Plötzlich massiver Vorlauf bei Unitas 6497-1, Steinhart Nav-B, Revision?

Diskutiere Plötzlich massiver Vorlauf bei Unitas 6497-1, Steinhart Nav-B, Revision? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhrenwerkstatt; Hallo liebe Forenmitglieder, seit 1 Woche habe ich eine älter Steinhart Nav-B 44 aus 2008 (mit 2stelliger Nr., viel schöner als die aktuelle ;-)...
#1
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joop

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Hallo liebe Forenmitglieder,

seit 1 Woche habe ich eine älter Steinhart Nav-B 44 aus 2008 (mit 2stelliger Nr., viel schöner als die aktuelle ;-) ).
Sie lief die ganze Zeit perfekt, heißt kontinuierlich mit +5 sek. in 24 Stunden.
Ich habe sie jeden morgen aufgezogen und täglich mehrere Stunden getragen.
Heute morgen will ich sie wieder anlegen und stelle fest, dass sie über Nacht mehr als 1 Stunde im Plus liegt, ganz plötzlich!
Natürlich habe ich sie neu gestellt und beobachte das schon den ganzen Tag, sie läuft massiv vor.
Im Moment liegt sie bei +4min in 1 Stunde?!

Sie ist nicht runtergefallen, angeeckt und es gab auch keine massiven Temparturschwankungen...

Meine Frage(n) an euch:
Wie kann soetwas ganz plötzlich sein?
Sind das Anzeichen, dass die Uhr eine Revision möchte, oder sieht sowas anders aus?
Was würde das ca. Kosten und lohnt sich das bei dem Werk überhaupt?
Was empfehlt ihr mir?

Vielen Dank!!

joop
 
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#2
VinC

VinC

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Wahrscheinlich hat sich die Unruhfeder verhakt, das kann durch einen Stoß passieren, dann wird die Länge des Federweges verkürzt und schon rennt das Biest los.

Mit einem beherzten aber nicht zu starken Schlag mit der Uhr in die hohle Hand kann man dies beheben, bzw. zumindest mal versuchen. Es geht hier nun nicht darum zu versuchen das Glas tiefer in die Fassung zu schlagen sondern nur einen Ruck auf die Feder zu geben, damit diese wieder frei wird.

Das kann notfalls aber auch jeder Uhrmacher richten, ist eine Sache von Minuten im Allgemeinen und das würde ich dir auch ans Herz legen, die obere Methode ist eher was für den DIY Bereich. Versuchen kann man es, aber eigentlich sollte man zum Uhrmacher gehen - notfalls einfach die Uhr ablaufen lassen und dann mit einer Lupe mal genau hinsehen, ist aber sicherlich nichts tragisches.

Beim Versand der Uhr kann nämlich selbiges passieren, das durch einen Schlag die Feder verhakt, daher lieber am Ort richten lassen.
 
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#3
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joop

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Vielen Dank für deine Antwort!
Mir fällt ein, dass ich mit dem Fahrrad hier in Freiburgs Altstadt übers Kopfsteinpflaster gefahren bin, das könnte wirklich das Problem sein... :|
Ich versuche es mal mit dem "Klaps" und lasse sie ablaufen... eine Lupenbrille habe ich auch hier.
 
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#4
VinC

VinC

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Tja so ist das, einem wird später bewusst was alles alltäglich ist obwohl man vorher noch der Meinung war das dies ja nicht vorkommen könnte ;) :prost:

Ich würde sie erst ablaufen lassen und schauen, wenn du dann nichts siehst, dann würde ich es auch lassen. Das Werk hat ja den Vorteil das es schön groß ist.
 
#5
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joop

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Also....
es ist genauso wie du gesagt hast, ein leichter "Schlag" in die hohle Hand, und sie läuft wieder normal.
Erkennen konnte ich allerdings nichts am Werk, also dass sich die Feder verhakt hätte etc.
Ist das bei dem Werk normal, dass es relativ stoßempfindlich ist? Oder kann man das irgendwie beheben, nachjustieren oder ähnliches, damit das nicht wieder passiert?
Oder ist das einfach die "Seele" einer mechanischen Uhr?

Vielen Dank nochmal für den super Tip!!
 
#6
VinC

VinC

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Dagegen kann man nichts tun, das ist in der Natur der Sache.

Es ist halt sehr fein und kompakt, wenn dann aus dem passenden Winkel der richtige Schlag im passenden Moment kommt, dann verspringt die Feder.

Jedoch passiert dies sehr selten, du brauchst die Uhr deshalb nicht in Watte packen, es ist gut möglich das es dir nie wieder in deiner Uhren-Laufbahn passiert.

Ein plötzlicher extremer Vorgang im Minutenbereich hat eigentlich immer mit diesem Problem zu tun. Das kann auch durch Magnetismus passieren - gehört halt dazu, aber für alles gibt es eine Lösung.
 
#7
Kardinal

Kardinal

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Danke VinC! Dein Tip hat anscheinend auch bei meiner extrem zu schnell laufenden Omega Kaliber 601 geholfen!

Deutet so etwas eigentlich auf eine generelle Revisionsbedürftigkeit hin?
 
Thema:

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