Qualität Leuchtmasse / Superluminova

Diskutiere Qualität Leuchtmasse / Superluminova im Herrenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Liebe Leute. Mich würde interessieren, weshalb die Qualität der Leuchtmasse bei Uhren unterschiedlicher Marken und Preisklassen so stark variert...
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #1
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Gast115189

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Liebe Leute. Mich würde interessieren, weshalb die Qualität der Leuchtmasse bei Uhren unterschiedlicher Marken und Preisklassen so stark variert, jedoch nicht linear zur Preisklasse. Anders gesagt: Superluminova von Marken wie Rolex, Omega und Breitling schafft es in erheblicher Stärke locker die ganze Nacht hindurch. Seiko ebenfalls. Einige Microbrands wie z.B. Aquastar auch (meine DSII, die ich wieder verkaufte, leuchtete locker auf Omega-Niveau). Die neuen Doxa hingegen nicht, zahlreiche andere Microbrands auch nicht. Offenbar schaffen es auch Marken im mittleren und oberen Einstiegssegment, aber längst nicht alle. Marken der Swatchgroup unterhalb Omega beispielsweise oder auch einige Modelle von Oris fallen deutlich ab. Was kann daran eurer Meinung nach so schwer sein? Leuchtmasse kann doch für Hersteller nicht so teuer sein wie z.B. Gold. Saphirglas schaffen heutzutage ja Uhren ab 300 Euro, wirklich gute Leuchtmasse muss man hingegen suchen (oder bezahlen)?

Gibt es tatsächlich Kunden, die zwar Luminova auf Zeigern und Indizes mögen, dies aber bitte nicht zu stark und ja nicht die ganze Nacht hindurch? Wird da absichtlich "gebremst"?

Irgendwo im bergigen Appenzeller Hinterland der Schweiz, also in Teufen (wunderschön dort übrigens), werkelt die Firma RC Tritec für den gesamten Weltmarkt der Luxusuhren mit moderner Leuchtmasse (ausser für den fernöstlichen Markt). Da diese Firma ein Quasi-Monopol führt, werden die Preise wohl dermassen hochgetrieben, dass es sich nicht einmal Longines leisten kann, ihren Uhren gute Leuchtkraft einzuhauchen...

Was meint ihr? Macht ihr ähnliche Erfahrungen oder komplett andere?
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #2
clocktime

clocktime

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Leuchtmasse kann doch für Hersteller nicht so teuer sein wie z.B. Gold. Saphirglas schaffen heutzutage ja Uhren ab 300 Euro, wirklich gute Leuchtmasse muss man hingegen suchen (oder bezahlen)?
Saphir gibt es teilweise sogar für Uhren unter 100€. ;-)
Gibt es tatsächlich Kunden, die zwar Luminova auf Zeigern und Indizes mögen, dies aber bitte nicht zu stark und ja nicht die ganze Nacht hindurch? Wird da absichtlich "gebremst"?
Wohl kaum, aber die wenigsten interessieren sich dafür, ob die Lume nun am Morgen um 4 Uhr noch kräftig leuchtet. Dimmen langt ja, weil sich die Augen in der Nacht an die Dunkelheit gewöhnt haben.
[...] dass es sich nicht einmal Longines leisten kann, ihren Uhren gute Leuchtkraft einzuhauchen...
Schaue Dir mal z.B. die Longines Spirit an, die leuchtet die ganze Nacht durch stark. Auch meine anderen Longines haben ordentliche Leuchtmasse. Gute Lume ist in Bezug auf die benötigte Menge nicht teuer. Die Frage ist eher, ob starke Lume zur Uhr passt: Bei Fliegern und Divern macht es Sinn, aber sonst genügt die normale Lume... just my 2 Cents.
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #3
Aminona

Aminona

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Ich vermute ein Kontext besteht darin, wieviel Platz überhaupt auf den Zeigern und Indizes für die Leuchmasse vorhanden ist. Hab ich zumindest bei meinen Uhren so beobachtet. Auf einem schmalen Zeiger ist die "Füllmenge" halt begrenzt.
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #5
watch-watcher

watch-watcher

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Ich habe letztens noch in einer Horage-Brodcast gehört, das das Aufbringen von Lumina auf einem schmalen Sekundenzeiger nahezu unmöglich ist, da die Lumina-Pigmente doch eine bestimmte Grösse haben.

Daher werden die Sekundenzeiger meistens lackiert oder aber die Spitze des Zeigers ist etwas grösser und lediglich diese wird mit Lumina belegt.
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #6
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Gast115189

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Ich vermute ein Kontext besteht darin, wieviel Platz überhaupt auf den Zeigern und Indizes für die Leuchmasse vorhanden ist. Hab ich zumindest bei meinen Uhren so beobachtet. Auf einem schmalen Zeiger ist die "Füllmenge" halt begrenzt.
Das glaube ich nicht so recht, bzw. beobachtete ich so nicht in all den Jahren mit meinen aktuellen sowie früheren Uhren. Beliebiges Beispiel: Die filigrane Stundenzeiger- sowie Sekundenzeigerspitze meiner AT z.B. leuchtet die ganz Nacht durch. Die fetten Zeiger meiner Oris 65 leuchten nach einer Nacht im Dunkeln weniger (immer noch gut, aber weniger). Die markanten Stundenindizes derselben Oris 65 fallen komplett ab (was gewollt sein könnte).
Wobei genau bei Longines die alte Hydroconquest eine negative Ausnahme darstellt. War für mich mit ein Grund sie immer wieder zu verkaufen.
...für mich war das der Grund, sie nie gekauft zu haben. Die bisherige Hydroconquest (also, das Modell mit Alu-Lünette, welches gerade ausläuft oder letztes Jahr ausgelaufen ist), musste während mindestens 10 Jahren miese Kritik einstecken. Möglich, dass Longines hier (reichlich spät) aufgerüstet hat, doch das neue Modell gefällt mir nicht mehr.
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #7
Plaggy

Plaggy

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Das glaube ich nicht so recht, bzw. beobachtete ich so nicht in all den Jahren mit meinen aktuellen sowie früheren Uhren. Beliebiges Beispiel: Die filigrane Stundenzeiger- sowie Sekundenzeigerspitze meiner AT z.B. leuchtet die ganz Nacht durch. Die fetten Zeiger meiner Oris 65 leuchten nach einer Nacht im Dunkeln weniger (immer noch gut, aber weniger). Die markanten Stundenindizes derselben Oris 65 fallen komplett ab (was gewollt sein könnte).

Kannst es glauben oder nicht, aber wenn es normale SL ist (Seiko verwendet das eigenen Derivat von Luminova, was man damals von der Nemoto lizenziert hat), dann bestimmen eigentlich nur 2 Sachen die Leuchtfähigkeit: Die verwendete Farbe der Leuchtmasse und die schlussendlich aufgetragene Menge.

Und schon bei der Menge gibts große Unterschiede. Bei vielen Uhren ist die SL nur dünn aufgedruckt, während andere Marken die Luminova quasi wie beim Plätzchen backen in die Indizes spritzen.
Dabei sorgt schon die doppelte Menge (z.B. 2mg statt 1mg) dafür, dass sich die Leuchtdauer um über 50% verbessert, was natürlich auch mit einer sichtbar stärkeren Leuchtkraft einhergeht.

Das ganze dann in Kombination mit der jeweiligen Farbe, (wo es selbst bei den meist verwendeten Tönen Unterschiede von bis zu 20% gibt, und man hat entsprechend große Unterschiede bei ein und demselben Grundprodukt.

Edit: Oris dürfte bei fast allen Diver 65 Old Radium verwenden, grundsätzlich schon mal um die 15% schwächer ist wie BG W9 und fast 20% schlechter wie C3. Omega dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit bei den allermeisten Modellen BG W9 verwenden. Seiko, wenn auch unter anderem Namen, vermutlich C3, also höchste Leuchtkraft (zumindest von GradeA ausgehend).
 
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  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #8
Uhrbene

Uhrbene

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Gibt auch bei Superluminova unterschiedliche Qualitäten. Und Mengen sowieso.

Doxa ist bekannt für schlechte Leuchtkraft, Seiko und Rolex für das Gegenteil.

Bei den kleinen Marken gibt's solche und solche. Meine ZRC kann ich auch als Taschenlampe benutzen.
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #9
alexfra

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Eine interessante Fragestellung.
Ich konnte noch nie nachvollziehen, dass Hersteller bei der Lume Kompromisse eingehen.
Ein nennenswerter Preistreiber dürfte die Leuchtmasse nicht sein.
Möglicherweise ist die Verfügbarkeit (gerade für diverse China-Hersteller) schwierig?

Für mich ist miese Lume auf jeden Fall ein Ausschlusskriterium bei den meisten Uhren.


Grüße
Alex
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #10
thtrnsprtr85

thtrnsprtr85

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Lustigerweise scheint die Lume bei den "besseren Chinauhren" oft besser zu sein als bei manchem Schweizer. Wild herausgegriffen sehe ich da z.B. Steeldive wirklich vor Mido oder Longines.
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #11
alexfra

alexfra

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Stimmt. Bei den China-Uhren gibt es genauso wie bei den "großen Marken" solche und solche. Steeldive oder San Martin z.B. sind in der Beziehung super, Phylida oder Pagani eher grottig.
NUR am Geld kann es also nicht unbedingt liegen.
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #12
Althans

Althans

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Hallo,

nicht jeder mag es, wenn die Uhr auffällig leuchtet im Dunkeln. Das ist einfach so. Und wer benötigt das denn tatsächlich?

Uhrenhersteller wollen ihre Uhren verkaufen, das Design spielt dabei eine entscheidende Rolle. Eine teure Dress-Watch, die leuchtet wie eine Kirmesbude, damit will nicht jeder auffallen.

Merke: Die Leuchtkraft der Uhr hat nichts mit derem Wert zu tun! ;-)

Gruß
Peter
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #13
alexfra

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Ich stimme dir zu, dass eine übertriebene Lume nicht zur Dresswatch passt.
Dafür fehlt (für mich) bei einem Diver was, wenn er nur schwach glimmt.
Ist aber wie immer Geschmacksache.
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #14
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Gast115189

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Korrekt. Die Qualitätsunterschiede bei der Lu
Ich stimme dir zu, dass eine übertriebene Lume nicht zur Dresswatch passt.
Dafür fehlt (für mich) bei einem Diver was, wenn er nur schwach glimmt.
Ja, darum ging es mir.

Gute Beiträge bisher 👍
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #15
AE_Conrady

AE_Conrady

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#7 sagt eigentlich alles...
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #16
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Gast102181

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Ich vermute ein Kontext besteht darin, wieviel Platz überhaupt auf den Zeigern und Indizes für die Leuchmasse vorhanden ist. Hab ich zumindest bei meinen Uhren so beobachtet. Auf einem schmalen Zeiger ist die "Füllmenge" halt begrenzt.

1) Wenn man so wenig Platz hat, dann sollte man wenigstens die stärkste SuperLuminova verwenden und das in X1 (also C3-X1), oder?
2) Ich persönlich kaufe seit kurzem nur noch Uhren mit C3-X1. Wenn es Lume gibt, dann muss man auch richtig davon profitieren! Ich verstehe nicht, warum einige Hersteller immer noch SuperLuminova mit geringer Leistung (z. B. C1) verwenden.
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #17
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Gast102181

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Ich stimme dir zu, dass eine übertriebene Lume nicht zur Dresswatch passt.
Dafür fehlt (für mich) bei einem Diver was, wenn er nur schwach glimmt.
Ist aber wie immer Geschmacksache.

Ich glaube, dass nur sehr wenige Dresswatch Lume haben.
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #18
Sedi

Sedi

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@Gast102181
X1 ist wirklich der Hammer. Hab ich an meiner Subdelta Quattro
Die leuchtet wie ein Feuerwerk. Besser als alle meine Taucheruhren (obwohl es da natürlich auch Lume-Monster gibt wie die Seiko "Baby-Tuna" oder Seiko Monster).
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #19
Plaggy

Plaggy

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1) Wenn man so wenig Platz hat, dann sollte man wenigstens die stärkste SuperLuminova verwenden und das in X1 (also C3-X1), oder?
2) Ich persönlich kaufe seit kurzem nur noch Uhren mit C3-X1. Wenn es Lume gibt, dann muss man auch richtig davon profitieren! Ich verstehe nicht, warum einige Hersteller immer noch SuperLuminova mit geringer Leistung (z. B. C1) verwenden.
Weil die Farbe der Lume anders ist, sowohl leuchtend, viel wichtiger aber auch bei Tag
C1 ist ein sehr neutrales weiß bei Tageslicht, C3 ist grün mit Stich ins Gelbe (vergleich die meisten Seiko-Diver).
BGW9 ist auch weiß, aber mit nem kleinen Stich ins Beige.

Wenn ich also C3 auf nen eigentlich monochromen Dresser klatsche, kann das maximal Scheiße aussehen, weil die Indizes dann halt grün sind.

Wirklich vergleichen kann man den Unterschied zwischen den Leuchtmassen aber nur, wenn man von ein und demselben Dial ausgeht, mit unterschiedlichen Leuchtmassen. Sonst spielen einfach zuviele Faktoren eine Rolle.
 
  • Qualität Leuchtmasse / Superluminova Beitrag #20
LeoHaPunkt

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Seiko, wenn auch unter anderem Namen, vermutlich C3, also höchste Leuchtkraft (zumindest von GradeA ausgehend).
Dazu sei noch zu ergänzen, dass ich zwei Uhren aus der SUR-Serie von Seiko habe, wobei die mit den kleineren Leuchtflächen stärker leuchtet. Da scheint Seiko wohl mit Farbe vermischt zu haben bei einer der beiden Uhren.
 
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