Reparaturanfälligkeit chinesischer vs. Kaliber aus Japan, Deutschland und der Schweiz

Diskutiere Reparaturanfälligkeit chinesischer vs. Kaliber aus Japan, Deutschland und der Schweiz im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo zusammen, in einem anderen Thread las ich folgendes: und diese Antwort darauf ein paar Beiträge später schrieb ich dazu: Deshalb mal...

Wie sind deine Erfahrungen mit Kalibern aus CHN vs. J, D, CH?

  • Ich hatte noch nie eine Reparatur außerhalb von Revision an einer Uhr mit Kaliber aus D, J, Schweiz

    Stimmen: 22 43,1%
  • Ich hatte schon Reparaturen außerhalb von Revision an einer Uhr mit Kaliber aus D, J, Schweiz

    Stimmen: 20 39,2%
  • Ich hatte noch nie eine Reparatur außerhalb von Revision an einer Uhr mit Kaliber aus China

    Stimmen: 17 33,3%
  • Ich hatte schon Reparaturen außerhalb von Revision an einer Uhr mit Kaliber aus China

    Stimmen: 12 23,5%
  • Meine grundsätzlichen Erfahrungen mit D, J, Schweiz Kalibern beurteile ich als überwiegend gut

    Stimmen: 27 52,9%
  • Meine grundsätzlichen Erfahrungen mit D, J, Schweiz Kalibern beurteile ich als eher durchwachsen

    Stimmen: 1 2,0%
  • Meine grundsätzlichen Erfahrungen mit chinesischen Kalibern beurteile ich als überwiegend gut

    Stimmen: 19 37,3%
  • Meine grundsätzlichen Erfahrungen mit chinesischen Kalibern beurteile ich als eher durchwachsen

    Stimmen: 10 19,6%

  • Umfrageteilnehmer
    51
H

Horologist

Gast
Hallo zusammen,

in einem anderen Thread las ich folgendes:
Mal ganz ehrlich: Ein China-Ticker, der sieben Jahre gelaufen ist, ist mindestens so wahrscheinlich wie, dass ein Hund 35 Jahre alt wird. Ich würde mich da nicht lange ärgern, sondern die Uhr abschreiben und was Neues anschaffen.

und diese Antwort darauf

Nicht, dass ich unbedingt immer deiner Meinung wäre, aber sieben Jahre sind für ein chinesisches Machwerk ein biblisches Alter; das ist fast ein Fall für ein Chinauhrenmuseum.

ein paar Beiträge später schrieb ich dazu:
Halte ich für Nonsens und Aussage ohne nötigen Datenhintergrund.
Das ist allenfalls eine Vermutung.

Die chinesischen 2824 und 8215 Nachbauten bspw. arbeiten in vielen europäischen Uhren, bei vielen Microbrands etc.
Woher beziehst du, woher bezieht ihr eure Daten, um von einer signifikant schlechteren Haltbarkeit dieser Kaliber auszugehen?

Ein Hangzhou oder Seagull bspw. gibt es verschiedenen Qualitätsstufen, Fossil, als einer der größten Uhrenproduzenten weltweit, nutzt bei seinen Uhren mit mechanischem Werk ganz überwiegend chinesische Kaliber.
Die Ausfallzahlen sind wie?
Höher als bei bspw. ETA?
Niedriger?
Gibt es dazu verlässliche Zahlen oder, wie so oft im Uhrenbereich, nur Spekulationen und Infos vom Hörensagen?

Zudem gibt es auch aus China mittlerweile sehr hochwertige, eigenständige Uhren und Kaliber.

Meine Eigenerfahrung mit einem chinesischen Kaliber ist natürlich nur eine Einzelerfahrung und ebenfalls nicht repräsentativ, aber das DG2813 läuft seit Jahren einwandfrei und ebenso genau, wie (m)ein ETA 2824 Top.

Wäre bspw. ein Blick in die Uhrenwerkstatt des UFo repräsentativ, müsste man davon ausgehen, dass eher das 2824 der ETA, Vostoks und Seikos reparaturanfällig sind. Die chinesischen Kaliber spielen da eher eine untergeordnete Rolle.

Die Einstellung und Meinung zu chinesischen "Machwerken" scheint mir eher von der Erwartungshaltung und Mundpropaganda als von haltbarer Faktenlage geprägt.

Deshalb mal der Versuch eine etwas breitere Datengrundlage zu schaffen, wobei es hier eben um die Reparatur- und Fehleranfälligkeit von China-Kalibern auf der einen Seite und Kalibern aus Japan, Deutschland und der Schweiz auf der anderen Seite geht.

Damit der Müll direkt aussortiert wird, habe ich die Grenze für eine vollständige Uhr mal auf den Einkaufspreis von 80 Euro gesetzt.

Die Umfrage ist einfach und bietet nicht allzu viele Antwortmöglichkeiten, da das Datenerhebungsinstrument in diesem Forum auch nur sehr begrenzt ist und so etwas wie Quer- und Kreuzvergleiche eben nicht zulässt.
Es wäre genau aus diesem Grund aber schön, wenn ihr auch noch etwas zu euren Erfahrungen schreiben könntet.

Bitte, wie immer, keine Glaubenskriege und unschöne persönliche Attribuierungen (Anmache)

Also: Bitte nur Uhren mit mechanischem Kaliber ab 80 Euro Neupreis berücksichtigen und bitte nur Reparaturen außerhalb der Revision und außerhalb der Kaliber-Spezifikationen.
Wenn also jemand bspw. sein 2824, was innerhalb der ETA Spezifikationen läuft, auf Chronometer Niveau hat trimmen lassen, gilt das nicht als Reparatur oder Fehler.

PS
Mehrfachauswahl ist natürlich erlaubt und gewünscht.
 
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Horologist

Gast
Umfrage ? Sehe nur ich die nicht ?

Tja, schon merkwürdig, dass der Post eingestellt wird, bevor die Umfrage fertig ist.
Die musste ich jetzt wegen Zeichenbegrenzung ein paarmal umwandeln, was Zeit (und Nerven) gekostet hat.

Also:
Bitte nur Uhren ab 80 Euro Neupreis berücksichtigen und bitte nur Reparaturen außerhalb der Revision und außerhalb der Kaliber-Spezifikationen.
Wenn also jemand bspw. sein 2824, was innerhalb der ETA Spezifikationen läuft, auf Chronometer Niveau hat trimmen lassen, gilt das nicht als Reparatur oder Fehler.

Ich muss das noch eintragen, aber ich hatte bisher noch keine wirkliche Reparatur an einem Kaliber.
Mein einziges aus China ist ein DG 2813, welches seit ein paar Jahren vollkommen unproblematisch mit +- 5sec/d vor sich hinwerkelt.
Ich habe daneben noch ein Billigwerk aus Japan, das 8215. Weniger genau, gleichwohl unproblematisch.

Die anderen sind aus der Schweiz, auch keine Probleme.
Eine Nachgangregulierung bei einem älteren 2824-2 sehe ich da mal nicht als Reparatur.
 
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T. Freelancer

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ich tat mich damit schwer, dass die Reparaturen ausserhalb der Revisionsintervalle bzw.- empfehlungen nicht unbedingt auf einen Qualitätsmangel am Uhrwerk zurückzuführen waren.
Für Türzargen und Vorbesitzverschleiss ist ja nicht unbedingt der Hersteller verantwortlich.
 

thesplendor

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Defekte Chinakaliber hatte ich schon mehrere, oft nach kurzer Zeit. Inzwischen kaufe ich keine mehr, auch nicht zum Verschenken. War einfach zu peinlich, wenn der Beschenkte nach einem halben Jahr ankommt und die kaputte Uhr mitbringt, egal ob sie dann auf Gewährleistung repariert bzw. ausgetauscht wird oder nicht.

Völlig zuverlässig waren bei mir bisher alle Seiko-Kaliber und fast genauso die Eta-Kaliber. Etwas anfälliger waren bei mir die Russen, also das 3133-Chronowerk und die Molnija 3602 und 3603. Beim 3602 war es aber regelmäßig nur der aufgrund fehlender Stoßsicherung beschädigte Unruhzapfen. Das wäre wohl bei einem schweizer Werk genauso.
 

T. Freelancer

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OWL wo es am Höchsten ist
Gilt die Umfrage eigentlich auch für Quarzuhren?
Die sind von der Menge ja aus asiatischer Produktion sehr viel verbreiterter und somit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass man mit Reparaturen (oder eben trotz Mangel an der Uhr auch nicht) konfrontiert wurde.
 
G

Gast37985

Gast
Ich hatte zweimal einen defekten Venus 150 Nachbau, Seagull TY1901 Grade AAA. Beidesmal wurde er auf Kulanz repariert. Einmal Nullte er nicht sauber ,das 2te mal war eine Sperrfeder gebrochen(?), anscheinend ist das eine bekannte Schwachstelle. Seitdem (6 Wochen) läuft das Ding, hat aber mein Vertrauen in die Horogie aus dem Reich der Mitte etwas getrübt...
 

elekticker

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Selbst verschuldete Probleme ausgenommen, hatte ich bei neu gekauften Uhren einen Defekt an einer in Deutschland zusammengebauten Uhr mit Schweizer Werk und an einer in Deutschland vertriebenen Chinauhr.

Was man nach dem Studium dieses Forums nicht erwartet hätte: Die chinesische Uhr wurde schnell und anstandslos repariert, mit der Deutsch-Schweizerin dauerte es lang und brachte eine Menge Ärger und böses Blut.
 

Schlumpf

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Ich hatte bisher nur 2 Uhren die, zum Glück innerhalb der Garantiezeit, zur Reparatur mussten: Einmal ChrWard C60 COSC(SW200) und Tag Heuer Aquaracer Calibre 5 (Basis: SW200), etwas traurig dass beide meine teuersten Uhrenkäufe waren.

Bisher keine Probleme mit russischen, chinesischen und japanischen Werken, deutsche Werke hatte ich noch nicht.
 
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Horologist

Gast
Das ist unfair, Quartz sollte miteinfließen.

Das ist nicht unfair, das ist eine Beschränkung.

Außerdem möchte ich dich oder jemand anderen nicht davon abhalten dazu etwas zu schreiben, wenn ihr meint, dass es von allgemeinem Interesse ist.

Aber ich für mein Teil wüsste in den meisten Fällen auch nicht unbedingt, in welchem Ticker ein China-Quarzer tickt.
Gibt es überhaupt China Quarzer, die teurer als 80 Euro sind?
Keine Ahnung

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Im UhrForum ist da einfach kein repräsentatives Ergebnis zu erwarten, dass auf irgendwelche Qualitäten von Uhrwerken hindeuten könnte.

Wenn nicht im Uhrforum, wo dann?
 

neset530d

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Natürlich gibt es diese.
Fossil und Festina als Group greifen verstärkt zu Chinawerken und die liegen weit über 80 euro UVP.
Und die haben ja diese Edelmodemarken im Sortiment:lol:
 

neset530d

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18.01.2012
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Ort
Wien
Aus dem Umstand, dass ich schlechte Erfahrung damit gemacht habe, vermeide ich den Kauf einer mechanischen Chinauhr/Werk.
Ich werde bei der Abstimmung nicht teilnehmen, da nicht erwünscht von Dir, jedoch meine Erfahrung hier Kundtun warum ich einen Bogen mache.
Beschenke seit gut 25 Jahren meine Mutter mit höherpreisigen Quartzuhren aus der Schweiz und aus Japan, alle diese Uhren laufen heute noch tadelllos.
Meine Mutter ist eine typische Hausfrau mit viel Tätigkeit wo die Uhr nie abgenommen wird.
Habe leider Gottes auch Neffen, eigene Familie und auch einen Freund mit deren Wunschuhren ( Armani, Jaques Lemans, 2 Thommy, Esprit,) beschenkt,
die binnen kürzester einen Defekt aufwiesen und ich mich darum kümmern mußte als Uhrennarr. In einem Fall war sogar beim Beschenken die Uhr mit abgefallenem Indiz, sehr peinlich die Situation. Somit ist mein Vertrauen in eine Chinauhr nicht mehr gegeben.

neset
 

fuerst07

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Bodensee
Eta 3 Zeiger day date bei einer Maurice LaCroix sauber gelaufen, nach 12 Jahren (uhr lag auch mal nur rum) Revi, keine Defekte
Eta 3 Zeiger in einer Sinn, nach 4.5 Jahren stehen geblieben. Schwache Amplitude, völlig falscher Gang, bleibt nach einer Weile ganz stehen. Ist gerade bei Sinn.
Alle anderen sind alles ETA aber max. 5 Jahre alt keine Probleme.
Ach ja, 50j alte Rolex, auch keine Probleme. War vorsorglich in Revi, keine Defekte.
Fazit: durchwachsene Qualität
 

MROH

Forenleitung
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Vorweg, auch grottige Chinawerke aus noch grottigeren Fakeuhren können lange laufen. Aus meinen Sündenjahren hatte ich noch ein Daytonafake aus 2000. Das habe ich vor 1 1/2 Jahren meinen Kindern zum Spielen gegeben und das Teil läuft immer noch. :shock:

Ich habe sonst mit Chinawerken keine Berührungen. Aber mit den Uhrwerken meiner Uhren bin ich überwiegend zufrieden. Ein 2824-2 aus einer Mühle und ein 839 aus einer JLC hatten mal defekte.
Beide wurden repariert. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit meinen D J CH Werken.
Selbst das einfache Orientwerk aus der Deep zeigt nach 7 Jahren nach wie vor gute Gangwerte auf der Zeitwaage.
 
Thema:

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