Uhrenbestimmung Omega Taschenuhr - Revision rentabel?

Diskutiere Omega Taschenuhr - Revision rentabel? im Taschenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Hallo! Ich habe bei meiner Großmutter eine alte Omega Taschenuhr gefunden und wollte bitte mal eure Einschätzung dazu hören... Der Zustand der Uhr...
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Sweden

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Hallo!
Ich habe bei meiner Großmutter eine alte Omega Taschenuhr gefunden und wollte bitte mal eure Einschätzung dazu hören...
Der Zustand der Uhr ist eher schlecht, Rost/Dreck/Dellen sind definitiv vorhanden. Ziffernblatt hat einen Riss und die Zeiger sehen auch nicht gerade frisch aus...
Die Uhr läuft bei einem Aufzug nicht mehr los, Räder drehen beim Aufzug aber die Unruh fängt nicht zum arbeiten an.
Lt. meiner Oma liegt die Omega schon seit 40 Jahren herum. (wie kann man Herzlos zu einer so schönen Taschenuhr sein?:motz: )
Was haltet ihr von dieser Taschenuhr? Zahlt sich eine Revision überhaupt aus, oder sollte ich die Uhr einfach so wie sie ist in Ehren halten?
 

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Prinz-Valium

Prinz-Valium

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Ich würde sie so wie sie ist in Ehren halten.
Da müsste sehr viel gemacht werden. Inklusive falschen Zeiger tauschen und
überdehntes Scharnier reparieren.
 
Sevenon2

Sevenon2

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Ich würde Die Uhr wohl auch so in Ehren halten, falls es dir nicht im Herzen danach brennt, dass du genau diese Uhr zu einem besonderen Ereignis unbedingt tragen willst. Genau so wie die Uhr ist erzählt sie ja ihre Geschichte. Habe selbst eine Uhr meines Ururopas. Hat Macken, das Uhrwerk bleibt immer wieder hängen, ich habe allerdings nur die Zeiger ordentlich gesetzt, damit sie gut aussieht und wundere mich immer wieder was für Zeiten das wohl waren, als sie neu war.

Edit: War das mit den zweifarbigen Zeigern eigentlich irgendwann mal eine Modeerscheinung? Hat meine auch, dachte erst das wäre rein durch die Sonne.
 
Aeternitas

Aeternitas

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Für mich scheint das Gehäuse original, nicht aber Werk und Zifferblatt mit Zeigern. Ich würde sie als Deko und zur Erinnerung nutzen. Eine funktionierende Taschenuhr nutzt doch wirklich niemand mehr.
 
5231N1324O

5231N1324O

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Lass‘ sie Dir einrahmen und hänge sie an die Wand. Das ist eine schöne tägliche Erinnerung, die nicht die Welt kostet, denn benutzen würdest Du sie sicherlich nicht, selbst wenn sie liefe.
Falls Du neugierig bist, kannst Du Dir ja einen KVA von Omega einholen, aber ich bezweifle, dass sie Dir weiterhelfen können.
Beste Grüße,
Christoph
 
monozelle

monozelle

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War das mit den zweifarbigen Zeigern eigentlich irgendwann mal eine Modeerscheinung? Hat meine auch, dachte erst das wäre rein durch die Sonne.

Diese "zweifarbigen" Zeiger passen einfach nicht zusammen. Das war nie eine Modeerscheinung, sondern meistens eine Notlösung, weil kein stilistisch und farblich passender Ersatzzeiger vorhanden war oder das Budget des Kunden eine aufwendige Suche und Anpassung nicht hergab. Denn zur Stilfrage kommt ja auch noch, dass die Länge und der Durchmesser der Bohrung stimmen muss. Zeiger aussuchen und anpassen, das kann richtig dauern und Nerven kosten. 🙂

Edit - Nachtrag zum Zustand der Uhr:
Natürlich haben meine Vorredner recht, man müsste sich mit der Uhr richtig eingehend befassen, sie komplett demontieren, eine Bestandsaufnahme machen und allein das wird den Wiederverkaufswert der Uhr um einiges übersteigen.
Vom optischen Eindruck beurteile ich sie aber eigentlich nicht so desolat wie die meisten anderen hier. Rost zum Beispiel sehe ich keinen, dafür eine Menge Schmutz, etwas Grünspan, einen Riss im Zifferblatt - aber selbst da hat man schon schlimmeres gesehen.

Wenn's meine wäre - die würde ich wieder schick machen. Ich kann mir vorstellen, dass @Sweden vielleicht auch schon ein paar PNs bekommen hat. 😉
Das Gehäuse und Blatt ist wohl Omega, da bin ich bei @Aeternitas, aber beim Werk habe ich etwas Zweifel. Das Brückenlayout wurde auch kopiert bzw. findet sich bei verschiedenen Herstellern in ähnlicher Form.

Hatten wir neulich erst --->hier.
 
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Sweden

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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
Ein wiederverkauf kommt sowieso niemals in Frage, ebensowenig wie ein tatsächliches Tragen meinerseits (stehe eher auf Armbanduhren:lol: ).
Ich denke also eine Revision/Restaurierung wird nicht dafürstehen.
Kann man irgendwas machen, um die Substanz zumindest nicht mehr weiter zu verschlechtern? (Rost,...)
 
Ruebennase

Ruebennase

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Werk aus bauen. Das ist ein gutes Werk! und nichts plüniges. Ich kann Werke leider nie sicher zu ordnen aber die Qualität passt m.E. in jedem Fall zu Omega. Zeiger ab ziehen, das Blatt lösen und ein bis zwei Tage in Spülmittel ein baden lassen. Das Gehäuse gründlich putzen. Ich empfehle eine Zahnbürste mit Zahnpasta für den Grünspan an den Kanten und dann einmal mit Neverdull (Autozubehör) einwichsen. Das ganze dann mit einem leicht befeuchteten Silberputztuch vom Discounter polieren. Elsterglanz und ähnliche Pasten würde ich nicht nehmen, da sich Reste der Paste gerne in den Ritzen fest setzen. Die müssen dringendst komplett entfernt werden. Daraus entsteht sonst so etwas wie Beton und ist bei vielen Uhren aus der Bucht an zu treffen.
Das wird optisch Wunder bewirken. Natürlich dann wieder zusammen setzen. Das Werk selber wird nur schlechter wenn Du versuchst es irgendwie zum Laufen zu bekommen oder Räder zu drehen. Da hilft nur eine komplette Revision. Also nichts versuchen irgendwie zu machen. Öl drauf schütten oder gar hier und da mit Zahnstocher und Lappen zu putzen .....NEIN !!!!

Grüße Rübe
 
mini

mini

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Das ist sicher ein Omega-Werk, Caliber 17 oder 18, möglicherweise.
Ohne Seriennummer und Hersteller, einfache Ausführung, aber eindeutige Omega-Gene (die Stellung des Rückerzeiger und Anderes verheissen nichts Gutes… ;-))

Der Rest der Uhr ist etwas desolat, schau doch mal bei einem handwerklichen Uhrmacher rein, vielleicht kann er sie mit Bordmitteln reinigen und gangbar machen.
Eine komplette Revision wäre nur mit viel Herzblut zu rechtfertigen.
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Gruss
Mathias
 
monozelle

monozelle

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Nö, überzeugt mich noch nicht. 😁 Ich seh Unterschiede. Klar, nah dran, aber keine Seriennr, kein Logo, abweichende Schraubenpositionen (Werkhalteschrauben, Räderwerkbrücke, Federhausbrücke), Brückenlayout (beim Kronrad und rechts von der Unruh), Sperrklinke, Ankerkloben anders… etc…
 
mini

mini

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Muss Dich ja auch nicht überzeugen. Ich habe mich auch nicht auf das Kaliber festgelegt und sicher nicht ein absolut identisches Werk eingestellt.
Deswegen schrieb ich auch von “Omega-Genen“.

Omega hat nicht immer Inhouse-Kaliber verwendet (siehe Lemania etc.)
Das kann durchaus ein Werk sein, dass sowohl von Omega, als auch von anderen in verschiedenen Variationen verbaut wurde.
Die Ähnlichkeit zu Omega-TU-Werken der 1910er Jahre ist aber nicht von der Hand zu weisen.

Der fragwürdige Schriftzug auf dem ZB
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und die fehlenden Punzierungen (Hersteller und SN auf dem Werk) deuten für mich darauf hin, dass die Uhr möglicherweise eine Marriage sein könnte, bei der ein passendes Werk mit ZB in ein Omega-Gehäuse verbaut und das ZB nachträglich mit „Omega“ geadelt wurde.

Aber wissen wir genau, wie diese Uhr vor schätzungsweise +100 Jahren entstanden oder was danach mit ihr passiert ist?
Spekulatius. ;-)

Gruss
Mathias
 
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Unruhgeist

Unruhgeist

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@monozelle : Berücksichtige mal die unterschiedlichen Durchmesser. Das Werk von Ranfft scheint ein 18''' zu sein, wenn ich das richtig erkenne. (Oberhalb der Unruh, auf dem Kopf stehend)
Das anonyme Werk scheint kleiner zu sein. Leg einen kleineren Kreis mitten auf das Ranfft Werk, dann sind die Randabstände der Schrauben näher an der Außenkante. Dann passt das auch mit dem Bogenspalt rechts neben dem Kronrad und der kürzeren Spitze der Räderwerksbrücke rechts neben der Unruh. Demnach wurde die Schraube links neben der Winkelhebelschraube in dem einen Fall für die Verschraubung der Brücke verwendet (Ranfft), in dem anderen Fall zusätzlich auch als Werkhalteschraube mit halbiertem Kopf.
Das könnte schon alles passen.
 
monozelle

monozelle

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Hmmm 🤔 also ich stimme Euch in weiten Teilen zu und muss auch zugeben, dass ich jetzt nicht der Omega-Experte bin. Ob nun Omega, Omegoid, Marriage, oder was auch immer, ich finde die Uhr erhaltenswert. 🙂
 
P

pet.sch

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Das Werk ist 100 %ig ein Omegawerk. Kleine Unterschiede gabs im Laufe der Jahrzehnte immer, unterschiedliche bis gar keine Werkssignierungen auch in großer Zahl.

Und obwohl es auch nachträgliche Zifferblattsignierungen gibt, halte ich auch den schlichten Namensaufdruck auf dem Zifferblatt für original.

Für mich stimmt an der Uhr alles, bis auf den Minutenzeiger und den etwas stärkeren Gebrauch. Die Uhr hat in ihren 120 Jahren schon einiges mitgemacht ;-). Aber, wen wunderts, bei mir sieht man bei der Hälfte der Zeit schon starke Abnutzungsspuren

Gruß
Peter
 
Uhrton

Uhrton

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Der Auffassung von Pet.sch schliesse ich mich an. Grade bei den frühen Omega war häufiger kein Omegazeichen angebracht, mE ist das Werk eine Variante des Kaliber "Omega" nach dem sich die Firma Lois Brandt § Frere dann auch in Omega umbenannt hat. bidfun-db Archiv: Uhrwerke: Omega 19'''

Den Zustand des Werkes sehe ich nicht so dramatisch, nach einer Waschung und Ölung könnte es gut sein, dass sie wieder tickelt (falls der Unruhbereich noch OK ist. Glas und Zeiger sind kein Problem, der Ziffernblattriß dürfte deutlich besser werden, wenn man wie von Rübennase vorgeschlagen vorgeht. Am schwierigsten dürfte es wohl werden den überdehnten vorderen Deckel wieder hinzubekommen. Ich kenne da keine zufriedenstellende praktikable Methode und lasse die Finger von Uhren mit überdehnten Deckeln. Bei einer Uhr aus der Familie würde mich das aber nicht so stören.
 
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