Uhrenbestimmung Omega Taschenuhr Grand Prix 1900 Paris

Diskutiere Omega Taschenuhr Grand Prix 1900 Paris im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo Forianer, ich habe die Tage eine alte Taschenuhr meines UrUrGroßvaters geschenkt bekommen. Sehr schönes Teil, was auch noch voll...
krasanfc

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Hallo Forianer,

ich habe die Tage eine alte Taschenuhr meines UrUrGroßvaters geschenkt bekommen. Sehr schönes Teil, was auch noch voll funktionsfähig ist :klatsch: . Kann mir einer der versierten Forianer weiterhelfen um welches Modell, evtl. Ref. Nr. es sich handelt und wie die technischen Daten bei dieser Uhr sind?

Interessant wäre auch was die Revision einer solchen Taschenuhr kosten würde. Würde gerne das Uhrwerk wieder aufbereiten lassen wollen uns evtl. das Gehäuse minimal aufarbeiten lassen. Das ZB und Glas soll so bleiben, sieht ja auch noch ganz Ok aus.
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Beste Grüße!
 
Unruhgeist

Unruhgeist

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Silberne Taschenuhr von Omega nach April 1900 mit kleiner Sekunde.

Viel mehr wird wohl auch der versierteste Omega-Spezialist (der ich nicht bin) dazu sagen können, sofern das Werk nicht sichtbar ist.

Also gib den Spezialisten eine Chance und öffne den Staubdeckel, damit gehaltvollere Stellungnahmen kommen als diese hier.

Gruß,
Unruhgeist
 
MikeHH

MikeHH

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Hallo krasanfc

Wenn du auch noch ein vernünftiges Foto vom Werk (grade von oben) einstellst, auf dem vielleicht auch noch die Nummer zu lesen ist (sollte jedenfalls eine drauf sein), dann kann man dir bestimmt bezüglich des Alters usw. weiterhelfen. ;-)

Der Uhrmacher, wenn du sie dann revisionieren lässt, sollte den 24 Stunden Papierdruck vom Blatt entfernen, das wird die Uhr noch eine Ecke edler wirken lassen!

In der Uhr wird sich aber vermutlich ein 19''' LOBNN befinden. Alter lässt sich dann ungefähr an Hand der Nummer rausfinden. Hier mal ein schöner Revisionsbericht einer solchen Uhr mit tollen Fotos...

Mike
 
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Ruebennase

Ruebennase

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Hallo Krasanfc,
natürlich hat Mike recht mit dem inzwischen vergilbten 24 Stunden Aufkleber, der auch definitv "aftermarket" ist und ein Einweichen würde auch den feinen Haarriß unsichtbar machen. Wenn Du die Uhr genau so passig zu deinen Erinnerungen an deinen Großvater hast, dann würde ich den Aufkleber in jedem Fall persönlich nicht entfernen.
Mit dem Gehäuseaufarbeiten kannst Du schon mal los legen. Ab mit der Uhr in die vordere Hosentasche und zum nächsten Drogerie Discounter stapfen. Silberptuztuch für ca. 3 Euro kaufen und wieder zu Hause ein wenig bereiben..das Ganze mit Hosentasche und Tuch nochmal wiederholen und der Effekt ist riesig. Natürlich sollte das Werk professionell gereinigt werden und das Gehäuse dann ohne Werk von innen und Außen geduscht werden, aber auf zu arbeiten gibt es da m.E. nichts.
Nun wie schon gesagt wurde die Werksnummer wird das Alter und Kaliber (techn. Daten) entschlüsseln. Eine Referenznummer für die Zusammenstellung Werk, Gehäuse gibt es in dem Sinne nicht. Das Silbergehäuse mit Rotvergoldung an Rand ist zwischen 1890 und 1920 wohl der modische Dauerbrenner und wird Galone genannt. Ich leehne mich schon mal so weit aus dem Fenster, dass ich in Baujahr nach 1920 für sehr unwahrscheinlich halte ..schaun wir mal.

Grüße Rübe
 
krasanfc

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Hallo zusammen,

vielen Dank für die Infos bis dahin! Ich bin mir nicht 100% sicher ob der rötlich schimmernde Teil, nicht abgewetztes Silber bzw. die Kupferschicht darunter ist... Es schaut im realen zumindest so aus als ob das Gehäuse nur silberbeschichtet ist. Aber kann mich auch täuschen!

So nun möchte ich noch zwei Bilder mit anfügen vom Werk. Leider ist hier keine Nr darauf zu finden deswegen änder ich noch ein weiteres Bild was oben schon einmal aufgeführt wurde.

Ich werde heute Abend nochmal bessere Bilder vom Werk hochladen! :???:

IMG_4094.jpg
IMG_4095.jpg
IMG_4096.jpg
 
Kater Mohrle

Kater Mohrle

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Die Uhr ist komplett 800er Silber.
Der Rand ist rotvergoldet.
 
MikeHH

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Hallo krasanfc

Mein Vorredner hat die ja schon alle Infos zum Gehäuse gegeben. Die 800 im Gehäuse bedeutet, dass es aus 800er Silber gefertigt ist. Die dünne Vergoldung wird bei solchen Sachen nicht im Gehäuse eingetragen, denn sie ist vom Wert nicht nennenswert.

Die Punze links (Sichelmond und Krone) ist gesetzlich seit 1886 der Reichssilberstempel (Deutschland). Die Punze rechts (Auerhahn) das Zeichen für 800er Silber. Genauere Infos zu diesen Punzen kannst du im >>> watch-wiki.org <<< nachlesen, es ist wirklich sehr interessant!

Das bei dir verbaute Lepine Kaliber wurde von 1894-1911 gebaut. Natürlich wurden sicher auch noch ein oder zwei Jahre danach die letzten produzierten Werke in Gehäuse verbaut, aber so lässt es sich zeitlich eingrenzen. Da deine Uhr schon die Medaillen der Uhrenausstellung von 1900 trägt, liegt ihre Produktion also in der Zeit danach. Du kannst sie also grob in den Zeitraum 1901 bis 1911 datieren.

Außerdem kannst du ein paar schöne Infos zu deinem Werk auf >>> Roland Ranfft`s rosa Seiten <<< nachlesen. Die Schwanenhals-Reglage hat deine Uhr nicht, sie war zu der Zeit als Option erhältlich.

Die Werknummer wird bei deiner Uhr auf der Zifferblattseite des Werks sein und somit nicht so einfach einsehbar. Solltest du sie zu einem Uhrmacher zwecks Revision geben, kann er dir die Nummer aber notieren. Im Normalfall sind auf viele Teile und Brücken auch noch mal die Endnummern der Werknummer graviert. Zu der Zeit war zwar schon ein recht genaues Fertigen möglich, aber eben nichts im Vergleich der heutigen computergesteuerten Fräsungen. Somit wurden die Brücken usw. speziell auf die einzelnen Platinen angepasst und durch die Endnummern dem Werk zugewiesen. Ich hänge dir gleich mal ein paar Beispielbilder an.

omega7.jpg

omega_1.jpg

omega5.jpg

omega4.jpg

omega3.jpg

Grade da die Uhr ein Erbstück ist, würde ich die Uhr einmal revisionieren lassen. Es sind schöne Erinnerungsstücke, die man auch gern in 30 oder 50 Jahren wieder weiter vererben kann. Außerdem macht sich so eine Uhr zuhause in jeder Vitrine sehr gut zur Ansicht.

Vielleicht ist dir ja mit den Infos etwas geholfen.

Mike
 
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10-nach-10

10-nach-10

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... Die Werknummer wird bei deiner Uhr auf der Zifferblattseite des Werks sein und somit nicht so einfach einsehbar. Solltest du sie zu einem Uhrmacher zwecks Revision geben, kann er dir die Nummer aber notieren.
Und falls es gelingt, die Werknummer irgendwo zu ermitteln, kannst Du bei Mikrolisk zur Herstellungszeit nochmal nachschauen.
 
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