Pokert "LACO" mit seinen Original Fliegeruhren zu hoch? Kaufpreise zu Verkaufspreisen im Kontrast unverhältnismäßig groß.

Diskutiere Pokert "LACO" mit seinen Original Fliegeruhren zu hoch? Kaufpreise zu Verkaufspreisen im Kontrast unverhältnismäßig groß. im Herrenuhren Forum im Bereich Herrenuhren; Musst Du gar nicht weil es auf der Website von Stowa selbst zu finden ist. Siehe Link unten. Wenn vom "TOP Finish" die Rede ist, ist das Werk...
#21
Spitfire73

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Oh okay, danke Helmut, den Faden suche ich mir mal raus :super:
Musst Du gar nicht weil es auf der Website von Stowa selbst zu finden ist. Siehe Link unten. Wenn vom "TOP Finish" die Rede ist, ist das Werk selbst nur Elabore. Für mich ist Werksdekor kein Mehrwert, da ich an so einer Fliegeruhr einen authentischen Stahlboden bevorzuge.

Zitat Stowa Website:
Zum einen sprechen wir von Basis oder Elabore.
Diese beiden Werke sind identisch, lediglich das Finish kann beim Elabore Werk etwas wertiger gewählt werden. Es kommt bei beiden Werken eine Nickelunruhe zur Verwendung. Außerdem wird das Elabore Uhrwerk von ETA in 3 Lagen (Basiswerk /2 Lagen) reguliert und die Regulierung an sich ist etwas Präziser. Max.Abweichung 20 s/d (Basiswerk 30 s/d).


...Ausführung ELABORE (unser Standardwerk)
STOWA GmbH+CO KG | Flieger- & Marineuhren seit 1927

Gruß
Helmut
 
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#23
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roh-bau

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Musst Du gar nicht weil es auf der Website von Stowa selbst zu finden ist. Wenn vom "TOP Finish" die Rede ist, ist das Werk selbst nur Elabore. Für mich ist Werksdekor kein Mehrwert, da ich an so einer Fliegeruhr einen authentischen Stahlboden bevorzuge.
Falsch, lies auf der Webseite mal einen Absatz weiter, mit top ist top gemeint - zugegeben verwirrend erklärt.

Zitat Stowa Webseite:
ETA 2824-2
Ausführung TOP (Aufpreis 80.- Euro bzw. 130.- Euro mit blauen Schrauben)
- rhodinierte Uhrwerksbrücken
- Genfer Streifenschliff, Perlierungen
- goldener STOWA Schriftzug auf Rotor
- oder handgefertigter Rotor mit individueller Gravur
- Incabloc oder Novodiac Stoßsicherung
- mind. 38 Std. Gangreserve
- 28 800 Halbschwingungen pro Stunde (4 HZ)
- Regulierung auf 0 bis plus 10 Sekunden Abweichung am Tag
- Zugfeder Nivaflex NM
- Spiralfeder Anachron
- Glucydurunruh vergoldet
Vllt. kann man diese Diskussion auch weniger anklagend und mehr sachlich führen. An den TS: kein Hersteller ist verpflichtet kundenfreundliche Preise anzubieten. Wucher gibt es bei Luxusgütern nicht. Objektiv kann man nur Herstellungs-, Entwicklungs- und Vertriebskosten betrachten. Der Wert von Nimbus, Image, Erbe, Authentizität… ist rein subjektiv. @Spitfire73 und andere: wenn man für letzteres weniger Wertschätzung aufbringt, ist das noch lange nicht Geiz oder Knauserigkeit.

Generell kocht jeder Hersteller bei der Preisgestaltung quer durch die Modellpalette sein eigenes Süppchen, was einen Vergleich erschwert. Dazu ist meist unklar woher die Hersteller die Gehäuse, Zifferblätter, Gläser, Zeiger beziehen. Laco hat preiswerte Modelle im Angebot, bei anderen Modellen bin ich ganz beim TS und finde Laco deutlich überteuert z.B. Laco Classics Brandenburg oder Halle 40 - (Richtung Stowa Antea mit anderen Ziffern) mit 2804-Elabore für 1200€ :hmm:

Die Fliegeruhren sind wahrscheinlich Lacos Cashcow, speziell die Fliegeruhren Original Serie. Und hier merkt man im Vergleich, dass der Kunde mit dem Alleinstellungsmerkmal "authentisches Gehäuse" gemolken werden soll. Das zeigt sich zuerst bei den Größen:

Fliegeruhr Original (ETA 2824, Elabore): 39mm - 930€, 42mm - 980€, 45mm - 1130€

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass die Aufschläge in keinem Verhältnis zu den Mehrkosten stehen und habe sie so auch bei keinen anderen deutschen Fliegeruhren gefunden.

Auch im Vergleich zu anderen deutschen Herstellern ist Laco beim Basismodell der teuerste Anbieter (Vergleichsbasis: Eta 2824-2, Saphirglas, Edelstahlgehäuse, thermisch gebläute Zeiger, Lederarmband, <= 5Atm, Glasboden):

Stowa Flieger Klassik (36mm/40mm) 990€, jedoch Qualitätsstufe Top (130€ Aufpreis) -> 860€
Stowa Flieger Ikarus/Weiß/Verus (40mm) 660€ + 50€ blaue Zeiger -> 730€
Dekla Fliegeruhr 42mm -> 450€
Archimede Pilot 45mm, jedoch Selitta SW200-1 -> 800€
Archimede Pilot 42, 39, 36mm --> 740€
Steinhart (deutsch/schweiz) Nav-B Uhr 44, 47mm --> 400€

Die Replika 45 kostet 1650€ und rechtfertig die 500€ Aufpreis durch einen Glasboden, authentischer Verpackung und?? Hier versagt die Webseite, die Unterschiede in der Modellpalette zu verdeutlichen.

Die Replika 55 kostet 3450€ und bietet ein Unitas 6497 Umbau auf Zentralsekunde (augenscheinlich von B-Line eingekauft: siehe ebay) + Magnetfeldschutz.

Ein vergleichbares Uhrwerk in einer Fliegeruhren bekommt man als inhouse-Umbau von:
Steinhart in 44 und 47mm für 1490€
Guinand Modell 31E.12.2 in 42mm für 1449€ (ohne Schwanenhalsregulierung)

Richtig, man kann keine günstigen Preise einforden, man muss nicht kaufen. Auch findet sich das Eta 2824-2 in noch deutlich teureren Uhren (Oris, Tudor...) Trotzdem finde ich, dass man mit Blick auf die direkte Konkurrenz sehr wohl und berechtigt, die Preisgestaltung, bzw. den Authentizitätsaufschlag kritisieren darf. Die Zeit wird zeigen, ob Laco damit erfolgreich ist.

Gruß,
Roland

P.S. hier eine Preis-Alternative im Eigenbau ;-)Automatik Fliegeruhr, Eigenbau, ETA 2836-2
 
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#24
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roh-bau

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Gegenfrage: gibt es vergleichbare deutsche Hersteller im Preissegment, deren Preisentwicklung seit 2015 gegenläufig nach unten oder auch nur seitwärts verlief?
Gegenläufig ist wohl etwas viel verlangt, da sich die Lohnkosten, Uhrwerkspreise... nicht reduziert haben. Aber ein vermutlich alleinstehendes Beispiel hätte ich und es geht ihm hoffentlich (wirtschaftlich) gut :ok::
Ich habe jedoch z.B. seit Jahren die gleichen Preise für meine Uhren und kann mich an keine Preiserhöhung erinnern, die durch das gesamte Sortiment gegangen ist. Die Orca Serie dürfte so noch den gleichen Preis wie 2013 haben und alle Preiserhöhungen, z.B. bei Werken, sind von meiner Marge gezahlt worden.
Es ist selbstverständlich, das Anstieg der Herstellunskosten sich im Preis widerspiegeln sollten. Ich bezweifle, dass sich damit der Preisanstieg bei Laco um gut 50% seit 2015 begründen lässt.
 
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#25
Ghost-Rider

Ghost-Rider

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Ich weiß garnicht was die ganze Diskussion soll, entweder man kauft etwas oder wenn es einem zu teuer ist eben nicht.
Wem der Preis für eine Laco zu hoch ist soll sich eben eine Steinhart kaufen.
 
#27
Spitfire73

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Falsch, lies auf der Webseite mal einen Absatz weiter, mit top ist top gemeint - zugegeben verwirrend erklärt.
Stowa wird hoffentlich wissen, warum sie sich mit Wortkreationen wie "TOP-Finish" besonders verschwurbelt ausdrücken und ohne Not viel Raum für Interpretationen im Kontext zu ihren übrigen Aussagen im Kleingedruckten lassen:
...Ausführung ELABORE (unser Standardwerk)
Und hier merkt man im Vergleich, dass der Kunde mit dem Alleinstellungsmerkmal "authentisches Gehäuse" gemolken werden soll.
Vllt. kann man diese Diskussion auch weniger anklagend und mehr sachlich führen.
Was für ein herrlicher Widerspruch. Aber zur Sache: es steht den anderen Mitbewerbern doch frei, ein ähnlich authentisches Gehäuse wie Laco aber viel billiger auf den Markt zu bringen. Nur kommt da seit Jahren erstaunlicherweise NULLKOMMANIX Vergleichbares. Vermutlich kostet das Laco-Gehäuse halt doch deutlich mehr als die Standardbehausungen der Mitbewerber weshalb diese die Nachahmung scheuen. Dass sich Laco dieses Alleinstellungsmerkmal besser bezahlen lassen will, ist marktüblich normales Verhalten. Oder glaubst Du etwa, dass zB Omega für das Alleinstellungsmerkmal seiner komplett amagnetischen Werke keinen Aufpreis nimmt?

Gegenläufig ist wohl etwas viel verlangt, da sich die Lohnkosten, Uhrwerkspreise... nicht reduziert haben. Aber ein vermutlich alleinstehendes Beispiel hätte ich und es geht ihm hoffentlich (wirtschaftlich) gut
Ein Microbrand mit einem konventionellen Hersteller in Bezug auf Personal- und Kostenstrukturen und Preisentwicklung gleichsetzen und vergleichen zu wollen, führt zwangsläufig zu absurden Ergebnissen und verbietet sich mangels Aussagekraft von ganz allein.

Es ist selbstverständlich, das Anstieg der Herstellunskosten sich im Preis widerspiegeln sollten. Ich bezweifle, dass sich damit der Preisanstieg bei Laco um gut 50% seit 2015 begründen lässt.
Die Methoden einer Tante-Emma-Laden-Kalkulation sind für solche Erklärversuche auch nicht zweckdienlich. Mehrwerte bei Authentizität und Originalität werden heute vom Markt verlangt und bezahlt. Sie sind zu bepreisende immaterielle Bestandteile des Produkts wie der "temperaturgebläute Zeiger" oder das "Saphirglas" materielle Bestandteile sind. Das kann man im 21. Jahrhundert auch mal verstehen wollen. Die Wahrnehmung einer mechanischen Uhr hat sich in den letzten Jahrzehnten schlicht und ergreifend vom nüchternen Werkzeug wegentwickelt auch wenn das noch nicht bei jedem angekommen scheint. Ich hatte Steinhart, Laco, Aristo usw. Fliegeruhren von 38 bis 45mm (Laco Replica). Wenn ich einen billigen B-Uhren Lookie will, kaufe ich mir gleich eine Tisell oder eine NoName-Chinabaukasteneinschalung denn auch viele Teile der "deutschen Hersteller" kommen aus Fernost und der Mehrwert mancher imageloser Inlandseinschalung ist mir im Vergleich zum Mehrpreis dann ebenso wenig ersichtlich, wie Dir der einer Laco. Dass man heute überhaupt noch an Lacos Preisen herummäkeln kann, verdankt die Uhrenwelt ohnehin sicher nicht den Herrschaften, die mit spitzen Bleistiften Komponentenpreise aufaddieren und wild herumkalkulieren wollen. Wenn sich Laco in höheren Preisregionen etablieren konnte (und es sieht ganz danach aus), dann sehe ich das durchaus positiv.

Der Punkt ist doch nach wie vor der: mit billigen Produkten stand Laco vor der Pleite und mit der aktuellen Kollektion trotz seit Jahren steigender Preise ganz offensichtlich nicht. Womit sich die Kritik an der aktuellen Preispolitik im Grunde bereits erübrigt hat denn die Realität bestätigt ihre Richtigkeit. Und wer´s billig braucht, geht halt einfach woanders hin. Oder baut sich aus ein paar billigen chinesischen Teilen eben selbst etwas zusammen. Auf die Preissensiblen kann Laco gut verzichten denn die brachten den Laden in der Vergangenheit nicht weiter.

Gruß
Helmut
 
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#28
Mueller27

Mueller27

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Guten Morgen,

ich bin jetzt nicht so richtig fit im Bereich Fliegeruhren, aber - speziell bei diesem Modell- scheint mir LACO doch vom Image und der Authentizität doch eher mit einer SINN vergleichbar zu sein, und nicht bloßen Copy-Cats wie Steinhart oder Guinault. Ich habe, ehrich gesagt, nicht verstanden was diese Namen oben im Preisvergleich sollten. Außer um zu belegen, dass es immer Jemanden gibt der das gleiche Produkt für weniger Geld anbietet.

Und wenn ich die Preissteigerungen von LACO neben SINN lege, dann relativiert sich einiges.

(Wohlgemerkt: Ich spreche nur von den LACO-Fliegern. Nur da können sie einen Image-Aufschlag verargumentieren.)

Carsten
 
#29
Crush

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Es steht den anderen Mitbewerbern doch frei, ein ähnlich authentisches Gehäuse wie Laco aber viel billiger auf den Markt zu bringen. Nur kommt da seit Jahren erstaunlicherweise NULLKOMMANIX Vergleichbares.
Guter Punkt. Es gibt auch keinen Geschmacksmusterschutz, der das verhindern würde.
Und noch ein interessantes Detail: Es gibt ja kein Logo auf dem Zifferblatt, so daß niemand "für den Namen" bezahlt. Ein Mitbewerber wäre praktisch nicht zu unterscheiden.
Das macht nachdenklich, was ;-)
 
#30
Uhrbene

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Laco ist einer der Big Five...dafür wird Aufschlag verlangt, denn so funktioniert die Uhrenwelt jenseits der Billigheimer. Bei mir funktioniert das übrigens ganz gut.

Ehrlich: die gesamte Frage, was eine Uhr wert ist / sein darf zieht sich hier durch große Teile des Forums. Das macht sie aber nicht wirklich sinnvoller. Natürlich haben hier alle begrenzt Geld zum Uhrenkauf und wägen ab. Wer das Abwägen ganz auf den Wert der Komponenten reduziert, kann das gerne tun. Ich finde das in dieser Luxusbranche (ja, auch eine Uhr für 1.000 Euro ist Luxus) befremdlich.
 
#32
B

brainless

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Wenn sich Laco in höheren Preisregionen etablieren konnte (und es sieht ganz danach aus), dann sehe ich das durchaus positiv.
Zwischen "wollen" und "können" ist ein beträchtlicher Unterschied. Daß LACO versucht, in gewinnträchtigere Regionen zu kommen, mag sein - ob sie es schaffen, bezweiflle ich angesichts des aktuellen Sortiments. Denn neben der Preisgestaltung muß auch die Sortimentsqualität stimmen.

Der Punkt ist doch nach wie vor der: mit billigen Produkten stand Laco vor der Pleite und mit der aktuellen Kollektion trotz seit Jahren steigender Preise ganz offensichtlich nicht.
LACO stand oftmals nicht nur vor der Pleite.
Du darfst nicht vergessen, daß die aktuelle Firma mit der ehemaligen LACO nicht das geringste zu tun hat.
Nach mehreren Besitzwechseln innerhalb der Familien Hummel und Lacher wurde 1959 die Fa. U.S. Time Corporation (TIMEX) Eigentümer.
Das dauerte aber nur bis 1965 - dann war die schweizerische Ebauches S.A. Eigentümer des Kernbereiches DUROWE. LACO und Lacher & Co. dümpelten nebenher weiter.
Erst 1988 erwarb die Lacher & Co. die Namensrechte an LACO und es folgte eine wechselhafte Geschichte mt hauptsächlich preiswerten Quarzuhren bis es 2009 in die Insolvenz ging. Der angebliche "Weiße Ritter" KIENZLE AG war wenige Monate später selbst Pleite.
Im Frühjahr 2010 versuchten es die alten Eigentümer mit wenigen Mitarbeitern, LACO wiederzubeleben......................bis 2015 die WAGNER Unternehmensgruppe die Firma übernahm.
Zu dieser Gruppe gehört die Essener Rudolf FLUME Technik GmbH, die auch die ehemalige SELVA als Division seit 2017 führt.
Nun scheint eine wirklich professionelle Unternehmensführung Einzug gehalten zu haben.


Womit sich die Kritik an der aktuellen Preispolitik im Grunde bereits erübrigt hat denn die Realität bestätigt ihre Richtigkeit.
Die Zeit wird's zeigen, ob LACO noch genügend von dem Ruf zehren kann, der in der Zeit von 1930 bis Mitte der Fünfziger seine Berechtigung hatte.

Auf die Preissensiblen kann Laco gut verzichten denn die brachten den Laden in der Vergangenheit nicht weiter.
Auch hier verwechselst Du Ursache und Wirkung: Nicht die Kunden haben die Preise gemacht. Das Management von LACO war es,


Volker ;-)
 
#33
Spitfire73

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Auch hier verwechselst Du Ursache und Wirkung: Nicht die Kunden haben die Preise gemacht. Das Management von LACO war es,
Du irrst. Die Preise macht noch immer der Markt und nicht das Management. Wäre es so simpel wie Du suggerieren willst, könnte man einfach den Preis erhöhen und jede Firma wäre augenblicklich saniert. Laco ging es jedenfalls sicher nicht deshalb schlecht, weil das Management vergessen hätte, einfach nur den richtigen kostendeckenden Preis zu kalkulieren.

Zwischen "wollen" und "können" ist ein beträchtlicher Unterschied. Daß LACO versucht, in gewinnträchtigere Regionen zu kommen, mag sein - ob sie es schaffen, bezweiflle ich angesichts des aktuellen Sortiments. Denn neben der Preisgestaltung muß auch die Sortimentsqualität stimmen.
Wenn "Sortimentsqualität" das entscheidende Merkmal wäre, um höhere Preise durchsetzen zu können, müssten die Rang- und Preislisten in der Uhrenwelt ganz anders aussehen. Tun sie aber nicht. Die Gründe dafür hat @Uhrbene in #30 präzise herausdestilliert.

Gruß
Helmut
 
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#34
B

brainless

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Es hat anscheinend keinen Sinn, mit Dir über Marktmechanismen zu diskutieren.
Die Preisgestaltung verantwortet immer das Management eines Unternehmens.
Erst den "Marktpreis" bestimmen die Kriterien Angebot und Nachfrage. Hier kann der potenzielle zum realen Kunden werden, wenn er den verlangten Preis als gerechtfertigt empfindet.

Auf deine weitere Replik gehe ich nicht ein - sie ist ebenso wenig fundiert wie die erste,


Volker
 
#35
Spitfire73

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Du verstehst es nicht mehr weil Du den Markt der mechanischen Uhren nach Maßstäben beurteilst, die vor langer Zeit Gültigkeit gehabt haben mögen aber längst anderen gewichen sind. Laco hat in der Vergangenheit mit niedrigpreisiger Ware keinen wirtschaftlichen Erfolg gehabt. Und hätten sie einfach nur plump die Preise dafür nach oben gesetzt, wäre der Erfolg erst recht ausgeblieben. Was daran verstehst Du nicht? Ich weiß nicht, warum gerade das Thema "B-Uhren deutscher Hersteller/Einschaler" derart von verbitterten alten Ansichten vergiftet und dominiert wird und jeder Versuch eines Herstellers, sich von der Billigpreisschiene weg nach oben hin zu positionieren, von bösartigen Verfluchungen begleitet sein muss, sie mögen für derartige Hochmütigkeit per Blitzschlag bestraft und auf ihren angestammten Platz in die Reihe der Billigeinschaler zurückgeworfen werden, wo eine Handvoll knarziger Sparefrohs die Uhrenkomponenten auf die zweite Nachkommastelle gegeneinander aufwiegen und aufrechnen will.

Auf deine weitere Replik gehe ich nicht ein - sie ist ebenso wenig fundiert wie die erste,
Nach diesem Maßstab dürfte man auf kaum eine Deiner Einlassungen überhaupt Zeit verschwenden. Ich erinnere mich noch gern an Deine legendäre Münchhausen-Behauptung, wonach es keine qualitativen Unterschiede zwischen Stahlbändern gäbe.;-)

Gruß
Helmut
 
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#36
certinho

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Laco kann verlangen was sie möchten, sie bieten etwas einzigartiges in der Uhrenwelt.
Leute, als knarzige Sparefrohs zu bezeichnen, ist jedoch richtig frech und zeigt die Einstellung vieler hier im Forum. An anderer Stelle schreibt jemand hier er hat gespart und möchte 500-1000 maximal ausgeben um seine erste Uhr zu kaufen und was wird ihm empfohlen? Leg doch noch 500 drauf...
Manche hier im Forum haben den Blick für die Realität verloren. Für 95% aller Bürger ist es Luxus eine Uhr über 150 Euro zu tragen und die meisten müssen für 500-1000 Euro lange sparen. Da ist es vielleicht verständlich, dass sie nicht nach Image kaufen, sondern auch den Gegenwert vergleichen, den sie für ihr Geld kriegen oder? Ich gönne es jedem, der in die Stadt zum Bummeln geht und spontan mit einer Rolex nachhause kommt, aber die Realität sieht anders aus. Bitte seid so fair und respektiert auch die "Sparefrohs"
 
#37
pre-mastered

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Ich weiß nicht, warum gerade das Thema "B-Uhren deutscher Hersteller/Einschaler" derart von verbitterten alten Ansichten vergiftet und dominiert wird und jeder Versuch eines Herstellers, sich von der Billigpreisschiene weg nach oben hin zu positionieren...
Die gute alte Geiz-ist-geil-Media-Markt-Mentalität. Nichtdestotrotz hinken die deutschen Marken den Schweizern punkto Rechtfertigungsdruck eines mehrheitlich imagebetonten Pricings hinterher und das wird sich in den nächsten Jahrzehnten nicht ändern. Die Schweizer Marken sind diesbezüglich entkoppelt, RM macht es vor, Rolex und die meisten anderen auch. Laco hat offenbar einen Hebel erwischt: Genügend Kundschaft zu rekrutieren, die für das Image sowie die damit verbundene Differenzierung bereit sind, mehr zu bezahlen. Doch der Hebel klemmt insofern, als "Made in Germany" mit einem gewissen antiquierten Gegenwertsanspruch behaftet ist. Wie viele Pricedumping-Einschaler mit "Made in Germany"-Label in Relation zum Gesamtumsatz deutscher Uhren am Weltmarkt gibt es? Der Anteil ist bestimmt höher als bei Uhren aus der Schweiz. Dieser Umstand bremst den von Helmut polemisierten Aspekt für die meisten deutschen Marken. Es gibt nun mal weltweit nach wie vor nichts Erfolgversprechenderes als "Swiss made", gekoppelt mit Heritage und Qualität, um ein imagebetontes Pricing durchzusetzen. Fazit: Der Anspruch des TS ist im Gesamtkontext teilweise nachvollziehbar.
 
#38
Cheops

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@brainless @Spitfire73

Den Preis, den Laco (derzeit) verlangt, sei es von Endkunden oder von Konzessionären, scheint der Markt ja zu bezahlen, ansonsten würden keine Uhren verkauft, Folge wäre eine erneute Insolvenz der aktuellen Firma. (mal außen vorgelassen, dass die derzeitigen Eigentümer so reich und willig sind ständig Kapital nach zu schießen).

Fazit: die Preise scheinen doch vom Markt gezahlt zu werden: sowohl bei Orders über die Firmenwebseite, als auch bei Konzessionären, als auch bei Grauen mit entsprechenden Abschlägen. Also alles wie bei anderen Firmen auch.

Welche der 5 ehemaligen Firmen wird heute noch von der "gleichen" (=vergleichbaren) Firma geführt?

IWC -> heute Richemont - immerhin ohne Insolvenz
Laco -> siehe oben
Stowa -> Insolvenz, Markenrechte von Schauer erworben
Lange & Söhne -> heute Richemont - keine Insolvenz, aber "durchgängige" Firmengeschichte ist (durch DDR) hier sicher nicht gegeben

bleibt damit nur:

Wempe -> noch heute im Familienbesitz

Wenn man so argumentieren möchte, dürfte man nur noch von der Kim-Eva die Uhren erwerben.

Auch diese Herangehensweise halte ich für wenig zielführend.

Hier gilt, wie in allen anderen Fällen auch: kaufet was Euch gefällt, was Ihr Euch leisten wollt/könnt. Gespart werden kann durch Gebrauchtkäufe, Graukäufe, gute Verhandlungen.

Eine Preisdiskussion wie hier, kann niemals zielführend sein. Ein Käufer will möglichst wenig bezahlen, ein Verkäufer (also auch der Hersteller) will möglichst viel erzielen. Samariter sind keine der beiden Parteien. Wenn beide sich einig sind kommt ein Kauf zustande, wenn nicht, eben nicht. Geht die Welt nicht von unter ...

Gerrit
 
#39
Spitfire73

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An anderer Stelle schreibt jemand hier er hat gespart und möchte 500-1000 maximal ausgeben um seine erste Uhr zu kaufen und was wird ihm empfohlen? Leg doch noch 500 drauf. Manche hier im Forum haben den Blick für die Realität verloren...
Du blendest aus, dass der TS in seinem Eingangspost schrieb, dass eine Speedmaster eine seiner Traumuhren wäre und ihm daraufhin unter anderem zur Reduced für 500 Euro mehr als sein Budget geraten wurde. Viele hier haben eben am eigenen Leib die Erfahrung gemacht, dass "Drumrumkaufen" oftmals Geld verbrennt. Diese Erfahrung geben sie in Kaufberatungen weiter wenn sie sehen, dass bereits 2/3 des Budgets für etwas eigentlich Gewolltes vorhanden scheinen. Ob der TS diesen Rat annimmt oder nicht liegt dann bei ihm. Niemand weiß, ob er sich nicht doch entschließt, noch etwas zu sparen. Man zeigt ihm doch nur Möglichkeiten auf. Der Rat als solcher hat damit rein gar nichts mit einem Verlust für den "Blick für die Realität" zu tun. Ganz im Gegenteil.

Gruß
Helmut
 
#40
certinho

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Also wurde ihm geraten 500 Euro mehr auszugeben, als maximal eingeplant, um eine Reduced zu kaufen und auch drumherum zu kaufen, da er ja eigentlich eine andere Speedy wollte? Ich habe nicht geschrieben, dass diejenige Person, welche ihm das geraten hat, an Realitätsverlust leidet, sondern es bei manchen hier ein Problem ist. Und das mit der Speedy war ein Beispiel von sehr vielen, da es ständig passiert. "suche dresser bis 500" - bla bla spare noch bis 1500 da kannste die und die kaufen.
 
Thema:

Pokert "LACO" mit seinen Original Fliegeruhren zu hoch? Kaufpreise zu Verkaufspreisen im Kontrast unverhältnismäßig groß.

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