Uhrenbestimmung Omega Uhr ohne Referenz

Diskutiere Omega Uhr ohne Referenz im Vintage Uhren Forum im Bereich Uhrentypen; Hallo Leute, meine Mutter hat eine Omega Uhr von ihrem Onkel geerbt und hat mich gefragt, ob ich hier im Forum etwas mehr über diese Uhr in...
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Pozi

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Hallo Leute,

meine Mutter hat eine Omega Uhr von ihrem Onkel geerbt und hat mich gefragt, ob ich hier im Forum etwas mehr über diese Uhr in Erfahrung bringen könnte.
Ich hoffe, ich poste das hier richtig.
Fotos findet ihr anbei.

Zur Geschichte:
Die Uhr gehörte ihrem griechischen Onkel und sie hat die Uhr vor ein paar Jahren geerbt. Sie erzählt immer, sie kann sich noch an die Uhr am Handgelenk ihres Onkels erinnern, als sie klein war - das war ca. 1967-1977, bevor sie nach München zog. Da zuvor in Griechenland eine Diktatur herrschte, war es unwahrscheinlich, dass ihr Onkel die Uhr davor gekauft hat. Der Kaufzeitpunkt lässt sich daher nur etwa anhand der Jahre um 1970 eingrenzen, jedoch nicht genau bestimmen.

Zur Uhr:
Es ist eine schlichte (ich glaube vergoldete) Uhr mit einem Automatikwerk und der entsprechenden Gravur "Automatic" auf dem ZB und "Swiss Made" auf der 6. Das Omega Logo ist vergoldet und appliziert, ebenso die Indizes. Die Zeiger sind alle vergoldet. Der Gehäuseboden selbst hat keinerlei Gravuren oder Hinweise auf eine bestimmte Modellreihe. Ebenso wenig konnte ich auf zwischen ZB und Glas irgendeine Art Seriennummer o. Ä. ausmachen. Das Glas hat in der Mitte den griechischen Buchstaben Omega eingraviert (erkennt man auf einem Foto trotz Handy-Aufnahme ganz gut). Das Glas selbst besteht aus Kunststoff.

Zum Zustand:
Die Uhr ist in einem funktionierenden Zustand und den Bildern entsprechend einfach in die Jahre gekommen, dennoch immer noch sehr schön. Die Gehäuseoberfläche ist an einigen Stellen leicht abgesplittert.
Auf dem ZB befinden sich Staubpartikel wie auf den Fotos.
Meine Mutter zieht die Uhr tagsüber an und legt sie nachts ab. 2-3 Tage läuft die Uhr problemlos. Legt sie die Uhr am vierten/fünften Tag ab, stoppt sie anscheinend dann sofort.

In der Omega Boutique in München konnte uns die kompetente (hust Ironie) Dame keine Auskunft über die Uhr geben und hat sofort angemerkt, dass eine Revision mindestens ein halbes Jahr dauert, da die Uhrmacher für "sowas" keine Zeit hätten bei Omega.
Außerdem läge die komplette Verantwortung bei uns. Wenn also was kaputt ginge bei der Revision, würde Omega für den Schaden nicht haften und wir müssten dafür aufkommen. Wir sind daraufhin zu einem renommierten Uhrmacher in Athen, da wir auch dort Familie haben und regelmäßig dort sind. Er hat, soweit ich weiß, eine Revision durchgeführt und das Glas ausgetauscht. Die Teile konnte er anscheinend nur aus UK bestellen.


Was mich an dieser Stelle tatsächlich wundert ist die Tatsache, dass trotz der Revision diese Staubpartikel auf dem ZB sind und das Werk sich anscheinend nicht von der Handbewegung alleine genug aufziehen kann nach dem vierten Tag, sondern einfach stehen bleibt. Die Revision sollte ja nahe legen, dass der Uhrmacher zusammen mit dem Glasaustausch auch das ZB von Staub etc. befreit und das Werk richtet. Meine Mutter hat viel recherchiert, was Uhrmacher in Athen angeht. Der macht das zusammen mit seinem Vater und ist in ganz GR für seine eigentlich gute Arbeit bekannt. Ich gehe daher davon aus, dass er kein schwarzes Schaf ist.

Daher meine Fragen:
  • Weiß jemand, um was für ein Modell es sich handelt?
  • Kommt euch das auch komisch vor mit dem Staub auf dem ZB und dem Werk, trotz einer Revi? Oder ist das bei Vintage Uhren normal, dass das Gehäuse vielleicht nicht so gut abdichtet und man dem Werk die Jahre anmerkt?
  • Falls nicht hier richtig eingeordnet, bitte ich um den richtigen Thread: gäbe es hier im Forum vertrauenswürdige Uhrmacher, die die äußeren Schäden wieder richten könnten und eine Revision durchführen bei Vintage Uhren?

Beste Grüße
nivogr
 

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Pozi

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Sorry,
Falscher Username.

Beste Grüße
Pozi :)
 
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gerdson

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Moin
Bei dem "Staub" handelt es sich vermutlich nur um kleine Bläschen auf dem Klarlack des Zifferblattes. Kommt nach so vielen Jahren schon mal vor.
Zur Gangreserve, wenn ich Dich recht verstehe
  • Deine Mutter zieht die Uhr von Hand auf
  • trägt sie dann jeweils tagsüber
  • nach 4-5 Tagen bleibt sie stehen
Das ist nicht so dolle, kann aber daran liegen, dass Deine Mutter nicht "aktiv genug ist".
Für mich erstmal alles normal.
 
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gerdson

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Noch ergänzend - um eine besondere Modellreihe handelt es sich hier nicht. Wenn Du den Bodendeckel mal vorsichtig mit einem Messer öffnest (irgendwo sollte eine Kerbe sein, evtl. steht es aber auch auf der Rechung die Ihr vom Uhrmacher bekommen habt) im Inneren des Bodendeckels findet sich die Referenznummer. Mit der kann man dann noch etwas mehr (aber nicht viel) erfahren.
Sehr schöne Uhr, klassisch, das Werk ist vermutlich ein Omega 560.
Omega 560
 
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Pozi

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Hi Gerdson,

danke für die Informationen. :)

Mir sahen die Staubpartikel auch recht groß aus um ehrlich zu sein. Die Bläschen klingen plausibel. Ich schau mir das bei Gelegenheit nochmal an.

Zur Gangreserve: Ja, ich denke sie zieht die Uhr zu Beginn vollständig auf. Die Uhr wird dann tagsüber getragen, nachts abgelegt. Wird sie am vierten/fünften Tag abgelegt, bleibt die Uhr sofort stehen. Als würde sich die Feder nicht ausreichend aufziehen bzw. kontinuierlich mehr entspannen als durch die Bewegung aufgespannt zu werden. Meine Mutter hat einen Bürojob, kriegt aber auch die 10000 Schritte am Tag locker hin in ihrer Arbeit.

Ich kenne das nur von meiner aktuellen Seamaster, dass sich hier die Feder bereits durch recht wenig Bewegung sehr gut aufzieht. Deshalb kommt es mir auch etwas komisch vor. Kenne mich allerdings mit Vintage Uhren und deren Effizienz noch nicht so gut aus.

Bei Gelegenheit schaue ich auch mal, ob ich den Boden aufbekomme und melde mich wieder mit einem Modellnamen :)

Beste Grüße
Pozi
 
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gerdson

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hm - das erscheint in der Tat etwas unbefriedigend. Die 5nn Werke leiden eigentlich nicht an expliziter Aufzugsschwäche.
 
16523

16523

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Was wurde denn bei der Revision genau gemacht?
Werk komplett zerlegt, gereinigt, Zugfeder evtl ersetzt, geölt und zusammengebaut? Oder nur mal reingepustet und nach dem rechten geschaut?

Ansonsten klingt es schon komisch dass sie 4 Tage gut läuft und dann auf einmal stehen bleibt, die Gangreserve ist ja keine 4 Tage sondern eher 1-2 Tage. Was passiert wenn sie sie nur kurz aufzieht bis sie läuft und dann trägt? Bleibt sie dann auch nach kurzer Zeit stehen?
 
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gerdson

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Der Datumwechsel kostet "etwas mehr Kraft". Ich würde vermuten, dass die Uhr dabei hängen bleibt. Da stimmt was mit dem Aufzug nicht, die muss zum Uhrmacher.
 
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Pozi

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Hallo,

danke für Eure beiden Anregungen. @16523 Ich frag mal nach, was genau gemacht wurde oder ob auf der Rechnung was genaueres steht und probiere das mit dem Aufziehen mal aus.
So wie es meine Mutter beschrieben hat, wurde aber das Werk komplett zerlegt und gereinigt. Ein paar Teile mussten neu bestellt werden, da gab es dann auch die Problematik, dass man die Teile nicht so einfach herbekommt. Der Uhrmacher scheint es trotzdem geschafft zu haben, die Teile zu bekommen...was mich eben umso mehr gewundert hat, dass es jetzt immer noch Probleme zu geben scheint.

Andererseits ist hier eben die Frage, wie viel der automatische Aufzug von einem älteren Werk durch reine Körperbewegung schafft, selbst mit Revision. Kann es vielleicht einfach sein, dass wenn die Uhr tatsächlich nur 1-2 Tage Gangreserve hat, dass bisher einfach die Bewegung tagsüber nicht ausreicht, um die Uhr dauerhaft am Laufen zu halten und sie sich einfach kontinuierlich entlädt bis sie eben am vierten Tag bei 0 angekommen ist?

Was sind eure Erfahrungen?
 
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Omega Uhr ohne Referenz

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