Railroad Watch Standard - die Norm für Eisenbahner-Uhren Anfang des 20. Jahrhunderts und der lange Weg dorthin.

Diskutiere Railroad Watch Standard - die Norm für Eisenbahner-Uhren Anfang des 20. Jahrhunderts und der lange Weg dorthin. im Taschenuhren Forum im Bereich Taschenuhren; Echt toll, wie das Thema Railroad Watch hier im Taschenuhrenbereich in letzter Zeit an Fahrt aufnimmt. Dadurch habe ich angefangen, mich auch für...
#21
Matthias81

Matthias81

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Echt toll, wie das Thema Railroad Watch hier im Taschenuhrenbereich in letzter Zeit an Fahrt aufnimmt. Dadurch habe ich angefangen, mich auch für Taschenuhren zu interessieren.

Danke für diesen detaillierten Bericht. Mich würde einmal interessieren, wie genau die Vorgabe „Made in America“ (für die ganze Uhr) damals zu verstehen war. Ähnlich wie es z.b. mit den schweizer Uhren heute ist, die nur zu einem gewissen Prozentsatz in der Schweiz gefertigt sein müssen, um als Original Schweizer Uhr zu gelten?
Hintergrund meiner Frage ist, dass ich kürzlich einmal ein angeblich originales Zifferblatt (Ferguson Dial) gesehen habe, auf dessen Rückseite allerdings offen „Swiss“ vermerkt war. Das würde dann für ca. 300 Euro verkauft, wenn ich nicht irre... :-O
 
#22
kater7

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@Canis Coeli
Genau! Wobei es immer Ausnahmen gab (Pendant 12-Uhr-Position, da gab es Ausnahmen und Übergangsfristen) und ich in dem speziellen Fall nicht sicher bin ob die Information der Website korrekt ist .....
 
#23
Canis Coeli

Canis Coeli

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Danke, ich glaube, jetzt hab ich's kapiert.

Aber wenn man sich nicht mal mehr auf PWDB verlassen kann ...
 
#24
kater7

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@Matthias81
sorry, ohne das ZB zu sehen kann ich dazu nichts sagen. Im heutigen Sinne sind diese US-Uhren "Manufaktur" es wurde gerade bei den Großen Drei (Elgin, Hammilton, Waltham) alles im eigenen Haus hergestellt, teilweise bis hin zu der letzten Schraube. Gehäuse kamen extrem häufig von spezialisierten Gehäuseherstellern, aber auch USA, etliche Gehäusehersteller wurden von US-Uhrenfirmen aufgekauft. Die Fertigungstiefe war deutlich höher als heute bei vielen "Swiss-Made-Uhren" heute treiben es nur Seiko und Rolex weiter, die beide eigene Stahlwerke besitzen ....
 
#25
kater7

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@Canis Coeli
ich habe bisher nur einen Fehler definitiv belegen können bei www.pocketwatchdatabase.de das betrifft die Howard Series 10 wo Railroadgrade: no angegeben ist, aber alle verfügbaren historischen Quellen selbstverständlich diese Serie als Railroadwatch bezeichnen.

Die von Dir im Link gezeigte Uhr ist hübsch aber wäre für mich eben eh keine Railroadwatch da eben für Huntercase und nicht für Openfacecase gebaut .....

Du darfst mich aber jederzeit zu einem konkreten Angebot fragen, ich guck es mir an und sage völlig ungeschminkt meine Meinung.
 
#27
Matthias81

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@kater7
Hm, also so gesehen kann man wohl sagen: Kommt drauf an.

Ich versuche meine Frage mal so zu untermauern, wenn ich z.B. folgendes Ferguson Zifferblatt einzeln kaufen würde (habe ich nicht vor, nur aus Interesse) und es als Original bezeichnet wird, ist dem so oder kann dem so sein? Neulich bin ich über eines bei eBay gestolpert, das von hinten genau so aussah, aber von vorn betrachtet konnte man nicht die hier schon thematisierten scharfen Kanten o.ä. erkennen...

1549280668168.jpeg
Quelle: horologist.com
 
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#28
kater7

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Vorweg eine Bitte: wenn keine eigenen Bilder genutzt werden ist die Quelle anzugeben, das hat rechtliche Gründe. Ich hab jetzt die Quelle ergänzt.

Ich verlinke hier mal die Seite da ist alles gesagt: Ferguson Pocket Watch Dials. By Antique Time
Das von Dir gezeigte ZB ist eine Nachfertigung, es ist kein Porcellanzifferblatt sondern emailliertes Metall, das ist ganz deutlich zu sehen. Ob für die Patente die Gebühren gezahlt wurden oder die Patente bereits ausgelaufen waren weiß ich nicht. Das ist eine alte Nachfertigung oder eine alte Fälschung, die Schweizer waren um 1890-1920 herum ähnlich schmerzbefreit wie heute die Chinesen.

Fazit: altes Blatt, nicht original, nicht so wertvoll wie ein echtes Ferguson Dial aber auch nicht völlig wertlos heute.
 
#29
Matthias81

Matthias81

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Danke für die Infos.

Ist mein erstes „Fremdbild“ und ich war etwas in Eile, habe nur die Bildersuche genutzt, um mein Anliegen kurzerhand etwas besser darstellen zu können. Werde mich bessern.

Einmal mehr merke ich, wie komplex die Materie ist...
 
#30
music-power

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@ kater7: Vielen Dank für Deine wertvollen Ergänzungen, das weiß ich sehr zu schätzen.

@ Alle: Lieben Dank für Euren Zuspruch und die vielen, netten Kommentare. Die Vorstellung der Hamilton 940 ist in Arbeit, dauert aber noch etwas, ich bin nebenher noch berufstätig :-D

Beste Grüße aus dem Remstal,
Frank
 
#31
perseo66

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wunderbare geschichte. Glückwunsch Ich bin immer froh, jemanden zu finden, der diese Uhren liebt.
Mein Feld ist das gleiche. leider sind mir die amerikanischen bahnuhren unbekannt. Ich muss noch einmal viel lernen, um es zu verstehen.
dank
 
#32
Canis Coeli

Canis Coeli

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wunderbare geschichte. Glückwunsch Ich bin immer froh, jemanden zu finden, der diese Uhren liebt.
Mein Feld ist das gleiche. leider sind mir die amerikanischen bahnuhren unbekannt. Ich muss noch einmal viel lernen, um es zu verstehen.
dank
Dann bist du hier ja genau richtig. Mehr geballtes und abrufbares Wissen, von dem man lernen kann, gibt es wohl kaum!
 
#34
kater7

kater7

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Genau meine Vorliebe für US-Eisenbahneruhren läßt mich ja auch bei Deinem Buch schwach werden, Roberto ;-) Eisenbahnen der ganzen Welt interessieren mich eben auch. Berufskrankheit eines Lokführers :oops:

LG, Frank
 
Thema:

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