Qualität, Verarbeitung und Image der beiden großen Genfer: Rolex vs. Patek Philippe

Diskutiere Qualität, Verarbeitung und Image der beiden großen Genfer: Rolex vs. Patek Philippe im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Liebe Uhrenfreunde, nachdem ja der Faden von Uwe (mystery), "Qualität Oris vs. Tudor", wie eine Rakete durch die Decke ging und die Mitglieder...
Tom Z.

Tom Z.

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Liebe Uhrenfreunde,

nachdem ja der Faden von Uwe (mystery), "Qualität Oris vs. Tudor", wie eine Rakete durch die Decke ging und die Mitglieder nach wie vor und sicher noch bis Weihnachten in hitziger Art und Weise beschäftigt, springe ich mal total unverschämt auf diesen Zug auf, greife mal etwas tiefer in die Trickkiste und stelle zur Abwechslung mal zwei andere Uhrenmanufakturen gegenüber, nämlich die beiden großen Genfer, Rolex und Patek Philippe. Was soll der Quatsch, werden jetzt einige sagen. Die Firmen und deren Produkte kann man nicht so einfach miteinander vergleichen. Und Ihr habt ja recht! Wobei .... warum eigentlich nicht mal Vergleiche anstellen zwischen diesen Genfer Platzhirschen? Denn Uhren, die ohne Frage sehr gut und wertig sind, bauen und verkaufen sie schließlich beide. Und beide erheben zurecht den Anspruch, Manufakturen für Luxus-Uhren zu sein. Also, lasst mich einmal paar Gedanken hierzu fassen:

Rolex ist ohne Frage der bekannteste Uhrenhersteller, den jeder Mensch auf der Erde mit Luxus und Luxusuhren verbindet. Patek ist da - bei nicht Uhrenbegeisterten oder Reichen und Schönen - weitaus weniger bekannt. Wenn man in Genf auf dem Flughafen landet, sieht man überall, ja über jedem Gepäckband, Uhren hängen, welche die Werbeaufschrift von Rolex tragen. Und auch in der Stadt ist die Rolex-Werbung inklusive der mehrfach gut platzierten Leucht-Schriftzüge auf den Häusern nicht zu übersehen. Kein Zweifel, hier will einer zeigen, wer die Nr. 1 ist. Patek Philippe hält sich da - obwohl die natürlich auch Werbung machen - schon etwas vornehmer zurück und schwebt eher etwas leiser, halt wie ein Grandseigneur, über der Stadt. Und wer einmal die Gelegenheit hat, dem Patek-Philippe-Museum einen Besuch abzustatten, der bekommt das uhrmacherrische Schaffen und die große Tradition von PP mehr als deutlich vor Augen geführt und wird sich gar nicht satt sehen können, an den edlen Kostbarkeiten, die es da zu bewundern gibt. Mit dieser Aura und Geschichte im Rücken bedarf es keiner markschreierischen Werbung, um auf sich aufmerksam zu machen. Im Gegenteil, diese wäre eher fehl am Platz. Die historischen und aktuellen Uhren von PP sprechen für sich.

Hier im Forum ist Rolex natürlich die Heilige Kuh. Jedes Antasten dieser und jede noch so kleine Kritik führt unweigerlich dazu, geteert und gefedert und danach noch gesteinigt zu werden. Patek wird da schon eher kritisiert und hinterfragt.
Aber wie ist es denn nun? Wer ist die Nr. 1 in Euren Augen? Von der Bekanntheit bis hin ins kleinste Dorf dieser Welt sowie von den Verkaufszahlen geht der erste Punkt sicher klar an Rolex. Aber wie sieht es mit der Qualität und Verarbeitung der Uhren und Kaliber aus, und wie ist es mit der Fertigungstiefe, die ja hier im Forum nahezu das wichtigste überhaupt an einer jeden Uhr zu sein scheint? Wie alltagstauglich sind die jeweiligen Uhren? Und noch eine Frage, für viele hier die wohl bedeutendste, wenn es um Uhren geht: Wer von den beiden großen Genfern hat das bessere Image bzw. Prestige? Soll sich der selbsternannte Mann von Welt lieber mit einer Rolex oder doch lieber mit einer Patek Philippe schmücken, sofern es ihm finanziell egal sein kann, welche er kauft? Wie viele Ligen spielt nun Patek über Rolex oder Rolex über Patek? Wie würdet Ihr die beiden großen Genfer im Vergleich sehen?

Beste Grüße
Tom

Das Stammhaus von Patek Philippe:
190.jpg

Die Zentrale von Rolex:
558.jpg
 
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Baxxxton

Baxxxton

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Also um deine Frage zu beantworten, welche der beiden Uhrenmarken man kaufen sollte, wenn Geld keine Rolle spielt, dann ganz klar Patek.
Warum? Weil exklusiver - eine Rolex trägt nun wirklich schon jeder Kellner. (nicht abwertend gemeint, aber Fakt, dass es mehr Rollies da draussen gibt als jede andere Luxus-Uhrenmarke)
 
Schwanni

Schwanni

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Hallo Tom,

der Thread könnte interessant sein, aber nicht hier im Uhrforum. Wie man sieht kommt schon der erste Beitrag nach dem Eröffnungspost mit den üblichen Schlagworten "trägt jeder Kellner" daher. Soviel zum Thema Rolex wäre hier die "heilige Kuh". Ich nehme es ein bisschen anders wahr, leider. Die Marke zieht Fans ebenso wie "Hater", wie man neudeutsch sagt, magisch an. Das Problem ist nur, dass man mit Fans und Hatern nicht wirklich diskutieren kann. Die einen werden unabhängig von Fakten ihre Marke verteidigen, die anderen genauso unabhängig von Fakten (siehe Beitrag #2) niedermachen wollen.

Ich habe eine Rolex Sub in meiner Sammlung, die auch meine Lieblingsuhr ist. Eine Patek werde ich (leider) unter normalen Umständen nie besitzen. Trotzdem bin ich kein Rolex-"Fanboy". Ich sage nicht, dass Rolex die einzig wahre Marke wäre. Ich liebe es, auch andere Marken in der Box und am Handgelenk zu haben. Mein letzter Kauf wurde, entgegen der landläufigen Meinung "Rolex sind Herdentiere" oder "einmal Rolex, immer Rolex" bewusst keine Rolex mehr. Eine reicht. Es wurde eine Omega.

Da ich, wie eben geschrieben, keine Patek besitze, tue ich mich mit einem Vergleich aufgrund eigener Erfahrungen naturgemäß schwer. Ich denke ein Vergleich ist aber auch schwer. "Wer baut die besseren Autos - Ferrari oder Rolls Royce?" Die Antwort muss sein "Kommt darauf an". Will ich einen Sportwagen mit möglichst viel Prestige, dann Ferrari. Will ich einen gediegenen, noblen Wagen, in dem mich mein Chauffeur spazieren fährt, dann klar der Rolls.
Die Uhrenzeitschrift Chronos kam vor einiger Zeit zu dem meiner Meinung nach treffenden Ergebnis, dass Patek und Rolex die "Doppelspitze" der Uhrenwelt bilden. Die einen eben für alltagstaugliche, sportliche Uhren ohne Spielereien und mit viel Prestige, die anderen für im Detail feine, elegante und komplizierte Uhren mit noch etwas mehr Prestige.

Um deine Fragen zu beantworten:
- Entsprechend den jeweiligen eigenen Anforderungen der beiden Marken - Sportlichkeit vs. Eleganz - sind die Uhren beider Marken wohl perfekt verarbeitet. Ausnahmen gibt es hier wie da.
- Fertigungstiefe dürfte bei beiden nahe 100% liegen.
- Der Punkt in der Kategorie Alltagstauglichkeit geht in meinen Augen an Rolex. Kommt natürlich aber auch darauf an, was "Alltag" im Einzelfall ist ;-) Ich trage jedenfalls beim Spielen mit meiner Tochter die Sub, weil ich festgestellt habe, dass z.B. meine Omega mit der polierten Lünette da schnell Kratzer kriegt. Die Sub mit dem satinierten Stahl und der Keramiklünette ist quasi unzerstörbar und daher für mich perfekt für den Alltag aus Büro, Sport und Familie. Wie gesagt, ich habe keine Patek. Aber ich vermute stark, dass sie - egal welches Modell - weniger robust wäre, als meine Sub.
- Dafür geht der Prestigepunkt an Patek.

Haben möchte ich, wenn ich nur eine haben könnte, daher meine Sub. Weil ich meine Uhr einfach immer tragen will. Wäre es finanziell egal und ich wäre ein "Mann von Welt", dann würde ich die Nautilus nehmen :-)
 
P

pre-mastered

Gast
Du nennst drei Stichworte im Titel:

Qualität: Subjektiver Begriff. Ein Merkmal von Qualität ist für mich kompromisslose Robustheit. Für mich gewinnt hier Rolex.

Verarbeitung: Hochmaschinelle Fertigung mit höchstem Perfektionsanspruch vs partielle Handarbeit mit ebenfalls höchstem Perfektionsanspruch. Erstere ist verlässlicher und reproduzierbarer, was der Alltagstauglichkeit entgegen kommt.

Image: Hochsubjektiv. Ich würde - auch mit viel mehr Geld in der Tasche - weder Rolex noch Patek kaufen, aus Imagegründen. Ich würde mir mit einem mittleren "Patekbudget" eine Richard Mille zulegen. Rolex könnte ich mir leisten, ist mir aber a) zu wenig individualistisch und b) zu "schreierisch"*. Dann viel lieber eine Omega, Tudor, Zenith, Breitling oder Oris.

* Die RM wäre natürlich auch schreierisch, in diesem Fall aber hochindividualistisch, was ich wiederum ultracool fände.
 
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Spezi Matik

Spezi Matik

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Breitling war Drittwährung, wenn die Rolette und der 500SE schon beim Poker im Bordell-bzw Diskotheken-Hinterzimmer veräussert waren und 4 Damen den Herren gewechselt hatten ;)
 
Laute

Laute

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Ja wir brauchen solche „vs. Threads“. Aber gerade bei den beiden Firmen läufst ins Leere. Zumal die Überschneidung im Portfolio äußerst gering sind. Der einzige Punkt, die Verarbeitung, wurde von pre-mastered trefflich definiert, gibt Vergleichsmöglichkeiten.

Erfahrungen mit Verkauf und Service wären noch relevant.
 
7C43700AZ22

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.....

Inhalt gelöscht, Meinungsverschiedenheit per PN mit Tom Z. beigelegt.

Viele Grüße
Michael
 
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Mueller27

Mueller27

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Hallo Tom Z.,

dein einführender Post gefällt mir mir. Schon mal Danke dafür.

Nur das deutsche Uhrforum ist im Grunde der falsche Ort für eine vergleichende Diskussion zwischen Rolex und Patek, anders als eben der von Dir als Vorbild herangezogene Todor vs. Oris Faden.
Und das aus einem profanen Grund: Philippe Patek findet hier im Forum nicht statt.

Die Marke ist hier einfach faktisch nicht existent:
Zwar fällt der Name gelegentlich immer mal irgendwo, und vielleicht haben auch ein oder zwei Member im Stillen eine PP, aber regelmäßige Uhrenvorstellungen einer Patek, eine konkrete Kaufanfragen, das typische Vergleichen von Online-Angeboten auf Chrono24, die Diskussion über Patek-Fakes und Patek-Hommagen, Pateks im Marktplatz, Klagen über den Service von Patek, diese "Hilfe meine Patek hat einen Kratzer!"-Posts oder die Vorstellung einer Patek im Sammlungs-Faden - all das findet sich hier so gut wie nie.

Und zwar vom Verhältnis her noch weniger und noch seltener als Patek in der Real-World wirklich vorkommt.
Das ist einfach kein Platz für Patek hier.


Carsten

P.S. Zumindest einen Member mit einer Patek durfte ich auf einem Forumstreffen mal kennen lernen. Da durfte ich dann auch im stolzen Alter von 45 Jahren zum ersten mal in meinem Leben eine echte Patek aus der Nähe sehen - und sogar in der Hand halten. :-)
 
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olderich

olderich

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Hallo,

in der Qualität wird sich schwerlich mit normalem Auge ein Unterschied feststellen lassen, Zuverlässigkeit kann man erst nach Jahrzehnten wirklich beurteilen. Image von PP ist nach meiner Meinung höher, eher in besseren Kreisen als Standarduhr geeignet.
Was bei mir wirklich den Unterschied zwischen den vielen Uhren macht ist der Preis.
Eine Uhr, die ich für 10.000 Euro gekauft habe sehe ich mit anderen Augen als eine 2000 Euro Uhr, die für sich qualitativ auch sehr gut sein kann.
Der höhere Preis drückt ja im normalen Empfinden schon eine Höherwertigkeit aus und selbst wenn man die Uhr sehr lange hat, weiß man immer noch um den hohen Preis und bewertet die Uhr entsprechend. Sonst hätte man ja einen schlechten Kauf gemacht, und das will ja keiner wirklich.
Also im Prinzip ist PP halt teurer als Rolex (zumindest im unteren Bereich) und damit besser in meiner Ansicht.
ciao olderich
 
Der Motor

Der Motor

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Und wieder eine Qualitätsdebatte... Ich erweitere jetzt mal noch um Casio.
Eine G-Shock ist sogar einem ewigen Kalender von Patek in nahezu jeder Disziplin überlegen:
Wasserdichtigkeit, Genauigkeit... Sie hat sogar eine Weckfunktion: die macht Piep Piep. Sogar die populärsten Modelle von Patek wie die Calatrava und die Nautilus sind als Wecker hingegen völlig unbrauchbar, da der Klingelton deutlich zu leise ist.
Gleichstand hingegen beim Sekundenstopp. Bei der Patek bleibt der Zeiger nicht stehen. Die Casio Tschischock hat keinen Zeiger.
Endstand: Nomos gewinnt mit 2 Toren Vorsprung vor Casio.
 
Constellation

Constellation

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. . . . .
Und das aus einem profanen Grund: Philippe Patek findet hier im Forum nicht statt.

Die Marke ist hier einfach faktisch nicht existent:
Zwar fällt der Name gelegentlich immer mal irgendwo, und vielleicht haben auch ein oder zwei Member im Stillen eine PP, aber regelmäßige Uhrenvorstellungen einer Patek, eine konkrete Kaufanfragen, das typische Vergleichen von Online-Angeboten auf Chrono24, die Diskussion über Patek-Fakes und Patek-Hommagen, Pateks im Marktplatz, Klagen über den Service von Patek, diese "Hilfe meine Patek hat einen Kratzer!"-Posts oder die Vorstellung einer Patek im Sammlungs-Faden - all das findet sich hier so gut wie nie. . . .
. . . .
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Immerhin hat das Uhrforum hier einunddreißig (i. Z.: 31) Uhrenvorstellungen der Marke, die gerne mit PP abgekürzt wird, bisher gesehen - und das Ganze auf neun Jahre verteilt, die aktuelle Vorstellung stammt aus Mai 2018.

Durchschnittlich brachten es diese Vorstellungen auf drei Seiten, dann wurden sie von gängigeren Marken (eine wurde im Titel genannt) mit ihren Cash-and-Carry-Modellen gerne nach hinten bugsiert.

Nur eine Vorstellung (nun, es war mehr ein fett geschriebenes Gestammel als ein lesbarer, ganzer Satz) und kam auf sieben Seiten, es war: der Patek Philippe Chrono 5980.
Leider hat der Faden Null Bilder mehr, da man es vorzog, Bilder einem Hoster zu geben statt dem UF anzuvertrauen, so daß man heute nur noch Jubel lesen, aber nicht mehr sehen kann.






@Der Motor: Glashütte hatte aber Golden Goal gemacht, was wegen der damals herrschenden Regeln nicht anerkannt worden ist;-).
 
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Schwanni

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Ich bleibe dabei, Ronaldo ist der Beste :-)
 
lieberknecht

lieberknecht

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Dieser Faden müsste eigentlich recht kurz bleiben im Gegensatz zu dem ORIS Vs TUDOR Faden.

Die wenigsten (behaupte mal) 99 % der UF User haben wohl noch NIE eine Patek Live gesehen, in der Hand gehabt (inklusive mir). Daher ist das mit Vergleichen wohl eher schwierig wenn man eine Uhr nur durch Panzerglas Scheiben You Tube und Bildchen kennt.

p.s Freue mich schon auf CASIO Vs Steinhart, Quarz Vs Automatic usw..;-)
 
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Constellation

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Och nö - der eine nennt Ronaldo, dabei war es doch Abseits und nun auch noch das Vergessen von "Quartz vs. Spring Drive" . . . . . schämt Euch, das könnt Ihr doch besser.
 
sasolit

sasolit

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Man kann Rolex und Patek durchaus vergleichen und grundsätzlich ist der Vergleich auch ganz interessant, da die Markenstrategien sehr ähnlich sind... wenngleich auch in unterschiedlichen Preisklassen. Letzteres führt dann zum oberflächlichen Eindruck, dass die beiden nicht vergleichbar wären.

Ich könnte ja an sich eine Vorstellung zu meiner neueren 5235G schreiben, da sie mal ein interessanteres Modell aus der Patek-Mittelklasse ist... aber die zukünftigen Uhren wollen auch irgendwie bezahlt werden. ;-)
 
DrKamikaze

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Beide Marken sind ganz okay, aber natürlich nicht annähernd mit Flötenschniedel zu vergleichen.
 
H

Horologist

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Philippe Patek findet hier im Forum nicht statt.
Das ist richtig.
Patek Philippe allerdings findet sich schon - ab und an.

Qualität, Verarbeitung und Image werden hier als Trigger in den Ring geworfen. Die beiden großen Genfer. Naja

Sie sind schlecht miteinander vergleichbar, weil sie unterschiedliche Konzeptionen und Zielgruppen bedienen.
Patek ist traditionelle Haute Horlogerie mit eindeutigem Schwerpunkt auf Kaliber, Komplikationen und Finissierung. Typauswahl zu 99% im Bereich der Dresser. Das war schon immer so. Patek ist Manufaktur und kam in den größeren Markt und das weitere Bewusstsein (wichtig) durch Erfindung der Aufzugskrone.

Rolex bedient heutzutage hauptsächlich den Luxusuhrenmarkt. Das war nicht immer so, deswegen ist es auch bei Rolex angebracht sich die Gene anzuschauen, die zuvorderst aus der Marktnische der von Wilsdorf geschickt platzierten Gebrauchsuhren mit Mehrwert besetzt wurden.
Erst durch die Nachfrage wurde diese Gebrauchsuhr immer mehr zu einem Spekulations- und Handelsobjekt - und Rolex hat sich dem durch die Verwendung immer höherwertiger Verarbeitung und Materialien sehr geschickt angepasst.
Eine Sub, die Rolex schlechthin, ist seit ihren Anfängen immer als Sub erkennbar. Nur eben heute auch in Edelmetall. Die Kaliber sind robust - aber keine Haute Horlogerie. Komplikationen? - Bei der Sky Dweller ist Schluss. Chronographen Kaliber für die Daytona wurden anfangs zugekauft, nicht selbst hergestellt. Undenkbar bei Patek.

Dass Rolex hier im Forum so beliebt ist, hat m.E. in erster Linie mit den hier vertretenen sozialen Milieus und der Prägung durch andere Uhren zu tun.
Eine Rolex ist eine für viele leistbare Aufsteiger-Uhr. Sowohl in der klassischen Uhrenkarriere, wie auch in der klassischen gesellschaftlichen Karriere außerhalb der Uhren.
Passt anscheinend ganz gut zum Uhrforum.

Rolex, man liest es auch immer wieder im Startpost, legt Wert auf Werbung. Das war schon seit Gründung durch Wilsdorf so. Rekorde und Ärmelkanaldurchqeurungsversuche geben beredtes Zeugnis der ersten Oyster Gehäuse und ihrer daraus resultierenden Popularität. Marktschreierisch wurde es von vielen Mitbewerbern benannt, die heute nicht mehr auf dem Markt präsent sind. Wilsdorf erkannte zudem lange vor seinen Konkurrenten die Zukunft von Armbanduhren, die zur Zeit der ersten Rolex noch nicht en Vogue waren.

Heute bezüglich Werbeauftritt desgleichen: Ob Formel 1 oder Heftseiten in den einschlägigen Gazetten oder Präsenz in Genf: An Rolex kommt man schwer vorbei.
Heißt: Wird überall gekannt, hat hohen Wiedererkennungswert. Das schätzen ALLE. Egal, ob halbseiden ausgerüstet oder von Ede & Ravenscroft.

Werbung bei Patek? Vorhanden, aber Verkäufe auch heute noch hauptsächlich innerhalb der sozialen Kohorte durch direkte Weitergabe der sozialen Marker von Angesicht zu Angesicht oder denglisiert Face to Face.

Qualität und Verarbeitung: Bei Patek und Rolex auf hohem bis höchsten Niveau - aber die Werkstücke unterscheiden sich noch immer recht deutlich. Auch eine durch noch so viel Schmucksteine aufgepimpte Rolex hat kein Kaliber, wie es viele Pateks vorweisen können.

Image - bei Rolex durchwachsen, aber mit enorm starker Marktdurchdringung. Bei Patek weitgehend konsistent mit Diffusionsmöglichkeiten in beide Richtungen.
 
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sasolit

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Chronographen Kaliber für die Daytona wurden anfangs zugekauft, nicht selbst hergestellt. Undenkbar bei Patek.
Es gäbe noch viel mehr, was ich an deinem Beitrag kommentieren könnte, aber dieser Punkt ist einfach falsch. Die Werke der Handaufzugs-Chronographen waren bis zur Einführung der 5170-Reihe zugekaufte Lemania-Ebauches. Dem Datograph sei dank hat sich Patek genötigt gefühlt das CH 29-535 PS zu entwickeln. Auch das erste Automatik-Chrono-Werk (CH 28-520) wurde erst 2006 auf den Markt gebracht.
 
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Qualität, Verarbeitung und Image der beiden großen Genfer: Rolex vs. Patek Philippe

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