Poljot Signal 2612 Aviator mit Rechenschieberfunktion

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fox60

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Hallo liebe Uhrenfreunde,

ich möchte heute mal meine Poljot 2612 Navigator vorstellen.

Die Uhr hat ein mächtiges Gehäuse mit einem Durchmesser von ca. 43mm und macht einen sehr soliden Eindruck.
Sie hat einen drehbaren, inneren Ring mit Rechenschieberfunktion.

Mit der Rechenschieberkrone auf der linken Seite bewegt man die logarhytmische Skala.
Aufgezogen wird die Uhr mit der unteren Krone, rechts. Mit der rechten, oberen Krone wird die Alarmfunktion aktiviert und eingestellt.

Bei dem Werk handelt es sich um eine Kopie des legendären AS1930 von Adolph Schild . Bei Poljot wurde das Werk unter der Bezeichnung 2612.1 geführt . Zwei Federhäuser, 18 Steine, Glucydur Unruh, Stoßsicherung, Handaufzug, Alarmfunktion.
Werksaufbau: Anker, Hemmungsrad, Sekundenrad, Kleinbodenrad, Minutenrad, Federhaus.
Halbschwingungen/Std.:18.000



Das "Metatechnische Kabinett " schreibt dazu: "

Das einzige, russische Wecker-Werk, das schon seit den 60iger Jahren gebaut wird, ist baugleich mit dem schweizer AS1930. Es besitzt ein mechanisches Handaufzugswerk, das mit einer Glucydur-Unruh ausgestattet ist. Auch hier sind wieder sämtliche Achsen in synthetischen Rubinen gelagert- sogar die des Weckerhebels.
Anhand der Bezeichnung "1" am Ende kann man erkennen, dass es sich um ein Werk mit Ganggenauigkeit erster Klasse handelt.
Von der Chronometernorm sind die Kriterien zwar meilenweit entfernt, dennoch kann man hier davon ausgehen, dass dieser Wecker seinen Träger präzise zur gewünschten Zeit weckt."



Ich selbst musste mich an die Uhr erst gewöhnen. Habe sie gekauft und lange nicht getragen. Mittlerweile ist sie eine meiner am häufigsten getragenen Uhren.

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Photoman

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Glückwunsch zur Poljot!

Eine Uhr mit Alarm fehlt mir auch noch, finde ich nicht schlecht.
Nur die Funktion des Rechenschiebers habe ich irgendwie nicht richtig verstanden.
Das du mit der linken Krone die Skala verstellen kannst habe ich verstanden. Wie das in der Praxis anhand einer Rechenaufgabe funktioniert nicht. :oops:
Vielleicht erklärst du es mir anhand eines Beispiels?

Ansonsten eine tolle Vorstellung. :klatsch:

Viel Spaß mit deiner Aviator.
 

fox60

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Hallo Volker

ist auch ein recht komplizierter Vorgang und in Zeiten von Taschenrechnern wohl auch überholt.
Bei Sinn habe ich eine gute Beschreibung zu diesen Uhren gefunden
Modell 903 Rechenschieber-Funktion

lg Andreas
 

Tschassy

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Meinen Glückwunsch zu deiner Poljot. Ja, die Russen, die brauchen keinen Taschenrechner, Rechenschieber in der Uhr. :klatsch:

Ein ziemlicher Brocken die Uhr, aber ein solider Brocken. :super:

Ich wünsche dir viel Spaß mit der Poljot.

Gruß, Bert
 
T

Tomcat1960

Gast
Sehr beeindruckende Uhr, die auch einen sehr gut verarbeiteten Eindruck macht. :super:

Die Rechenschieber-Funktion ist eigentlich einfach, aber Ihr jungen Leute habt vermutlich in der Schule gar keinen Rechenschieber mehr kennengelernt :D Der Vorteil ist, dass ein Rechenschieber keinen Strom braucht, und für praktische Belange reichen die zwei Nachkommastellen, auf die man mit dem Rechenschieber rechnen kann, vollkommen aus. Für mich ist das eines der sinnreicheren Features, die man in einer modernen Uhr unterbringen kann.

Zwei kleine Korrekturen hätte ich noch anzubringen, wenn ich darf:
- erstens: das 2612 und das 2612.1 basieren beide auf dem AS 1475, nicht dem AS 1930. Die genaue Geschichte habe ich mal hier beschrieben. Meine Hauptquelle war Horlbecks "Armbandwecker", ohne Frage die führende Autorität auf dem Gebiet der Armbandwecker.
Das 2612 unterscheidet sich in einigen Belangen vom 1475, so verfügt es über einen zusätzlichen Lagerstein, der den Schläger auch von oben (also auf der Zifferblattseite) lagert, und ist insgesamt 0,6 mm größer;
- zweitens: das 2612.1 ist keineswegs die "Premium"-Version des 2612, sondern schlicht und ergreifend sein ab 1990 gebauter Nachfolger, der mit einer moderneren, schraubenlosen Unruh ausgestattet ist. Alle anderen Daten stimmen überein.

Sehr schöne Vorstellung, mit tollen Bildern!

Viel Spaß mit der schicken Russin!

Viele Grüße
Tomcat
 
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Tschassy

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Vielleicht erklärst du es mir anhand eines Beispiels?

In der ersten Abbildung siehst du die Multiplikation mit 83. Auf dem ZB liest du die Ergebnisse. z.B. 60 (auf dem Rehaut) multipliziert mit 83 (auf dem ZB unter dem Dreieck) ergibt etwa 5000 (die 50 auf dem ZB unter der 60 auf dem Rehaut); genau sind es 4980. Das Dezimalkomma-Setzen rechnet man im Kopf aus.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

... Rechenschieber (...) Für mich ist das eines der sinnreicheren Features, die man in einer modernen Uhr unterbringen kann.

Meine Rede!

Gruß, Bert
 
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Photoman

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Danke Bert,

ich hatte wirklich keine Ahnung wie das funktioniert.
Tomcat hat natürlich Recht, wir haben in der Schule keinen Rechenschieber gehabt.
Ich finde das auch ein tolles Extra, deswegen auch meine Frage nach der Bedienung.

Vielen Dank für die Erklärung! :super:
 

fox60

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ich hatte noch Rechenschieber in der Schule, bin ja wohl der gleiche Jahrgang wie Tomcat, habe das aber wohl verdrängt :-) :-).
Tomcat:
Übrigens danke für die Aufklärung bezüglich des Werks, bin da immer für jede Hintergrundinformation dankbar.
Meine Information war, wie geschrieben, aus dem Metatechnischen Kabinett zitiert, die wiederum schreiben, dass das 2612 auf dem AS1930 basiert.
Deine Quelle scheint mir da verlässlicher zu sein. Werde mich da mal einlesen.
Aber wie gesagt, bitte gerne ggf. korrigieren. Wie man sieht, sind Quellen nicht immer verlässlich.
Danke und Gruss
Andreas
 

uhr_leiwand

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Russen-Kitsch erster Güte, dennoch: mir gefällt sie, ich steh ganz einfach drauf! :D

Glückwunsch und noch viel Freude mit ihr! :super:
 
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