Omega Werksnummernverzeichnisse: Welche sind verlässlich?

Diskutiere Omega Werksnummernverzeichnisse: Welche sind verlässlich? im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, ich sehe mich zur Zeit nach eine Jahrgangs-Vintage von Omega um aus dem Jahre 1970. Ich habe bereits einige nette Angebote gefunden und...
Cato

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Hallo,

ich sehe mich zur Zeit nach eine Jahrgangs-Vintage von Omega um aus dem Jahre 1970.
Ich habe bereits einige nette Angebote gefunden und habe auch die Werksnummern dazu, allerdings kann ich nicht sicher feststellen aus welchem Jahr diese Uhren jeweils sind (die interessanten Angebote habe alle eine 29XXXXX Nummer).

Laut der "offiziellen" Omega Liste haben Werke mit der Nummer 32XXXXX das Produktionsdatum 1970 und 29XXXXX sind aus 1969.
In der Liste von Meertz werden Uhren aus dem Jahr 1970 mit den Nummern 29XXXXX und 32XXXXX ausgewiesen.

Welche Angaben sind nun die verlässlichen bzw. korrekten bzgl. 1970?

Auf anderen Seiten finde ich ähnliche Listen, wie die von Meertz, aber mir kommt es so vor als würden sie alle voneinander abschreiben:oops:. Ich habe auch gehört, daß Omega-Achive auch nicht die verlässlichsten sind (und um 1969/1970 scheint richtiges "Kuddel-Muddel" geherrscht zu haben).

Könnt ihr mir weiterhelfen?
 
Uhrbene

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Wird wohl kaum jemand geben, der sagen kann, welche Liste genau richtig ist. In der Omega-DB ist ein offensichtlicher Fehler bei den 8xxxxxxxx. Ansonsten verlass ich mich auf diese DB, frei nach dem Motto "wer will das schon besser als der Hersteller wissen".

Bei einer bestimmten Uhr kann man noch abgleichen, aus welchem Jahr die Kollektion stammt, das ist ein weiterer Hinweis, auch wenn die meisten Uhren mehr als 1 Jahr lang in der Kollektion sind.
 
Cato

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Danke für die Antwort, Bene.

Ich habs fast befürchtet, daß es keine absolut verlässliche Liste gibt.
Dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig als eine Vintage mit 32er Nummer zu suchen, da scheinen sich ja die Quellen einig zu sein.
 
Jonny

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Minga Oida!
Ich würde auch noch versuchen andere Quellen in Betracht zu ziehen um die Daten zu verifizieren...z.B. Ranfft...hast du für den Vintage Bereich von Omega einen Account?
 
Tourbi

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Ja, ja, Omega und die Altersbestimmung.....
Die Liste von Meertz stimmt schon mal nicht.
1970 war aber tatsächlich die Nummernserie 32.000.000 aktuell.

Jetzt aber nochmal zur Liste von Meertz:
Meertz 1968: 26.000.000
Omega 1968: 26.000.000 und 27.000.000
Meertz 1969: 28.000.000
Omega 1969: 28.000.000; 29.000.000; 30.000.000 und 31.000.000

Letzteres sagt jetzt aber nicht, dass Omega 1969 4 Millionen Werke gebaut hat.
2006 war man bei den Nummern 80.000.000.
Tatsächlich hat Omega aber von 1894 bis 2006 "nur" etwa 62 Millionen Werke gebaut.
Die Nummernkontingente wurden also nie ganz ausgeschöpft.

Man kann jetzt bei einer Werknummer 32xxxx von Bj 70 ausgehen, solange es sich um ein Standardkaliber handelt.
Bei komplizierten Werken, wie zB Chronographen, sieht es etwas anders aus.

Beispiel:
Omega beschließt 1970 4000 Chrono-Kaliber zu bauen. Welches genau ist hier nicht wichtig.
Diesen Werken werden 4000 fortlaufende Nummern aus dem aktuellen Nummernkontingent zugewiesen.
Nehmen wir der Einfachheit halber die Nummern 32.000.000 bis 32.004.000.
Aufgrund der Komplexität dieser Werke kann sich die Produktion aber über mehrere Jahre hinziehen.
So kann es sein, dass die Nummer 32.004.000 erst Ende 1972 gebaut, und erst Anfang 1973 ausgeliefert wird.
Von der Werknummer ausgehend würde man jetzt aber auf 1970 tippen.....

Anfangs wurde die Werknummer auf der ZB-Seite angebracht.
Ab 1912 gravierte man die Nummer dann auf die Federhausbrücke.
Für die Jahre 1901 bis 1957 existieren handschriftliche Listen.
Ab 1929 und der Werknummer 7.504.460 wurden die Fertigungskarten auf Mikrofilm gespeichert.
Auch diese Filme existieren noch.

Von 1894 bis 1936 gibt es auch noch ein Verzeichnis der Gehäusenummern.
Für Stahlgehäuse bis 1944; für Goldgehäuse bis 1956.
Ab 1936 wurden die Gehäusenummern nicht mehr registriert. Es wurden nur noch die Werknummern vermerkt.
Ab dem September 1986 und der Werknummer 50.000.000 wurde statt der Werknummer nur noch die Seriennummer der Uhr registriert.
Seit dem 1.März 2007 hat selbst die Werknummer keinen Bezug zum Baujahr des Werkes mehr. Somit auch nicht zum Baujahr der Uhr.
 
Cato

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WOW Tourbi, vielen Dank für deine sehr detaillierte und aufschlußreiche Information! :klatsch::super:
Insbesondere die Besonderheit bei der Nummerierung von komplizierten Werken ist sehr interessant.

Jetzt bin ich glaube ich mit dem notwendigen Rüstzeug ausgestattet auf meiner Suche!

@Jonny: Bei Ranfft hab ich auch schon reingeschaut, kam aber nicht recht weiter.
Was ist das für ein Vintage-Bereich von Omega? Meinst du die Archiv-Suche auf der Omega-Seite? Ich frage nur, weil dafür keine Registrierung nötig ist.
 
Uhrbene

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Cato;1098977Was ist das für ein Vintage-Bereich von Omega? Meinst du die Archiv-Suche auf der Omega-Seite? Ich frage nur schrieb:
Gemeint ist das hier: OMEGA Watches: Search. Die Seite wurde Mitte des Jahres überarbeitet, davor war ein Account notwendig.

@Tourbi: Vielen Dank. Woher hast Du die Infos?
 
Cato

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Danke Bene!

Die Suche kenne ich. Ich dachte es gaebe darueberhinaus noch einen Bereich.
 
Jonny

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Minga Oida!
Gerade wollte ich den Link zu den alten Omegas raussuchen und denke mir...ups, die Seite sieht jetzt aber komisch aus...
Hast die neue ja schon.
 
Cato

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Trotzdem vielen Dank fürs raussuchen! :super:
 
Ruebekarl

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Schweizer Bodenseeufer
Bezüglichd er Daten muss man sich klar sein, was man eigentlich möchte:
Der Zeitpunkt der Werksherstellung, derjenige der Uhrenherstellung, die Auslieferung ab Werk und das Verkaufsdatum können teilweise doch sehr differieren, insofern ist das mit den Jahrgangsuhren immer so eine Sache. Will man eine, die in einem Jahr verkauft wurde, so hilft hier nur ein Kaufbeleg und ggf. der Katalog mit der Eingrenzung auf 'Herstellung bis', bei der Produktion der Uhr gibt es ja hingegen z.B. bei Omega keinerlei Hinweise, die beziehen sich ja lediglich auf das Werk. Und dieses wurde ja auch damals wahrscheinlich schon in Chargen hergestellt, d.h. en bloc und die produzierten Werke wurden später verbaut ...
 
Tourbi

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Bezüglichd er Daten muss man sich klar sein, was man eigentlich möchte:
Der Zeitpunkt der Werksherstellung, derjenige der Uhrenherstellung, die Auslieferung ab Werk und das Verkaufsdatum können teilweise doch sehr differieren, insofern ist das mit den Jahrgangsuhren immer so eine Sache. Will man eine, die in einem Jahr verkauft wurde, so hilft hier nur ein Kaufbeleg und ggf. der Katalog mit der Eingrenzung auf 'Herstellung bis', bei der Produktion der Uhr gibt es ja hingegen z.B. bei Omega keinerlei Hinweise, die beziehen sich ja lediglich auf das Werk. Und dieses wurde ja auch damals wahrscheinlich schon in Chargen hergestellt, d.h. en bloc und die produzierten Werke wurden später verbaut ...
Soweit richtig.
Man kann bei Standardkalibern aber doch anhand der Werknummer auf das Baujahr schließen.
Je komplizierter, oder hochwertiger die Werke aber sind, umso weniger kann man sich auf die Werknummer verlassen.
Ein gutes Beispiel ist das Observatorium-Chronometerkaliber 47.7 NN L Bull 21p.
Von diesem Werk wurden 1919/20 366 Stück gebaut.
Die Werke waren durchgehend nummeriert.
Dumm ist hier aber nur, dass diese Werke über einen Zeitraum von 20 Jahren verbaut wurden, dabei aber nicht auf die Abfolge der Werknummern geachtet wurde.
So kann es sein, dass von zwei aufeinander folgenden Werknummern das eine 1923, das andere aber erst 1938 verbaut wurde.

Wer es aber genau wissen will, braucht die Gehäuse-, und/oder Seriennummer der Uhr.
Sollte man aber dennoch in den üblichen Listen nichts finden, gibt es als letzte Möglichkeit noch das Speditionsverzeichnis von Omega.
Hier ist allerdings nur das Auslieferungsdatum und der Code des Konzessionärs vermerkt.
Falls es den entsprechenden Konzi noch gibt, kann man eventuell dort anfragen.
 
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