Projekt: Selbstbau-Wasserdichtigkeitsprüfgerät

Diskutiere Projekt: Selbstbau-Wasserdichtigkeitsprüfgerät im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Selbst erkannt, da wird die Dichtheit des Geräts mit geprüft.
Sette

Sette

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Da auch die teuren Profi-Geräte beim Uhrmacher nach dem Prinzip der Messuhr funktionieren habe ich selbstverständlich auch dieses Prinzip bei meiner Bastelei angewendet. Wenn der Druck nicht in die Ihr kann, ist sie dicht. Dass der Druck nicht in die Uhr kann, ist mit einer Messuhr feststellbar. Die Profi-Geräte verwenden auch Unterdruck, das kann mein Gerät nicht. Bis jetzt ging's gut ;-)
 
Joghurt2

Joghurt2

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Ich überlege gerade.

Wenn eine Undichtigkeit vorliegt und man den Druck im Gerät erhöht, wird auch der Druck in der Uhr sofort immer erhöht. Eine Evtl zu messende Differenz wird also sofort immer überlagert und hat keine zeitliche Verzögerung.
Das Verhalten von undichten Uhren auf meinem Gerät war zumindest bisher immer so. Der Messzeiger bewegt sich gar nicht bei einer undichten Uhr.

Insofern ist die vorgeschlagene Druckdifferentmethode meines Erachtens nicht geeignet. Und außerdem viel aufwändiger für den Laien.
 
RIM

RIM

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Ja, das leuchtet ein. Danke, dass Ihr Euch kurz mit auf diesen gedanklichen Nebenpfad eingelassen habt.
Weitermachen!
 
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labo

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Hmm, bei dem ungünstigen Volumenverhältnis Kammer zu Uhrgehäuse brauchst du ein verflucht empfindliches Manometer. (Und ein Dichtes Druckgerät ;) )
 
D

DeepBlueLagoon

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Trommelwirbel

Tusch: IMG_20210221_225859_3.jpg

Ich habs geschafft.
Direkt nach Anleitung.

Leider bekam ich nur einen Verbinder geliefert.

Da ich kein Bock auf Terz hab und man oben ja prima Verstellen kann, Habe ich diese Lösung gewählt:

IMG_20210221_225906_3.jpg

Elegant nicht wahr? ;-)

Zum Glück hab ich diverse Schrauben daheim.

Dumm wie ich bin dachte ich, dass alles auf der Anleitung steht.

(Oh nein Spax Schrauben , hab normale m5 genommen und gewindeschneider, hat nicht so ganz hingehauen Löcher waren zu eng(zu wenig weit auseinander), Gewinde zu weit.....

Also feste draufgekloppt, bis sich alles weitet. Die Spannung hält bombenfest ;-)

Hach war das schön.

Sonst hat alles wie am Schnürchen geklappt.
IMG_20210221_225910_3.jpg
IMG_20210221_225916_1.jpg

Vielen Vielen Dank euch allen.
Insbesondere an Baumeister dem Held der offenen Quelle die mich erquickt.

Als auch insb. an ducbj.

Einfach Hammer deine Anleitung.

Liebe Grüße

Jakob
 
Sachs R

Sachs R

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Hallo

und auch von mir meinen besten Dank an die Vorreiter, Ideen Einbringer, Bauteillisten Poster usw..

IMG_20210320_173616.jpg

Mein Eigenbau ist fertig und funktioniert prächtig. OK, steht noch zu wackelig aber da kommt noch ein stabiler Fuß drunter. Die bisher getesteten Uhren reagieren wunderbar auf Druck Zu-und Abnahme.
Einzig meine Ploprof Hommage (Steeldive 1969) macht hier eine Ausnahme. Bei 5 Bar messe ich gerade mal 2/1000 mm Veränderung. Ist sie jetzt wirklich so bocksteif (angeblich 1200m wasserdicht) oder einfach nur undicht. Evtl. suche ich mal nach einem Messgerät, dass die Uhr nach dem Abdrücken ins Wasser senkt um nach Luftblasen zu sehen. Oder hier findet sich noch die eine oder andere Info.

Grüßle
Markus
 
Sette

Sette

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Gratulation :klatsch:
Hattest du die Ploprof noch nie beim Uhrmacher zum WD-Test? Dann denn Ausdruck prüfen oder den Test machen lassen. Dann weißt du es. Wenn 5 bar dein Maximum ist, kannst du beim Uhrmacher auch 5 bar "bestellen".
Wäre die Ploprof undicht, wäre der Wert ja Null - zumindest wenn er einige Minuten anliegt. Und wenn du den Druck dann schnell raus lässt, würde die Anzeige (kurz) ins Minus laufen, wäre die Ploprof undicht.
Bei mir war die geringste Änderung 20µm bei 9 bar bei einem (eher massiven) Victorinox Diver und auch bei einer Breitling Superocean 42mm.
 
L

labo

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Glückwunsch zum Aufbau.
Wie in #175 geschrieben hat meine Sinn auch kaum reagiert. Ich habe zwischenzeitlich aufgerüstet und bringe mit ner neuen Fußpumpe 7bar rein, die Messuhr kann jetzt 1/1000 auflösen ( bonusfact: von Mühle/Sa aus den 50ern ;-) ). Jetzt messe ich wiederholgenau 3/1000.
Wenn dein Aufbau steif ist, sich also beim messen eines Alublocks als Messobjekt nix tut, - scheinen deine Werte zu stimmen und der Wecker ist dicht.
 
Sachs R

Sachs R

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Hallo und Danke für die Tipps.

Beim Uhrmacher war sie noch nicht zum Testen. Muss erst mal klären, welcher von den Örtlichen hier bei einer Hommage kein Herzrasen bekommt. ;-)

Mit einem anderen Objekt werde ich meine Druckkammer mal testen. Das Filtergehäuse soll ja 8 bar standhalten, also werde ich das mal prüfen (natürlich mit Gehörschutz, Schutzbrille und mit Tuch abgedeckt).

Ich werde berichten.
 
omega511

omega511

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PjK>MUC>W>OL>?
Ich denke, hier sollte man mal, wie damals von Pommes auch getan, alle Gehäuse mal abdichten und mit 8 bis 10 Bar (je nach Kompressor) abdrücken (lassen).....

...betreffs der gemessenen Verformung gerae bei solchen Uhren wie MarineMaster oder PloProf, da bewegt sich eben sehr sehr wenig, deshalb ist eine 1/1000 Uhr schon fast Pflicht...

...und SUPER, das dieses Projekt weiter geht.

Für den Überdruch habe ich übrigens einen kleinen Auto Kompressor genutzt, der mit 12 V funktioniert, für den Unterdruck eine Handpumpe, falls da jemand eine gute Idee in Elektrisch hat, wäre das interessant...

Mit den besten Grüssen

Omega511
 
Joghurt2

Joghurt2

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Ich habe mir auch so einen 12V-Kompressor gegönnt. Kann ich nur wärmsten empfehlen!
Ich nutze eigentlich auch nur noch den Barometer im Kompressor. Berücksichtigt man den Kompressors gleich beim Erstaufbau bleibt der Mehrpreis überschaubar.

Unterdruck messe ich aktuell noch gar nicht. @omega 511: welche Handpumpe nimmst du?
 
omega511

omega511

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Klar, in der Garage ist auch ein netter "Heimkompressor" mit 250l/min plus Absauger, aber ich wollte das alles ja auf dem einen Aufsteller montiert lassen und mit dem Mini Kompressor ist wohl wenig mit Venturi-Effekt....
 
Sachs R

Sachs R

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So, ich habe hier so viele Ideen gefunden, dass ich jetzt auch mal welche einbringe. Also los:

Geduld ist eine Tugend und ich habe diese Eigenschaft vollständig aus meinem Leben verdrängt. So konnte ich nicht 2 - 3 Wochen auf die Alu Profile warten und bin deswegen in den örtlichen Baumarkt. Ich schlendere dann immer durch die einzelnen Abteilungen und lasse mich überraschen, was ich den so für meinen Bedarf zweckentfremden kann.

Hier also meine erste Variante der Auflage / Messuhr Halter:
IMG_20210324_165804.jpg

Damit habe ich meine ersten Druckprüfungen durchgeführt, was auch einigermaßen klappte. Allerdings ist diese Konstruktion so empfindlich, dass jede Berührung der Meßuhr und auch des geschlossenen Prüfgerätes zu Sprüngen der Anzeige führte. Nein, so kann das nicht bleiben.

Also wieder in den Baumarkt und nach Inspirationen gesucht. Das ist dabei raus gekommen:
IMG_20210324_163809.jpg

Als Materialien habe ich ein Alu Vierkant 16x16mm, eine M12 Gewindestange, dazugehörige Muttern und 2 M5 Inbusschrauben. Holz für den Halter und die Fußplatte hat man ja zu Hause rumliegen.

So sieht das ganze dann nach der Montage aus:
IMG_20210324_170309.jpg

Und was soll ich sagen, wunderbar stabil. Ich kann jetzt die Uhr auflegen, die Meßuhr nullen, das Gehäuse schließen und den Kompressor laufen lassen, ohne dass es zu Sprüngen der Anzeigekommt.

Sie steht weiter auf Null:
IMG_20210324_165103.jpg

Der erste Testlauf mit 2,5 bar und -0,012 mm:
IMG_20210324_165210.jpg

Und Druck wieder runter und Uhr geht auf 0,001 mm zurück. Prima:
IMG_20210324_165404.jpg

  • Für die Bohrungen empfehle ich einen Bohrständer um gerade Löcher zu bekommen.
  • M12 hat den Nachteil, dass man nicht unbedingt entsprechende Bohrer zu Hause hat, oder die Bohrmaschine nur bis 10 mm geht.
  • Den Holzfuß mit Gewindestange habe ich mit 5-Minuten-Epoxidharz eingeklebt (vorher mit dem Dremel ein paar Innereien entfernt).
  • Ich habe extra eine kleine Auflage aus Kunststoff auf das Aluprofil geklebt, um auch Verformungen des Uhrenbodens zu erfassen.
  • Gewindeschneider für die M5 Klemmschraube der Meßuhr gehört nicht unbedingt zum Standard im Haushalt, auch bei mir nicht. Aber ich habe mir folgendermaßen geholfen:
IMG_20210324_163859.jpg

Mit einer Dreieck Schlüsselpfeile eine Kerbe in die 2te Inbusschraube gefeilt und etwas angespitzt. Ja, ich weiß, sehr improvisiert aber in das Loch des Alu Vierkant bringt man damit ein Gewinde rein, dass für das Klemmen der Meßuhr ausreicht.

Ich hoffe ein paar Anregungen gezeigt zu haben und verbleibe mit besten Grüßen,
Markus.
 
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Sette

Sette

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So, ich habe vor kurzem meine analoge Meßuhr durch eine digitale ersetzt. Beide waren für 0,001mm, mit der digitalen funktioniert die Messung viel besser, da sich bei der analogen die Zeigerstellung bei Erschütterungen (zuschrauben) schon verändert hat. Da die digitale Meßuhr wasserdicht ist, habe ich den Deckel dzt. nur leicht aufgeschraubt, werde aber demnächst ein kleines Loch in den Deckel bohren.
 
omega511

omega511

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PjK>MUC>W>OL>?
So, ich habe vor kurzem meine analoge Meßuhr durch eine digitale ersetzt.
Könntest Du zu der verwendeten Messuhr einen Bestell-Link einstellen ? Ich bin zwar mit einer passenden mechanischen Uhr gut ausgestattet, aber manchmal denke ich doch über eine digitale Variante gerade aufgrund der von Dir genannten Problematik nach...
 
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