Omega Speedmaster Professional Moonwatch - Aufzugsverhalten

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Oklahoman

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Hallo liebe Uhrenfreunde,

dies ist mein erster Beitrag überhaupt. Habe lange gestöbert, ob dieses Thema schon diskutiert wurde, allerdings ohne Erfolg.

Seit vergangenem Freitag bin ich stolzer Eigentümer einer Omega Speedmaster Professional Moonwatch (Hesalit), Referenz: 311.30.42.30.01.005. Die Uhr erwarb ich bei einer renommierten Juwelierkette in London (Canary Wharf).

Beim morgendlichen Aufziehen sind mir zwei Dinge aufgefallen:

  • Samstag und Sonntag morgen brauchte das Werk ca. 20-30 Aufzugsbewegungen.
  • Heute morgen stoppte ich bei ca. 45 Umdrehungen, da ich immer noch keinen Widerstand spürte.

Weiterhin fiel mir heute auf (und ich habe dies seit Freitag zumindest nicht bewusst beobachtet):

  • Nach jeder Aufzugsbewegung an der Krone bewegt sich diese ein klein wenig gg. den Uhrzeigersinn zurück.
  • Die Ganggenauigkeit beträgt etwa +6 Sek./Tag.

Hierzu muss ich sagen, dass ich am Freitag versuchte, die Uhr (die wie ihr wisst über keinen Sekundenstopp verfügt), durch "back hacking", also das Anhalten der kleinen Sekunde durch Halten der Krone in herausgezogener Position, sekundengenau zu stellen. Omega selbst gibt in der Bedienungsanleitung an, dass die Uhrzeit "vorwärts und rückwärts" eingestellt werden kann. Dennoch finden ich auch Informationen (nicht bei Omega), dass dies unterlassen werden soll.

Ist das o.g. Aufzugsverhalten und das Verhalten der Krone (Rückwärtsbewegung) in Ordnung?

Würde mich sehr freuen, wenn Gleichgesinnte hierzu ihre Erfahrungen teilen könnten.
 
Spitfire73

Spitfire73

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Bei Vollaufzug muss ein Widerstand spürbar werden. Endlos weiteraufziehen kann man nicht bei dem Werk da es keine Rutschkupplung wie eine Automatik hat. Wenn Du am Vortag mit 30 Umdrehungen Vollaufzug hergestellt hast und am nächsten Tag nach 45 Umdrehungen immer noch nicht am Anschlag bist, ist das seltsam. Aber kann ein Beobachtungsfehler Deinerseits sein. Ich würde sie nochmal aufziehen bis zum Widerstand. Ganggenauigkeit ist okay und dass sich die Krone beim Handaufzug etwas zurückdreht, auch.

Gruß
Helmut
 
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Oklahoman

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Helmut, Danke für deine schnelle Antwort.

Ich habe jetzt mittels 14 weiterer Umdrehungen Vollaufzug hergestellt, bis zum deutlich spürbaren Widerstand. War vllt. wirklich ein Beobachtungsfehler meinerseits, ich muss am Wochenende wohl mehr aufgezogen haben.

Ist das Anhalten der kleinen Sekunde beim Einstellen i.O. oder sollte man das lieber unterlassen? Hatte mir eigentlich vorgenommen, das nicht mehr zu machen, nachdem ich las, dass hierdurch Öl im Werk "breit laufen" kann.

Gruß
Daniel
 
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TaifunDB

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Am Wochenende warst du entspannter und hast beim Blick aus dem Fenster gemütlich aufgezogen und heute war dann Stress angesagt...
 
dr.-hasenbein

dr.-hasenbein

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Back-Hacking...
Doch kann man machen. Bei meinen funktioniert das aber nur bzw am besten wenn die Uhr nur wenig aufgezogen ist. Je stärker die Uhr aufgezogen ist, je weniger gut, kriegt man den Zeiger gestoppt. Ich denke, dass dabei dann auch die Reibungskräfte im Getriebe höher sind :hmm:
 
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Spitfire73

Spitfire73

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Ist das Anhalten der kleinen Sekunde beim Einstellen i.O. oder sollte man das lieber unterlassen? Hatte mir eigentlich vorgenommen, das nicht mehr zu machen, nachdem ich las, dass hierdurch Öl im Werk "breit laufen" kann.
Naja, ich betreibe "back hacking" an meiner Speedy (und vielen anderen Uhren) seit vielen Jahren und kenne genügend Leute, die das genauso handhaben. "Breitgelaufenes Öl" oder irgendein Problem deshalb kann ich nicht bestätigen.

Gruß
Helmut
 
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Lindbergh

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Du darfst Dich beim Aufziehen auch nicht davon irritieren lassen, daß man bis zum Vollaufzug der Feder fast keinen Widerstand derselben spürt. Der Anschlag kommt unvermittelt.Aber keine Angst, Du müsstest schon ganz rabiat weiterdrehen wollen, um was kaputtzumachen.
Meine Erfahrung zum" back hacking": ein paar mal gefühlvoll geübt, bekommt man das so gut hin wie mit Sekundenstop.
Viel Freude noch mit der Speedy.
Gruß Andreas
 
mrVIMA

mrVIMA

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Hallo Daniel,

nochmals eine Anmerkung zum Aufzugsverhalten: Ich habe bei meiner Speedy anfangs auch versucht mitzuzählen, wie viele Bewegungen bis Vollaufzug nötig sind. Bei dem (bekanntermaßen) etwas schwergängigen Aufzug kommt es ganz stark auf die „Tagesform“ und Griffigkeit deiner Finger an. Manchmal führt die gleiche Bewegung nur zu einer halben Umdrehung der Krone und manchmal zu einer ganzen...

Grüße
Markus
 
TomS2

TomS2

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Die Vorredner haben recht.

Das Anhalten der Sekunde funktioniert recht gut; man muss dazu etwas Gefühl entwickeln, aber dann klappt das sehr präzise, einschließlich der Position der Zeiger über den Indizes.

Ich ziehe nie zum Vollaufzug auf, geschätzt bis zu 75%. Das reicht dann für die Tage, an denen ich sie trage, d.h. ich bin nie unter 24h Gangreserve.
 
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Oklahoman

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Super, vielen Dank euch allen für Eure schnellen Antworten!

Dass das Werk so robust ist hätte ich nicht gedacht. Nehme an es ist dann auch i.O. wenn man anfangs auch mal den Haltepunkt überschreitet und die Sekunde dann quasi zurück läuft (und Stunde/Minute sich auch leicht bewegen)?
 
jubifahrer

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Wozu braucht man dieses „back hacking“?

lg jubifahrer
 
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Oklahoman

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Wozu braucht man dieses „back hacking“?

lg jubifahrer
Man benötigt es zum sekundengenauen Einstellen der Uhr. Die Moonwatch besitzt keinen Sekundenstopp, also keine Funktion bei welcher beim Herausziehen der Krone der Sekundenzeiger angehalten wird. So wird es schwieriger, um z.B. „Punkt 12“ die Uhr mit der tatsächlichen Zeit zu synchronisieren.
 
jubifahrer

jubifahrer

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Hm, ich hab das an meinen Speedys noch nie gemacht, war aber trotzdem immer pünktlich 😳
Muss ich wohl auch mal probieren!

LG jubifahrer
 
Stumpy

Stumpy

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Also ich kann dir sagen, dass ich back hacking auch betreibe, aber selten, ich versuche die Uhr einfach aufzuziehen, wenn die Sekunde ungefähr passt, dann spart man sich das rumfummeln.
Aber grundsätzlich, hab keine Angst du hast eine robuste und sehr gute Uhr gekauft, die kann was ab! :super:
 
jo3861

jo3861

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Ich habe meine Speedy, gleiche Ref., erst seit drei Monaten und ähnliche Erfahrungen gemacht: ganz am Anfang war ich irritiert. Zumal der Handaufzug bei der Speedy der (für mich) einzige kleine Nachteil ist: etwas schwergängig und durch den Kronenschutz zusätzlich behindert. Aber das ist ja allgemein bekannt. Je nach meiner Tagesform, da stimme ich den Vorrednern zu, geht‘s mal besser und mal schwieriger.
Da Omega das Stoppen der Sekunde so empfiehlt, wird es sicher nicht schaden, wenn die Zeiger mal rückwärts drehen. Aber mit der Zeit werden einem die Sekunden auch zunehmend egal. Diese Uhr ist einfach toll, selbst wenn sie „nach dem Mond“ geht... 😁
P.S.: meine läuft +4“
 
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