Uhrenbestimmung Pendeluhr mit Logo : Kopf mit Kappe und Flügel

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Perpendikel

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Hallo Uhrenfreunde,
Ich habe das abgebildete Uhrwerk neulich für kleines Geld beim Trödel erstanden. Das Logo stammt von Johannes Schlenker & Jakob Kienzle. Aber aus welcher Zeit?
Was sagt die Markung "DEP:" aus? Kann jemand etwas mit der Seriennummer anfangen?
Das Uhrwerk hat keine Zeiger, kein Pendel uind auch die Pendelstange mit Pendelfeder fehlt. Trotzdem möchte ich das Uhrwerk wieder zum Leben erwecken und mit einem neuen Gehäuse versehen. Zumal es ein Markenuhrwerk ist und sonst noch gut erhalten ist.
Kann mir jemand weiterhelfen? Würde mich sehr freuen.
Freundliche Grüße von Perpendikel


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RotenHamburger

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Hallo!

"DEP" bedeutet nach meiner Kenntnis "Deposé". Es handelt sich dabei um das Patent, entsprechend ist die Nummer die Patent-Nummer.
Beste Grüße
Christian
 
Perpendikel

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Hallo zusammen,
vielen Dank für die Informationen und die Links. Das hat mir schon ein Stück weitergeholfen. Ich beschäftige mich erst seit ca. 1 1/2 Jahren mit mechanischen Großuhren. Bin also noch ziemlich neu ;-).
Man könnte dieses Uhrwerk also schon antik nennen oder? Es ist in gutem Zustand aber leider ohne Pendel und Zeiger. Das Gehäuse fehlt auch. Aber als Teilespender ist es zu schade. Also werde ich es wieder zum Leben erwecken. Wenn es fertig ist werde ich es hier zeigen. Versprochen!
Übrigens: Finde das Forum hier wirklich toll. Muß mich aber erst mal etwas zurechtfinden hier.
Grüße von Peter
 
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Der Stromer

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Hallo, Peter.

Man könnte dieses Uhrwerk also schon antik nennen oder?
Na ja, "antik" würde ich nun nicht gerade sagen. Alt ist schon passender. Denn Antik kommt aus der Antike und die war so vor schlappen 2000 Jahren. Ob es da schon Räderuhren gab, wage ich zu bezweifeln:).

Und zu der Nummer und DEP: Richtig, DEP ist die Abkürzung für Deposé und bedeutet soviel wie "Patent beantragt". Es gibt aber kein Patent (Deutsches) unter dieser Nummer.

Das vom Günter gefundene betrifft "Verbesserung von Kolbenringen" und die hat auch Deine Uhr nun mal nicht, oder doch?

Zur Bildmarke: Der "Hermes-Kopf" ist die Marke der Firma Schlenker & Kienzle, die 1885 gegründet wurde. Diese Marke wurde bis 1898 verwendet und erst dann in das "geflügelte Ziffernblatt" geändert.

Dein Werk stammt also noch vor 1898 und nach 1885. Schönes Teil und es würde sich lohnen, mit viel Zeit nach original-Teilen, wie z.B. dem Pendel zu schauen. Alte Gehäuse, die passen können, findet man leicht auf einem Trödelmarkt oder auch in der Bucht, zumal ja kein Schlagwerk vorhanden ist. Auch Schlenker & Kienzle hat keine eigenen Gehäuse gebaut, sondern diese zugekauft. Daher muss man (Du) eigentlich nur nach der Zeit vor 1900 schauen.

Ps.: Das ist kein Werk für eine Wanduhr, sondern eher für eine Kamin- oder Tischuhr. Denn die Zahl 12 hinter der 119129 bedeutet die Länge des Pendels. Und so kurze Pendel wurden nur in Tisch- oder Kaminuhren gebraucht.
 
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Oelfinger

Oelfinger

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Piston ring kann auch (laut LEO) Rinspalt bzw. Führungsband bedeuten. Aber ob das mehr Sinn ergibt?

Grüsse

Günter
 
Perpendikel

Perpendikel

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Hallo Rolf-Dieter,
Danke für Deinen Beitrag.
Sicher hast Du recht wenn Du sagst, dass es in der "Antike" noch keine Räderuhren gab;-) Sollte in diesem Zusammenhang auch nicht so wörtlich genommen werden.
Aber immerhin, wenn die Uhr vor 1898 gefertigt wurde ist sie schon eine "Anti"quität, oder?
Der Hinweis auf die Pendellänge ist für mich wertvoll. Hätte es sonst durch langwierige Versuche herausfinden müssen. Das Gehäuse betreffend hab ich so meine eigenen Vorstellungen. Möchte aber noch nichts verraten. Wenn es fertig ist werde ich die Uhr nochmal hier vorstellen um Euer Urteil zu hören. Es gibt leider sehr viele alte, sehr schöne, Uhrwerke die noch funktionstüchtig sind oder aber restauriert werden können, welche aber irgentwann ihres Gehäuses beraubt worden sind. Diesen Uhrwerken möchte ich zu neuem Glanz verhelfen auf meine Weise. Ich bin allerdings kein gelernter Uhrmacher (Feinmechaniker) und muss noch lernen!

Liebe Grüße von Peter

Ach.... fällt mir gerade noch ein: Was meinst Du mit "in der Bucht"?
 
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tgrassner

tgrassner

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Hi!

Ich grabe diesen Thread mal wieder aus, da es bei mir auch um ein Schlenker-Werk geht. Und zwar mit der Bildmarke "Aesculapstab mit geflügeltem Rad". Weiss jemand, wie lange diese Bildmarke verwendet wurde?



Quelle: mikrolisk.de
 
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Mühli

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Laut Uhren Lexikon von 1897 - 1899. Die Werke wurden wohl von Carl Werner produziert.
 
Der Stromer

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Carl Werner????

Nun, Carl und 1897 - 1899 stimmt aber. Nur war es nicht Carl Werner, sondern Carl-Johannes Schlenker, der dieses Firmenzeichen hat eintragen lassen. 1898 wurde der Betrieb dann von Jakob Kienzle (der Schwager vom Schlenker) gekauft.

Quelle: Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie 1850 - 1980 von HH Schmid, Band 2.
 
tgrassner

tgrassner

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Ich danke Euch beiden sehr für die Informationen. Somit lässt sich das Alter meines "Regulators" - klingt irgendwie schöner als "Hausuhr" - sehr gut eingrenzen.

Erstaunlich finde ich, wie genau so ein altes Schätzchen heute noch läuft. Selbstverständlich nach der Reinigung und (hoffentlich nicht letzten) Ölung. :super:
 
M

Mühli

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Das Firmenzeichen eintragen lassen, ja.....aber keine eigenen Werke hergestellt sondern von Carl Werner fertigen lassen.
 
domaß

domaß

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Mitteleuropa, sehr gerne: München und Insprugg
Hallo!

Ich lerne nie aus. Seit Jahrzehnten liebe ich Pendeluhren. Dass die eingeschlagene Zahl die Pendellänge ist, habe ich nicht gewusst.

@Perpendikel

" in der Bucht" = Ebay

Lieben Gruß,
domaß
 
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