Originale Glashütte aus der DDR

Diskutiere Originale Glashütte aus der DDR im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Also die "DYNAMATIC" - Blätter sehen aber auch aus wie von indischen Fußmalern gezeichnet. Der Druck ist sehr unsauber, gefällt mir persönlich nicht.
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nodronn

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Also die "DYNAMATIC" - Blätter sehen aber auch aus wie von indischen Fußmalern gezeichnet. Der Druck ist sehr unsauber, gefällt mir persönlich nicht.
 
kāla

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Nachdem mit dieser Diskussion nicht mehr in eine laufende Auktion eingegriffen werden kann würde ich euch gern mal eure Meinung zur nachfolgenden Uhr hören. Ganz offensichtlich hat hier jemand etwas zusammen gesetzt, was nicht zusammen gehört (Zifferblatt und Zeiger zum Kaliber). Ich habe diese Gehäuseform vorher auch noch nie gesehen. Aber kann/muss man ausschließen, dass es sich um ein Gehäuse handelt, welches bei den GUB verbaut wurde?

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NeoMatrixcode

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Hallo ,und guten Abend @kāla
Also ich glaube das Gehäuse ist keineswegs GUB.
 
Arindal

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So wie das Werk schief im Gehäuse hängt und die Außenfedern des Werkhalterings zurückgebogen aussehen, würde ich tendenziell nicht von einer originalen Kombination ausgehen. Die Gehäuseform sieht für GUB reichlich ungewöhnlich aus.

Gub 70.3 müsste doch eigentlich ein chronometer bzw. Güte Zeichen bedeuten, oder? Das kenne ich nur mlt einem entsprechendem Vermerk auf dem Zifferblatt. Dieses hier ist leer, was eine weitere Merkwürdigkeit darstellt. Der Sonnenschliff sieht aber nicht schlecht aus. Vielleicht ein NOS Blatt?
 
NeoMatrixcode

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Ja , da ist sehr viel falsch ,was auf eine 70.3
hindeuten sollte ( Gütezeichen , goldene Unruhe) etc.
 
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lennox

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Die ZB ohne Logo hat vor Jahren mal Einer in der Bucht angeboten, mit den Hinweis passt als Ersatz für GUB Uhren.
Gruß
lennpx
 
watchfox

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Das ist einfach nur die freie Interpretation einer GH-Uhr! Das Werk, der Deckel und das Zeigerspiel sind vermutlich original, der Rest naja...
 
kāla

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Nachtrag zu meinem letzten Beitrag: Die gezeigten Bilder stammen natürlich vom Verkäufer.


Dann will ich auch mal meine Gedanken äußern:

Wir sind uns einig, dass diese Uhr eine wahrscheinlich nach individuellem Geschmack zusammengestellte Uhr ist.

Nach all dem was wir schon wissen, waren die Kal. 70.3 allesamt recht elegante und gefällige Modelle. Ich denke also auch nicht, dass das Werk in dieses doch vergleichsweise extravagante Gehäuse gehört.

Allerdings stelle ich mir andere Fragen.
Der Kreateur dieser Uhr hat zwar eines der damals besten GUB-Kaliber in der Uhr verbaut, aber gerade beim Zifferblatt keinen Wert darauf gelegt, die Uhr nach einer GUB aussehen zu lassen. Weder mit einem Sixties-Zifferblatt eines anderen GUB-Kalibers, auch nicht mit einem anderen schönen GUB-Zifferblatt und erst recht nicht mit einem Zifferblatt, das auf die hohe Qualität des verbauten Uhrwerks hingewiesen hätte. Die Uhr musste also niemanden "beeindrucken", sie war scheinbar nur für den Eigentümer selbst.

Obwohl aufgrund des verbauten Zifferblatts niemand von außen erkennen konnte, welches Kaliber in der Uhr verbaut ist, hat sich der Eigentümer für ein Kaliber mit Chronometermetereigenschaften entschieden. Er hätte auch ein einfaches 70.1 verbauen können, das deutlich besser verfügbar und wohl auch günstiger gewesen sein dürfte. Hier bestand also scheinbar ein Anspruch auf eine gewisse Qualität.

Kein mir bewusstes 70.3-Modell hatte mit Lume belegte Zeiger. Eine weitere Individualisierung mit praktischem Nutzwert, die eine bewusste Entscheidung zu sein scheint: Die Uhr sollte scheinbar ordentlich funktionieren.

Kommen wir letztlich zum Gehäuse. Der Bodendeckel ist ein GUB-Deckel, der bei Gehäusen der Kalibergruppe 70 verwendet wurde.
Warum sollte der Eigentümer einen anderen, originalen Deckel gegen einen GUB-Deckel ersetzt haben, insbesondere mit Blick auf das blanke Zifferblatt? Eine Identifizierbarkeit als GUB war ihm beim Zifferblatt ja scheinbar nicht so wichtig.
Und einen passenden Bodendeckel für ein "beliebiges" Gehäuse zu finden wäre zusätzlicher und unnötiger Aufwand.
Wenn man die nur bedingt professionelle Monatge des Werkes (Werkhaltering) im Hinterkopf hat: Warum sollte man an eine Uhr, die scheinbar ordentlich funktionieren sollte, ohne Not noch einen fremden Bodendeckel einbauen? Das wäre inkonsequent.

Ich gebe zu, dass das Gehäuse sehr von der Formensprache der allgemein bekannten Gehäuse abweicht. Hätte uns vor 2 1/2 Jahren jemand gefragt, ob es GUB-Uhren mit spitzeckigen Gehäusen gegeben hat, hätten wir das klar verneint. Und dann kam Erich mit einer 67.1 ...

Obwohl ich nicht dort sein konnte habe ich aber trotzdem etwas bekommen was ich vorher erst einmal in dieser Form gesehen habe, einen 67.1 Automaten in einem (für mich) ungewöhnlichen Gehäuse.

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Will ich nun damit sagen, dass es sich um ein GUB-Gehäuse handelt? Nein. Aber ich würde auch nicht ausschließen, dass es sich um ein Gehäuse handelt, welches bei den GUB verbaut wurde. Ich warte auf den Tag, an dem irgendwo ein weiteres, ggf. ähnliches Gehäuse auftaucht. :)
 
lennox

lennox

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Wenn es so ist würde ich eher an ein Geh tippen das auch in der DDR zu Bekommen war und zwar Ruhla oder Priem . Mir ist bekannt das bei der PGH Uhrmacher in Berlin ,Lehrlinge, zum Ende ihrer Lehre eine eigene Uhr, nach ihren Vorstellungen, zum Selbstkosten Preis gestalten durften .Hier mal ein Geh von Rexer verbaut
Gruß
Andreas
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NeoMatrixcode

NeoMatrixcode

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Was sagt denn der Herr Donner dazu
zu der 70.3 von @kāla ?
Zumindest wäre das für mich die erste Anlaufstelle um darüber was rauszufinden.

Ich weiß,Ich weiß ....das er auch nicht alles weiß.
Er antwortet immer rasch, zumindest wenn ich ihn etwas frage per Mail oder per Tel.
Ein Versuch ist es Wert .

Mail; [email protected]
Tel; 089 / 58908060 (München)
 
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G

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Das ist zusammengeschusterter Müll. Man hätte nie eine Deckel mit der Beschriftung "Plaque 20 mik." auf ein Gehäuse gemacht,was ganz offensichtlich Titannitrid beschichtet ist. Sieh doch ein Blinder.....
 
lennox

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Das es ein zusammen geschräubeltes Teil ist, das wissen wir ja nun ,von Müll würde ich bei einem 70,3 Werk nicht sprechen .Eigentlich ist das Interessante,auf was für ein Geh passt ein Deckel von einer vergoldeten GUB?
Schönen Abend
Andreas
 
batery_99

batery_99

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Wenn es so ist würde ich eher an ein Geh tippen das auch in der DDR zu Bekommen war und zwar Ruhla oder Priem . Mir ist bekannt das bei der PGH Uhrmacher in Berlin ,Lehrlinge, zum Ende ihrer Lehre eine eigene Uhr, nach ihren Vorstellungen, zum Selbstkosten Preis gestalten durften .Hier mal ein Geh von Rexer verbaut
Gruß
Andreas
Anhang anzeigen 3376470
Ich hatte beim Gehäuse auch schon an etwas aus dem Hause Ruhla gedacht.
Die Gehäuse kamen doch sicher aus der gleichen Schmiede, so das es nicht verwundern würde, wenn ein GUB-Boden passt. Oder irre ich da?
Viele Grüße
Marco
 
lennox

lennox

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Das kann ich dir leider nicht beantworten .Da gibt es ganz feine Unterschiede das kann uns bestimmt Einer beantworten der tiefer in der Materie ist. Die Weltzeit Uhren Gehäuse sehen von Ruhla u GUB auf den ersten Blick auch gleich aus die Lünetten sind auch gleich aber die Werke passen nicht.
Gruß
Andreas
 
Spindel

Spindel

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170 Euronen für ein Werk Kal 70.3 wo auch noch gefriemelt wurde.Wer es braucht :ok:
Gruß Roland
 
kāla

kāla

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Nein Roland, 170 Euronen nur für die Möglichkeit mal genauer hinschauen zu dürfen ... Ich verzichte dafür lieber auf die mit verbundenen Accounts hochgetriebene Spezimatic oder die sogenannten "aufwändig restaurierten" Scheußligkeiten. :)

Nachdem ich mir die Uhr nun mit eigenen Augen ansehen konnte, bin ich überzeugt, dass es sich um ein von der GUB verwendetes Gehäuse handelt. Der Bodendeckel ist nicht nur ein Druckdeckel mit einer einfachen, kurzen Kante, sondern wird etwas weiter ins das Gehäuse eingeschoben - und passt perfekt.

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Da ich diese Art von Deckel selbst nur bei den 36mm-Gehäusen besitze, würde ich euch bitten, die von der Aufschrift identischen Deckel anderer 34mm-Gehäuse mal zu vergleichen. :)


Man hätte nie eine Deckel mit der Beschriftung "Plaque 20 mik." auf ein Gehäuse gemacht,was ganz offensichtlich Titannitrid beschichtet ist. Sieh doch ein Blinder.....
Und darauf will ich nur antworten: Bitte Brille putzen und/oder bei so ungesichertem Wissen einfach mal etwas leiser treten.
 
NeoMatrixcode

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Hallo @kāla

Ich habe auch noch einen Deckel übrig
auch in 34 mm,nur ohne Gehäuse.
(vor 1964)
Keine Ahnung wo ich den Deckel mal her hatte.
Bei mir steht das gleiche drauf.
Vlt. ist dein Gehäuse dazu wirklich Original,
warum auch immer ?

Ps;
das mit der Brille find ich klasse 😂
 

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Scholle

Scholle

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Hallo Micha,
erfreue Dich an der Uhr.
Mir als nicht HAU Sammler gefällt Sie ganz gut.
Ob die Uhr Bastel Wastel ist oder nicht sei erstmal dahin gstellt.
Ich habe KLTU s von der GUB da steht garnichts auf den Gehäusendeckeln darauf.
Und die Gehäuse könnten durch aus im Weimar gemacht wurden sein
Aber egal....
Es wurde soviel gemacht warum auch nicht solch eine Uhr......
 
G

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Nein Roland, 170 Euronen nur für die Möglichkeit mal genauer hinschauen zu dürfen ... Ich verzichte dafür lieber auf die mit verbundenen Accounts hochgetriebene Spezimatic oder die sogenannten "aufwändig restaurierten" Scheußligkeiten. :)

Nachdem ich mir die Uhr nun mit eigenen Augen ansehen konnte, bin ich überzeugt, dass es sich um ein von der GUB verwendetes Gehäuse handelt. Der Bodendeckel ist nicht nur ein Druckdeckel mit einer einfachen, kurzen Kante, sondern wird etwas weiter ins das Gehäuse eingeschoben - und passt perfekt.

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Da ich diese Art von Deckel selbst nur bei den 36mm-Gehäusen besitze, würde ich euch bitten, die von der Aufschrift identischen Deckel anderer 34mm-Gehäuse mal zu vergleichen. :)



Und darauf will ich nur antworten: Bitte Brille putzen und/oder bei so ungesichertem Wissen einfach mal etwas leiser treten.
Ungesichertes Wissen? Dass Deckel und Gehäuse vom Gebrauchszustand her nicht zusammen passen können,ist offensichtlich . Auch zeitlich ist die Gehäuseform und das Werk Lichtjahre auseinander.Für Laien natürlich nicht....Der Deckel ist völlig abgerockt und das Gehäuse von unten wie neu. Wie soll dass gehen????Eine Vergoldung wäre schon lange runter an den Bandanstössen...Titannitrid und Vergoldung unterscheiden ist dass kleinste Ding.Auch wurden diese Bodendeckel nur bei den Linsengehäusen verwendet.Aber ich lass dich mal weiter träumen und du findest anhand der Nummer auf dem Deckel bestimmt noch den Menschen heraus,der die Uhr montiert hat 8-)
Der einzige Post dazu ,der eventuell Substanz hat,ist der von Lennox.,mit dem PGH Uhrmacher....
 
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