Professionelle Taucheruhren: Automatik vs. Quartz!

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#1
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nethunter

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servus!

eine frage mal: wird im professionellen tauchgebrauch (berufstaucher, unterwasserbombenentschärfer usw) eher automatik oder eher quartz-technik verwendet?
so sehr ich meine mechanische uhr verehre, zweifle ich doch ein wenig, ob man einer solchen im notfall sein leben anvertrauen kann. was ist, wenn man mit der uhr beim tauchgang gegen einen stein oder sowas knallt. das mechanische werk könnte durch einen solchen zwischenfall "verändert" worden sein und läuft auf einmal viel zu langsam.
bitte klärt mich auf!

gruß
nethunter
 
#2
K

kuddel

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Ich bin mir sicher, dass eine ungenau gehende mechanische Uhr beim Bobenentschärfen weniger gefährlich ist, als wenn der Zünder der Bombe durch die elektrischen Impulse der Quarzuhr zur Detonation bebracht wird.
 
#3
N

nethunter

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ja stimmt. das habe ich jetzt nicht beachtet. dann geh ich mal vom professionellen tauchereinsatz ohne bomben aus.
wie siehts denn dann aus?
 
#5
striehl

striehl

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Professionell getaucht wird grundsätzlich nur mit Tauchcomputer, eine Uhr dient da immer nur als Backup und solte unbedingt der DIN Norm 8306 entsprechen.

Auf die Schnelle habe ich das hier gefunden:

Taucheruhren

Damit eine Uhr sich Taucheruhr nennen darf, muß sie die Kriterien der DIN Norm 8306, erfüllen:

Diese Uhren unterliegen also einer eigenen DIN Norm
Einige Kriterien sind, absolute Dichtheit, sehr gute ablesbarkeit (Uhrzeit, gewählte Tauchzeit und das Funktionieren der Uhr müssen aus 25 Zentimeter Abstand auf einen Blick erkennbar sein, auch bei Dunkelheit), eine Einrichtung zur Vorwahl einer Zeitspanne (dazu dient ein einseitig drehbare Einstellring). Tiefen Angaben haben nur auf den Zifferblättern von Taucheruhren etwas zu suchen, und da nur in Angaben von vollen 100 Metern. Ungeachtet dieser DIN-Norm 8306 gibt es Uhren, die etwa mit 250 oder mit 1 220 Meter beschriftet sind. Nach der Norm wären sie keine Taucheruhren, dazu geeignet sind sie trotzdem. Für professionelles Tauchen vorgesehene Uhren sind im allgemeinen mindestens bis 200 Meter wasserdicht

Merke: Taucheruhren die zum professionellen Tauchen benutzt werden sind keine Gebrauchsuhren. Sie werden auch nach der Norm auch nicht als Uhr, sondern als technisches Gerät bezeichnet. Da von diesen Uhren menschliches Leben abhängt, dürfen diese auch ausschließlich nur zum Tauchen benutzt werden, und müssen regelmäßig auf Dichtigkeit überprüft werden.
(c) http://www.uhren-born.de/html/wasserdichtigkeit.html


hier sind weitere Auszüge aus der DIN Norm 8306:

DIN 8306
Diese Norm gilt für Uhren, die als Taucheruhren bezeichnet werden ... für Tauchtiefen L = 100, 200, ...m. Nur volle 100-m-Werte dürfen angegeben werden.
Taucheruhren müssen mit einer Einrichtung ausgestattet sein, die die Vorwahl einer Zeitspanne ermöglicht, z. B. Skaleneinstellring ... muss gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert sein und im gesamten Tauchbereich einwandfrei funktionieren.
Zifferblatt und ... Skalenring müssen eine Minutenteilung haben.
Die angezeigte Zeit, die vorgewählte Zeitspanne und der Gang der Uhr (Sekundenzeiger) müssen auch bei Dunkelheit erkennbar sein.
Die Norm 8306 regelt auch die Prüfmethode, denen wasserdichte Uhren beim Hersteller zu unterziehen sind. Es wird vorgeschrieben, dass alle Prüfungen bei einer „Raumtemperatur von 18-25°C durchgeführt werden. Vor der Prüfung werden die Betätigungselemente (Krone, Drücker) betätigt und wieder in Ruhe gebracht. Dann werden nur einige Exemplare eines Modells, stellvertretend für die gesamte Serie unterzogen werden müssen, sowie einer Einzelprüfung, an der jede einzelne Uhr teil nehmen muss.

Als Einzelprüfung gibt die DIN 8306 vor:
Prüfung bei Wasserüberdruck. Die zu prüfende Uhr wird in einem Druckgefäß in Wasser getaucht. Danach wird ein Überdruck von ... bar (je nach Druckangabe auf dem Gehäuseboden, mindestens 2 bar) innerhalb von 1 min aufgebracht und 5 min gehalten. Danach wird der Überdruck ... innerhalb von 1 min auf den Umgebungsdruck reduziert.
Anschließend erfolgt eine Kondenswasserprüfung. Das Gehäuse wird auf 40-45 ° C erwärmt. Danach wird ein Wassertropfen von 18-25°C auf das Glas gebracht. Nach einer Minute wird das Glastrocken gerieben. Prüfstücke, die einen Kondenswasserniederschlag auf der inneren Glasfläche zeigen, werden ausgeschieden.

Die Bauartprüfung sieht:
ein Eintauchen während einer Stunde auf 10 Zentimeter Wassertiefe sowie die Überprüfung der Wasserdichtheit der Bedienungselemente vor. Da diese Prüfung nur den augenblicklichen Zustand ermitteln kann, sollten Sie eine regelmäßige Nachuntersuchung der Wasserdichtheit bei Ihrem Juwelier vornehmen lassen. Der prüft im Allgemeinen so: In Luft, bei 0,3 bar Unterdruck über eine Minute, sowie anschließend je nach Druckangabe bei 3 bis 10 bar Überdruck. Ein Mikrometer tastet die Gehäuseverformung ab. Geht diese zu schnell zurück, ist das Gehäuse undicht.
Die Vakuumprüfung simuliert Situationen, in denen die Uhr nicht hohen Drücken ausgesetzt wird, sondern beispielsweise dem heißen Badewasser mit Seifenzusatz. Im heißen Wasser dehnen sich die Gehäusekomponenten unterschiedlich stark aus, und das weichere Seifenwasser dringt leichter ins Gehäuse ein.
DIN 8306 sieht für Taucheruhren einen Katalog von dreizehn Prüfungen vor: Ablesbarkeit, Gangverhalten, Antimagnetismus, Stoßsicherheit, Befestigungselemente, Dichtheit bei Luftüberdruck, Salzwasserbeständigkeit, Skaleneinstellring, Funktionssicherheit bei Wasserüberdruck, Temperaturbeanspruchbarkeit, Betätigungseinrichtungen sowie die Dichtheit bei Wasserüberdruck je nach Zifferblattangabe.

Schön, dass das Thema hier mal aufkommt, daran sieht man nämlich, wie wenige, so genannte Taucheruhren diesen Anforderungen entsprechen. In Meiner Sprachwahl unterscheide ich daher schon lange zwischen echten Taucheruhren und taucherähnlichen, bzw. maritimen Uhren.
 
#6
Chronos

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striehl hat gesagt.:
Schön, dass das Thema hier mal aufkommt, daran sieht man nämlich, wie wenige, so genannte Taucheruhren diesen Anforderungen entsprechen. In Meiner Sprachwahl unterscheide ich daher schon lange zwischen echten Taucheruhren und taucherähnlichen, bzw. maritimen Uhren.

Ich machs wie der bekannte Kaffeeröster und Lifestyleausrüster:

Just call it "Wassersportuhr". :wink:
 
#7
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nethunter

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entspricht die omega seamaster komplett dieser norm?
 
#9
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nethunter

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bin zwar ne wasserratte, aber überhaupt kein taucher! nach wasserski und ein paar sprüngen vom 10er ist bei mir das ende der gefühle erreicht :-D
es interessiert mich nur...
weiß z.b., dass due submariner und viele andere "taucheruhren" laut din-norm gar keine sind, weil sie keine minutengenaue einteilung auf der lünette haben.
darum wollte ich jetzt mal fragen, wie es bei der seamaster aussieht...
 
#10
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Kurzbesuch

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#11
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Kurzbesuch

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nethunter hat gesagt.:
...weiß z.b., dass due submariner und viele andere "taucheruhren" laut din-norm gar keine sind, weil sie keine minutengenaue einteilung auf der lünette haben.
darum wollte ich jetzt mal fragen, wie es bei der seamaster aussieht...
die hat sie doch auf der lünette :wink:

typische semi-pro DIN´s sind:
Rolex Subi
Rolex Sea Dweller
IWC Aquatimer
und eben die Omega

aber wie gesagt, wer ne professionelle taucheruhr sucht bekommt besseres, günstiger. kenne aber ein paar eistaucher die als 3. gerät eine der oberen mit dabei haben.
 
#14
T

timeless74

Guest
hi,
die fa.sinn baut ne uhr komplett mit öl gefüllt und heliumrückschlag. die ist angeblich (weiß da auch nich recht) bis zu unbegrenzten tiefen absolut dicht!!! die kann dir dann auch ruhig mal aus versehen in den marianen-graben fallen....du mußt dann nur noch irgendwas erfinden´das dich da unten hin bringt.
aber die vorstellung amüsiert mich!
 
#16
K

Kurzbesuch

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klar halten die ... die Subi und die Sea Dweller sind professionelle Tauchuhren - sie wurden ursprünglich für das konzipiert. Genauso wie die Aquatimer und die Omega.

... nur gibts inzwischen professionelleres für weit weniger Geld.

ist genauso wie wenn du einen Mercedes G55 AMG für 160tsd EUR als Forstauto verwenden würdest. Klar kannst du auch mit dem Brennholz fahren oder das erlegte Wild auf die belederte Rücksitzbank werfen ...
 
#17
M

MikeB

Guest
Ja, wohl dem der es sich leisten kann. :P
Ich weiss, es gibt fuer deutlich weniger Geld die besseren Loesungen.
 
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