Poljot 3133 - Revisionsbericht mit großer Bilderstrecke

Diskutiere Poljot 3133 - Revisionsbericht mit großer Bilderstrecke im Anleitungen & Revisionen Forum im Bereich Uhrenwerkstatt; Hallo Zusammen, ich möchte euch noch einen Revisionsbericht zeigen. Viel Spaß. 🙂 Poljot 3133 - Nachbau des Valjoux 7734 Funktionen Aufzug...

Quecksilber

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Hallo Zusammen,

ich möchte euch noch einen Revisionsbericht zeigen. Viel Spaß. 🙂


Poljot 3133 - Nachbau des Valjoux 7734

Funktionen
Aufzug:
Handaufzug
Zeitanzeige: kleine Sekunde / Minute / Stunde
Chronograph: zentral 60s / dezentral 30min (springende Stoppminute)
Datum: nur Datum / Schaltet durch Wechsel der Zeiger zwischen 23 und 24 Uhr.
Schaltwerk: Nockenschaltung
Unruhstopp: Nein

Technische Daten
Gangreserve:
51 Stunden
Schlagzahl: 21600 pro Stunde
Größe: 14 Linien
Steinanzahl: 23

1.jpg
Es soll eine Junkers mit dem Poljot Kaliber 3133 revidiert werden. Eine Revision wurde bereits noch nicht ausgeführt an dieser Uhr. Auch ist sie nicht viel gelaufen. Die Schmierstoffe sind schon komplett vertrocknet, so dass sie nur noch sehr schlecht mit geringer Amplitude läuft. Sie bleibt nach kurzer Zeit schon stehen.

2.jpg
Der Rückboden ist hinten beschlagen, obwohl immer sie noch Dicht ist. Das wird vermutlich durch verschiedene Lagerbedienungen entstanden sein. Einen Wasserschaden hat sie nicht.

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Das Innenleben wird ausgeschalt. Auch die Drücker werden abmontiert, um alles später richtig reinigen zu können.

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Zifferblatt und Zeiger werden nun abgebaut.

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Beginnen wir mir der Rückseite.

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Deck- und Lochstein sowie Stoßsicherungsfeder werden entfernt.

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Sie werden gleich in ein Reinigungskörbchen gelegt. Auf dem Deckstein (rechts im Bild) sieht man schon gut den vertrocknenden Schmierstoff.

8.jpg
Die Unruh mit Kloben wird darauf hin entnommen.

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Das Axialspiel (Höhenluft) der Unruh wurde bei Poljot häufig mit kleinen Plättchen korrigiert. Hier liegen zwei darunter.

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Weiter geht's mit dem Zerlegen vom Chronomechanismus.
 
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Quecksilber

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Alles wird nach und nach abgebaut.

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Übrig geblieben ist nur noch das Laufwerk. Der Antrieb (Federhaus) lässt sich jetzt auch abspannen.

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Das Mitnehmerrad, das die Drehbewegung vom Räderwerk auf den Chronographen überträgt, ist auf einem verlängerten Zapfen vom Sekundenrad aufgepresst.

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Um es zu entfernen gibt es einen speziellen Presto-Abheber für Räder mit ungerader Schenkelzahl. So etwas gibt es natürlich auch für eine gerade Schenkelzahl.

Die Stützen (rote Pfeile) werden gegen die Platine gedrückt. Mit den Greifern (schwarze Pfeile) wird das Rad von unten gepackt und nach oben abgezogen.

Solche Räder dürfen nur mit Spezialwerkzeug abgehoben werden. Andernfalls besteht eine große Gefahr den Zapfen zu verbiegen. Das Rad wird so beschädigt und die Kraftübertragung wird unregelmäßig. Sowas zeigt sich dann auf den Zeitwaage in form von einem welligen Diagramm.

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So sieht das dann aus.

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Das Rad wurde sicher entfernt.

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Bevor es mit der Rückseite weitergehen kann, muss erst das Viertelrohr auf der Vorderseite vom Minutenrad abgezogen werden.

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Vorderseite.

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Die Datumsmechanik wird abgebaut.

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Das Viertelrohr wird auch mit einem Presto-Abheber abgehoben. Auch sollte man nur dafür geeignetes Werkzeug verwenden. Warum? Der Minutenradstein kann platzen und die Minutenradwelle kann sich evtl. auch verbiegen.
 
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Die Zeigerstellvorrichtung wird auch gleich mit abgebaut.

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Hier sieht man alle Bauteile der Vorrichtung.

23.jpg

Hoppla. Die Stoßsicherungsfeder ist nicht richtig eingerastet gewesen. Was bei dem Loch- und Deckstein, der Vorderseite ganz kurios war, ist dass der Deckstein nicht in die Fassung vom Lochstein gepasst hat. Beschädigungen oder einen Grat konnte ich unter dem Mikroskop nicht erkennen. Deswegen ist die Feder auch einseitig rausgesprungen, weil der Deckstein schief drin gesessen hat.

Ich musste letztendlich einen neuen Deckstein nehmen, der minimal kleiner war.

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Jetzt geht's wieder weiter mir der Rückseite.

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Die Hemmung mit dem dazugehörigen Kloben und Brücke wird abgebaut.

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Als nächstes kann das ganze Räderwerk und das Federhaus raus.

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Der Schmierstoff ist richtig eingetrocknet. So hätte die Uhr nicht weiter laufen können und dürfen.

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Weitere Beispiele.

29.jpg

Das 3133 ist nun komplett zerlegt. Die Kupplung und die Sternwippe wird natürlich auch aus seinen Lagern entnommen.

Wie erwartet waren keine Bauteile verschlissen. Diese Uhr ist nicht wirklich viel gelaufen.

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Ich habe festgestellt, dass das Axialspiel vom Anker etwas zu viel war. Auch beim Minutenrad war das der Fall. Das damit verbundene Viertelrohr hatte die Platine berührt. Ich habe das Spiel durch schieben der Steine korrigiert.

Ich erläutere auch gerne, wie das Axialspiel im Uhrwerk sein soll.

Unruh, Anker und Hemmrad dürfen nur so wenig Spiel, wie nur möglich haben, um unterschiedliche Antriebsverhältnisse weiter auszugleichen.

Das gleiche gilt auch Räder, die direkt mit einem Zeiger verbunden sind. Nicht wegen den Antriebsverhältnissen, sondern dass es keine Probleme mit dem Höhenspiel der Zeiger gibt. Sie dürfen sich untereinander und das Zifferblatt natürlich nicht berühren.

Alle anderen Räder dürfen spürbares Spiel haben.

Generell ist darauf zu achten, dass die Räder nirgends streifen (Platine, Federhaus, Spiralfeder etc.) und dass Rad und Trieb sicher ineinander greifen können. Das Spiel darf aber auch nicht zu knapp sein, dass es bei leichten Verspannungen von Platine und Brücken im Laufwerk nicht zu Klemmungen kommen kann.
 
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Quecksilber

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Alle Teile werden nun sortiert in die Reinigungskörbchen gelegt.

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Zugfeder, Anker und Unruh kommen später in die Reinigung, weil sie nicht im Ultraschall gereinigt werden dürfen.

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Alles Andere wird nun inkl. Ultraschall gereinigt.

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Das Gehäuse, Drücker und Krone werden in der Zwischenzeit auch gereinigt. Krone und Drücker werden nur im klarem Wasser beschallt, wegen den Dichtungen.

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Und anschließend getrocknet.

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Danach werden alle Dichtungen gefettet und wieder eingesetzt. Auch die Drücker werden wieder eingebaut.

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Die Zugfeder reinige ich mit einem Stück Ledertuch vor.

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Mittlerweile ist der erste Reinigungsgang fertig. Der vertrocknete Schmierstoff ist vollständig verschwunden.

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Anker, Zugfeder und Unruh, die auf die Grundplatine befestigt werden muss, kommen ohne Ultraschallzwischenreinigung in die Maschine.
 
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41.jpg
Hemmrad, Loch- und Deckstein sowie der Anker, wenn er aus der Reinigung kommt, werden Epilamisiert. An der Hemmung ist die Ölhaltung sehr schlecht. Das Epilam verhindert ein davon laufen.

Loch- und Decksteine setze ich geschmiert auch gleich danach wieder zusammen.

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Der zweite Waschgang ist jetzt auch fertig.

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Trommel und Deckel werden leicht geschmiert.

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Die Zugfeder wird mit einem Federwinder aufgewickelt und anschließend wieder in das Federhaus gesetzt.

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Das Zugfederende wird bei dem Poljot 3133 mit einem Genfer-Zaum, der T-Förmig ist, an Deckel und Trommel befestigt.

46.jpg
Das Federhaus wird nach dem einsetzen wieder verschlossen. Der Federkern wird mit dickflüssigem Öl geschmiert.

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Nach dem alle Fehler beseitigt wurden und die Werksteile gereinigt sind, können wir wieder alles zusammensetzen. Beginnend mit dem Sekundenrad.

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Der Kloben für den unteren Kleinbodenradzapfen. Das Lager muss vorab geschmiert werden. Da kommt man später nicht mehr dran.

49.jpg
Kleinbodenrad, Minutenrad, Federhaus.

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Laufwerkbrücke.
 
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Hemmrad.

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Hemmrad- Sekundenradkloben.

53.jpg
Viertelrohr. Es wird mit der Steinpressmaschine wieder aufgesetzt.

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Der Minutenradstein wird gleichzeitig von unten unterstützt.

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Anker und Ankerbrücke.

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Sperrkegel, Sperrkegelfeder und Kronradring.

Schmierbeispiel: Das Kronrad wird gefettet. In das kleine Loch (grüner Pfeil) gibt man auch etwas Fett hinein. Der Ring kann sich mitdrehen beim aufziehen.
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Kronrad-Deckplatte und Sperrrad.

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Unruh mit Kloben.

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Stoßsicherungsfeder mit Unruhlager.

60.jpg
Auch auf der Vorderseite.
 
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61.jpg
Zeigerstellvorrichtung: Kupplungsrad, Kupplungstrieb, Winkelhebel, Zeigerstellhebel, Zeigerstellhebelfeder, zwei Zeigerstellräder, Wechselrad.

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Winkelhebelfeder, Winkelhebelhaltefeder.

63.jpg
Zwischenzeitliche Kontrolle auf der Zeitwaage.

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Alles super.

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Keine Störgeräusche.

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Weiter: Brücke für Chronomechanismus.

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Minutenzählerrad.

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Sternradwippe (wieder zusammengebaut), Blockierhebel.

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Blockierhebelfeder.

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Kupplung (wieder zusammengebaut), Kupplungsfeder.
 
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71.jpg
Das Mitnehmerrad wird mit der Steinpresse wieder aufgesetzt. Es muss genauso hoch sein, wie das Kupplungswippenrad.

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Friktionsfeder.

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Chronozentrumrad.

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Chrono-Brücke.

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Minutenzählerrad-Sperre.

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Nullsteller.

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Sperre für Herzhebelbegrenzer.

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Herzhebel.

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Schalthebelfeder.

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Schalthebel.
 
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Kontrolle des Eingriffs von Übertragungsrad (grün) und Kupplungswippenrad (rot). Passt.

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Eingriff von Kupplungswippenrad (rot) und Chrono-Zentrumrad (grün). Auch in Ordnung.

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Das Chrono-Zentrumrad macht eine Umdrehung pro Minute. Der Mitnehmerfinger, der an diesem befestigt ist (rot), schiebt das Sternwippenrad (grün) in dieser Zeit einmal vor. Dieser Stern greift folgend in das Minutenzählerrad.

Es ist darauf zu achten, dass der Eingriff nicht zu tief ist. Der Finger kann sonst nicht eintauchen und setzt dann auf den Radzahn (grün) auf und blockiert. Hier geht er vorbei.

84.jpg
Hier sieht man, wie der Finger das Rad vorschiebt. Und zwar so lange, bis das Minutenzählerrad über die Biegung der Minutenradzählersperre drüber rutscht. Position 3 auf dem nächsten Bild.

Der Eingriff darf auch nicht zu seicht sein, sonst verlässt der Finger vorher den Eingriff und das Minutenzählerrad rutscht nicht über die Biegung (3).

85.jpg
Wenn der Chronograph nicht läuft und auf der Nullstellung ist, wird das Minutenzählerrad durch den Herzhebel, der auf seiner Herzscheibe aufliegt in Stellung gehalten. Die Minutenzählersperre (rot) muss während dieser Nullstellung so eingestellt sein, dass beide Zähne (1) vom Minutenzählerrad (grün) auf beiden Seiten der Minutenzählersperre aufliegen (2). Nur so trifft der Chrono-Minutenzeiger den nächsten Index genau und kann auch, in Verbindung mit der richtigen Einstellung der Sternwippe, sicher über die Biegung (3) drüber rutschen.

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(BILD 86) Weiter mit dem Datum.

87.jpg
Stundenrad, Spreizfeder, Datumzwischenrad, Datum-Mitnehmerrad, Datumsperre, Feder für Datumsperre.

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Datumscheibe, Datumdeckplatte.

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Das Datumschaltrad besteht aus einem großem Rad (3) und einem kleinem Rad (4). Das kleine Rad ist in dem großem Rad (3) integriert und dezentral auf diesem gelagert. Das große Rad (3) ist auf einem Anrichtstift gelagert, auf dessen ein kleines Trieb befestigt ist (5). Das Trieb ist fest und nicht beweglich. Das Trieb ist auf Bild 86 weiter oben nochmal zu sehen.

Funktion:

Das große Rad (3) macht alle 24 Stunden 3 umdrehungen. Das kleine Rad (4) dreht sich währenddessen zwangsläufig zusätzlich in sich selbst, wegen dem festen Trieb (5). Das kleine Rad (4) und dessen Feder (1) ist allerdings nur alle 24 in der Position, um die Datumscheibe (6) weiter schalten zu können. Das Zusammenspiel aller 3 Zahnräder ist genau berechnet, dass dies auch so passiert.

Ist das Rad (4) in dieser Position, schiebt die Feder (1), die von der Auflage (9) gestützt wird, die Datumscheibe (6) so lange weiter, bis der Zahn von dieser über die Datumsperre (2) sicher drüber rutscht. Die Feder für die Datumsperre (8) drückt die Datumsperre (2) gegen die Datumscheibe (6). Die Datumsperre (2) liegt nun zwischen den beiden Zähnen der Datumscheibe (6) und wird durch die Feder für die Sperre (8) auch in Position gehalten. Siehe unteres Bild.

90.jpg
Das Datum kann zwischen Wechsel von 23 und 24 Uhr schnellverstellt werden.

Wenn das groß Rad (3) und das kleine Rad (4) zurück gedreht wird, muss die Feder (1) unter dem Zahn von der Datumscheibe (6) drüber rutschen. Aber dies muss geschehen, bevor sie die Kante (7) berührt. Die Feder (1) ist in die andere Richtung nicht gestützt, sondern nur begrenzt (Kante 7), dass diese nicht abbrechen kann. Das ist hilfreich beim Zusammensetzen und einstellen vom Datummechanismus.

Die Datumscheibe (6) steht während dem ganzen Vorgang still. Die Feder (1) ist schließlich nicht gestützt und kann die Datumscheibe (6) nicht weiter bewegen.

Die Datumscheibe (6) kann jetzt erneut weiter geschoben werden.
 
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Quecksilber

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91.jpg
Zifferblattdistanzring.

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Das Zifferblatt wird wieder aufgesetzt. Die Füße sind mit Schrauben befestigt.

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Alle Zeiger genau gesetzt.

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Das Werk wird wieder eingeschalt. Der Werkhaltering und die Krone werden eingesetzt.

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Deckel drauf.

96.jpg
Festschrauben.

97.jpg
Dichtheitsprüfung bestanden.

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Nochmal ein kurzer Check auf der Zeitwaage.

99.jpg
Die Uhr wird mehrtägig kontrolliert und evtl. nochmal nachreguliert. Ein Gangreservetest findet ebenso statt.

Fertig.
 
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ETA2824

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Danke, dass Du uns auf diese spannende Reise mitgenommen hast! 😃 👍
Ich werde immer ganz ehrfürchtig vor den Fertigkeiten eines gelernten Uhrmachers.

Selber habe ich zwei Uhren mit diesem Werk drin, eine Buran und eine Poljot, beide
von 1992. Beide wurden vor zwei Jahren revidiert und die Buran kürzlich nochmals,
wegen der defekten Chronographen-Funktion.
Mich irritiert immer wieder die Angabe der Gangreserve. Die eine meiner beiden Uhren
kommt auf gut 63 Stunden und die andere sogar auf über 64 Stunden.
 

Keloux

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Dankeschön für diesen tollen Bericht und für die ausführliche Beschreibung !
Da steckt eine menge Arbeit hinter.

Eine Frage hätte ich zur Zugfeder.
Hast du diese nochmal durch zwei Finger mit Öl/Fett eingerieben und hast es vergessen zu erwähnen oder reicht das Ölen/Fetten des Federhauses aus ?
 

wetrix

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Wahnsinn... Hut ab, ich könnte das nicht. Bin eher der Ungeduldige und hätte die Ruhe nicht, so ein Werk auseinanderzunehmen und wieder zusammenzusetzen. Bei mir wären b̶̶e̶̶s̶̶t̶̶i̶̶m̶̶m̶̶t̶ noch Teile übrig...
Danke, für das teilhaben lassen an Deiner Arbeit. Wie lang dauert so eine Revision?
 

Junghänschen

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Danke, du hast mir Vieles über meine Poljot gezeigt, das ich bisher noch nicht wusste.

Die Funktion der springenden Stoppminute hast du so beschrieben, dass ich endlich verstanden habe, wie das funktioniert. Ev. könntest du "springende Stoppminute", "Datumsverstellung durch Vor- und Zurückstellen der Zeiger" und "kein Sekundenstopp" noch bei den Funktionen in den Anfangsbeitrag einfügen.
 

Quecksilber

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Mich irritiert immer wieder die Angabe der Gangreserve. Die eine meiner beiden Uhren
kommt auf gut 63 Stunden und die andere sogar auf über 64 Stunden.

Das hatte ich so aus dem Datenblatt entnommen. Viele Werke schaffen aber trotzdem mehr. Ich kann nochmal berichten, wie lange die Junkers geschafft, sobald sie abgelaufen ist.

Hast du diese nochmal durch zwei Finger mit Öl/Fett eingerieben und hast es vergessen zu erwähnen oder reicht das Ölen/Fetten des Federhauses aus ?

Bei benutzten Zugfedern, wie bei dieser, tue ich auf das Federpaket auch Schmierstoff auftragen, ja. Bei neuen Zugfedern mache ich das nicht. Diese sind bereits so bearbeitet, dass sie gegeneinander bereits die geringste Reibung aufweisen (Selbstschmierend).

Danke, für das teilhaben lassen an Deiner Arbeit. Wie lang dauert so eine Revision?

Darüber rede ich nicht so gerne ;-)

Die Funktion der springenden Stoppminute hast du so beschrieben, dass ich endlich verstanden habe, wie das funktioniert. Ev. könntest du "springende Stoppminute", "Datumsverstellung durch Vor- und Zurückstellen der Zeiger" und "kein Sekundenstopp" noch bei den Funktionen in den Anfangsbeitrag einfügen.

Kann ich gerne machen.
 
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Keloux

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Das hatte ich so aus dem Datenblatt entnommen. Viele Werke schaffen aber trotzdem mehr. Ich kann nochmal berichten, wie lange die Junkers geschafft, sobald sie abgelaufen ist.



Bei benutzen Zugfedern, wie bei dieser, tue ich auf das Federpaket auch Schmierstoff auftragen, ja. Bei neuen Zugfedern mache ich das nicht. Diese sind bereits so bearbeitet, dass sie gegeneinander bereits die geringste Reibung aufweisen (Selbstschmierend).



Darüber rede ich nicht so gerne ;-)



Kann ich gerne machen.


Und das Federhaus schmierst du auch bei neuen Federn ?
 
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