Originale Glashütte aus der DDR

Diskutiere Originale Glashütte aus der DDR im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Dann muss ich mal meinen Fundus durchforsten und schauen ... Danke für die für mich neuen Erkenntnisse --- Nachträglich hinzugefügt --- ... und...
w113_sl280

w113_sl280

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Dann muss ich mal meinen Fundus durchforsten und schauen ...
Danke für die für mich neuen Erkenntnisse

--- Nachträglich hinzugefügt ---

... und freu mich über 28, 28.1 und 60.3. 60.2 hab ich nur mit StoSi ...
 
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JESV

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Ich fang mal mit 60.2 und 60.3 ohne Stosi an.
Leider hat die rechte ein aufgearbeitetes ZB. Q und GUB sind vertauscht, sh. Original.
Die Q unter! der 12 soll eine Bedeutung haben?
Sonnenschliff, Glucydur Unruhe, Chatons, anglierte und vergütete Räder usw. sind Merkmale eines hohen Qualitätstandards. Die vollendete Reglage der Gangreglerpartie sind leider nicht darstellbar.2016-09-10 10.22.10.jpg2016-09-10 10.22.43.jpg2016-09-10 10.25.02.jpg2016-09-10 10.25.37.jpg2016-09-10 10.30.29.jpg
Gleiche Merkmale 60.2 mit Stosi, großes Gehäuse.
2016-09-10 10.28.27.jpg2016-09-10 10.29.29.jpg
Gegen Ende der Produktion wurden die Qualitätstandards gesenkt, keine Anglierung und Chatons.
2016-09-10 10.35.42.jpg2016-09-10 10.36.59.jpg
In der Hoffnung auf hoffentlich weitere Reaktionen.
LG Joachim
Wer ist am 24. auf der Agra? Gerne PN.
 
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w113_sl280

w113_sl280

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also ich habe wie schon ausgeführt nur eine "minderwertigere" 60.2
Bei 60.3 habe ich eine Version mit dem Q bei 12, alle anderen haben es bei der 6 ...
 

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JESV

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Q-Uhren sind nicht "minderwertig"!
Die 60.2 ist Klasse! da kpl. Erichset!...und großes Gehäuse.
Bei der 60.3 im Chromgehäuse WNr. 7620 kann ich keine Anglierung der Laufwerkräder erkennen?
Bei der 60.3 WNr. 18228 schon.
Q unten sei Güteuhr, Q oben unter der 12 sei Chronometer ( hat mir mal P. Meißner gesagt, sei nach alter Langescher Tradition der Signaturen )
Man beachte auch den unterschiedlichen Duktus des "Q" bei den Originalblättern, beim "G" der Urofa gibt es ja auch erhebliche Abweichungen.
LG Joachim
 
kāla

kāla

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Auch wenn ich mich nicht aktiv einbringen kann, möchte ich dich (Joachim) weiter ermutigen. :) Wenn ich hier nichts beizutragen habe, lese ich dennoch interessiert mit. Nur durch unterschiedliche Erfahrungen und einen (vorurteilsfreien) Gedankenaustausch kann immer mehr Licht in die noch "dunklen" Kapitel bzw. Aspekte aus Glashütte gebracht werden.
 
kater7

kater7

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Also eine Q-Uhr als minderwertig zu bezeichnen ........ nein, ich sag jetzt besser nix. Wer sich dafür interessiert findet hier https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gütezeichen_(DDR) eine ausführliche Erklärung. Wer nach der Lektüre noch Q-Uhren als minderwertig bezeichnet, dem ist nicht mehr zu helfen......
 
fuchsgiro

fuchsgiro

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Hab ihr auch gesehen, wie Erich das Wort "minderwertig" geschrieben hat? Ich bin überzeugt, er weiss ganz genau was er in der Sammlung hat.
 
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JESV

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Danke für die gute Resonanz!
Heute vom Trödel mitgebracht.
20160911_133723.jpg
Eine Ruhla 54 lose neuwertig, eine Ruhla M 2 kpl. neuw. und 11 Uhr bei sengender Sonne GUB 60.1
kpl. ungetragen. Alle liegen auf dem Universallexikon von Nomos.
Ruhla hat auch was, die M 2 hat 1958 157.80 M gekostet, die GUB 60.1 hat 1961 153.80 M gekostet. ( Beweis für minderwertigere GUB )
Meine Frau hat heute im Gegensatz zu mir keine gute Laune, ich versteh's nicht...
LG Joachim
 
kāla

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Wow, einfach nur Wow! Selbst auf den größeren Trödelmärkten in unserer Stadt habe ich nur eine abgeranzte Spezimatik in einer Grabbelkiste gesehen. Da bin ich schon neidisch, dass du NOS-GUBs mit Papieren kaufen kannst ... :oops: Glückwunsch zu den Fängen!



@ Erichs "minderwertig": Das war ganz offensichtlich eine klare Übertreibung - er meinte das nicht abwertend, sondern in dem Sinne, dass er nicht die höchstmögliche Premiumstufe der Kaliber (möglichst noch im Fullset) besitzt. :)
 
w113_sl280

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Joachim schrieb:
"Wer also solche alten Kaliber von Qualitätsuhren sein eigen nennen kann, hat ein schönes Stück sächsischer
Handwerkskunst mit hoher manueller Fertigungstiefe in der Hand!"

Da meine, wie viele andere jüngere 60.2 diese hohe handwerkliche Qualität nicht (mehr) aufweist habe ich "minderwertiger" geschrieben, also einen relativen Bezug hergestellt und keine absolute Bewertung minderwertig abgegeben ...

Gratuliere zu der tollen Ausbeute, das nenne ich Glück!

60.3 ohne StoSi passt ja hierher
 

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siluan

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Apropos minderwertig ....
ich habe eine 60.3, ohne G-Chatons. mit Sonnenschliff auf beiden Rädern, aber mit vernickelter Schraubenunruhe. HGD bezeichnet das als verfälscht, ohne dieses jedoch zu belegen. Ich kleiner Wicht hab schon einige davon gesehen und nicht zuletzt deshalb halte ich diese Beschreibung für schlicht falsch. Was sagt ihr dazu ?
 
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So eine "Fälschung" habe ich auch schon einige male gesehen und leider auch in meinem Fundus ...
 

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kāla

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@ siluan:
Ich sehe das Problem, dass man heute nicht mehr nachvollziehen können wird, wie diese Uhr mal ausgeliefert wurden (simples Ersetzen der Räder). Oder sind das Exemplare mit Papieren? ... Ich will die mögliche Diskussion damit aber nicht abwürgen.


@ Erich:
Da ich diese Gehäuse-/Zifferblattkombination als Kal. 60.1 besitze, habe ich mich mal gefragt, ob es diesen Gehäusetyp mit irgendeinem anderen Zifferblatt gegeben hat. Ich bin auch nach intensiver Suche nicht fündig geworden. Kennst du (oder natürlich sonst wer) ein Gegenbeispiel? :)

Zweite Frage zum Gehäuse selbst: Ich habe dabei auch nur ein Bild von einem Bodendeckel gefunden (Ebay).

GUB 60-3_Gehäuse_1.jpg
GUB 60-3_Gehäuse_2.jpg

So sieht auch der Deckel meines Gehäuses aus. Deine Deckel-Signatur habe ich wohl bisher noch nirgends gesehen. Hast du davon noch andere Exemplare?
Kannst du den Hersteller des Gehäuses eingrenzen?
 
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JESV

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.Ich will hier meine eigenen Gedanken beitragen.
Diese Uhren waren in erster Linie Gebrauchsuhren, echte Traktoren im Alltag.
Innerhalb der Kalibergruppen sind Gehäuse, Zifferblatt, Werkteile usw. austauschbar. D.h., bei Reparaturen, s. o. häufig, wurde damit ersetzt, was gerade da war!
Spezielle ET für Güteuhren habe ich bisher in keiner ET Liste der GUB finden können, etwa die Glucydurunruhe. Macht auch keinen Sinn, denn wie sollte der Reparateur die spezielle Reglage ausführen? Wichtig war, Uhr geht wieder!
Nun bleiben zwei Möglichkeiten: Oben hinterfragte Uhren sind Zeugen ihres Werdeganges, oder eben auch nicht?
Mir geht es nicht um "minderwertig", ich will hier gemeinsam mit anderen Interessierten vlt. auch nicht so ganz wichtige Nischen der Glashütter Uhrenhistorie anhand von Fakten und im Konsens der Zeit erforschen.
Ich habe kein Problem, wenn einige Uhren meiner Sammlung ihr bewegtes Leben zeigen, sauer werde ich, wenn mir jemand für viel Geld Bastelwastel andrehen will. Und ich weiß, da gibt es welche, denen gefällt das hier überhaupt nicht......
LG Joachim
Zur Zeit 1945: Nicht so weit von Glashütte, im Erzgebirge die Schwarzenberger Republik!
 
w113_sl280

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Ohne andere Möglichkeiten auszuschließen bin ich bei meiner Uhr von der Reparaturtheorie ausgegangen.
Neue Erkenntnisse sind immer willkommen.

Hab nochmal nachgesehen:
alle meine Kal. 28/28.1 haben das Q unter der 12, der Firmenschriftzug ist bei 2 Kal. 28.1 über der 6, ansonsten bei meinen Uhren folgender Zifferblattaufdruck:
12
Q
Firmenaufdruck (bei Kal. 28.1 sowohl oberhalb als auch unterhalb der Mittelachse)

bei 60.2 hab ich:
12
GUB
Q (oberhalb der Mittelachse)

bei 60.3 bis auf eine Ausnahme:
12
GUB
Q (unterhalb der Mittelachse)
Ausnahme
12
Q
GUB (unterhalb der Mittelachse, wie bei 28.1)

Bei allen meinen jüngeren Güteuhren 70.1Q und 70.3Q befindet sich das Q in der unteren ZB-Hälfte
 
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JESV

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Michael, die gezeigte Bodenprägung ist m. E. ungewöhnlich, aber bei Importgehäusen BRD bzw. Frankreich möglich.
Erich, die Reparaturtheorie könnte ich noch ausweiten...
Zum Q1 bei Lange VEB und GUB 28 und 48 bei mir gleiches Resultat, immer unter der 12. Ist halt für mich kein Zufall.
Bei den GUB 60 Güte seltener? unter der 12, meist unten über 6.
Die 70 Güte ziehe ich hier nicht in Betracht, weil m. E. nach 1962 der alte Mitarbeiterstamm Lange und Urofa nicht mehr das sagen hatte bzw. der technische Fortschritt auch in Glashütte Einzug gehalten hatte, auch sind gesellschaftliche Entwicklungen relevant.
Zum Abschluß eine authentische 60.3 Güte, Q1 unten.2016-09-14 17.39.34 (2).jpg
2016-09-14 17.38.01 (2).jpg2016-09-14 17.42.45 (2).jpg2016-09-14 17.43.51 (2).jpg
Gibt es jemand, der eine 60.3 Chronometer zeigen kann? Auch andere Meinungen zu Q1 gerne.
LG Joachim
 
kāla

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Michael, die gezeigte Bodenprägung ist m. E. ungewöhnlich, aber bei Importgehäusen BRD bzw. Frankreich möglich.
Die Originalität würde und wollte ich nie in Frage stellen. Als besonders ungewöhnlich sehe ich sie auch nicht an, eher als außergewöhnlich. :)

Mein Interesse an den Gehäuse rührt aus meinem Sammlungsziel, eine möglichst breite Auswahl an Gehäuse- und Zifferblattvariationen mit einer möglichst überschaubaren Anzahl von Uhren zusammen zu tragen. Werner Heinrich gibt in seinem Buch ja einige Anhaltspunkte (R&W, K&J, Sächsische Bijouteriewaren Gehringswalde, Uhrenwerk Weimar), über die Importe aus Frankreich oder (insbes. Süd-)Deutschland besaß er wohl keine tiefergehenden Kenntnisse. Herr Donner gibt auf seiner Seite hierzu vereinzelt genauere Informationen, ein systematischer Überblick liegt aber nicht in seinem Fokus. (kein Vorwurf :))
Und da die Gehäuse ja nicht exklusiv für GUB produziert wurden, sondern diverse Firmen die gleichen Gehäuse importiert und/oder verbaut haben, versuche ich nach und nach mit den ggf. irgendwo verteilt vorhandenen Informationen eine möglichst genaue Bestimmung der Gehäusehersteller für die Uhren in meiner Sammlung (und meine künftigen Zielexemplare) zusammen zu tragen.



Einen 60.3-Chronometer besitze ich (wie so vieles anderes ebenso) im Moment noch nicht. Hier wäre es schön gewesen, wenn sich ehemalige Mitglieder dieses Forums mit großen Sammlungen noch hätten einbringen können ...
 
w113_sl280

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@ Joachim: "Gibt es jemand, der eine 60.3 Chronometer zeigen kann?"
Der einzige komplette den ich kenne ist bei HGD dokumentiert:
http://www.glashuetteuhren.de/kalib...etter-uhrenbetriebe/kaliber-60-3-chronometer/
Ich habe bisher 2x Papiere zu einer solchen Uhr gesehen, es sind die bei Herrn Donner gezeigten. Schachtel und Papiere ohne Uhr habe ich noch, die zweiten Papiere befinden sich mittlerweile in Händen eines mir bekannten Sammlers der ebenfalls die dazupassende Uhr suchen würde ...
Wird wohl nicht so leicht werden einen zu finden ...

Das ist ja auch eine wirklich schöne 18-steinige 60.3 Joachim :super:
 

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