Orient Day-Date (Aufzugwelle)

Diskutiere Orient Day-Date (Aufzugwelle) im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Guten Morgen liebe Gemeinde, ich bin kein Fan davon für alles einen neuen Thread aufzumachen, aber leider konnte ich bislang nicht die passende...

DangerDan

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Guten Morgen liebe Gemeinde,

ich bin kein Fan davon für alles einen neuen Thread aufzumachen, aber leider konnte ich bislang nicht die passende Info finden :hmm:

Folgendes: Ich habe von einem älteren Herren eine Uhr bekommen, die er über alles liebt und gern wieder repariert haben möchte. Und als Mitglied DIESES Forums konnte ich natürlich nicht nein sagen:D

Es geht um eine alte Orient Star Classic Day-Date (Foto habe ich gerade leider nicht da).
Hier ist die Krone lose (gewesen). Die Uhr läuft tadellos, ließ sich stellen etc., aber ab und an hat man die Krone von der Aufzugwelle abgedreht.
Daher habe ich ganz vorsichtig die Krone auf die Welle aufgedreht und sie anschließend entnommen. Nach dem Fixieren auf der Welle, bekomme ich diese nun partout nicht mehr ins Werk.
Da ich weiß, dass sinnloses Stochern nicht hilft, habe ich es schnell sein lassen und auch ohne Kraft versucht da irgendwas reinzudrücken.

Es handelt sich um ein Orient 1942 Automatik-Uhrwerk.
Genauer um jenes:
bidfun-db Archiv: Uhrwerke: Orient 1942

Kann mir jemand sagen, was hier los sein könnte? Stellhebel verrutscht etc?
Ich konnte beim Versuch die Welle einzustecken eine Feder ertasten....

Bei einem alten Durowe musste alles raus und der Sperrhebel neu gesetzt werden. Hoffe das bleibt mir hier erspart.:hmm:

Ich hoffe jemand kann helfen.
Besten Dank!
Grüße
 

Rainer Nienaber

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Da wird sich wohl das Schiebetrieb (Kupplungstrieb) quer gelegt haben. Hat das Werk einen Handaufzug? Eine Demontage des Zifferblattes mit allem Drum und Dran wird Dir wohl nicht erspart bleiben.
 

DangerDan

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Soweit ich das nachvollziehen konnte, hat das Werk keinen Handaufzug.
Also muss ich es komplett zerlegen? :/
 

DangerDan

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Habe jetzt mal die Uhr auseinander genommen. Die Welle lässt sich über den federmechanismus eindrücken, allerdings hält sie beim herausziehen in der stellposition nicht. Bzw lässt sich die Uhr auch nicht stellen. Woran könnte es liegen?

Der nächste Schritt wäre die Demontage der Automatikbrücke, damit ich auch von der anderen Seite Einsicht habe.

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Gast52069

Gast
Die andere Werkseite brauchst Du nicht zu demontieren. Alles was Zeigerstellung etc. betrifft, spielt sich auf der ZB-Seite ab.
Ich habe schon etliche Orient-Kaliber revidiert. Rein optisch kann man auf dem Foto nix ungewöhnliches entdecken, keine Bruchstelle o.ä.
Sitzt vielleicht die Winkelhebelfeder zu locker? Oder aber der kleine Stift am Winkelhebel, welcher in eine Vertiefung der Stellwelle greift, ist abgenutzt oder abgebrochen? Dieser hält ja die Stellwelle in der Uhr fest und beim Ziehen der Krone wird dadurch der Zeigerstellhebel nach vorn gedrückt.
Das Kupplungstrieb scheint normal zu liegen, soweit man das an der dunklen Bildstelle erkennen kann.
Versuch einfach mal die Krone langsam in die Zeigerstellposition herauszuziehen und beobachte genau, was dort in dem Bereich nicht funktioniert.
 
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DangerDan

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Guten Abend,
Tausend Dank für den Hinweis! Ich hätte sonst glatt noch die halbe Uhr zerlegt:lol:
Mein erster Gedanke war dann auch erst der Stift, aber der ist zum Glück noch dran.

Ich habe vorsichtig die Winkelhebelfeder und Winkelhebel runtergedrückt. Dann habe ich mal den Zeigerstellhebel Richtung Werkmitte gedrückt (also in die Position, in welche sie die Welle bringen sollte). Und plötzlich klickte es leicht und irgendwas muss wieder in Position gesprungen sein. Das Entnehmen und Setzen der Welle war wiederholbar möglich. Heißt es sollte jetzt klappen. ;-)
Habe die Einzelteile wieder montiert. Allerdings war die Tagesscheibe sehr fummelig:hmm:
Nun ist das ZB samt Zeiger wieder drauf. Ich hoffe, dass das Einschalen morgen reibungslos klappt und nicht wieder etwas verrutscht :oops:
Dafür sitzt die Krone jetzt auch fest auf der Welle dank etwas Locktite;-)
 

DangerDan

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Ein Update. Die Uhr ist montiert.
Leider klappert nun der feste, innenliegende Lynettenring und die Endlinks drehen sich immer weg. Vielleicht kann jemand von euch helfen?

Danke!
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Rainer Nienaber

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Da würde ich es erst mal mit neuen Federstegen versuchen. War der Ring evt. mit dem Zifferblatt verbunden und hat sich gelöst?
 
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Gast52069

Gast
So wie es aussieht, sitzt die Lünette fest am Gehäuse. Zudem erkenne ich zwischen ihr und dem ZB einen winzigen Spalt.
Und da klappert´s hin und her.
Könnte sein, dass der Werkhaltering nicht fest genug gegen den Bodendeckel drückt und damit gegen die Lünette?

P.S. das ist DER Orient-Klassiker:klatsch:Den gibt´s heute wieder als Remake.
 

DangerDan

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Hallo Rainer,
Das Problem ist, dass in den Endlinks kein Ring wie üblich ist, der es ermöglicht, die Federstege durchzustecken. Die Endlinks werden nur über das Band und das Gehäuse gekontert.
Habe gebogene und dickere Federstege probiert, auch die Links aufgebogen, aber sie rutschen trotzdem einfach durch :hmm:
Gibt es noch weiter Möglichkeiten?

Hallo Hans
Die Lünette lässt sich bewegen und ist ein Einzelteil. Genau da ist der Spalt, wie von dir beschrieben. Der Werkhalterring liegt meines Wissens nach oben hin im Gehäuse sauber an und drückt das Werk nach oben gegen den Ring. EIGENTlich sollte daher kein Spalt sein... wie man sieht :-D:ok:

Oh was? DER Klassiker? Habe ich da etwa einen guten Griff gemacht? :)
 
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Gast52069

Gast
.......Oh was? DER Klassiker? Habe ich da etwa einen guten Griff gemacht? :)
Genau das:super:
Die King Master wird schon seit Ewigkeiten produziert. In ihr wurde das erste Mal das Basiskaliber 469 verbaut. Auf dieser Konstruktion basieren auch heute noch alle anderen Nachfolger. Lediglich zwei kleine Änderungen bezüglich eines Sekundenstopps und der Handaufzugmöglichkeit wurden vorgenommen. Das Räderwerk wurde aber beibehalten.
Diese Uhr gibt es heute noch als Remake:
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