Pokert "LACO" mit seinen Original Fliegeruhren zu hoch? Kaufpreise zu Verkaufspreisen im Kontrast unverhältnismäßig groß.

Diskutiere Pokert "LACO" mit seinen Original Fliegeruhren zu hoch? Kaufpreise zu Verkaufspreisen im Kontrast unverhältnismäßig groß. im Herrenuhren Forum im Bereich Herrenuhren; Hallo liebe Forenmitglieder, ich weiß, dass ich mich mit so einem Thema nicht gerade beliebt machen werde und hoffe auf konstruktive Anteilname...
#1
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Mocca

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Hallo liebe Forenmitglieder,

ich weiß, dass ich mich mit so einem Thema nicht gerade beliebt machen werde und hoffe auf konstruktive Anteilname und Verständnis eurerseits. Die sehr Erfahrenen in diesem Forum können vieleicht etwas mehr zu dieser Thematik erzählen.

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Spezieller FALL
Bei meiner Recherche über Laco Original Fliegeruhren ist mir der hohe Preisanstieg binnen der letzten Jahre aufgefallen. Wo jemand in 2015 noch ca. 650€ für enie LACO Original in 42mm zahlen musste. waren es kurz danach bis zum 10/2017 schon 820€. Ab Oktober 2017 dann 980€ und es hörte nicht auf. Vergleicht man im Kontrast dann die Verkaufsversuche so sieht man, dass hier einige die Uhr nicht einmal für 650€ kaufen wollen und dass in sehr guten Zuständen. Ich bitte um KONSTRUKTIVEN Rat und Aufklärung.
Auch wenn es sich um ein Original der "Big 5" Hersteller handelt und die Verarbeitung gut und vermutlich originalgetreu ist, so sehe ich keine aufwändigen Verarbeitungen, die solche Anstiege rechtfertigen.

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Gibt es andere Hersteller in dem Preissegment, bei denen eine so unverhältnismäßige Preisspanne vorliegt? Natürlich ist das Argument wieder: "Etwas ist nur das wert, was jemand bereit ist dafür zu zahlen". Jedoch ist eine Firma doch verpflichtet ihr Produkt glaubwürdig zu gestalten und zu vermarkten. Ich für meinen Fall fange an zu zweifeln. Hier gehts es nicht um die Höhe des Geldes, hier steht eine prizipielle Frage im Raum.


Besten Gruß,
Mocca
 
#3
Spitfire73

Spitfire73

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Das liest sich fast wie die Anklageschrift vom Staatsanwalt. Laco ist ebensowenig "verpflichtet" Deine Glaubwürdigkeitserwartung zu erfüllen wie Du "verpflichtet" bist, Lacos Preise zu bezahlen. Wenn Du woanders als bei Laco ein tragbar dimensioniertes und maximal originalgetreues Gehäuse findest, dann kaufe es dort. Du wirst dafür allerdings keinen alternativen Anbieter finden. Geschweige denn billiger. Nur irgendwelche billigen B-Uhren gibt's freilich von zig Herstellern aus Fernost. Oder geh zu Steinhart. Da bekommst Du ein B-Uhr Design für 400 Euro mit ETA. Das beste P/L Verhältnis von einem Originalhersteller in originalgetreu bekommt man aber nach wie vor nur bei Laco. Dazu die innovativen Erbstücke, die offenbar gut ankommen am Markt. Wenn Laco offensichtlich höhere Preise durchsetzen kann, dann ist das eben so und letztlich auch erfreulich. Ich kann mich noch gut erinnern, als Laco vor etwa 10 Jahren B-Uhren mit ETA mit 30% Rabatt für rund 300 Euro vertrieb und trotz günstiger Preise kurz vor der Pleite stand. Mit billig sein und Ramschpreisen allein ist es eben offensichtlich nicht getan um als kleiner Akteur im Hochlohnland zu überleben. Die eher unterdurchschnittliche Zahlungsbereitschaft hier im Forum als Gradmesser zu betrachten ist darüber hinaus ein maximal schlechter Ratgeber zumal Abschläge von 30-40% für junge Gebrauchte selbst bei Nobelmarken und für aufwendig verarbeitete Uhren ohnehin der Normalfall sind.

Gibt es andere Hersteller in dem Preissegment, bei denen eine so unverhältnismäßige Preisspanne vorliegt?
Gegenfrage: gibt es vergleichbare deutsche Hersteller im Preissegment, deren Preisentwicklung seit 2015 gegenläufig nach unten oder auch nur seitwärts verlief?

Gruß
Helmut
 
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#4
hovi

hovi

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Das ist mit vielen Uhren so!

Schau z.B. die Preisentwicklung bei Tourby! Absolut ähnliche Entwicklung.
Die Uhren sind sehr hochwertig, jedoch werden auf dem Gebrauchtmarkt auch meist nur 50% erzielt.

Ich habe selbst eine LACO, allerdings ein Erbstück. Absolut klasse und eine meiner Keeper.
Wenn du dir eine neue LACO kaufst, musst du dir sicher sein, das du sie wirklich willst. Sonst wirst du ordentlich Verlust machen. Oder du kaufst auf dem Gebrauchtmarkt.
 
#5
C

corsafreak2001

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ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen.

Wenn du was haben willst, das seinen damals gezahlten Preis über die Jahre hinweg wieder reinholt musst zu den zwei hier bekannten Marken greifen, bei denen es der Fall ist.
 
#6
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Mocca

Themenstarter
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Vielen Dank für die ehrlichen Worte, ich bin vermutlich mehr enttäuscht als Objektiv.
 
#7
hovi

hovi

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Warum enttäuscht?

Wenn du auch gebraucht kaufen würdest, bekommst du eine schöne Uhr zu einem guten Preis.
 
#8
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meierle2000

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Hallo Mocca,
ich habe die gleiche Erfahrung bei meiner Laco Trier Quarz gemacht. Gekauftor im September 2015 bei einem grauen zu € 170.
VK damals war bei Laco im Shop € 198,- (die waren nicht einmal zu einem Rabatt zu bewegen)
Preis heute € 290!
Sie ist eine tolle Uhr und ich trag sie noch heute jeden Tag mit Begeisterung, aber die Preisentwicklung ist schon extrem.
 
#9
duffte

duffte

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Überlegt mal bitte folgendes:

Ihr zahlt inkl. 19% Mwst.

D.h. am Beispiel der Quarz Trier blieb Laco nach Steuer 166€.
Davon müssen Lieferanten der Komponenten, Miete der Verwaltungsräumlichkeiten in D, Mitarbeiter für die Endmontage in D bezahlt und Garantierückstellungen gebildet werden. Im Optimalfall sollte auch noch was für die Verwaltung übrig bleiben und eine Marge größer 10% wäre eigentlich schön, weil man ja nicht gerade über die Stückzahlen Gewinn einfährt.

DAS GEHT NICHT.

Solche kleine Hersteller sind dazu verdammt die Preise zu erhöhen.
Gut ist, wenn sie es schaffen gleichzeitig auch etwas Image aufzubauen, dass jemand bereit ist mehr zu bezahlen. Gelingt das nicht = Laco macht zu oder wird zum Chinesen.
 
#10
Spitfire73

Spitfire73

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Manchmal frage ich mich, warum es generell und vollautomatisch immer so gesehen werden muss, als würde Laco heute "zu teuer" sein. Vielleicht waren sie früher einfach schlicht "zu billig" und verkauften sich unter Wert. Nicht nur draußen. Ich denke da zB noch an die alten Zeiten des 30% Rabatts für Forianer. Es ist ja nicht so, dass sie damals mit dieser Strategie im Geld geschwommen wären. Im Gegenteil. Die Firma stand mit dem Rücken zur Wand und fand einen Geldgeber, der bereit war, in den Laden frische Mittel hineinzustecken um sie in neue Produkte zu investieren. Damaliger Tenor war: Menno, jetzt wird alles teurer weil der Geldgeber Rendite sehen will. Natürlich will er das. Immerhin setzt er sein Kapital einem Totalverlustrisiko aus. Das würde ich auch nicht umsonst tun. Aber das ist nicht mein Punkt: die Fliegeruhren von Laco gab es damals für wirklich wenig Geld und trotzdem kratzte der Hersteller mit dieser Strategie fast ab.

Laco hat seither Image aufgebaut, tolle neue Gehäuse eingeführt, dem gleichen Thema frische Ideen abgetrotzt, die am Markt ankommen, bietet spürbar bessere Qualität als damals, hat einen mittlerweile ansehnlichen Webauftritt und kann in der Folge endlich höhere Preise durchsetzen denn sie haben sich mit dem Gebotenen erfolgreich nicht mehr nur dem preissensiblen Klientel ausgeliefert. Kurzum: sie haben sich eine echte Perspektive für die Zukunft geschaffen statt mit Billigware im Wettbewerb mit noch billigerer Fernostware den Bach runter zu gehen. Und was kommt hier als Reaktion? Menno, die haben ja alles teurer gemacht. Ja, haben sie. Zum Glück. Sonst gäbe es heute nämlich kein Laco mehr. Und das wäre tatsächlich ein Verlust für die deutsche Uhrenlandschaft.

Gruß
Helmut
 
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#11
certinho

certinho

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Allgemein sind die Preise in den letzten Jahren nach oben gegangen, ob es Certina, Fortis, Lacooder andere sind. Laco kann aber auch verlangen, was sie möchten, da sie diejenigen sind, die am nächsten am original dran sind mit ihrem Gehäuse. Legt man da kein Wert drauf, so bieten sich allerdings auch günstigere Alternativen an.
 
#12
Mueller27

Mueller27

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Ja, das ist die eigentlliche Frage, die ich auch an den TS hätte.

Besitzt Du denn eine LACO? Oder nicht?

Das paradoxe ist doch, dass - ich vereinfache jetzt etwas - dass den Besitzern der Uhren steigende Preise eher gefallen.
Sind sie doch, wenn die Preise nicht bloße Erhöhungen der UVP waren sondern auch wirklich im Markt gezahlt wurden, ein schönes Zeichen, dass die eigene Lieblingsmarke im Aufwind ist. Vom positiven Werterhalt ganz zu schweigen.
Es wird sich also kein LACO-Fan, der schon drei, vier Modelle der Marke hat, über den von Dir in den letzten 5 Jahren festgestellten Preisaufschwung ärgern. im Gegenteil.

Und wer noch keine LACO hat, der mag nun vielleicht etwas länger sparen müssen, aber auch für ihn sind anziehenden Preise ein Indikator dafür die Marke stabil ist, lebt und sich gut entwickelt.

Carsten
 
#13
Spitfire73

Spitfire73

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Es wird sich also kein LACO-Fan, der schon drei, vier Modelle der Marke hat, über den von Dir in den letzten 5 Jahren festgestellten Preisaufschwung ärgern. im Gegenteil.
Exakt. Ich habe vor wenigen Tagen eine Laco B-Uhr verkauft. Von mir erworben neu in 2012, verkauft in 2019. Von meinem damaligen Kaufpreis habe ich 87% wieder hereingeholt. Da ist mir für eine sechseinhalb Jahre alte Uhr schon durchaus Schlimmeres widerfahren.:ok:

Gruß
Helmut
 
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#14
Uhrbene

Uhrbene

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Wenn man absolut die Preise nicht zahlen will, sollte man eben eine chinesische Kopie kaufen. Gibt ja auch hier genügend Leute, die meinen, das sei das Gleiche und der Hersteller soll bitte maximal 10% Aufpreis zu den Chinadingern nehmen.

Im Uhrenbereich über 250 Euro werden NAMEN und GESCHICHTEN verkauft und mal ehrlich, das wollen fast alle hier doch so. Und ich freue mich, dass Laco das wieder gelingt.
Die anderen nehmen eben eine MerKurMasterNis oder so. Aber auch die wollen was von dem Flair des Originals, auch wenn das manchmal schwerfällt, es selbst zuzugeben. Die Zeit zeigt nämlich auch das Handy oder die Uhren im neuen Aldiprospekt (4,99 Euro, 5ATM).
 
#15
lieberknecht

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Es gibt auch Hersteller wie DEKLA die vergleichbare Qualität für weniger als die Hälfte bieten und die Gehäuse, die Zeiger, die Blätter selbst Inhouse in D fertigen. Dazu gibt es zugekaufte Eta Werke, Marken Saphire Gläser und Marken Leder Bänder von Fluco. Funktionieren tut das ganze aber auch nur weil der Hersteller eigentlich kein Uhren Hersteller ist sondern selbst Zulieferer von Gehäusen.

Laco, Stowa, Tourby usw kaufen ihre Gehäuse, fast alle anderen Bauteile von Lieferanten zu das ist natürlich teuer, hoher Kostenpunkt weil sie klein sind wenig Abnahme Menge = hohe Teile kosten und somit teures Endprodukt.

Pro für Stowa und Laco die Historie/ Geschichte.

Das mit den Gebraucht Uhren Preisen ist nicht nur bei Laco so schlimm bei Stowa etwas besser und ganz katastrophal bei Tourby.
 
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#16
certinho

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Genau das hat mich überzeugt und ich habe vor 1 woche eine Dekla bestellt. Für 450,- . Ich hatte zwar noch keine in der Hand, aber die Argumente, dass alles bis auf das Glas, das Band und das Uhrwerk selbst hergestellt wird und aus Deutschland kommt, haben mich überzeugt. Zur Wahl standen noch laco, aber da war mir das Gehäuse zu originalgetreu und zu wenig alltagstauglich und Archimede, aber da fand ich das Gehäuse zu flach und irgendwie nicht ansprechend.
 
#17
Santo79

Santo79

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Vom Werk her, ist Stowa aber höherwertiger anzusehen als Laco oder irre ich mich?! Stowa liefert in TOP, Laco in Elabore. Gibt es sonst gravierende Unterschiede zwischen den beiden?
 
#18
Spitfire73

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Bei Stowa lese ich "Schweizer Uhrwerk im TOP Finish"....das bedeutet für mich nicht, dass es die Qualitätsstufe "top" hätte. Dazu gab es aber schon mal einen Faden hier...

Gruß
Helmut
 
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#20
hovi

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Allen Unkenrufen zum trotz, muss ich mal eine Lanze für LACO brechen.

Ich hätte noch keine Fliegeruhr, die so nah an das Original kommt! Insbesondere, was die Anstöße betrifft!

Tourby baut wirklich wunderschöne Uhren, auch Stowa und Archimede, aber die LACO ist die erste, die mich wirklich flasht.
 
Thema:

Pokert "LACO" mit seinen Original Fliegeruhren zu hoch? Kaufpreise zu Verkaufspreisen im Kontrast unverhältnismäßig groß.

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