Quarzuhr läuft nach Batteriewechsel rückwärts

Diskutiere Quarzuhr läuft nach Batteriewechsel rückwärts im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; ich habe jetzt eine Quarzuhr hier liegen die nach Batterietausch rückwärts läuft. Im Uhrencafe bin ich auf folgenden Thread gestossen ...
bearli

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ich habe jetzt eine Quarzuhr hier liegen die nach Batterietausch rückwärts läuft.
Im Uhrencafe bin ich auf folgenden Thread gestossen :
https://uhrforum.de/quarzuhr-laeuft-rueckwaerts-t23132
Dort ging es um ein Ronda Werk. Auch bei meiner handelt es sich um ein Ronda Werk (706.1) Vielleicht handelt es sich ja um einen Ronda-typischen Fehler ?
Hat evt jemand in der Zwischenzeit dieses Problem lösen können ?

um scherzhaften :lol: Antworten vorzubeugen: die Batterie ist nicht falsch herum eingelegt ....
 
Clockmaster

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Eventuell hast du den Stator etwas verbogen, Dadurch ändert sich die Polarität und die Uhr läuft Rückwärts.
 
bearli

bearli

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nein, ich habe im Uhrwerk ausser der Batterie nichts berührt - aber kann natürlich vorher irgendwann passiert sein.
wie kann ich das überprüfen ? und beheben ?
 
Clockmaster

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Wenn es der Stator ist, hilft nur zerlegen und ersetzen. Vielleicht ist es aber auch die Elektronik.
Es reicht schon eine minimale Verbiegung des Stators, das dieser Effekt auftritt. Sehen kannst du das meist nicht. Es sei denn es wäre extrem.

Allerdings wird eine Reparatur des Werks durch einen Kollegen von mir (oder durch mich) nicht wirklich lohnen, da es nicht im Verhältniss zu einem neuen Werk steht.
 
pretium intus

pretium intus

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Hai,
nee, das sind Uhren für die südliche Halbkugel!!!:D
Grüßle

Hans
 
bearli

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@clockmaster
danke fuer die schnellen Antworten
na dann erstmal in die Kiste damit .....

@ pretium intus
irgend so ein Kommentar musste ja wieder kommen (war in dem von mir erwähnten Vorgängerthread ja auch nicht anders) :-(
 
Mic69

Mic69

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Hier ist der Stator beschädigt, definitiv. Die Elektronik kannste in dem Fall ausschließen. Die liefert abwechselnd Plus und Minus im Sekundenrhytmus. Und das macht sie ja ordentlich.
 
bearli

bearli

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Das Problem hat mir keine Ruhe gelassen, habe deshalb mal weiter im Netz gesucht,

In Wikipedia findet sich ein Artikel zur Technik : Lavet-Schrittmotor

und in watchuseek bin ich dann fündig geworden:
http://forums.watchuseek.com/f6/quartz-second-hand-runs-backwards-291409.html

dort steht dass dieses Problem bei Ronda-Werken wohl öfter auftritt :-(

Das Problem ist dass sich bei Erschütterung oder kräftigen Stössen die Statorbleche unter der Spule verschieben bzw verdrehen da diese meist nur mit je einer Schraube befestigt sind. Bei vielen Quarzwerken sind die Bleche allerdings zusätzlich geklebt oder mit Lack gesichert - nur bei Ronda anscheinend nicht.

Die Bleche müssen absolut parallel zu der entsprechenden Kante der Werksplatine bzw. zur Spule liegen und der Rotor muss exakt mittig zwischen den Blechen sitzen. Hier kommt es auf zehntel , evt sogar hundertstel mm an.

ich habe mal eine kleine Zeichnung dazu gemacht:
Quarzuhrwerk_bk.jpg
also einfach die entsprechenden Schrauben der Statorbleche etwas lösen und die Bleche wieder exakt ausrichten.

Meine Uhr läuft jetzt wieder vorwärts :-)

Die Frage ist nur warum Ronda die Bleche nicht mit Lack oder Klebstoff sichert, ob man das nachträglich machen kann oder ob das einen Grund hat so dass man es besser auch so belässt ???

(falls diese Lösung von allgemeinem Interesse ist kann das auch gerne in Anleitungen & Revisionen gesetzt werden)
 
Seikovnik

Seikovnik

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Hallo,

Dank für die klärende Zeichnung. Nur aus der Textbeschreibung heraus hätte ich das Problem bzw. dessen Lösung nicht verstanden. Da deine Uhr ja offenbar nicht der einzige "Rückwärtsläufer" ist, denke ich schon, dass dieser Thread von großem allgemeinen Interesse ist.

Gruß

Seikovnik
 
Mic69

Mic69

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Hej, Glückwunsch! Schöne Fummelarbeit. Aber der Erfolg ist so noch besser zu genießen ;-).
Wir haben in der Lehrzeit spaßenshalber auf diese Weise Rückwärtsläufer "gebaut". Du kannst nach erfolgreicher Ausrichtung den Stator selbstverständlich sichern (mit Sekundenkleber, Lack o.ä.). In vielen moderneren Quarzuhren besteht der Stator aus einem Teil und kann sich nicht mehr verdrehen. In der Zeichung oben trifft eher der untere Teil zu. Liegen die Statorenden exakt auf einer Linie zur Rotorwelle, bewegt sich nichts. Das generierte Magnetfeld mus ja in irgend eine Richtung schieben können. Sind hingegen die Enden des Stators ganz leicht zur Rotorwelle versetzt, dreht sich der Rotor in die eine oder andere Richtung, je nach Versatz - quasi wie eine magnetische Wassermühle. Da kann man prima mit spielen, um das besser zu verstehen.
Viel Spaß damit!
 
Pafnuti

Pafnuti

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Eigentlich sollte sich das Problem mit einer aus "alten Zeiten" bekannten "Entmagnetisier Drossel" - im Prinzip ein Magnet mit Wechselfeld, lösen lassen. Diese Drossl setzt bei richtiger Anwendung alle magn. Voreinstellungen zurück und entmagnetisiert alles.
Gebaut wird so eine Drossel übrigens aus der Primärspule eines kräftigen Trafos.

Gruss
 
bearli

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entschuldige, aber absoluter Blödsinn.
Es handelt sich hier um einen Elektromotor (siehe der von mir weiter oben erwähnte Wiki Beitrag), bestehend aus einem Permanentmagneten (Rotor) und einem Elektromagneten (bestehend aus Statorblechen und Spule). Bei letzterem waren die Bleche verschoben. Da hilft auch kein "Entmagnetisieren" - abgesehen davon dass man weder einen Permanentmagneten noch einen Elektromagneten entmagnetisieren kann. (ersteren evt schon aber dann funktioniert garnichts mehr)
 
Thema:

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