervalle als bei Uhren, die täglich am Arm sind.

Um sicher zu gehen, wird sie ein freundlicher Uhrmacher kostenlos oder für wenig Geld auf der Zeitwaage überprüfen, wobei Amplitude, Gang und Abfallfehler sowie der Hebewinkel ohne Öffnen der Uhr gemessen werden können und eine Aussage über eine Revisionsnotwendigkeit ermöglichen.

Ansonsten stimme ich anderen Beiträgen zu. Laß Gehäuse, Zifferblatt und Zeiger so wie sie sind - also im Originalzustand.
 
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