Omega Taschenuhr - Desolater Zustand - Was tun?

Diskutiere Omega Taschenuhr - Desolater Zustand - Was tun? im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo Zusammen, ich habe die Tage mal die Taschenuhrsammlung meines Großvaters durchgeschaut. Sind Alles Zierstücke, die an der Wand hängen...
twehringer

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Hallo Zusammen,

ich habe die Tage mal die Taschenuhrsammlung meines Großvaters durchgeschaut. Sind Alles Zierstücke, die an der Wand hängen und nicht benutzt werden. Mein Großvater hat die Teile alle auf diversen Flohmärkten erstanden.

Aber schaut Euch an, was ich gefunden habe. Eine Omega Taschenuhr aus Silber. Am Innendeckel eine Gravierung mit Grand Prix 1900.

Leider ist die Uhr in einem nicht funktionstüchtigen Zustand. Das Silber ist angelaufen (noch das kleinste Problem), die Leuchtmasse (1900???) ist aus den Zeigern gefallen, der Sekundenzeiger fehlt (Loch im Glas), das Glas ist zerbrochen, die Spirale ist hin.

Ich hab natürlich gleich nachgefragt und ich bekomm die UHr, wenn ich sie herrichten lasse.

Nun meine Fragen:

- Um was für eine Uhr handelt es sich?
- Wie alt ist die Uhr?
- Welches Uhrwerk ist verbaut?
- Lohnt es sich, die Uhr zu Omega zu geben und restaurieren zu lassen?
- Was denkt Ihr werd ich dafür löhnen müssen?

.... Eigentlich interessiert mich alles, was Ihr mir zu der Uhr sagen könnt! Vielen Dank schon mal :-)

Hier jetzt ein paar Fotos:
 

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Micha

Micha

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Irgend ne Omega im Militär Design, vielleicht wurde sie ja auch
dafür genutzt, im Feld, oder auf der Stube, wer weiß;-)
Wenn es nicht wirklich ein Familienstück ist würde ich von Omega
direkt abraten eher würde ich mal nen guten Uhrmacher aufsuchen
und ein Angebot einholen.
Allein das Emaille Zifferblatt denk ich kostet bei Omega ein kleines
Vermögen.
 
XELOR

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Bei Omega kannst du das sowieso knicken, wenn die das überhaupt machen, ist es viel zu teuer.

Gehäuse polieren, Werk instand setzen und reinigen, neues Glas drauf, Zifferblatt reinigen etc. könnte um die 100€ liegen. Wobei du natürlich so deine Löcher im Blatt nicht wegbekommst. Ein neues Zeigerspiel kostet auch nicht die Welt (Du brauchst Birnzeiger), würde dann aber direkt skelettierte nehmen, die mit Radium gefüllten sollten so easy nicht mehr zu bekommen sein, evtl. beim Ausschlachten einer anderen alten Militärtaschenuhr!

Hier übrigens mal ein Pic wie deine Omega in besserem Zustand mehr oder weniger aussehen könnte:


Das Geld würde ich nur investieren wenn dir etwas an der Uhr liegt und sie ein richtiges Familienerbstück mit Geschichte sein sollte (was sie wohl leider nicht ist, oder?)! Ansonsten bekommst du sowas auch schon in der Bucht für kleineres Geld! Nimm sie lieber als einen stummen Zeugen einer anderen Zeit!
 
del-olmo

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Ich schließe mich Micha an, Omega selbst würde ich nicht machen, frag den Uhrmacher deines Verttrauens und lass Dir ein Angebot machen. Ich fürchte aber mit den 100€ wirst Du nicht hinkommen und ob es sich dann lohnt mußt Du entscheiden.

Wenn ich annehme, dass Gehäuse und Werk zusammengehören und die gleiche Nummer für das Werk vorrausetze, käme ich auf 1912-1916. Auffällig ist der Feingehaltsstempel, aber das Fehlen der schweizer und der deutschen Silberpunzen. Außerdem ist das Gehäuse vom Stil her englisch, der Hosenbandorden ist typisch für England, es gibt aber keine englischen Punzen.

Militär ist eine Möglichkeit, dazu würden das Zifferblatt und auch die Leuchtzeiger passen, eine interessante Uhr, leider etwas ramponiert.

Grüße Bernhard
 
JochensUhrentick

JochensUhrentick

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Ich schließe mich Bernhard an. Der Restaurierungsaufwand rechnet sich meiner Meinung nach nur, wenn es tatsächlich ein Familienerbstück ist...

Ansonsten würde ich diese Uhr als "stillen" Zeitzeugen aufbewahren.
 
twehringer

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Mmmmh, :-(

Erstmal Danke für Eure Informationen!

Obwohl ich zugeben muss, dass ich schon etwas enttäuscht bin. Ich bin eigentlich davon ausgegengen, dass die Uhr zumindest ein bisschen was wert ist.

Demotiviert bin ich deswegen aber keineswegs, bin nur am überlegen, wie ichs mache.

Fest steht im Moment, dass ich die Uhr wiederherstellen will. Stimmt schon, dass die Uhr jetzt keine lange Familiengeschichte hat, aber irgendwie doch. Mein Großvater hat die Uhr jetzt auch schon fast seit 30 Jahren und auch die Beschäftigung mit der Uhr, die Freude, dass sie da ist, und auch die Diskussion im Forum momentan, bringen mir die Uhr näher. Und irgendwer muss ja damit anfangen, dass eine Uhr Geschichte bekommt ;-)

- Nochmal zurück zu Omega. Denkt Ihr, dass Omega noch Ersatzteile für die Uhr hat? Und nochmal: Wie teuer denkt Ihr wirds bei Omega? < oder > 1000 Euro?
- Könnt Ihr mir Uhrmacher empfehlen, die sich mit solchen Uhren auskennen und evtl. ein umfangreiches Ersatzteillager haben? Ich hab leider keinen Uhrmacher meines Vertrauens.
- In ebay hab ich momentan nichts gefunden. Wie schätzt Ihr die Chance ein, dass ich die gleiche Uhr irgendwo kaufen kann, so quasi als Ersatzteillager?

Bitte erklärt mich nicht für verrückt, aber wenn ich mir was in Kopf setze......

Danke Euch!
 
XELOR

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Jeder gute Uhrmacher bzw. Uhrmachermeister bekommt die Uhr wieder zum Laufen, das sollte kein Problem sein. Notfalls muss mal das eine oder andere Teil selbst angefertigt werden, ein guter Uhrmachermeister kann das. Das Glas, Gehäuse und Zeiger (Da kann man die Leuchtmasse einfach entfernen, es gab die Zeiger ja auch so skeletiert) sollte ebenfalls wie schon mal gesagt kein Problem sein. Einzig das Zifferblatt wird sehr schwer. Evtl. ein anderes von Omega finden das passt, ein ungemarktes nehmen das nicht von Omega ist (Sollte der Uhrmacher auch irgendwie hinbekommen / herbekommen) oder das alte ausbessern. Letzteres ist aber schwierig, langwierig und ich denke mal vom Ergebnis her unbefriedigend. Du solltest aber drauf achten das die Uhr authentisch bleibt!

Für das Geld bekommst du in der Bucht schon so eine Omega wie ich sie vorgestellt hab. Sehr guter Zustand, frisch vom Uhrmachermeister revisioniert etc. It's your choice :confused:
 
twehringer

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@ Christian: Ja, wahrscheinlich hast Du recht, das bei Omega machen zu lassen ist vielleicht wirklich ein bisschen übertrieben. Ich geb zu, ich neige zu solchen Aktionen.

Ich glaub ich werd mir mit der Uhr mal Zeit lassen und die Bucht beobachten, ob so ein Ziffernblatt auftaucht. Wenn ich dann so ein Ziffernblatt hab, geb ich die Uhr zum Uhrmachermeister, der dann den Rest erledigt.

In der Zwischenzeit mangelt es sicher nicht an horologischen Projekten. Da kann man eigentlich nur den ziehen :stupid: ;-)

Wäre dankbar für ein paar Empfehlungen von guten Uhrmachern, die auf TU spezialisiert sind. Kenne wirklich keinen :-(
 
carpediem

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In welcher Gegend ?

lG...Frank.
 
twehringer

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Raum München, Rosenheim, Salzburg wär ideal :-)
 
carpediem

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Für einen guten Uhrmacher ist so eine Taschenuhr kein Problem. Selbst das Zifferblatt ist möglich. Nur schwierig, wenn alles Original bleiben soll, dann helfen nur Original Ersatzteile. Ich rühr mich nochmal bei Dir.

Grüße...Frank.
 
twehringer

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Danke, Frank!

Würd schon gerne weitgehend bei Originalteilen bleiben, kann dafür auch die evtl. notwendige Zeit aufbringen.
 
twehringer

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Danke Micha für den Tipp! Jetzt schau ich nochmal, ob ich in der Gegend was finde, ansonsten schick ich die Uhr dahin.

Bin allerdings schon etwas befremdet, dass es Uhrmacher gibt, die dann keine Lust haben so eine Uhr zu reparieren. Die haben dann ganz offensichtlich auch den falschen Job.
 
G

Grannis

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eine Möglichkeit währe auch die uhr technisch und optisch soweit fit zu machen aber das Ziffernblatt zu lassen wie es ist. Die Uhr ist 100 Jahre alt und hat gelitten. Ich bin der meinung dass darf man auch ein bisserl sehen.
 
Micha

Micha

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Bin allerdings schon etwas befremdet, dass es Uhrmacher gibt, die dann keine Lust haben so eine Uhr zu reparieren. Die haben dann ganz offensichtlich auch den falschen Job.

Tja, ich weiß nicht, ob man das mit falschem Job sagen kann, viele sind sich denke ich zu schade für so ne Uhr.
Ich hab ne Audemars Freres TU, ich glaub ich war bei drei Uhrmachern einer hat sie direkt zurückgeschickt ein anderer hat mich zu Tode gelabert was man alles tun muss und mir ne Rechnung, KVA von 350.- Euro gegeben ...als ich ja sagte :D
zog er zurück:D Ich soll mir es überlegen und die Uhr doch nur inne Vitrine stellen. Beim Bernd war ich nicht mit der Uhr, hab jetzt kein so großes Interesse mehr daran sie richten zu lassen. Ich denk aber das der Bernd (Mecanicus) ein recht guter Meister ist, wie ich mitbekommen hab müsste er auch ne Galvanik haben ....was heißt er könnte doch Platinen neu vergolden:D

Was ich mir abgeschminkt hab bei alten Uhren ist die Garantie .....viele Uhrmacher haben ein Heiden Respekt davor,sie wissen ja nicht wie der Kunde ist ... ich hoffe du weißt was ich mein. Ne Garantie auf Gangleistung und bei Armbanduhren auf Wasserdichtigkeit.
Deswegen, wenn ich mit ner TU beim Uhrmacher Aufschlag sag ich meist das ich auf Garantie verzichte. Zumindest was Gangleistung betrifft.
 
XELOR

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Meiner gibt mir 2 Jahre Garantie auf die von ihm gemachten Arbeiten. Wenn eine Uhr bei Ihm war dann lüppt die auch ordentlich. *g*

@ Micha:
Von der Audemars Freres Taschenuhr darfst du mir sehr gerne mal ein paar Fotos zukommen lassen ;)
 
wolke

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Hallo Twehringer,

die Gehäusenummern 4.XXX.XXX wurden von Omega zwischen 1907 und 1913 verwendet.
 
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twehringer

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Wow, Micha, die ist aber auch schön!!!!

Was ich nicht versteh ist "...für so ne Uhr...", ist doch immerhin ne Omega. Waren die damals nichts wert? Am Zustand kanns ja nicht liegen, das müsste doch erst recht eine Herausforderung sein, oder?

Danke für den Tipp mit Bernd (Mecanicus).
 
Thema:

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