Preliminäre Fragen zur Behandlung einer Revue Thommen

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gsl

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Liebes Forum!

Ich habe die HIER mit einiger Sicherheit identifizierte Revue Thommen Taschenuhr jetzt zur Reinigung komplett zerlegt und habe schon im Vorfeld Fragen zur Behandlung.
Wie immer für jeden Input dankbar. Es wäre schade dieses Stück zu schrotten.

Ich habe schon ein passendes Kristall und eine Feder sowie einen Erzatzstundenzeiger besorgt und bin Feuer und Flamme dieses schöne Stück wieder zum Leben zu erwecken. Der Allgemeinzustand scheint gut zu sein.
R0012166.JPG

Meine Fragen:
1) Auf der Platine sowie der Brücke und dem Unruhkloben ist die Zahl 637 eingestanzt. Kann das ein Hinweis auf das Kaliber sein?

2) auf der Abdeckung des unteren Unruhelagers war eine ganz harte Masse, die beim Entfernen des Plättchens zerbröselt und abgebröckelt ist und Schellack gewesen sein könnte. Hat das eine Bedeutung, und muss ich den wieder aufbringen. Für mich hat er dort keine ersichtliche Funktion.

R0012182.JPGR0012180.JPG

3) Der Abdeckstein des oberen Unruhelagers ist lose (aus dem runden Plättchen rausgefallen). Ist das OK, oder gehört der reingepresst. (Es ist nicht das Lager, es ist der Abdeckstein).

R0012202.JPG

4) Wie / womit kann ich das ZB behandeln, um es zu reinigen, aber möglichst nicht zu zerstören. Diese rote 24-Stundenmarkierung sieht so aus, als könnte man sie mit Alkohol abwischen...
R0012206.JPG



Eine definitive Besonderheit des Kalibers ist, dass das Zwischenrad nicht rausgeht, ohne das Minutenrad vorher zu entfernen. DARAN muss ich bei der Remontage DENKEN!!!

R0012196.JPGR0012198.JPG


Danke für eure Meinung und jede Hilfe.
Unten noch ein Paar unkommentierte Bilder von der Demontage.

Liebe Grüße
Michael
 

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Ruebennase

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Wie bereits erwähnt hilft bei einem Kaliber, dass schon vermutlich auf Thommen eingerenzt wurde, der Blick in die Uhrwerkskaliberdatenbank von Ranfft. Es ist also Thommen: bidfun-db Archiv: Uhrwerke: Revue 17.75''' . Ich nehme an die Größe von 17,75 Linien kommt gut hin.

Früher als die Werke noch einen erhebliche Anteil Handarbeit hatten wurde bei den besseren Herstellern die Platienen mit dem Räderwerk zusammengebaut, getestet und dann reassembliert und in die Vergoldung gegeben. Kloben und Brücken wurden zumeißt mit der Endnummer(n) der Werksnummer gekennzeichnet. Hier scheinen es sogar drei Zffern zu sein.

Das Zifferblatt einfach nur 24 Stunden in ein lauwarmes Wasserglas mit ein paar Tropfen Geschirrspühler baden lassen. Das ist immer die sicherste und schonenste Methode, da man sich niemals sicher sein kann ob die gesamte Blattbeschriftung gebrannt wurde. Der Aufkleber "rutscht" von alleine ab. Hier sehe ich keine Haarisse, aber die Feinen werden mit dieser Methode auch unsichtbar, da man nur den Dreck wahr nimmt der sich im Laufe der Jahrzehnte in die Bruchstelle gelegt hat.

Da ich nie an Werken herum schraube sondern dem Profie überlasse kann ich Dir den Rest nicht beantworten außer dass das Schellack nicht orginal auf das Deckplättchen gehört. ES st also ein Überbleibsel einer Altreperatur.

Grüße Rübe
 

monozelle

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Hat das eine Bedeutung, und muss ich den wieder aufbringen. Für mich hat er dort keine ersichtliche Funktion.

Rübe hat recht. Der Schellack (sieht jedenfalls danach aus) gehört da nicht hin. Und es war auch ein ziemlicher Batzen. Er hatte wohl eine Funktion - ich vermute, es fehlte das Schräubchen zum Halten des Decksteinlagers und das Ganze wurde deswegen mit Schellack festgepappt. Eigentlich eine haarsträubende Lösung, aber man kann fast dankbar sein, dass der Klempner nicht zu Superkleber oder Lötkolben gegriffen hat. Falls die Schraube weg ist, brauchst du Ersatz. Das Plättchen muss da sein, ohne den Deckstein läuft die Unruh nicht. Und ich würde da keinen Schellack mehr draufklatschen.

3) Der Abdeckstein des oberen Unruhelagers ist lose (aus dem runden Plättchen rausgefallen). Ist das OK, oder gehört der reingepresst. (Es ist nicht das Lager, es ist der Abdeckstein).

Ist mir auch schon passiert. Meiner spärlichen Erfahrung nach ist der Deckstein mit geringem Druck ins Plättchen eingepresst und sollte da eigentlich auch wieder rein. Ein Deckstein hat eine flache Seite und eine gerundete. Die flache Seite gehört nach unten bzw. in Richtung des Zapfens, denn dort sitzt jener Zapfen auf, der gerade von der Schwerkraft nach unten gezogen wird.
Da der Stein aber meist plan oben auf dem Lager aufliegt bzw. bündig mit der Unterseite des Plättchens abschließt, habe ich es so gelöst, dass ich den Stein ins Plättchen gelegt und das Plättchen einfach vorsichtig wieder festgeschraubt und dabei geschaut habe, dass alles gerade liegt und nichts verkantet. Danach habe ich die Unruh montiert, ohne die Schrauben gleich richtig festzuziehen und geschaut, wie alles läuft. Die Unruh sollte locker aussschwingen und nicht abrupt stoppen. Sie darf minimal in der Höhe Spiel haben.
Angaben ohne Gewähr. Der @FritzP schmeißt sicher gleich wieder seinen Schlappen in meine Richtung. 😉
Und nicht vergessen vor dem Montieren der Deckplättchen - auf die flache Seite des Decksteins gehört ein kleiner Tropfen Öl, genau in die Mitte und zwar etwa soviel, dass die halbe Fläche bedeckt ist. Klingt schwierig? Ist es auch. 😂

Wenn du einen Stein ein- oder auspressen willst, brauchst du eine Seitz. Du brauchst (beim Setzen) die Stellschraube und gaaaanz sanften Druck. Nimm auf keinen Fall die Triebnietmaschine, damit klopfst du einen Stein in Nullkommanichts kaputt. Der bricht wie ein Stück Zucker. Weiß ich mittlerweile auch aus Erfahrung. 🙈

Eine definitive Besonderheit des Kalibers ist, dass das Zwischenrad nicht rausgeht, ohne das Minutenrad vorher zu entfernen. DARAN muss ich bei der Remontage DENKEN!!!

Hm. Eigentlich müsste da genügend Höhenluft sein, um das Kleinbodenrad etwas anzuheben und vorsichtig rauszubugsieren. Kann aber auch mal vorkommen, dass es nicht geht. Es ist auf jeden Fall richtig, nie mit Gewalt vorzugehen. Ich würde in dem Fall wahrscheinlich erstmal probieren, das Viertelrohr auf der Welle etwas hochzuschieben, um etwas mehr Höhenluft zu gewinnen und das Kleinbodenrad wegzunehmen, da reicht manchmal schon ein Viertel Millimeter. Bevor ich das Viertelrohr abziehe oder wieder draufklopfe, habe ich eigentlich am liebsten alle anderen Räder irgendwo in Sicherheit, nur nicht auf der Platine.

Falls es wirklich nicht möglich sein sollte, dann besonders behutsam beim Abziehen und Aufsetzen des Minutenrohrs vorgehen und pass unbedingt auf, dass kein Druck auf das Kleinbodenrad kommt, die Zapfen sind zwar nicht ganz so filigran wie bei der Unruh, aber auch die verbiegen oder brechen schnell.
 

gsl

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Danke euch für euren Input!

Es ist also Thommen: bidfun-db Archiv: Uhrwerke: Revue 17.75''' . Ich nehme an die Größe von 17,75 Linien kommt gut hin.

Ja, ich habe natürlich vergessen die Größe zu erwähnen. Ich bitte um Nachsicht, ich gewöhne mich noch an's Protokoll.
Die Platine hat einen Durchmesser von genau 43cm, /2,558=16,81. Also eher 16 3/4 oder so?
Das Bild und die Beschreibung des Kalibers passt genau zu meiner, nur ist meine eine Linie kleiner.


ich vermute, es fehlte das Schräubchen zum Halten des Decksteinlagers
Das Schräubchen ist da und war an seinem Platz eingeschraubt. Alles ganz regulär, bis auf den Shellackpatzen über dem runden Plättchen.

3471710

Das legt die Vermutung nahe, dass auch unten der Stein locker ist und er mit dem Shellack fixiert wurde, weil er nicht so schön rund in der dicken Mulde vom Klobenplättchen sitzt.
Das wird sich im Ultraschallbad zeigen. Schauma mal. Vielleicht muss ich ihn doch wieder fixieren.

Falls es wirklich nicht möglich sein sollte, dann besonders behutsam beim Abziehen und Aufsetzen des Minutenrohrs vorgehen und pass unbedingt auf, dass kein Druck auf das Kleinbodenrad kommt, die Zapfen sind zwar nicht ganz so filigran wie bei der Unruh, aber auch die verbiegen oder brechen schnell.

Nein, keine Chance. Das Kleinbodenrad sitzt mit der längeren Seite der Welle in diesem Loch da
3471748

und bräuchte 1,5mm mehr Luft. GsD ist der Trieb mit sehr moderatem Druck des Pinzettengriffs runtergegangen. Ich hoffe, dass er bei der Remontage genau so leicht wieder raufgeht.


Ich hoffe ich schaffe morgen die Teile zu reinigen. Dan sehe ich auf jeden Fall klarer ;-)

Liebe Grüße
Michael
 

monozelle

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Sehr cool! Du machst das schon! Hast du die Steine mal ins Licht gehalten, alles in Ordnung, keine Risse?

Also wenn die Schraube vorhanden ist (großes Aufatmen), dann wundert mich der Schellack. Kann ich mir nur so erklären, dass der untere Deckstein durch ein zu kleines Exemplar ersetzt und deswegen mit Schellack fixiert werden sollte. Das würde auch das Rausfallen des Steins erklären... halte ich aber für Pfusch, weil ich mal annehme, dass der Schellack in erwärmtem Zustand ja auch ins Lager oder in die Gewinde eindringen könnte, wo man ihn echt nicht haben will.

Was mir statt dessen schon ein paar mal beim Schrauben begegnet ist: Eine kleine, hauchdünne Unterlegscheibe, quasi ein kleiner Ring aus feiner Metallfolie zwischen Deckstein und Plättchen. Das hält den Stein auch in Position.
 

gsl

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Das Zifferblatt einfach nur 24 Stunden in ein lauwarmes Wasserglas mit ein paar Tropfen Geschirrspühler baden lassen. Das ist immer die sicherste und schonenste Methode, da man sich niemals sicher sein kann ob die gesamte Blattbeschriftung gebrannt wurde. Der Aufkleber "rutscht" von alleine ab.

Das ZB wie angeleitet über Nacht in Spüliwasser gelegt, ist schön geworden. Bei 1 ist doch ein kleiner Haarriss, aber der wird, denke ich, von der Lünette eh abgedeckt.
Allerdings hat es der 24-Sunden Aufkleber nicht überlebt (wie vorausgesagt). Nicht dass er vorher komplett oder schön war, aber ich meine er könnte original vom Werk angebracht worden sein. Deswegen bin ich im Wigglwoggl, ob ich ihn ganz entfernen, oder so lassen soll.
Was würdest Du / würdet ihr tun?

R0012208.JPG

Der Schellack hat sich auch gekärt, der Abdeckstein ist im Elma 1:9 sofort aus dem Plättchen gefallen. Das ist insofern ein Problem, als das ich weder Schellack habe und eine hauchdünne Beilagscheibe, wie von Ingo (@monozelle) beschrieben noch weniger. Wie @FritzP es fachgerecht machen würde weiß ich nicht, und was er mir ohne Werkstatt und entsprechedes Werkzeug raten würde, außer es zu lassen, natürlich, auch nicht.

Die Steine sind sauber geworden und OK, bis auf das Ankerlager auf der Platine. Das hat doch einen Riss, der auch das Loch an einem kleinen Segment berührt.
Ist das ein KO, muss der Stein unter allen Umständen getauscht werden? Steine hätte ich in irreparablen Uhren zuhauf, das Werkzeug und die Kenntnis fehlt mir bloß.

Für jeden Input immer dankbar!
Michael
 

Ruebennase

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Ja, in diesem Fall schon. Die 24 Stunden Aufkleber sind bei so alten Uhren eine Nachrüstung. Ich lasse sie drauf wen sie noch gut erhalten sind und das Blatt keine Reinigung benötigt. Reste finde ich persönlich doof.

Grüße Rübe
 

gsl

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Willst Du das so lassen ?
Ha, to Schliemann or not to Schliemann?
Ja. Ohne auch den geringsten Anspruch auf irgendwas zu stellen, lasse ich Dinge nach Möglichkeit im (original) Zustand, in dem ich sie vorgefunden habe.
Meine "Mission" ist im Moment, Leichen vom Flohmarkt ein neues Leben zu geben. Ohne Anspruch auf Historie oder ihnen "neues Leben", im Sinne von "das soll jetzt dem Mainstream gefallen, oder vermarktbar sein" geben zu wollen.
Also ja, ich habe mit dem Gedanken gespielt das so zu lassen. Ist meine Uhr, ich hab sie lieb, auch wenn ich sie erst vor Kurzem am Flohmarkt um ein Paar Zerquetschte erstanden habe. :-)

Liebe Grüße
Michael
 

andi2

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Den Rest des Aufklebers würde ich auf jeden Fall entfernen (ich entferne diese Aufkeber generell, finde sie hässlich). Feucht machen (nur Wasser) und mit einem Hölzchen (z.B. Zahnstocher) abwischen, dann abspülen und nachwischen. Falls die roten Zahlen resistenter sind, mit Polierpaste und dem Hölzchen abrubbeln und nachspülen. So kriegt man dann sogar nachträglich aufgedruckte Zahlen ab.
Gruss Andi
 

gsl

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Hahaha, ein wenig hochgestochen. Deswegen ja die Anführungszeichen...

Und auch @andi2: ja, ich höre euch. Ich war mir ohnehin unsicher, aber hauptsächlich wegen dem Farbkontrast, den ich gut finde ...

Vielmehr brennt mir die Frage des Haarrisses unter dem Nagel. Ist ein Haarriss im Stein ein KO. Muss der unter allen Umständen getauscht werden (was bei mir mangels Möglichkeit ein KO wäre), oder kann ich die auch so zusammenbauen?

Grüße
Michael
 

monozelle

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Das ist insofern ein Problem, als das ich weder Schellack habe und eine hauchdünne Beilagscheibe, wie von Ingo (@monozelle) beschrieben noch weniger.

Wenn du eine Triebnietmaschine hast und die Punzen noch eine halbwegs scharfe Kante haben, kannst du dir kleine Unterlegscheiben selbst stanzen. Das ist, mit ein bisschen Übung, sogar gar nicht so schwer. Habe ich schon selbst gemacht.

Zum Riss im Ankerlager.
Ich übernehme ja bisweilen Informationen ohne eigene Expertise kritiklos vom meinem Uhrmacher, dem ich mit meinen Fragen schon so oft auf die Nerven gegangen bin, dass der schon mit den Augen rollt, wenn er mich vor der Tür stehen sieht... 🙈😂
Es ist ein Risiko. Meistens läuft das Lager eh nicht mehr richtig glatt, weil das Loch unregelmäßig erweitert wurde und scharfe Kanten hat, das ist beim Anker natürlich ein KO-Kriterium, dann bleibt das Werk stehen.
Aber selbst wenn es noch läuft, kann unter Umständen die Bruchstelle den Zapfen mit der Zeit dünner schmirgeln und dann musst du irgendwann den Stein und den Anker tauschen.
 

gsl

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Es ist ein Risiko. Meistens läuft das Lager eh nicht mehr richtig glatt, weil das Loch unregelmäßig erweitert wurde und scharfe Kanten hat, das ist beim Anker natürlich ein KO-Kriterium, dann bleibt das Werk stehen.
Aber selbst wenn es noch läuft, kann unter Umständen die Bruchstelle den Zapfen mit der Zeit dünner schmirgeln und dann musst du irgendwann den Stein und den Anker tauschen.
Danke, Ingo!
Ja, das habe ich befürchtet, aus ebendenselben Gründen. In Ermangelung des nötigen Könnens und Werkzeugs, werde ich vorläufig das Risiko eingehen müssen.
Da diese Uhr weder zum täglichen Tragen, noch zur Weitergabe bestimmt ist, wird es noch "hundert Jahre" Dauern, bis der Zapfen perdu ist. Das Risiko, dass die Uhr nicht robust läuft und stehen bleibt bleibt, aber dann kann ich zu einem späteren Zeitpunkt immer noch wieder zerlegen und weiterschauen.

Ich werde berichten ...

Zum unteren Unruhwellenlagerdeckel:
Der Stein ist lose (so wie der obere auch), fällt aber nicht durch das Loch raus. Der Schellack war offenbar nur angebracht, um das Plättchen leichter montieren zu können, ohne darauf achten zu müssen, dass das Steinchen an seinem Platz bleibt. Ich werde versuchen dasselbe mit Rodico zu bewerkstelligen. Im schlimmsten Fall (FritzP weghören), nehme ich eine Idee Superkleber. Der geht mit Aceton restlos raus und greift weder Stein noch Blech an (im Gegensatz zu Schellack, der das Blech verfärbt).

Dank und Gruß aus Wien
Michael
 
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monozelle

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Das wird schick! Klasse gemacht mit dem Zifferblatt! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
 

Spindel

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Na geht doch ;-)
Kannst mir ruhig auch mal was glauben.Mache das auch nicht seit gestern.
Gruß Roland
 
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