Portugal - Wanduhr mit 6 Hämmer, Reinigung, Revision

Diskutiere Portugal - Wanduhr mit 6 Hämmer, Reinigung, Revision im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Freunde der Großuhren. Als Laie hat mich der Dialog über eine Bufettuhr zwischen Labrador und Neuling09 begeistert. Wie sensibel und...
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Euronensammler

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Hallo Freunde der Großuhren. Als Laie hat mich der Dialog über eine Bufettuhr zwischen Labrador und Neuling09 begeistert. Wie sensibel und konsequent-logisch beide vorgegangen sind. Das hat mir Mut gemacht, auch meine billige Portugalwanduhr mit 6 Hämmer, 3 Federgehäuse und 2 Melodien zu säubern. nun habe ich die Vorgehensweise begriffen und auch 2 Fachbücher dazu gelesen.
Noch ist nichts geschehen. Von außen war die Uhr sauber, von innen sind die Triebe mit Dreck zugekleistert. Schiss habe ich noch vor dem Zusammenbau. Natürlich kann und werde ich für jeden Arbeitsgang Demontagestufenfotos machen. Ein Ultraschallgerät, leerer Sortimentkasten, Reinigungsbenzin und Pinsel warten auf den Einsatz. Ich denke, dass ich alle Rädchen 1:1 nach Reinigung in die untere Platine einstecken kann. Nur die oberste Platine gleichzeitig auf alle Achsen der Rädchen zu bugsieren, halte ich für die schwierigste Aufgabe. Gibt es dafür Hilfsmittel oder Tricks?
Vorteilhaft ist, dass der Schlagwerksantrieb mit den 6 Hämmern eine extra Baueinheit bildet. Sie kann ich erstmal vernachlässigen. Für jeden Beitrag zu der fettgedruckten Frage bin ich dankbar.
weihnachtliche Grüße
Der Euronensammler
 
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Uhrmichel

Uhrmichel

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Wirkliche Hilfsmittel und Tricks gibt es nicht, nur Geduld und Geschick und vorsichtig arbeiten damit keine Zapfen abbrechen. Bevor du das Werk zerlegst solltest du dir die Position der Anlaufräder merken, nicht bei allen Großuhrwerken ist es möglich die im zusammengebauten Zustand zu korrigieren

Ich verwende gerne zur Montage die Stützen im angefügten Link, damit steht die Platine bei der Montage wackelfrei und sicher

http://www.selva.de/product_info.php?cPath=Werkstatt&upage=3&sPath=Spannen%2C%20Greifen%2C%20Bohren%2C%20Schrauben&products_id=St%FCtzen-Set%20385307

Viele Grüße vom Hunsrück
 
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Euronensammler

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Danke, Ich muss halt höllisch aufpassen. 1:1, der Rest kommt später.
Ich dachte an das gute, alte Transparentpapier. Das gibt es in verschiedenen Stärken, ist nahezu fusselfrei und leicht durchsichtig. Man legt es auf die untere Platine, steckt alle achsen durch, nimmt sie wieder heraus und verwendet das Blatt 1:1 für die oberen Achsenenden. Legt erst das Blatt, dann die obere Platine darüber, schraubt sie locker fest. Dann kann die Transparentschablone, die ja unter der oberen Platine ist, seitlich weggerissen werden. Die zerrissene Schablone muss wieder vollständig sein. Ist sie es nicht, weiss man genau, wo ein Schnipsel hängen geblieben ist. Den könnte man mit der Pinzette leicht entfernen. Ob ich diese Vorgehensweise wohl als "Patent" anmelde?;-)
Gruß aus dem chaotisch verschneiten Deistervorland.
 
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Euronensammler

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Sicherlich etwas Alltägliches. Auf der Achse des Ankers muss ein Elefant rumgetrampelt sein. Jedenfalls war der Zapfen an der längeren Seite der Achse um ca 20° verbogen. Mit meiner Heimwerkerflachzange und großer, körperlicher Kraft habe ich ihn liedschäftig auf 1-2° zurückbiegen können. Der Anker wackelte dann ohne Pendel rhytmisch. Die Brocotanker sind wohl sehr leidensfähig. Was ist zu tun? Am Besten wohl eine neue Achse oder kann das noch irgendwie gerichtet und poliert werden? Gesamte Achslänge incl Zapfen: 41,58 mm. Durchmesser Achse: 1,98 mm, Durchm. Zapfen : 0,75 mm, Zapfenlänge 1,5 mm
 

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Chro_nos

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Hallo Euronensammler.


Nimm dir eine Lupe und sieh dir den Zapfen genau an.

Dann solltest du versuchen, den Zapfen möglichst gerade zu richten.

Wenn er unbeschädigt ist, kannst du ihn so verwenden.

Wenn er Riefen, Eindrücke oder sonstige Unebenheiten aufweist, wirst du ihn wohl aufarbeiten müssen, da ansonsten der Zapfen im Lager wie eine Feile arbeiten würde.

Der Fachmann verwendet dafür entsprechendes Werkzeug!

Wenn du das nicht besitzt, laß den Zapfen von einem Fachmann reparieren.

Falls der Zapfen bei der Reparatur abbrechen sollte, kannst du als allerletzte Möglichkeit noch immer eine neue Welle anfertigen bzw. anfertigen lassen.


MfG:
Chro_nos
 
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Etwas peinlich ist die Frage schon, weil banal. Wie kann ich das Federgehäuse bei dem Regulator öffnen? Habe die Uhr inzwischen in alle Einzelteile zerlegt. Spezielles Uhrenwerkzeug habe ich als fortgeschrittener Hobbybastler nicht. Ich konnte sogar das festsitzende Minutenrohr mit selbstgefertigten Hebeln und 500° Heissluft abziehen.

Ich will nicht die Feder raushaben aber den Geäusedeckel abziehen oder abdrücken, nur wie? Dann könnte ich die Feder mit spülen, spannen, spülen, entspannen reinigen. Lässt sich der Deckel von hinten mit dem Innennvierkantmessingrohr nach vorn durchstoßen?
Gruß Euronensammler

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Hallo Euronensammler.


Nimm dir eine Lupe und sieh dir den Zapfen genau an.

Dann solltest du versuchen, den Zapfen möglichst gerade zu richten.

Wenn er unbeschädigt ist, kannst du ihn so verwenden.

Wenn er Riefen, Eindrücke oder sonstige Unebenheiten aufweist, wirst du ihn wohl aufarbeiten müssen, da ansonsten der Zapfen im Lager wie eine Feile arbeiten würde.

Der Fachmann verwendet dafür entsprechendes Werkzeug!

Wenn du das nicht besitzt, laß den Zapfen von einem Fachmann reparieren.

Falls der Zapfen bei der Reparatur abbrechen sollte, kannst du als allerletzte Möglichkeit noch immer eine neue Welle anfertigen bzw. anfertigen lassen.


MfG:
Chro_nos

Danke dir und und Uhrmichel.
Zapfen und Achse sind wohl recht weich. Die bruchgefahr sehe ich kaum. Etwa 19° habe ich schon korrogiert. Muss nur nuch 1° korrigieren.

Nun könnte ich die Achse mit dem Zapfen von 3 Seiten fotographieren und auf dem PC etwa 5-fach vergrößern. Dann könnte ich die Außermittigkeit des Zapfens besser feststellen. Bleibt mir dann nur die bestimmt unfachgemäße Korrektur mit der Flachzange. Auch könnte ich die Achse in die Kleinbohrmaschine einspannen. Diese wiederum in den Schraubstock. Dann hätte ich den Effekt einer Drehbank und könnte den Zapfen polieren, wenn ich denn etwas zum polieren hätte. Ist das unsinnig oder macht es Sinn?
 
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Chro_nos

Chro_nos

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Hallo Euronensammler.


Wenn du der Ansicht bist das der Zapfen in Ordnung ist, solltest du ihn so belassen.

Worauf du achten musst, habe ich dir schon geschrieben.

Wenn du nach dem Einbau des Ankers feststellst, daß der Zapfen im Lager klemmt, kannst du ja noch immer korrigierend eingreifen.


MfG:
Chro_nos
 
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Ein Bild vom Federhaus wäre nicht schlecht, wenns keinen Ausschnitt hat zum aufhebeln dann einen Handschuh anziehen und Federhaus am Zahnkranz festhalten und kurz und kräftig den Federkern auf ein Stück Hartholz aufschlagen, dann springt der Deckel ab.

Viele Grüße vom Hunsrück
 
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Euronensammler

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Ein Bild vom Federhaus wäre nicht schlecht, wenns keinen Ausschnitt hat zum aufhebeln dann einen Handschuh anziehen und Federhaus am Zahnkranz festhalten und kurz und kräftig den Federkern auf ein Stück Hartholz aufschlagen, dann springt der Deckel ab.

Viele Grüße vom Hunsrück
Ups- Da hat wohl jemand mein Bild gestohlen. Wusste garnicht dass meine neuen Bilder schon so wertvoll sind, dass sie gestohlen werden.:???:
Alle 3 Gehäuse haben einen Schlitz zum Eingreifen. Nun nochmal das Bild.
Gruß vom Deister im Frühling (13 Uhr = 12,7°)
Helmut
JD500008.jpg

P.S. Das Bild war im anderen Thread. Dch kein Diebstahl.:oops:
 
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Euronensammler

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Wirkliche Hilfsmittel und Tricks gibt es nicht, nur Geduld und Geschick und vorsichtig arbeiten damit keine Zapfen abbrechen. Bevor du das Werk zerlegst solltest du dir die Position der Anlaufräder merken, nicht bei allen Großuhrwerken ist es möglich die im zusammengebauten Zustand zu korrigieren

Viele Grüße vom Hunsrück
Hallo Uhrmichel
Zu spät! Wusste bis gestern noch nicht, was die Anlaufrädchen sind. Leider sind mir die kleinen Stifte an der Unterseite der Rädchen bei der Demontage nicht aufgefallen. Ich habe allerdings das Uhwerk gereinigt und alle Rädchen wieder zuordnen können. Deine Warnung habe ich aber unterschlagen. :oops: Die beiden Anlaufrädchen laufen über eine Aussparung in der Platine. Natürlich werden damit entsprechende Hebel angesteuert. Soweit bin ich noch nicht. Ich habe den folgenden Teil aber gut dokumentiert. Die obere Platine ist noch locker. Einige Rädchen sind noch nicht in der oberen Führung, sodass ich die Rädchen noch versetzen kann.

Nur Wie? Was ist die Nullstellung?
Gemerkt habe ich mir nichts. Natürlich kann ich die beiden Rädchen so versetzen, dass die Anlaufstifte über der Aussparung stehen und in die später einzusetzenden Hebel eingreifen können. ich denke, da hat man trotzdem 2-5 Zähne Varianz oder? Ich möchte es aber genau machen. Bei Bedarf kann ich Bilder liefern. Das fällt mir nicht schwer.
Irgendwann, da bin ich optimistisch, wird meine schöne Portugisin das Ave Maria singen. :-D
Gruß Euronensammler
 
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Uhrmichel

Uhrmichel

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Puh, hier jetzt in wenigen Sätzen die Grundeinstellung eines Schlagwerks zu beschreiben,
und dann noch eins welches viertelstündlich schlägt und die vollen Stunden fällt mir etwas schwer. Grundsätzlich sind Schlagwerke so aufgebaut das beim anheben des Auslösehebels des Schlagwerk kurz anläuft und nach ca 1/2 Umdrehung des Anlaufrades wieder am Anlaufstift gestoppt wird und erst beim Abfallen des Auslösehebels das Schlagwerk freigegeben wird. So wird erreicht das der Punkt an dem das Schlagwerk zu schlagen beginnt immer sehr genau zur Viertelstunde,Stunde ist.
Wichtig ist auch das bei der ganzen Vorlaufgeschichte noch kein Hammer angehoben wird.
Über das Viertelschlagwerk wird dann das Stundenschlagwerk ausgelöst.Dabei gibt es noch eine Steuerung das immer nur zur vollen Stunde das Stundenschlagwerk ausgelöst werden kann, selbst wenn man die Uhr beim stellen mal nicht ausschlagen lässt synchronisiert sich das wieder selbstständig.
Vorteil dieser Schlagwerke ist ,daß sich die meisten Einstellungen auch noch nachträglich vornehmen lassen. Die Steuerscheiben sind meist mit Schrauben geklemmt oder aufgepreßt.

Viel Spass beim ausprobieren ;-)

Grüße vom Hunsrück
 
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Euronensammler

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Danke erstmal für deine verständliche Beschreibung. Hans Jendritzki hat in seinem Buch "Reparatur antiker Pendeluhren" das Them verhältnismäßig umfassend beschrieben. so dass es uns möglich ist, gemeinsam die schöne Portugisin zum singen des Ave Maria zu veranlassen. Davor haben aber die Götter noch den Schweiß gesetzt.
Als Anfänger habe ich mich wohl gleich an den mittleren oder höheren Schwierigkeitsgrad dummdreist gewagt. Wohl habe ich auch alle möglichen Anfängerfehler gemacht. Mir geht es erstmal um die Grundeinstellung überhaupt. Ich habe noch 3 Standuhren mit Pendel und Westminster. 2 davon laufen exakt. Meine schöne Portugisin hat halt nur noch den Umschalthebel für das Ave Maria. Da könnte ich ja mal nachsehen.
Das Schlagwerk selbst ist gut organisiert. Jedes der 9 Rädchen ist nummeriert. Man kann die 9 Nummern schön in eine Reihe stellen. Das dürfte die 0-Stellung sein. Es interessiert mich eigentlich noch nicht. Gleichwohl muss ich beim Zusammenbau der Platinen an die Auslösestifte denken.

Nochmal wegen der allgemeinen Grundeinstellung. Hoffentlich verwende ich jetzt die richtigen Begriffe. Die Hauptachse ist die Minutenachse. sie ist ein Rundstahl mit einem Vierkantkopf auf den der Minutenzeiger geschraubt wird. Will man das Werk auf die 0-Stellung ausrichten, muss der Vierkant wie stehen? Man könnte es anhand der Zähne genau auszählen. Ich würde es auf 5 nach 12 einstellen. Das mit Hinsicht auf Anlauf / Vorlauf für das Schlagwerk. Das Stundenrohr mit Stufenscheibe liegt ja ausserhalb der Platinen und kann später aufgesetzt werden. So mein laienhafter Verstand, den du bitte korrigieren magst.

Ob das gestern Spaß war, nachdem ich stundenlang versuchte, die oberste Platine zu befestigen, sei danhingestellt.:lol:
Aber im Hunsrück, da pfeift ja der Wind so kalt. Ähnlich wie im Westerwald.
Gruß vom Deister
 
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Uhrmichel

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Eigentlich ist es ziemlich egal wie das Minutenrad steht,irgendwo müsste auf der Minutenwelle noch ein Stern mit vier Spitzen oder eine Scheibe mit vier Stiften sein, die das Viertelschlagwerk auslöst. Wenn du diese Scheibe nicht von der Welle getrennt hast stimmt nachher aus die Position des Minutenzeigers, falls doch ist es auch nicht tragisch, das Vierkantfutter im Minutenzeiger ist genietet und kann später passend gedreht werden.
Stell doch mal ein paar Bilder von der Vorderseite des Werks rein damit man sich besser vorstellen kann wie die Kadratur aufgebaut ist, irgendwo müsste ja auch noch eine Nockenscheibe sein mit vier Einschnitten und einer erhöhten Nocke zur Steuerung des Viertelschlagwerks und Auslösung des Stundenschlags.

Viele Grüße vom Hunsrück
 
uri3047

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Hallo,ich hätte auch einen Beitrag,zu öffnen von Federhäusern,so mach ich das immer,Federhaus in die Hand nehmen und mit einem kleinen Gummihammer auf den Federkern in Richtung des Deckels kurz draufschlagen und auf iser.Wenn mann versucht den Deckel an der Aussparung zu öffnen kann es paßieren das der Deckel verbogen wird und nicht mehr paßt,alles gut für die Zukunft!
 
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Hallo,ich hätte auch einen Beitrag,zu öffnen von Federhäusern,so mach ich das immer,Federhaus in die Hand nehmen und mit einem kleinen Gummihammer auf den Federkern in Richtung des Deckels kurz draufschlagen und auf iser.Wenn mann versucht den Deckel an der Aussparung zu öffnen kann es paßieren das der Deckel verbogen wird und nicht mehr paßt,alles gut für die Zukunft!
Richtig Uri, kann mich gut erinnern, dass ich vor x-Jahren, als ich den Wecker geschlachtet habe, auch den Deckel des Federgehäuses verbogen habe. Danke für die Bestätigung. Jetzt habe ich noch ein einfaches Anliegen. Nachdem ich die Teile mit einer, für meine hübsche Portugisin in einer angenehm, warmen Pril-Salmiak-Wasserlösung im Ultraschall und anschließendem Bezinbad gereinigt habe, sehen die Platinen und auch einige Rädchen recht fleckig aus. Wie werden die Platinen dann bahandelt? Ich habe wohl hier in der Historie schon etwas gelesen, konnte sich aber in meinem groben Gedächnissieb nicht halten. Obwohl ich mir einbilde, dass ich Sufunktionen gut beherrsche, konnte ich diese Passagen hier nicht wiederfinden. Die Suchfunktion hier ist wohl nicht so mächtig.
Viele Grüße
 
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Eigentlich ist es ziemlich egal wie das Minutenrad steht,irgendwo müsste auf der Minutenwelle noch ein Stern mit vier Spitzen oder eine Scheibe mit vier Stiften sein, die das Viertelschlagwerk auslöst. Wenn du diese Scheibe nicht von der Welle getrennt hast stimmt nachher aus die Position des Minutenzeigers, falls doch ist es auch nicht tragisch, das Vierkantfutter im Minutenzeiger ist genietet und kann später passend gedreht werden.
Stell doch mal ein paar Bilder von der Vorderseite des Werks rein damit man sich besser vorstellen kann wie die Kadratur aufgebaut ist, irgendwo müsste ja auch noch eine Nockenscheibe sein mit vier Einschnitten und einer erhöhten Nocke zur Steuerung des Viertelschlagwerks und Auslösung des Stundenschlags.

Viele Grüße vom Hunsrück
Danke erstmal für die Hinweise. Beim Stahlkreuz auf dem Minutenrad konnte ich keine beeinflussende Mechanik sehen. Von vorn sind auch keine Aussparungen in der Palette. Wahrscheinlich wird erst einer, der noch zu montierenden Hebel tätig. Es könnte auch sein, dass schon einige der Vorbesitzer die schöne Purtugisin vergewaltigt haben und ein oder mehrere Teile fehlen. Wer den Ankerradzapfen um 20° verbiegen kann, ist bestimmt für weitere Taten geeignet. Das will ich aber vorerst ausschließen.

Die beigefügten Fotos sind leider etwas überbelichtet. Ich will mich aber nicht auch noch mit der Belichtungstechnik der Digitalkamera befassen. Federgehäuse, Ankerteile , Schrauben, Splinte und Sicherungsscheibchen sind nicht auf dem Teilefoto.
Gruß Euronensammler
 

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Uhrmichel

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Das Stahlkreuz ist für die Zeigerreibung zuständig, Teil Nr.4 ist das Teil auf dem der Minutenzeiger gehört, das Teil selber gehört auf die Minutenwelle gepreßt, der Stern an dem Teil lösst jeder viertel Stunde das Schlagwerk aus, einer von den vier Spitzen ist etwas länger und synchronisiert das Schlagwerk zur vollen Stunde, Teil Nr.3
steuert die Ablauflänge des Viertelschlags und lösst das Stundenschlagwerk aus.

Viele Grüße vom Hunsrück
 
uri3047

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Hallo,zur Reinigung der Uhr,Platinen und Räder aus Messing,Reinigungsmittel nicht zu heiß und nicht zu lange,da dabei die Oberfläche(evtl. Zaponlack) behandelt wurde sich auflöst und Flecken geben kann.Also wenn ich die Teile gereinigt habe und abgespüllt,nehme ich einfach einen Föhn dann wird alles sauber weggblasen.Dann Platine und Rädertriebe mit den Putzholz gereinigt,dann ist alles schick........ gelle.wenn Du mehr Trick brauchst schreib einfach! tschüß uri

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Ach, da fällt mir in dem Zusammenhang ein,ich habe heute gerade eineTischuhr als Westminster mit Gangregler angefangen und bin fast fertig,werde anschließend paar Bilder einstellen zur Ansicht,wie sowas aussieht wenn´s fertig ist !
tschüß uri
 
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Euronensammler

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Hallo,zur Reinigung der Uhr,Platinen und Räder aus Messing,Reinigungsmittel nicht zu heiß und nicht zu lange,da dabei die Oberfläche(evtl. Zaponlack) behandelt wurde sich auflöst und Flecken geben kann.Also wenn ich die Teile gereinigt habe und abgespüllt,nehme ich einfach einen Föhn dann wird alles sauber weggblasen.Dann Platine und Rädertriebe mit den Putzholz gereinigt,dann ist alles schick........ gelle.wenn Du mehr Trick brauchst schreib einfach! tschüß uri
Ist ja schon alles gereinigt. Hat alles gut geklappt. Nur Platinen und einige Rädchen sehen halt fleckig aus. Nun, Zaponlack ist ist ja kein Zaubertrunk, ihn haben viele Uraltlhandwerker wie ich im Schrank. Die Platinen könnte ich mit Zaponlak behandeln. Einige Rädchen haben Flecken, die anders, nach Uraltoxydation aussehen. Das wäre mir egal, aber die Platinen möchte ich doch glänzend haben. Ich hoffe, dass meine schöne Portugisin das Ave maria dann fehlerfrei singt.:-) Kann ich noch etwas mit den Platinen machen?
Mit dem Putzholz habe ich schon reichlich in den Trieben gescheuert. Nach dem Bad mit Ultraschall war noch reichlich, sehr fest haftender Schmutz vorhanden. Ich denke, Schmutz, der älter als 10 Jahre ist, hat Ultraschall nicht gelöst. Dieser Schmutz ist dermaßen verfestigt, dass man wohl ein weiteres Ultraschallgerät mit anderen, aber nicht stäkeren Frequenzen benötigt oder eben das gute, alte Putzholz.
--- Nachträglich hinzugefügt ---

[/COLOR]Ach, da fällt mir in dem Zusammenhang ein,ich habe heute gerade eineTischuhr als Westminster mit Gangregler angefangen und bin fast fertig,werde anschließend paar Bilder einstellen zur Ansicht,wie sowas aussieht wenn´s fertig ist !
tschüß uri
Prima darauf freue ich mich schon. Interessant wäre auch ein markanter, Vorher-Nachher-Effekt. Vielen Dank, für deine Unterstüzung.
Einen freundlichen Gruß von Deister

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Das Stahlkreuz ist für die Zeigerreibung zuständig, Teil Nr.4 ist das Teil auf dem der Minutenzeiger gehört, das Teil selber gehört auf die Minutenwelle gepreßt, der Stern an dem Teil lösst jeder viertel Stunde das Schlagwerk aus, einer von den vier Spitzen ist etwas länger und synchronisiert das Schlagwerk zur vollen Stunde, Teil Nr.3
steuert die Ablauflänge des Viertelschlags und lösst das Stundenschlagwerk aus.

Viele Grüße vom Hunsrück
Danke, ist alles gut verständlich. Du hast Talent zum Pädagogen oder bist sogar einer. Respekt, was die alten Uhrmacher und Konstrukteure vor mehreren hundert Jahren schon drauf hatten.

Das Werk wird sich wohl in weiten Bereichen selbst synchronisieren. An manchen Stellen wird man wohl auf die Ansteuerposition achten müssen, oder?

Am Sonntag habe ich selbst mit Eselsgeduld nicht hingekriegt, die oberste Platine zu befestigen. 3-5 Achsen sind immer wieder rausgesprungen. Die Zapfenlänge beträgt allgemein ca 1,5 mm. Jetzt werde ich mir 5 Kunstoffstreifen von der Dicke der halben Zapfenlänge (0,7-0,8mm) machen. an der Vorderseite wird ein Schlitz verjüngend eingearbeitet. Das sieht dann wie eine Wäscheklammer von der Seite aus. Diese Streifen, zwischen Zapfenansatz und Achse gesteckt, verhindern das vollständige Zurückgleiten der ganzen Achsen. So etwas meinte ich am Anfang mit Tricks und Tipps. Die Profis hier mögen schmunzeln, mir jedenfals wird es helfen.
Einen freundlichen Gruß vom Deister.
 
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Reinigung mit höher Frequenz bringt nichts (habe 3 l Ultraschal) mußte dann eben länger reinigen oder im Gerät ohne Wärme liegen lassen und immer mal nachschauen ob es saubrer wird,vor allen die Federn im Federhaus sehen machmal übel aus (Umgänge kleben zusammen).
 
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Portugal - Wanduhr mit 6 Hämmer, Reinigung, Revision

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