Reklamation: Habe ich richtig gehandelt?

Diskutiere Reklamation: Habe ich richtig gehandelt? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Forianer, Ich habe gestern eine Longines Automatikuhr gekauft. Am Spätnachmittag habe ich dann festgestellt, dass die Uhr einen Vorgang...
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jazzcrab

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Hallo Forianer,

Ich habe gestern eine Longines Automatikuhr gekauft. Am Spätnachmittag habe ich dann festgestellt, dass die Uhr einen Vorgang von ca. 4 Sekunden PRO MINUTE hat. Ich habe das gleich reklamiert, da ich annahm, dass sich dieser Vorgang nicht im Laufe der nächsten Wochen von selbst auf akzeptable Werte einreguliert. Habe ich da richtig gehandelt?

Der Nachteil: Ich muss jetzt voraussichtlich 6 Wochen auf die Uhr warten :cry:
 
Z

Zeitmessinstrumente

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einen Vorgang von ca. 4 Sekunden PRO MINUTE hat.
:shock: Wir reden aber von einer Armbanduhr, nicht von einem Rennwagen, oder? :wink:

Absolut richtig gehandelt, das wären ja 1 1/2 Std pro Tag. Klingt für mich nach magnetisierung.

Lieber etwas warten und dann eine Uhr haben die genau geht.

Gruß Markus
 
Richy

Richy

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als "Laie" würde ich sagen ja, denn die Uhr lief ja nicht erst zum Ersten mal, als du sie gekauft hast, oder?
(sowie die elektronik spielsachen, wo man sonen karton aus dem batteriefach rausziehen muss, dass es geht)
gruss richy
 
B

Buteo

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Das ist ein richtiger Defekt. Bei 1 1/2h Vorgang am Tag regelt sich auch nichts mehr ein ...
 
Junnghannz

Junnghannz

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Hallo jazzy,

aber natürlich hast Du richtig gehandelt! Möglicherweise ist die Spiralfeder verhakt; ein derart extremer Vorgang läßt sich anders kaum erklären. Ich würde an Deiner Stelle die Uhr nicht reparieren lassen, sondern umtauschen.


Viele Grüße

Wolfgang
 
J

jazzcrab

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Vielen Dank für Eure Einschätzung. Das ist sehr hilfreich für mich, da ich keine sehr langfristige Erfahrungen mit Automatikuhren habe. Bei Christ wollte man mir zunächst weismachen, dass das bei einer neuen Uhr normal ist ;-) Das habe ich aber von Anfang an nicht geglaubt.

Umgetauscht hätte ich gern, aber bei Christ war das das einzige Exemplar (ich lebe hier halt in der Provinz) und ich muss ja wohl auch die Gelgenheit zum Nachbessern geben (so traurig ich das mit der Wartezeit jetzt finde...).
 
Junnghannz

Junnghannz

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jazzcrab schrieb:
Bei Christ wollte man mir zunächst weismachen, dass das bei einer neuen Uhr normal ist ;-) Das habe ich aber von Anfang an nicht geglaubt.

Umgetauscht hätte ich gern, aber bei Christ war das das einzige Exemplar (ich lebe hier halt in der Provinz) und ich muss ja wohl auch die Gelgenheit zum Nachbessern geben (so traurig ich das mit der Wartezeit jetzt finde...).
Nee, diese Gelegenheit würde ich denen nicht geben! Die sollen Dir eine neue Uhr besorgen - wer weiß: Am Ende kommt die Uhr mit Staubeinschlüssen, Kratzern am Gehäuse o. ä. zurück - und läuft immer noch nicht richtig! Falls sie nicht dazu in der Lage sein sollten, Dir innerhalb weniger Tage eine neue Uhr zu besorgen, verlange das Geld zurück!


(P. S.: Ich habe von Christ auch nichts anderes erwartet als eine solch "kompetente" Einschätzung!)


Viele Grüße

Wolfgang
 
DocThor

DocThor

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6 Wochen find ich verdammt lange.
Christ hat doch eigene Uhrmacher, die sollten das schneller hinbekommen :/
 
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Uli

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Erst mal zum uhrmacherischen Teil:
Sehr wahrscheinlich ist die Spirale magnetisiert (das kann auch von Dir verursacht worden sein!) oder die Spiralumgänge kleben aneinander.

Für einen Uhrmacher ist das alles kein Problem !
In meiner Werkstatt würde diese Problembehandlung inkl. einregulieren bei einer brand neuen Uhr 20 Minuten dauern !

Das zweite ist das rechtliche Probelem.
Sehr wahrscheinlich ist in den AGB`s verankert, dass man zwei Reparaturversuche unternehmen darf bevor man die Uhr umtauschen oder wandeln kann.

Gruß Uli
 
Schaumig

Schaumig

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Nen klitzekleines bischen kann ich den Händler auch verstehen. Er verkauft das Teil ja nur. Wenn da ein Hauseigener Uhrmacher dran rumfingert wird es warscheinlich hinterher schwierig den Hersteller strammstehen zu lassen. Für den Kunden ist sowas natürlich äußerst ärgerlich.

Das Thema ein wenig erweiternd möchte ich mal fragen....ist das mit der Einlaufzeit mehr Legende oder unumstrittene Tatsache?

Wie macht sich das bemerkbar - läuft eine nicht eingelaufene Uhr

a - schneller?

b - langsamer?

c - unregelmäßíg schneller und langsamer
 
U

Uli

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Das mit der Einlaufzeit ist kein Märchen !
Die Einlaufzeit beträgt ca. 8 - 12 Wochen.
Es kann dabei jegliche Form des täglichen Gang vorkommen.

Danach kann man das Uhrwerk wunderbar auf die Tragegewohnheiten (Handwerker mit viel Bewegung oder Büromensch mit wenig Bewegung) des Besitzers einregulieren.

Gruß Uli
 
JochensUhrentick

JochensUhrentick

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@Jazzy,

Du hast völlig richtig gehandelt! Hätte ich auch reklamiert...

Der "lahme" Service von Christ ist aber nicht ok...

"Uhrige" Grüße aus Berlin!

JochensUhrentick
 
R

rich

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Schaumig schrieb:
Nen klitzekleines bischen kann ich den Händler auch verstehen. Er verkauft das Teil ja nur. Wenn da ein Hauseigener Uhrmacher dran rumfingert wird es warscheinlich hinterher schwierig den Hersteller strammstehen zu lassen. Für den Kunden ist sowas natürlich äußerst ärgerlich.

Das Thema ein wenig erweiternd möchte ich mal fragen....ist das mit der Einlaufzeit mehr Legende oder unumstrittene Tatsache?

Wie macht sich das bemerkbar - läuft eine nicht eingelaufene Uhr

a - schneller?

b - langsamer?

c - unregelmäßíg schneller und langsamer
Ich kann dazu nur ein Beispiel meiner jetzt 5 Wochen alten Omega machen.
Ganz neu lief sie 5-8 sekunden pro Tag vor,
nach 2-3 Wochen waren es nur noch 2-4 Sekunden
und jetzt nach 5 Wochen ist es minus 0 Sek. bis plus 2 Sek. pro Tag

also sag ich mal, es ist keine Legende.

lg. Erich
 
Schaumig

Schaumig

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Vielen dank für die prompten Antworten. Du meinst also, die Uhr muss nicht nur einlaufen, sondern man ermittelt den Einfluss des Trägerverhaltens und reguliert daran die Uhr?

Was mich halt an der Einlauftheorie zweifeln ließ war, dass hier im Forum immer zu lesen ist, dass sich Rolexuhren dadurch auszeichnen, dass sie so excelent einreguliert wären. Was ja wieder der unabdingbaren Einlaufphase widersprochen hätte.
 
J

jazzcrab

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Naja, gottseidank ist das ja nicht meine einzige Uhr ;-) Wenn ich die Uhr zurückbekomme, werde ich sie sehr genau auf Reparaturspuren untersuchen. Bei Christ war man zwar freundlich, aber auch nicht gerade kompetent. Die Dame wollte zuerst gar nicht selbst sehen, was mit der Uhr los war (den Vorgang von mittlerweile 1 1/4 Stunde seit gestern Abend hat sie nicht wirklich geglaubt). Dann hat sie versucht, das mit ihrer Uhr (eine rechteckige kleine Damenuhr, die ohnehin nicht genau ablesbar ist, ohne Sekundenzeiger) das nachzuvollziehen. Ich habe dann ganz einfach meine eigene Uhr danebengelegt. Selbst dann wollte sie es noch nicht wirklich glauben und sprach immer davon, dass die Uhr einmal "überprüft" werden müsse. Sachen gibts...


Übrigens habe ich mit Sicherheit die Magnetisierung (wenn es denn eine solche gegeben hat) nicht selbst verursacht. Ich weiss genau, was ich mit einer Automatikuhr machen darf und was nicht. Ich habe sie also nicht auf dem Lautsprecher meiner Hifi-Anlage liegen lassen oder einen ähnlichen Blödsinn gemacht. Sie kam schnurstracks von der Einkaufstüte auf den Wohnzimmertisch, wurde kurz ein paar mal aufgezogen und raste dann sofort los. Der Vorgang war so auffällig, dass ich das sofort gesehen habe. Der Sekundenzeiger düste förmlich los. Für die Uhr hätte ich eigentlich eine Tachymeterskala gebraucht. ;-)
 
J

jazzcrab

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PS: Tatsächlich war das mit der Einlaufphase bei meiner anderen Longines nicht der Fall. Die lief von Anfang an so, wie sie auch heute noch läuft... Bei der Christopher Ward hat sich der Vorgang dagegen von 9 auf 15 Sekunden - natürlich pro Tag - verlängert.
 
J

jazzcrab

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Übrigens habe ich nach 2 1/2 Wochen bereits meine Uhr wiederbekommen. Sie läuft jetzt prima mit ca. 3 Sekunden Vorgang pro Tag (also etwa so, wie ich es von Longines gewöhnt bin) und sieht nach dem Armbandwechsel ;-) schnuckelig aus... Hatte auch keine zusätzlichen Kratzer oder Ähnliches. Ich bin davon ausgegangen, dass dieser massive Vorgang für Longines so peinlich war, dass sie sich besondere Mühe mit der Uhr geben. Es scheint, dass meine Rechnung aufgegangen ist.

 
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