Quarzwerk Swiss ISA-8172 nach Batteriewechsel tot. Bitte um Hilfe.

Diskutiere Quarzwerk Swiss ISA-8172 nach Batteriewechsel tot. Bitte um Hilfe. im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Das muss dir doch beim Batt. Wechsel aufgefallen sein wenn es schon beim Kauf so war? :shock: Gruß hermann
hermannH

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Wenn es Feuchtigkeit war, so war sie in der Uhr, bevor ich sie als Neuware gekauft habe. Denn bei mir war sie trocken gelagert, selten getragen, und die Dichtung war beim Öffnen der Uhr (die Uhr war fest verschlossen) unbeschädigt.
Das muss dir doch beim Batt. Wechsel aufgefallen sein wenn es schon beim Kauf so war? :shock:

Gruß hermann
 
hiltibrant

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daß ich mit dem Werk so betrogen wurde
Jetzt hör doch mal auf zu jammern und lass diesen Unsinn mit dem "Betrug" sein :wand:. Das ist also eine Uhr, von der du behauptest, "wie sorgfältig sie behandelt und gepflegt wurde"? Das kann ich einfach nicht glauben. Ohne irgendeine Undichtigkeit des Gehäuses lässt sich der grüne Teppich imho nicht erklären. Für so einen Rasen braucht's Sauerstoff.

Wie alt ist übrigens die Uhr, wenn du sie "vor Jahren" (Zitat Post #4) gekauft hast? Die Batterie muss ja das gleiche Alter haben, wenn es der erste Batteriewechsel war.
 
Tschassy

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@hiltibrant

Es ist nicht die Frage, zu welchem Teil und in welchem Land die Uhr gefertigt wurde, sondern welches Werk verbaut wurde. Deklariert ist "Swiss ISA", eines wie auf dem Bild im Post #3 gezeigt wurde, aber verbaut wurde kein solches Werk, sondern ein fernöstlicher Nachbau (keine 1:1-Kopie des Werkes sondern ein ähnliches Werk aus minderwertigen Materialien).

Ja, das ist eine Uhr, die ich, wie jede meiner Uhren, sorgfältig lagere und pflege. Die Uhr wurde in einer verschlossenen Uhrbox gelagert, nach Anweisung des Herstellers habe ich die Krone in Pos. 3 gezogen, um die Batterie zu schonen, und getragen habe ich sie vielleicht ein-oder-zweimal im Jahr.

In derselben Box lag auch mein zweiter Quarz-Chronograph (von Dugena) mit einem Miyota Os11, den ich ein halbes Jahr später gekauft, aber etwas öfter getragen habe. Auch hier wurde die Krone gezogen, um die Batterie zu schonen.

Der Dugena-Chrono blieb vor ein paar Tagen stehen (Batterie leer), und ich habe die Batterie gewechselt. Das Alter der beiden Uhren ist etwa gleich, etwa 8 Jahre, Dugena ist ein halbes Jahr jünger, aber der Dugena-Chrono wurde etwa 10-20-mal so häufig getragen wie der "Swiss ISA"-Chrono.
Beim Batteriewechsel (vor einer Woche) sah das Miyota-Werk so aus:

Dugena_Batteriewechsel_01.jpg

Auch wenn ich nicht weiß, wo der Dugena-Chrono hergestellt wurde, das deklarierte Miyota Os11 aus Japan ist darin verbaut. Die Werkbezeichnung ist auf dem Bild bei 1 Uhr, Japan steht bei 9 Uhr. Der Dugena-Chrono ist nach dem Batteriewechsel sofort in die Gänge gekommen.

Wenn das fernöstliche Nachbau-Werk Feuchtigkeitsschäden aufweist (ich kann es nicht beurteilen), dann muß die Feuchtigkeit in das Werk gelangt sein, bevor ich die Uhr gekauft habe.
Es kann aber auch sein, daß in dem Werk keine stabilen Werkstoffe verbaut wurden. Das, was Du "Rasen" nennst, ist grüner Kunststoff, der in das Werk verbaut wurde.
Leider weiß keiner von uns, wie das Werk aussah, als mir die Uhr als Neuware verkauft wurde.

Noch etwas zu der Umgangsform.

Ich stehe hier nicht in Beweispflicht, aber es mutet schon verletzend an, wenn mir unterstellt wird, meine Uhren mißhandelt zu haben. Ich habe es nicht nötig, jemandem oder gar mir selbst etwas vorzumachen.

Ich habe diesen Faden gestartet, weil ich wissen wollte, was ich bei dem Batteriewechsel falsch gemacht habe, um aus meinen Fehlern zu lernen. Und es hätte mich gefreut, wenn einer von Euch geschrieben hätte, daß ich irgendwo etwas verbogen/verschoben hätte, oder eine Schraube ist locker ...

Gruß, Bert
 
Barney Green

Barney Green

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Bert,

gräm' Dich nicht zu sehr. Ich bin E-Techniker und solche Platinen sehe ich nicht zum ersten Mal. Da ist wahrscheinlich das Flussmittel vom Löten nicht abgewaschen worden, wie es sich gehört, Diese Fluxer-Rückstände sind recht aggressiv und zerstören mit der Zeit die feinen Leiterbahnen, wenn Undichtigkeiten in dem grünen Schutzlack sind. Und die sind da eigentlich immer...
Dann wird eventuell noch die alte Batterie ausgegast haben, und hat ihr übriges dazu beigetragen.

Das silberne Metallteil was als eventueller Kondensator betitelt wurde, ist übrigens der Quarz.

Leider fertigen auch viele Schweizer Hersteller zumindest zum Teil in Asien. Rechtlich ist das mit der Bezeichnung eine Grauzone, denn es handelt sich um ein in der Schweiz entwickeltes Uhrwerk, nur dass die Fertigung irgendwann nach Fernost verlagert wurde. Und ich habe dort schon viele Produktionen gesehen. Würde mich nicht wundern, wenn da Werk kurz nach Chinese New Year produziert wurde, als mal wieder die halbe Belegschaft nicht wieder auftauchte. Und die neu angestellten Leute waren noch voll im Lernprozeß. So ein Werk funktioniert ja im Allgemeinen auch 10 Jahre, auch wenn die Platine nicht gereinigt wurde, beim Endtest fällt das höchstens optisch auf. Und dann ist die Garantie ist längst abgelaufen, wenn das Werk ausfällt...

Also: Du hast wohl nichts falsch gemacht. Da hat die Qualitätssicherung des Werksherstellers versagt.

Barney
 
mausiele

mausiele

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Liebe Uhrenkenner,

nach einem Batteriewechsel in meinem Quarz-Chronographen läuft die Uhr nicht mehr an. Außer dem Batteriewechsel ist nichts vorgefallen. Ich bin zwar ein Laie, aber bei meinen Uhren habe ich etwa 10-mal einen Batteriewechsel durchgeführt und es kam nie zu irgendeiner Panne - jede Uhr ist nach dem Batteriewechsel korrekt gelaufen.
Die von Euch, die sich mit Quarzwerken auskennen, bitte ich um Hilfe, den Fehler zu finden.

Ein Tag vor dem Batteriewechsel ist die Uhr (und auch die Stopuhr) einwandfrei gelaufen. Dann Blieb sie stehen (nachts um 0:30 Uhr). Etwa 10 Stunden später habe ich die Uhr aufgemacht und die Batterie ausgetauscht. Die alte Batterie war leer.
Die Uhr stand nur die 10 Stunden mit ausgelutschter Batterie. Das Batteriefach war trocken und ohne Kristalle/Klebzeug o. ä., keine auffällige Spur von ausgelaufener Batterie.

Das habe ich gemacht.
Mit einem Bergeon-Ball den Boden aufgeschraubt.
Den weißen Halterungsring abgenommen.
Mit einem Schraubendreher die Schraube des Halterungsbügels gelockert und den Bügel zur Seite geschoben.
Batterie herausgenommen und ihre Spannung gemessen (0,1 V).
Neue Batterie (Spannung gemessen: 1,57 V) unter den Bügel gesetzt und die Schraube festgezogen.
Den weißen Halterungsring zurückgesetzt, den Bodendeckel aufgesetzt und festgeschraubt.

Die Uhr rührt sich nicht. :-(

Was habe ich falsch gemacht?

Batterien; links die neue, rechts die alte:

Anhang anzeigen 2836590

Das Werk Swiss ISA 8172 (ohne Batterie)

Anhang anzeigen 2836591

Anhang anzeigen 2836592

Anhang anzeigen 2836593

Da ich nicht weiß, was da defekt sein könnte, habe ich einfach ein paar Bilder gemacht; Fotos von "interessanten Details" kann ich nach Wunsch anfertigen; ich kann auch etwas messen, falls erforderlich (Multimeter vorhanben).

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

Gruß, Bert
Hallo Bert.
Als Uhrenbastler vermute ich deine Batterie ist ausgelaufen oder zumindest ausgegast, denn wenn die Uhr nur 10 Stunden mit ausgelutschter Batterie gestanden hat, und dann nur noch 0,1 V hatte, ist da was faul.
Nach so kurzer Zeit sollte die Batteriespannung noch wesentlich höher sein!
Mit der Varta 399 habe ich auch schon mehrfach Probleme in einigen meiner Quarzuhren gehabt.
So ist mir die Varta 399-Batterie z. B. in einer Tissot-Quarzuhr 4 Wochen nach dem Tausch ausgelaufen und hat den kompletten Elektronikblock zerstört.
Glücklicherweise konnte ich den in den USA noch bestellen.
Seit dieser Erfahrung benutze ich keine Varta 399-Batterien mehr, sondern Sony SR 927.
Bei allen anderen Batterie-Typen benutze ich weiterhin ohne Probleme welche von Varta.
 
UrKomisch

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Wenn die alte Batterie nur noch 0,1 Volt hat ist schwer vorzustellen, das die Uhr damit noch gelaufen ist. Vorstellen könnte ich mir das z.B. der Kondensator einen Kurzschluss bekommen hat , das Werk bleibt stehen, die Batterie wird von vorher sagen wir mal 1.1 Volt auf die 0,1 Volt leergesaugt, und deswegen geht auch mit einer neuen Batterie nichts (weil eben die Ursache für die 0.1 V noch nicht beseitigt ist..., Evtl. den Kondensator mal messen (wenn das Voltmeter das kann) das ist natürlich kitzlich im eingebauten Zustand. Oder die Stromaufnahme wenn man die Batterie nicht einsetzt sondern nur die über den µA Messbereich verbindet.

EDIT: Wenn der Kondensator der Quarz ist muss man es eben singemäss umdeuten.

EDIt2: das mit den Dichtungen habe ich mal so gelesen: die verspröden über die Jahre und auch wenn sie nicht kaputt gehen, wenn man sie nicht wechselt kommt von aussen Luft herein, z.b: wenn die Uhr warm ist und dann abkühlt wenn man sie ablegt. ggf kondensiert die Luftfeuchtigkeit dann im inneren.... Aber ich behaupte jetzt nicht, daß es im konkreten Fall so war, lediglich eine Möglichkeit .
 
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Tschassy

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Zu dem Werk.
Nach einer Recherche stellte ich fest, daß es zwei sehr ähnliche Werke gibt. Swiss ISA 8172 und Cal. 8172 Far East. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Fertigungen und sie werden auch unterschiedlich bezeichnet (Ähnlich wie Venus 175 und Seagull ST19).
In dieser Uhr wurde ein anderes Werk verbaut, als auf der Uhr deklariert wurde. Das ist das Einzige, was mich daran wirklich ärgert. Eine Quarzuhr mit einem fernöstlichen Werk hätte ich nicht gekauft, weil ich über die unsaubere Verarbeitung solcher Feinelektronik und Verwendung instabiler Materialien weiß.

Die Batterie ist nicht ausgelaufen, aber vielleicht ausgegast. Ob eine "intakte" Batterie ausgasen kann, weiß ich nicht, vielleicht.
Ich hatte die Uhr im November (vor zwei Monaten) einen Tag getragen, da war alles OK, und jetzt vor ein paar Tagen habe ich sie gesetzt (sie ist sofort gelaufen), weil ich sie am nächsten Tag tragen wollte, und da ist sie nachts stehen geblieben (nach etwa 4-6 Stunden Lauf).

Ja, die Batterie hatte einen seltsamen "matten Film"; das kenne ich bei Metallen, die von aggressiven Dämpfen angegriffen wurden (Detergenzien, Lösungsmittel, Chinesische Billig-Kunststoffe ...).
Von dem Batteriewechsel letzte Woche (der andere Chrono mit Miyota-Werk) hatte ich noch eine neue Varta 399 übrig (ich kaufe immer zwei), und habe sie gleich in das ISA-Werk eingesetzt, so daß die leere Batterie keine 12 Stunden in dem Werk war.

Aber vielleicht, nachdem ich die Uhr geöffnet hatte, hat die frische Nordluft dem fernöstlichen Werk den letzten Todesstoß gegeben.
Eigentlich schade, denn von außen sieht die Uhr fast wie neu.

@Barney Green
Das silberne Metallteil was als eventueller Kondensator betitelt wurde, ist übrigens der Quarz.
Na, da ist etwas Braunes ausgelaufen und angetrocknet ...

Nun ja, ich kann's verschmerzen, wegen so'ner Uhr geht die Welt nicht unter, aber vielleicht sollte ich mir meine sieben Quarzuhren angucken und die Batterien herausnehmen, weil ich die Quarzuhren sehr selten trage (eigentlich nur damit sie bewegt werden).
Aber in den sieben Quarzuhren sind echte Ronda- ETA- und Miyota-Werke, die kippen nicht so schnell um.

Gruß, Bert
 
Tschassy

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Wenn die alte Batterie nur noch 0,1 Volt hat ist schwer vorzustellen, das die Uhr damit noch gelaufen ist. Vorstellen könnte ich mir das z.B. der Kondensator einen Kurzschluss bekommen hat , das Werk bleibt stehen, die Batterie wird von vorher sagen wir mal 1.1 Volt auf die 0,1 Volt leergesaugt, und deswegen geht auch mit einer neuen Batterie nichts (weil eben die Ursache für die 0.1 V noch nicht beseitigt ist...
Dein Beitrag bringt mich zum Nachdenken ...

Der Dugena-Chrono ist mir am Nachmittag am Arm stehengeblieben, ich hatte die neue Batterie nicht vorrätig, deshalb blieb die leere Batterie in der Uhr etwa 5 Tage. Beim Batteriewechsel hatte die leere Batterie eine Spannung von 0,5 V.

Der ISA-Chrono ist nachts um 0:30 Uhr stehen geblieben, um diese Zeit schaltet das Datum (Scheibe) und der Tag (Zeiger auf einem separaten Toti) um, und dieser Prozeß dauert einige Zeit (es geht gegen 23:30 Uhr los und dauert bis etwa 0:45 Uhr). Als die Uhr stehengeblieben war, habe ich nur die Uhrzeit grob abgelesen (0:30 Uhr), ob das Datum und der Tag schon vollständig geschaltet waren, weiß ich nicht, ich habe darauf nicht geachtet. Noch im Laufe des Vormittags habe ich die Batterie gewechselt.

Kann die Spannung von 0,1 V auf die "schwere Arbeit" (viele Zeiger und Datumsscheibe bewegen) zurückzuführen sein? Oder gar eine Störung, die noch beseitigt werden muß?

Zum Messen habe ich das Benning MM10 (Spannung, Strom, Widerstand, Durchgang, Diodentest, Kapazität, Frequenz).

Gruß, Bert
 
hermannH

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Hallo

Auf dem ZB steht Swiss und I.S.A, also alles vollkommen korrekt. Ob das Werk in der Schweiz, in China oder sonst wo gebaut wurde, spielt keine Rolle. Richtigerweise ist das Werk ja so deklariert. Wer das Betrug nennt, darf sich auch keine Apple Produkte kaufen, kein "deutsches Auto", und viele Andere Produkte auch nicht. ;-)

Gruß hermann
 
TimeWarp

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Das Werk schaut schon stark vergammelt aus. An einigen Stellen ist diese Schicht über den Leiterbahnen aber sehr gleichmäßig. Kann es sein, dass hier auch eine dünne Schutzschicht über den Leiterbahnen besteht? Eventuell wurde diese dann in Mitleidenschaft gezogen, aber dann wäre nicht alles einfach nur Schmodder. :hmm:

Edit: hmm, wohl eher nicht. Finde zumindest keine Bilder, wo es ähnlich wäre.
 
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Die ganze Uhr hat mich vor Jahren 100 € gekostet, und es ist keine Uhr, an der mein Herz so sehr hängt, daß ich zu einer hohen Geldinvestition bereit wäre.
Sag aber bitte doch mal um welche Marke es geht.

Invicta?

ISA, später ISASWISS-Werke hatten schon vor 20 Jahren nicht den besten Ruf. Nur ein kleiner Teil der Gesamtproduktion
(z.B. 1995: 45 Millionen Quarzwerke) wurde in der Schweiz hergestellt. Der überwiegende Teil kam aus der chinesischen Produktion
(Far East Assy gekennzeichnet). 2016 wurde die Schweizer Produktion ganz eingestellt. Seit 2018 ist die Webseite isaswiss.com
und der dazu gehörige Facebook-Account nicht mehr erreichbar bzw. nicht mehr aktualisiert.
Heute gehört Isaswiss zu einem chinesischen Konsortium, Öffentlichkeitsarbeit außerhalb der Industrie findet nicht statt.

Viele Kunden hatten sich schon seit den 2K-Jahren von ISASWISS als Werklieferant getrennt. Werke z.B. von TMI sind attraktiver und
zuverlässiger.

Übrigens: auch ETA und Ronda unterhalten selbstverständlich Produktionen in Asien. Ungefähr 50% aller Mitarbeiter der ETA
wurden 2010 in Asien beschäftigt. Aber das will ja hier kaum einer wissen, auch wenn das offen zugängliche Informationen sind.
Kommt aber mal einer drauf, dass irgendwo Swiss (nicht Swiss Made!) drauf steht, aber Asia drin ist, dann ist das Geschrei groß.
Dann wird von Betrug fabuliert, was nicht zutreffend ist. Zutreffend ist, dass die Schweizer Uhrenindustrie einen Mythos geschaffen hat,
dessen Wahrnehmung die Realität übertrifft. Das muss erstmal einer nachmachen. Swiss Magic ;-). Oder wie es sonst zu erklären, dass
jemand mit 6K Postings ernsthaft glaubt, dass in einem Ticker für 100€ ein Schweizer Herz schlägt...

Viele Grüße
Michael
 
Der Motor

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Auf dem ZB steht Swiss und I.S.A, also alles vollkommen korrekt.
Volle Zustimmung: "Swiss Made" ist der geschützte Begriff, alles andere ist pure Prosa.
Z.B.: Swiss mvmt, Swiss Quality, Swiss Design, Founded in Switzerland - so was ist immer nur ein Zeichen, dass die Uhr alles ist, nur nicht aus der Schweiz.

Wird auf dem Zifferblatt explizit auf ein schweizerisches Werk verwiesen, die Uhr aber nicht als "Swiss Made" deklariert, dann bedeutet das:
1) der Anteil der Kosten vom "echten" Swiss Made Werk an der gesamten Wertschöpfung ist zu gering für ein "Swiss Made" der kompletten Uhr
2) oder: schon das Werk ist ein ursprünglich schweizerisches Werk, das aber in Asien gefertigt wurde
3) und: der Anteil der sonstigen Wertschöpfung in Deutschland oder anderen europäischen Ländern ist zu gering für "Made in Germany", "Made in Italy", "Made in France"

Persönlich würde ich mich zwar über den Produktionsstandort von einem Quarzwerk in Asien überhaupt nicht ärgern, weil die Leute dort bei entsprechender Ausrüstung und Qualitätskontrolle die gleiche Qualität liefern können wie wir Europäer auch. Trotzdem meide ich Uhren mit solchen Herkunftsangaben. Mir ist "Made in Vietnam" auf dem Zifferblatt lieber und das verbaute Werk kann man von mir aus in der Produktbeschreibung erwähnen.
 
Harpye

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Dann musst Du mit Genfer Punze kaufen.. aber da bist in anderen Regionen
 
Tschassy

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Das Werk schaut schon stark vergammelt aus. An einigen Stellen ist diese Schicht über den Leiterbahnen aber sehr gleichmäßig. Kann es sein, dass hier auch eine dünne Schutzschicht über den Leiterbahnen besteht? Eventuell wurde diese dann in Mitleidenschaft gezogen, aber dann wäre nicht alles einfach nur Schmodder. :hmm:

Edit: hmm, wohl eher nicht. Finde zumindest keine Bilder, wo es ähnlich wäre.
Das Werk ist nicht vergammelt, die "Fremdkörper" in dem Werk sind keine im Laufe der Zeit gewachsenen Lebewesen, wie man mit Begriffen wie "Rasen" und "Gammel" glauben könnte, sondern (Herstellungs-)Schmutz, den man in allen billigen chinesischen Werken findet, und durch Alterung geschädigte Kunststoffe.

Die Schicht über den Leiterbahnen ist schlampig aufgetragener Schutzlack minderwertiger Qualität, unter diesem Lack sind eingeschlossene Schmutzpartikel.

Swiss_ISA8172_05.jpg

Bessere Fotos bekomme ich mit den Lichtverhältnissen hier nicht, und einen zeitraubenden Aufbau von Makro-"Photo-shooting" ist mir die Uhr nicht wert; ich will die Uhr auch nicht über längere Zeit offen halten.

Ein Vergleich mit Werbe-/Produkt-Fotos aus dem Internet sollte man nicht machen; die Fotos im Internet sind professionell bearbeitet und von allen "Ungleichmäßigkeiten" befreit, manche sind sogar "schematisiert". Das ist sicherlich hilfreich, besonders im technischen Bereich, aber es entspricht nicht der Realität.
Meine Fotos kommen direkt aus dem echten Leben, und die Lichtverhältnisse hier sind für diese Art von Bildern ungeeignet.

Oder wie es sonst zu erklären, dass jemand mit 6K Postings ernsthaft glaubt, dass in einem Ticker für 100€ ein Schweizer Herz schlägt...
Mit Finanzen kenne ich mich nicht aus, und hier geht es nicht ums Geld, sondern um zwei unterschiedliche Werke.

Auf dem folgenden Bild ist das Werk Swiss ISA 8172 abgebildet:

SwissISA.jpeg
(Bildquelle CaliberCorner)

Dieses Werk sollte in meiner Uhr verbaut werden. Kein anderes. Das ist aber nicht der Fall, in meiner Uhr ist ein ganz anderes Werk verbaut, und es heißt auch anders, nämlich Cal. 8172 Far East:

FarEast.jpeg
(Bildquelle: Perrin)

Wo die Schweizer Uhren hergestellt werden, weiß ich nicht, aber es ist nicht der Gegenstand dieser Diskussion.

Gruß, Bert
 
UrKomisch

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Ich denke es ist die in Fernost gebaute Variante des gleichen ISA Calibers. die hat den Prägung ISA CAL 8172, das Schweizer ISA 8172. Ist halt ein bischen so wenn der Golf eben in Wolfsburg oder in Brasilien zusammengebaut wurde.....

Aber nochmal zu den 0,1 V und 0,5 Volt , das habe ich nicht ganz verstanden wann es den 0,1 V waren.
 
Tschassy

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Sag aber bitte doch mal um welche Marke es geht.
(...)
Es handelt sich um diese Uhr:

Auer_05.jpg

Auer_06.jpg

Auer_07.jpg

Die Fotos habe ich heute (gegen 13 Uhr) gemacht, die Uhr hat keine Batterie; ich habe die Uhr nicht geputzt, damit man ihren aktuellen Todes-Zustand sieht (an den Drückern und an der Krone sieht man noch meine Fingerabdrücke).

(...)
Aber nochmal zu den 0,1 V und 0,5 Volt , das habe ich nicht ganz verstanden wann es den 0,1 V waren.

Mein anderer Quarz-Chrono von Dugena, der genauso alt ist wie der SwissISA-Chrono, und auch die Batterie in den beiden Chronos waren gleich alt, blieb vor einer Woche stehen, und seine leere Batterie hatte 0,5 V. Mit der neuen Batterie lief er wieder korrekt.
Deshalb dürfte dieser Wert von 0,5 V für eine leere Uhrenbatterie OK sein.

Die leere Batterie in dem SwissISA-Chrono hatte nur 0,1 V. Das dürfte sehr wenig sein. Mit der neuen Batterie will der SwissISA-Chrono nicht laufen.

Gruß, Bert
 
hermannH

hermannH

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Das Werk ist nicht vergammelt, die "Fremdkörper" in dem Werk sind keine im Laufe der Zeit gewachsenen Lebewesen, wie man mit Begriffen wie "Rasen" und "Gammel" glauben könnte, sondern (Herstellungs-)Schmutz, den man in allen billigen chinesischen Werken findet, und durch Alterung geschädigte Kunststoffe.

Die Schicht über den Leiterbahnen ist schlampig aufgetragener Schutzlack minderwertiger Qualität, unter diesem Lack sind eingeschlossene Schmutzpartikel.
So etwas entsteht nicht durch natürliche Alterung.
Die Teile haben mit etwas reagiert, das in einer Uhr nichts verloren hat. Batt. Säure schließe ich aus, bleibt nur mehr Feuchtigkeit.
Da ich aus deinen Beiträgen entnehme das du daran keinesfalls glauben magst - warum auch immer - musst du einfach den Experten hier glauben.
Ich z.B., habe schon etliche zehntausende Quarzuhren geöffnet. Also erkenne ich einen Feuchtigkeitschäden wenn ich sie sehe. Da du deine Uhren selber öffnest, ist das Risiko etwas falsch zu machen immer gegeben. Vor allem da ich annehme, das du kein WD-Test gerät besitzt. Da reicht dann schon das normale Schwitzen, das bekommst du nicht mal mit.

Gruß hermann
 
UrKomisch

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Da du deine Uhren selber öffnest, ist das Risiko etwas falsch zu machen immer gegeben.
So wie ich es verstanden habe wurde die Uhr zum Batteriewechsel zum ersten mal geöffnet, deswegen fällt diese Theorie etwas falsch gemacht haben wohl weg....

Und ich würde mich auch der Meinung des TEs anschliessen das es sich um Wachs handelt, das ist durchaus üblich Platinen so vor Feuchtgkeit zu schützen

Also nochmal zum Messen, ich würde mal versuchen die Stromaufnahme zu messen, also die Batterie nicht einbauen sondern eben im µA Bereich des Messgerätes mit einem weiteren Kabel die Stromaufnahme messen.
 
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