Orient Star Air Diver 200M (Ref. WZ0371FD) Hawaii, München, Tokio

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Prolog

Hier ist die geschäftige Metropole Tokio, die für die präzise Pünktlichkeit ihrer U-Bahnen und viel Smog berühmt ist. Dort das paradiesische Hawaii, wo zu den Klängen der Ukulele Entspannung großgeschrieben und selbst geschäftliche Terminverpflichtungen nicht wirklich pünktlich wahrgenommen werden. Und dazwischen München, die Isarmetropole, die gekonnt die Essenz beider Welten verbindet: hohe Luftverschmutzung und ein notorisch unpünktlicher Nahverkehr.

Diese drei Orte stecken die Bühne für eine Geschichte ab, in der eine Orient Star im Jahr 2014 in kurzer Zeit insgesamt über 31.000 km zurücklegen wird und deren Reise es meiner Meinung nach verdient, erzählt zu werden. Nicht weil es eine im Hinblick auf Gestaltung, Technik oder gar Prestige bedeutsame Uhr wäre, sondern weil sie auf dieser Reise für mich den stahlgewordenen Beweis dafür antrat, dass es sich manchmal lohnen kann, über den eigenen Schatten zu springen, Fremden am anderen Ende der Welt Vertrauen entgegenzubringen und daran zu glauben, dass die Fünf an einem anderen Ort der Erde eine ganz gerade Zahl sein kann. Und vielleicht auch dafür, dass man manchmal sehr viel mehr als das zurückbekommt, was man selbst gegeben hat weil man bereit war, etwas Mühe auf sich zu nehmen und ein kleines Risiko einzugehen.

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Akt 1: „I’m going to make him an offer he can’t refuse.“ -Der Pate-

Dies ist die Geschichte einer Uhr und sie beginnt in München. Auf der Suche nach einem Diver mit gelbem Zifferblatt war ich auf dieses landläufig als "Yellow Revolver" bezeichnete Modell gestoßen. Zum Zeitpunkt meiner Suche längst nicht mehr in Produktion und Restbestände bei Händlern weltweit nicht mehr zu bekommen, kontaktierte ich erfolglos Orient Distributoren selbst im Iran, in Pakistan und in Indien. Vermutlich belegte ich mit meinem Emailverkehr in diese Region wochenlang einen der vorderen Plätze auf der Top-Ten-Liste verhaltensauffälliger Deutscher in der NSA-Zentrale. Zwischendurch gab ein in England ergattertes Gebrauchtexemplar am Kautschukband ein kurzes Gastspiel, verstärkte aber leider nur den Wunsch nach einem Exemplar im Neuzustand und am originalen Stahlband.

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Als ich viele Monate später resigniert die Hoffnung aufgegeben hatte, stieß ich eines Nachts auf eine bereits anderthalb Jahre zuvor abgelaufene Verkaufsanzeige in einem amerikanischen Uhrenforum. Zweimal hatte der Verkäufer den Preis für seine Uhr im angepriesenen Neuzustand mit zwei Originalbändern schon gesenkt und schließlich das Angebot zurückgezogen. Das weckte mein Interesse und ich schlüpfte in die Rolle des Don Corleone, der dem Anbieter ein Angebot machen würde, das er nicht ablehnen konnte. So bot ich ihm via Email den ersten, ursprünglich aufgerufenen Preis zuzüglich einer großzügig bemessenen Pauschale für den Versand. Wenige Stunden später stellte sich mir in tiefentspanntem Plauderton ein Hawaiianer namens Ted vor. Die Uhr wäre noch vorhanden. Natürlich absolut ungetragen. Und das separat zugekaufte Stahlband sei ebenfalls noch jungfräulich. Zum Beweis fügte er spontan ein Foto bei, das die absolut ungetragene (!) Uhr mit dem jungfräulich(!) montierten(!) Stahlband am Handgelenk(!) vor einem Topf gefährlich brodelnder Lava(!) zeigte, was mein Gegenüber lässig charmant mit "showing off the watch and my chili making skills" kommentierte. Mein Angebot sei darüber hinaus zu hoch und er würde es nur annehmen, wenn er die Portokosten selbst tragen dürfe.

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Der mißtrauische Durchschnittsdeutsche weist an dieser Stelle völlig zurecht auf die offenkundige Diskrepanz zwischen Aussage zum ungetragenen Neuzustand und übersandter Abbildung hin. Ich fragte also explizit noch einmal nach und Ted versicherte explizit nochmals, diese Uhr und Bänder seien ungetragen und neu. Dann fiel mir auch noch eine leichte Fehlstellung der Lünette auf Teds Chilifoto auf. Darauf angesprochen, räumte Ted diese Tatsache ein und schwor, die Uhr bereits in diesem Zustand in Los Angeles erworben zu haben und das es ihn nie gestört habe. Eine angeblich ungetragene Uhr an einem ungetragenen Band an einem Handgelenk inmitten der Chili-Hölle von Teds Küche? Ein verschwiegener Schönheitsfehler an der Lünette? Konnte das ein seriöser Verkäufer sein? Ich horchte eine Weile in mich hinein und wartete ergebnislos auf das Auslösen der internen Bauchgefühlfrühwarnsensorik. Dann beschloß ich die Sache einfach zu glauben. Ein im Erstfall nicht zurückholbarer Geldbetrag wurde gegen eine Trackingnummer getauscht und Ted hat es sich nicht nehmen lassen, der Versandart unvereinbart und auf seine Kosten ein "Express"-Upgrade zu spendieren. Worunter die hawaiianische Post dann das nervöse siebentägige Herumwichteln der Sendung zwischen den einzelnen Hauptinseln des Archipels verstand ehe das Paket die zwölftausenddreihundertvierzig Kilometer weite Reise über den nordamerikanischen Kontinent und den Atlantik hinweg bis nach München antrat, wo eine kreidebleiche, schwangere Zollbeamtin frühmorgens der Einfuhr zunächst den abgabenrechtlichen Segen, dann mir den Zollbescheid samt Sendung und sich selbst Sekunden später in einen Mülleimer übergab. Wo so viel in so kurzer Zeit übergeben wird, mag es als ein gutes Omen für das gelten, was das Paket freigeben würde. Und mein Vertrauen in Ted hatte sich in der Tat ausgezahlt. Zu meiner unbeschreiblichen Freude legte ich eine sorgsam verpackte, makellos neuwertige Uhr frei. Selbst bei genauester Untersuchung wollte sich weit und breit kein Microkrätzerchen finden. Dazu das absolut neuwertige, originale Stahlband und das ebenfalls völlig unberührte, ebenfalls originale Silikonband. Das Geraderücken der Lünette würde mein Uhrmacher schon besorgen können, hoffte ich. Im Grunde hätte an dieser Stelle also ein perfeker Uhrenkauf sein Ende finden können. Doch um es mit den Worten eines steuerlich suboptimal beratenen Münchner Fußballmanagers mit zeitweisen Wohnsitz in Landsberg zu sagen: Das war's noch nicht. Mein Uhrmacher besah sich nämlich die Angelegenheit, seufzte leise und bat mich, zur optimalen Vorbereitung seines Justierversuchs, den Hersteller um eine technische Zeichnung vom Unterbau der Lünette zu ersuchen.

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Akt 2: „Orient is going to make me an offer I can’t refuse.“ -Der Pate- (leicht modifiziert)

Pflichtschuldig wandte ich mich mit diesem Anliegen per Email direkt an Orient in Japan. Ein freundlicher Mitarbeiter ignorierte höflich aber bestimmt meinen Wunsch, bat aber stattdessen seinereits um Übersendung eines Frontalfotos der Uhr, auf der das Ausmaß der Fehlstellung klar zu erkennen wäre. Man wolle prüfen, ob die Fehlstellung den Toleranzrahmen des Hauses überschreite wurde mir erklärt. Dabei hätte er es sich auch bedeutend leichter machen können. Zum Beispiel darauf hinweisen, dass die Uhr weit außerhalb der Garantie, die Fehlstellung innerhalb Orients Toleranz wäre und überdies die Uhr ohnehin nie für den deutschen Markt bestimmt gewesen sei. Tat er aber nicht. Stattdessen unterbreitete mir Orient einige Tage später einen Vorschlag: für überschaubare 110 USD "technical fee" (zu diesem Zeitpunkt umgerechnet überschaubare 81 Euro) bot man mir eine komplette Revision von Uhr und Werk an, in deren Zuge auch die korrekte Ausrichtung der Lünette erfolgen würde und obendrein beinhalte der Preis auch noch den (Express)Rückversand der Uhr nach Deutschland. Bedingung wäre jedoch, dass ich für den Versand nach Japan aufkomme und den geforderten Betrag ausschließlich per Banküberweisung auf das Konto der Orient Watch Company in Tokio entrichte. Kurzum: Orient machte mir ein Angebot, das ich unmöglich ausschlagen konnte.

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Wie es der Zufall wollte, begegnete mir anderntags eine Reisegruppe japanischer Touristen am Münchner Marienplatz. Da ich in bester Stimmung war, folgte ich dem marodierenden, schlitzäugigen Mob bis in ein nahegelegenes Kaufhaus, wo die entfesselte Horde, eine Schneise der Verwüstung durch die Souvenierabteilung schlagend, verzückt und enthemmt über Berge von Touristenmitbringseln herfiel. Schwarzwaldmädelpüppchen aus Weichplastik (Made in China), alberne König Ludwig Devotionalien und weißblau berautetes, abstruses Kultgerät, das gemeinhin in asiatischen Ländern als typisch deutsch, schlimmstenfalls gar "bayerisch" wahrgenommen wird. Nachdem ich dem Treiben eine zeitlang belustigt zugesehen hatte, fiel mir plötzlich ein, was ich tun könnte, um meine Dankbarkeit gegenüber dem freundlichen Mitarbeiter von Orient einen gebührend humorvollen Ausdruck mit Lokalkolorit zu verleihen. Ich erwarb also einen preisreduzierten Bildband über Bayern und die Landeshauptstadt in japanischer Sprache, eine Auswahl vermeintlich landestypischer Schokoladenerzeugnisse und einen besonders geschmacklosen Flaschenöffner mit einer plastischen König Ludwig Skulptur als Griff, der nach meiner Beobachtung allein durch seine Existenz die japanischen Touristen reihenweise zu heiseren, orgasmusähnlichen Entzückungsschreien motiviert hatte. Dazu notierte ich noch eine Dankesbotschaft auf eine Postkarte mit repräsentativer Auswahl der kitschigsten Motive meiner Heimat.

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In unbedachter Plauderlaune weihte ich zuhause beiläufig meine Frau in den Plan ein. Unglücklicherweise war sie sofort Feuer und Flamme und beabsichtigte mein Paket um eine Auswahl selbstgebackener Minimuffins zu ergänzen. Vor meinem inneren Auge formte sich das Bild einer Tokioter Uhrenmanufaktur, in der weißbekittelte Uhrmacher um ein geöffnetes Paket aus dem fernen Westen drängen und fassungslos auf ein Blistertütchen mit bizarr geformten Klumpen lehmartiger Konsistenz starren. Bis sich ein grauhaariger Meisteruhrmacher schließlich ein Herz fasst, das Schweigen durchbricht und vorsichtig in die Runde murmelt: "Ich glaube, das sind nur Türstopper." Worauf reihum große Erleichterung eintritt, zittrige Hände weiße Tüchlein hervorholen und eifrig der Schweiß von dutzenden Stirnen getupft wird. Verrückte Europäer.

Da mir die Vorstellung widerstrebt, eine Nation, die in jüngster Geschichte eine Wirtschaftskrise, einen Tsunami und eine Atomkatastrophe zu durchleiden hatte, obendrein noch mit den Minimuffins meiner Frau zu konfrontieren, versuchte ich ihr anderntags die Sache auszureden. Sie hatte jedoch bereits in Erfahrung gebracht, dass die Einfuhr von Lebensmitteln nach Japan in geringen Mengen erlaubt wäre. Ich konterte spitzfindig, dass ihre Muffins medizinisch wie zollrechtlich nicht als Lebensmittel sondern als Giftstoffe gelten, untersagte per Basta-Dekret den Zusatz von Backwaren ins Paket und bezahlte meine selbstlose Aufopferung für die Belegschaft von Orient mit dem temporären Entzug erotischer Zuwendung.

Seit Omega in Biel das Stahlband meiner zur Nachbesserung eingeschickten PO ordentlich vermackt hat, habe ich mir angewohnt, im Fall der Fälle Uhren dem Hersteller nur noch ohne Band einzusenden. So packte ich den Uhrenkorpus samt Geschenken in einen Karton, überantwortete die Sendung mit etwas mulmigem Gefühl der Deutschen Post und überwies das Geld. Eine knappe Woche später traf 9.370 km entfernt die Sendung wohlbehalten und zeitgleich mit der Überweisung in Tokio ein. Unmittelbar nach Erhalt beruhigte mich Orient mit einer Eingangsbestätigung verbunden mit einer ausführlichen Dankesmail für Leckereien und Präsente. Man kenne München und habe sich außerordentlich über die Geste gefreut, die zeigen würde, dass man Freunde in aller Welt habe wurde mir in japanischer Bescheidenheit übermittelt. Mir standen Tränen in den Augen. Nicht vor Rührung über diese netten Worte sondern vom Betrachten des Kontoauszugs wegen der Gebührenbelastung meiner Hausbank bzw. der japanischen Empfängerbank für die Überweisung nach Tokio. Weitere dreieinhalb Wochen später erhielt ich eine Mail mit der Nachricht, die Revision sei abgeschlossen samt einem Foto meiner Uhr verbunden mit der Frage, ob mir die Lünettenposition nun zusage. Das nennt man Service. Und würde in dieser Form manchem Schweizer Nobelhersteller mehr als gut zu Gesicht stehen.

Selbstverständlich sagte mir die nun perfekte Lünettenausrichtung zu und Orient versprach die Uhr noch am gleichen Tag zurückzusenden. Und nie zuvor und auch nie mehr danach habe ich erlebt, dass eine Uhr die Strecke von Tokio nach München von Haustür zu Haustür in weniger als 48 Stunden zurückgelegt hat. Um es noch einmal zu sagen: unter zwei Tagen (sic!) Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob Orient eigens eine ausgemusterte Concorde charterte oder das Paket unter die Stummelflügel einer SR-71 klemmte. In jedem Fall mussten die Japaner ein Premiumpaket gebucht haben denn noch während die Sendung in der Luft war, kontaktierte mich bereits eine freundliche Dame von UPS und bat um das Zufaxen der Unterlagen für die Zollabwicklung und anderntags stand das Lieferfahrzeug mit qualmenden Reifen vor der Tür. Nicht zu toppen. Verrückte Japaner.

Ich glaube selten freudiger ein Paket in Empfang genommen zu haben als dieses. Orient hatte der Rücksendung ein schwarzes Etwas aus Frotteestoff mit aufgedrucktem Firmenemblem beigefügt. Zu breit für einen Topflappen und nach westlichem Maßstab wohl auch zu schmal für ein Strandtuch. Erst das genaue Studium des Lieferscheins führte zur Erkenntnis, dass es sich um ein seltsam dimensioniertes Handtuch handelte. Ein schönes Geschenk.

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Die zweite, noch größere Überraschung verbarg sich unter Luftpolsterfolie und betraf ein an der Uhr montiertes nagelneues Band, das sich bei näherer Betrachtung als ein Exemplar jener Bänder entpuppte, die Orient ausschließlich an seine Diver-Topbaureihe "Saturation" montiert. Die Schließe entspricht der der Seiko Marinemaster mit dem überaus cleveren integrierten Verlängerung. Für dieses Band samt Schließe würde im Nachkauf ein Betrag von rund 250 USD fällig. Zuzüglich Porto und Einfuhrabgaben versteht sich. Was für ein großzügiges Geschenk. Verrückte Japaner.

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In Bezug auf die geleistete Revisionsarbeit hatte Orient übrigens nicht zu viel versprochen: Lünette perfekt ausgerichtet und Werk sauber einreguliert mit minimalem Vorlauf. Und nicht nur weil sie sich unverschämt geschmeidig trägt sondern auch wegen der damit verbundenen Geschichte wird mich diese Uhr nie verlassen.

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Epilog : "I’m going to make them an offer they can’t refuse.“ -Der Pate- (leicht modifiziert)

In den wenigen absolut stillen Momenten, die einem Vater von zwei (Klein)kindern vergönnt sind und nicht auf einem Hörsturz beruhen, lausche ich bisweilen in meine Uhrenbox hinein. Dort, wo sich diese weitgereiste Orient Star mit dem giftig gelbem Zifferblatt ihren gleichberechtigten Platz inmitten weitaus noblerer Konkurrenz dauerhaft erobert hat. Dann glaube ich manchmal das geschäftige Treiben in den Häuserschluchten Tokios hören zu können. Oder die Wellen eines fernen Ozeans, der an die Strände Hawaiis brandet. Und eines Tages werde ich selbst am touristenverseuchten Waikiki Beach stehen, den salzigen Wind im Gesicht spüren und ins Meer springen. Und während sich über mir für einen kurzen Moment der Pazifik schließt, werden sich am Sandstrand hinter mir zwei übergewichtige Amerikaner über das irrwitzig schmale Strandtuch mit dem albernen Zigarettenmarkenemblem des Typen mit der gelben Uhr lustig machen. Wenn ich zurück bin werde ich ihnen zur Strafe einen der mitgebrachten Mini-Muffins meiner Frau anbieten. Und es wird ein Angebot sein, das sie nicht ablehnen können...

Vielen Dank fürs Reinschauen. Und schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn der Autor der Frage nachgehen wird, wie blaues Blut einen Zeitmesser beeinflusst.

Technische Daten:

Kaliber 46N4A, Automatik, 21 Jewels
ohne Sekundenstop/Handaufzug
Gangreserve: 40 Stunden
Gehäuse: Edelstahl, entspiegeltes Mineralglas
Durchmesser: 43,5 mm
Höhe: 14,8mm
Lünette einseitig drehbar, 120 Klicks
Bandanstoß: 22mm
Stahlband, Sicherheitsfaltschließe
verschraubte Krone
Wasserdicht: 20 bar / 200m
 
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Morty

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Was für eine endgeile Vorstellung. Es kommt ja nicht so oft vor, dass ich den Text wirklich komplett durchlese und nicht nur überfliege. Aber hier hat es sich in jeder Hinsicht gelohnt. Du solltest schriftstellern. Danke für die tollen Bilder in meinem Kopf wie den Chilli-kochenden Hawaiianer mit Taucheruhr, die Orient-Mitarbeiter im Staubschutzdress im Kreis um das Paket bayerischer Devotionalien und vieles Weitere... Sehr eindrücklich :klatsch:

Wer so viel mit einer Uhr verbinden kann, der gibts sie nicht mehr her, das ist klar. Gelb wäre eigentlich gar nicht so meins. Außer als Farbtupfer in einer großen Sammlung. Aber diese Vorstellung ist großes Kino - gefällt mir viel besser als so manches Geschwollene, das man hier gelegentlich liest. Meinen persönlich Uhrenvorstellungs-Award 2017 dafür :super:

Deine Fotos sind ohnehin eine Liga für sich.

Und P.S.: Orient rockt. Sympathische Firma, wie man wieder mal sieht
 
96AlteLiebe

96AlteLiebe

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Großartige und extrem kurzweilige Vorstellung einer außergewöhnlichen Uhr mit toller Geschichte - garniert mit hervorragenden Aufnahmen!

Helmut, ich habe mich sehr gefreut, dass Du (doch) weider eine Uhrenvorstellung geschrieben hast!

VG Jan
 
Babba

Babba

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Hallo Helmut, super das es von dir wieder eine Vorstellung gibt.
Die Geschichte musste aber auch einfach erzählt werden, du hast mir ehrlich die Mittagspause gerettet.
Eine tolle Uhr (geht das gelb als FCB-Fan überhaupt???), ich wünsche dir viel Spaß mit ihr.
 
Spitfire73

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Wer so viel mit einer Uhr verbinden kann, der gibts sie nicht mehr her, das ist klar. Gelb wäre eigentlich gar nicht so meins.

Danke, Morty! Da hast Du recht: sowas gibt man nicht mehr her. Selbst in gelb.;-)

Großartige und extrem kurzweilige Vorstellung einer außergewöhnlichen Uhr mit toller Geschichte - garniert mit hervorragenden Aufnahmen!
Helmut, ich habe mich sehr gefreut, dass Du (doch) weider eine Uhrenvorstellung geschrieben hast!

Danke für Dein großes Lob, Jan. Mir hat das Schreiben auch Spaß gemacht. Und so kommt es eben zu einem kleinen "Reloaded" in den Vorstellungen.

Eine tolle Uhr (geht das gelb als FCB-Fan überhaupt???), ich wünsche dir viel Spaß mit ihr.

Danke und da sprichst Du freilich einen wunden Punkt an, denn die schwarz unterlegten Markierungen auf der Lünette zum gelb....führen dazu, dass die Uhrenbox während Bayern-Spielen mit einem FCB-Fanschal abgedeckt werden muß um "bad vibrations" vorzubeugen.:D

Gruß
Helmut
 
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Servusla

Servusla

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Hallo Helmut,

eine sehr schöne Vorstellung in Wort und Bild hast Du da abgeliefert.
Ich bin Begeistert und die Vorstellung zu lesen hat richtig Spaß gemacht. :klatsch:

Der Orient Revolver, ich hatte bereits vor einigen Jahren das schwarze Exemplar in Besitz, gefällt mir ausgesprochen gut. Ich bin ja immer mal wieder auf der Suche nach einem Revolver mit blauem Blatt, aber da hab ich momentan eher schlechte Karten.

Dir wünsche ich auf jeden Fall viel Freude mit dieser tollen Uhr und danke nochmal recht herzlich für diese erstklassige Vorstellung.
 
TS70

TS70

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Die Uhr ist, ehrlich gesagt, nicht so mein Fall, deine Vorstellung dafür aber umso mehr. Helmut, deine Vorstellungen gehören ganz klar zum Besten, was man in diesem Forum hier zu lesen bekommt. Herzlichen Dank dafür. :super:
 
Carper

Carper

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Ich ziehe meinen virtuellen Hut.

Die Vorstellung... die Bilder... und natürlich die Uhr. :super:

Glückwunsch zur Orient, Helmut.

Sehr lesenswert, vielen Dank dafür.
 
Schwanni

Schwanni

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Super Geschichte, Helmut:klatsch: Ganz toll geschrieben, das hat richtig Spaß gemacht, diese Vorstellung zu lesen. Schon in deinen normalen Beiträgen bewundere ich immer wieder deine Sprachgewandtheit, aber hier hast du dich wieder mal selbst übertroffen. Einfach nur klasse:super:
 
T

tbickle

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Danke für die fantastisch geschriebene Vorstellung, bei deren Lektüre ich mehrmals schmunzeln musste.

Die Klimabilanz dieser weit gereisten Uhr dürfte inzwischen der eines Mercedes-AMG G 65 um nichts nachstehen, der 150.000 Kilometer im Stuttgarter Stadtverkehr hinter sich hat. ;-) Seis drum! Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Modell von Orient, das ich in der gelben Ausführung bisher nicht auf dem Schirm hatte. Dir ein Armband aus der Saturation-Reihe zu schenken, war jedenfalls eine ausgesprochen nette Geste von den verrückten Japanern.

Normalerweise frage ich Leute aus dem Internet nicht nach Schnappschüssen von den Muffins ihrer Frauen, da ich mir darüber im Klaren bin, dass sie dieses Begehr schnell in den falschen Hals bekommen könnten. Im konkreten Fall muss ich dieses Risiko jedoch eingehen, da die berüchtigten Backerzeugnisse Deiner besseren Hälfte inzwischen so etwas wie Kultstatus im UF haben. Immerhin ziehen sie sich wie ein roter Faden durch Dein humoristisches Repertoire und haben uns allen schon viele Lacher beschert. Es wäre daher schön, zu erfahren, ob die Realität auch nur ansatzweise mit deinen Schilderungen übereinstimmt, oder Du das Gebäck absichtlich in Verruf gebracht hast, nur um Dein komödiantisches Profil zu schärfen. ;-)

Gruß
 
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Spitfire73

Spitfire73

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Der Orient Revolver, ich hatte bereits vor einigen Jahren das schwarze Exemplar in Besitz, gefällt mir ausgesprochen gut. Ich bin ja immer mal wieder auf der Suche nach einem Revolver mit blauem Blatt, aber da hab ich momentan eher schlechte Karten.

Vielen Dank, Thomas für Dein Lob. Und Dir wünsche ich natürlich viel Erfolg bei der Suche nach der blauen Variante.

Helmut, deine Vorstellungen gehören ganz klar zum Besten, was man in diesem Forum hier zu lesen bekommt. Herzlichen Dank dafür. :super:

Danke, Thorsten für diese freundlichen Worte.

...das hat richtig Spaß gemacht, diese Vorstellung zu lesen.

So soll es im Idealfall auch sein.;-) Für Dein großes Lob danke ich Dir, Christian.

Die Klimabilanz dieser weit gereisten Uhr dürfte inzwischen der eines Mercedes-AMG G 65 um nichts nachstehen, der 150.000 Kilometer im Stuttgarter Stadtverkehr hinter sich hat. ;-)

Das kann ich leider weder bestätigen noch dementieren. Sicher bin ich mir nur, dass die Uhr nach dem Aufspielen eines VW-Softwareupdates deutlich unrunder liefe.;-)

Normalerweise frage ich Leute aus dem Internet nicht nach Schnappschüssen von den Muffins ihrer Frauen, da ich mir darüber im Klaren bin, dass sie dieses Begehr schnell in den falschen Hals bekommen könnten. Im konkreten Fall muss ich dieses Risiko jedoch eingehen...

Mit der letzten Charge obsiegten wir im Kampf gegen die Ratten auf dem schwiegerelterlichen Hof und erzwangen die bedingungslose Kapitulation der Nager. Sollte sie mal wieder ihren Chemikalienbaukasten anrühren, werde ich das in angemessener Schutzkleidung fotografisch dokumentieren.;-)

Gruß
Helmut
 
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Gast36883

Gast
Helmut,
vielen Dank für die tolle Vorstellung. Deine Orient ist absolut nicht meine Uhr, aber Deine Story zur Uhr ist unschlagbar :super: Die Minimuffins Deiner Holden scheinen ja besondere Qualitäten zu haben :D Gut das Du sie abgehalten hast das Zeug nach Japan zu schicken, womöglich wären unübersehbare diplomatische Komplikationen entstanden.

Sehr bemerkenswert finde ich den Service von Orient und auch die sicherlich nicht üblichen Zugaben. Das hätte ich von einem derart großen Massenhersteller von Uhren, trotz Deiner Freundschaftsgaben, so keinesfalls erwartet.

Dir wünsche ich noch sehr viel Freude an der Uhr, ich glaub Dir gerne das Dich dieses gute Stück nicht wieder verlassen wird.
 
grmpf

grmpf

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Auch wenn es mir bei dem Gelb schier die Augen verbrennt, die Geschichte ist großartig.
Da bin ich beinahe versucht, wie weiland Hans Rosenthal in die Luft zu springen und zu rufen "Sie sind der Meinung, das war ..." - "SPITZE".
 
Zweizylinder

Zweizylinder

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Was? Eine Uhrvorstellung von Helmut? Die muss ich lesen!

So, oder so ähnlich dachte ich, als ich die Nominierung dieser Vorstellung in den Sternstunden sah.
Zurecht, wie ich meine!


Das Vertrauen, dass du dem Verkäufer entgegengebracht hattest, spricht für dich und macht dich unbekannterweise noch sympathischer. Auch deine Geschenke für die Japaner bestätigen dies. :super:

Die Kommentare über die Backkünste deiner Frau erheitern mir den Tag, obwohl du damit vielleicht lebenslangen Liebesentzug riskierst. :D

Die Uhr hat sich einen Dauerplatz in der Sammlung verdient, schon wegen der Geschichte.

Danke für diese leicht zu lesende und erheiternde Vorstellung.


Sonnige Grüße aus Kärnten
Hansi
 
CHausA

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Fantastische Vorstellung mit toller Geschichte dazu!
Diese Uhr wird immer etwas GANZ BESONDERES für dich sein,dessen bin ich mir sicher.
Viel Freude mit dem schönen Stück
 
Gezeiten

Gezeiten

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Helmut, herzlichen Dank für diese Vorstellung! Selten lese ich mir die vollständig durch, aber deine hat mich sehr gefesselt und berührt:klatsch:! Dazu noch ganz starke Bilder:super:! Glückwunsch von mir und ganz viel Freude an dieser Uhr mit besonderer Geschichte!
 
Paradoxon

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Danke Helmut!

Eine absolut unglaubliche Vorstellung. Einmal quer über den Planeten.
Es zahlt sich halt doch noch aus in Menschen das Gute zu sehen, egal ob in Hawaii, Tokio oder München (da sowieso ;-))

Vielen Dank, ich hatte viel Freude beim Lesen.
 
blacksun

blacksun

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Deine endgelbe Vorstellung ist sicher ein Highlight in der Rubrik Uhrenvorstellungen :super:

Uhr: gefällt! Bilder: klasse! Text: hat mir den Tag gerettet!
 
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7C43700AZ22

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Vielen Dank für diese globale Uhrengeschichte, deren hoher Unterhaltungswert die heutige Mittagspause brilliant ausgefüllt hat.

Viele Grüße
Michael
 
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