Omega Seamaster aus den 60er Jahren / Kaliber 550 / Einige Fragen

Diskutiere Omega Seamaster aus den 60er Jahren / Kaliber 550 / Einige Fragen im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Einen wunderschönen Guten Abend an die Uhren Freunde hier. Wie dem Titel bereits zu entnehmen ist, dreht sich dieses Thema um eine Omega Seamaster...
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Tolomeo

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Einen wunderschönen Guten Abend an die Uhren Freunde hier. Wie dem Titel bereits zu entnehmen ist, dreht sich dieses Thema um eine Omega Seamaster aus der ersten Hälfte der 60er Jahre. Sie hat ein Kaliber 550 Werk verbaut. Es handelte sich um den ersten Kauf einer Vintage Uhr meinerseits, weshalb mir noch so einige "Fehler" unterlaufen sind. Ich bin da eher Laie auf dem Gebiet.

Gehäuse und Werk der Omega Seamster gehören nach ein wenig Recherche meinerseits womöglich nicht zusammen. Im Mono Case Gehäuse ist nämlich die Ref. Nr. 14765 2 SC zu finden. Das Kaliber 550 Werk (Ref. Nr. 18179258), ist laut Omega Seite nicht in dem Gehäuse verbaut gewesen, sondern eher das Kaliber 551 (Chronometer 24 Jewels). Finde sie allerdings auf der Omega Seite auch nur unter der Bezeichnung 14765

Demnach habe ich wohl eine „Bastel-Omega“ erworben. Im Grunde kann ich mich aber nicht beschweren, da der Verkäufer alle relevanten Daten zur Verfügung gestellt hat. Ich habe einfach zu spät mit der Recherche begonnen. Zudem ist das Werk wohl gereinigt, geölt und eingestellt worden. Die Krone ist eine originale und das Glas soll auch Original sein, wobei ich nicht sagen kann woran man dies erkennen soll. Das Zifferblatt ist wohl "restauriert". Hier wird ja gerne von "bemalt" geschrieben. Wenn dem so ist, muss ich aber sagen, dass dies sehr gut gemacht worden ist, da ich selbst unter der Lupe keine "schludrige" Arbeit entdecken konnte. Ein paar kleine Fussel sind aber leider unter dem Glas.

Einigen dürfte der Verkäufer übrigens auch bekannt sei, aber das spielt jetzt erst einmal eine untergeordnete Rolle. ;)



Ich habe nämlich eine Fragen zu der Uhr, da ich einige Auffälligkeiten festgestellt habe, die am Ende aber eventuell keine sind. Das müssen eure Antworten dann klären:

1. Wenn das Automatik-Werk stehen bleibt und ich es manuell aufziehe, bleibt der Sekundenzeiger so lange stehen, bis ich die Krone zur Zeiteinstellung heraus ziehe. Dann beginnt der Sekundenzeiger zu laufen. Ist das ein normales Verhalten dieses Kalibers oder älterer Automatikwerke ohne Sekundenstop? Ich bin etwas irritiert, da meine Hamilton Khaki mit ETA Werk sofort beginnt zu laufen, wenn ich die Uhr manuell aufziehe.

2. Die Krone der Omega rastet gut in beide Positionen ein. Allerdings wackelt die Krone etwas, hat also ein wenig Spiel. Ist dies zu vernachlässigen?

3. Der Verkäufer gab die Uhr mit einer Goldhaube in 585er Gold an. Ich weiß, dass Omega das auch so verkauft hat. Wurden diese Modelle dann nicht irgendwo punziert? Dabei geht es mir natürlich nicht um irgendeinen Goldwert, der dürfte sich ohnehin aufgrund des Gewichtes der Goldhaube in einem vernachlässigbaren Bereich bewegen. Eher so aus Interesse.


Vorab schon einmal Danke für weitere Informationen. Ich hänge noch ein paar Bilder mit an. Da mir das Werkzeug zum öffnen fehlt, könnte ich das Werk und das Gehäuses von innen nur veröffentlichen, wenn ich die Fotos vom Verkäufer hier hochlade. Das ist wohl aber hier nicht gestattet.
 

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pallasquarz

pallasquarz

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Guten Morgen, ich kann etwas schlecht erkennen, ob der Boden vollständig vergoldet erscheint. Es kann gut sein, dass der Stempel auf der innenseite angebracht ist.
Auch wenn das ZB aufgearbeitet sein soll, erscheint es mir gut gemacht.
Wenn Gehäuse und Werk original nicht zusammengehören, so kann das den Sammlerwert mindern und strenge Sammler lehnen das ab, aber wichtig ist doch, ob Du das so akzeptieren und tragen kannst. Wenn Du keinen unmittelbaren Wiederverkauf planst, so präsentiert sich doch die Uhr in einem sehr ansprechenden Zustand, die man gerne am Handgelenk hat.
Zur mechanischen Seite kann ich leider nichts beitragen.
Wünsche Dir viel Freude mit der Uhr
Christoph

PS Denke, Werksphotos des Verkäufers sind auch iO, Du bist ja jetzt der Besitzer
 
Uhrahn

Uhrahn

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Hallo und willkommen, Namenloser :hmm:

Ob das Uhrwerk tatsächlich in die Uhr gehört oder nicht, kannst Du nicht darauf begründen, dass die Uhr auf der Omega Seite nicht mit diesem Werk gelistet ist.
Dort fehlen einfach jede Menge Varianten älterer Uhren.

Meine Omega Geneve ist dort auch mit anderem Werk gelistet, bzw. mit dem verbauten Werk und anderem Zifferblatt.

Trotzdem ist sie authentisch, weil es eine Übergangsreferenz ist, also neueres Blatt aber noch mit altem Werk.

Was das Anlaufverhalten angeht, können die Forumsuhrmacher sicher was zu den Gründen sagen.

Ich kann mir vorstellen, dass der Sekundenzeiger nicht wegen dem Ziehen der Krone, sondern wegen dem daraus resultierenden Ruck anläuft.

Versuch doch mal, die Uhr nach dem Aufziehen mit dem Finger leicht anzutippen. Dann müsste sie eigentlich auch anlaufen.

Die Goldhaube befindet sich an Lunette und Gehäusehörnern, richtig? Der Boden müsste Edelstahl sein.

Für eine Punze wird da schlicht keinen Platz sein.

Grüsse

Christian
 
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Tolomeo

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Danke euch beiden für eure Antworten (und sorry das ich meinen Namen vergessen habe). ;)

Tatsächlich ist nur die Lünette aus Gold, wohl also eine Goldhaube. Der Boden ist aus Edelstahl. Auf einer komplett aus 18 Karat Gold bestehenden Omega Vintage Seamaster meine ich, schon einmal eine Punze auf der Unterseite eines der Hörner gesehen zu haben. Eventuell machte man dies nur bei massiven Goldgehäusen.

Das die Omega Datenbank unvollständig zu sein scheint und deshalb meine nicht zwingend eine Bastleruhr sein muss, stimmt mich natürlich positiv. Mit dem "anstupsen" des Sekundenzeigers werde ich bei der nächsten Gelegenheit mal testen. Wenn sich andere noch mit weiteren Informationen zu dieser Sache und dem Verhalten der etwas wackeligen Krone äußern können, freue ich mich sehr darüber.

Ansonsten scheine ich mit der Uhr ja doch ein ganz gutes Objekt bekommen zu haben.

Gruß

Marcel


EDIT: Ich habe oben noch zwei Bilder hinzugefügt. Einmal das Werk und die Innenseite des Gehäuses.
 
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SwissMe

SwissMe

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Hallo, das Blatt ist mMn nicht restauriert, die Türler Aufschrift Mühe hätte sich wahrscheinlich keiner gemacht ;)

Für mich sieht alles in allem ganz stimmig aus.

Liebe Grüße
Mario
 
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Uhrmensch12

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Hallo,

die Nummer 18.... ist keine Referenz- sondern die Seriennummer. Die besagt, dass deine Uhr aus 1961 stammt.

Bei der Goldhaube wird eine etwas dickere Goldschicht als bei der galvanischen Vergoldung aufgewalzt. Punzen gibt es nur bei Vollgold (0,585 oder 0,750).
 
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Was die Vorredner geschrieben hat, kann ich bestaetigen. IMO muessten die Unterseiten der Stege auch "goldfrei"sein. Das ist kein Makel. Frueher bzw. bei anderen Modellen, war auch das Seepferchen vergoldet. Auch kein Makel hier.
Nachtrag: die Vergoldungsdicke stand meist nur in den Katalogen (hier 40 ... 60 Mikron?) bzw. der Hinweis: rolled gold, gold plated ....
 
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Tolomeo

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Exakt. Die Stege sind unten nicht vergoldet.

Danke an alle, für die hilfreichen Informationen die bis jetzt zusammen gekommen sind.
 
ajaneb8

ajaneb8

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super schön und meines Erachtens auch authentisch. War das 550 nicht eher für den amerikanischen Markt (?)

ich glaube die haben die Einfuhr zeitweise nach Steinen besteuert und das 550 hat weniger als das 552.

bidfun-db Archive: Watch Movements: Omega 552

ich denke, das Blatt ist original und der Werkhaltering, die Lünette ist massiv Gold.

Das 551 ist Chronometer und das hätte Omega sicher draufgeschrieben. Die Chronometer waren für die Constellations vorgesehen. Nur sehr wenige Seamaster bekamen ein Chronometerwerk und wenn dann wurde das auch auf dem Blatt vermerkt.
 
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Tolomeo

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Ja, die Sache mit dem Kaliber mit 17 Steinen für den amerikanischen Markt habe ich irgendwo im Internet gelesen. Dort hat man wohl aufgrund der von dir beschreibenen Versteuerung "einfachere" Werke verkauft. Ich denke, das ist auch schlüssig.

Das die Chronometer Kaliber garnicht so häufig in den Seamster zu finden war, wusste ich bis dato nicht. Damit sollte dir Zusammengehörigkeit von Werk und Gehäuse wohl als sehr sicher gelten. Freut mich :)
 
Uhrahn

Uhrahn

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Omega macht so genannte Stammbuchauszüge, da kannst Du dann anhand der Werknummer genau nachvollziehen, in welche Uhr (also welches Modell in welchem Jahr) dieses Werk eingebaut wurde.
Leider sind die Stammbuchauszüge, wie alles andere auch, mittlerweile recht teuer. So um die 130€ sind da fällig.

Grüsse

Christian
 
ajaneb8

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das stimmt nicht ganz, Christian. Ich habe unlängst einen Stammbuchauszug für meine alte Seamaster 120 bestellt und bekam die Nachricht dass keine Informationen vorlägen und mein Geld zurück. Man muss beim Bestellen des Auszugs nämlich das Modell der Uhr angeben. Wenn da was nicht passt, rücken die nichts weiter raus. So lief das zumindest bei mir. Man belehre mich eines Besseren.
 
Uhrahn

Uhrahn

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Meine Auskunft von Omega Biel lautete, als ich dort in der dem Museum angeschlossenen Werkstatt anfragte, dass ich einen Stammbuchauszug anhand der Werknummer bekomme.
Dass ich auch das Modell der Uhr angeben muss, wurde nicht erwähnt.

Es klingt natürlich vollständiger, wenn zur Werknummer auch das Modell angegeben werden muss.

Dass dann nur Auskunft erteilt wird, wenn die Werknummer zum Uhrenmodell passt, erscheint auch logisch.

Im Endeffekt würde es Tolomeo aber in jedem Fall Klarheit bringen, ob das Werk zur Uhr gehört.
Entweder kostenlos oder für 120€ :???:

Grüsse

Christian
 
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Tolomeo

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Tja, wer hätte das gedacht. Nicht einmal drei Monate lief die Uhr einwandfrei. Das Werk läuft zwar noch immer unverändert über 34 Stunden, nun aber viel zu schnell. 7 Sekunden pro Minute (!) geht es nun in die Zukunft...

Wie kann so etwas so plötzlich passieren? Es gab keinen Sturz, keine starken Erschütterungen. Die Uhr wurde nicht einmal täglich getragen. Schon ein wenig frustrierend.
 
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Bodega

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Hallo

Kann es sein , das die Uhr magnetisiert wurde ??
Weil das könnte so ein Laufbild erzeugen.
 
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Jepe

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Oder die Unruhe hat sich verwickelt und damit verkürzt durch einen Stoß.
Wenn das entmagnetisieren nicht hilft muss sie wohl für Diagnose zum Uhrmacher.
Gruß
Jepe
 
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Tolomeo

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An eine magnetisierung habe ich erst garnicht gedacht. Habe mir gerade mal einen Kompass zur Hilfe geholt und konnte hier zumindest keine Beeinflussung der Kompassnadel durch die Uhr feststellen. Eventuell besorge ich mir mal einen entmagnetisier. Die gibt es ja für wenig Geld mittlerweile.

Wegen der eventuellen Verwicklung der Unruhe: Von was für stärken reden wir dabei? Muss eine Uhr in diesem Alter schon zu Boden fallen damit so etwas passiert oder würde es schon reichen mit der Uhr irgendwo anzustoßen?
 
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Jepe

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Das ist jetzt ein ziemlich gewagter Tipp, bei mir hats aber schon paarmal funktioniert:
Schlag sie mal mit dem Boden auf die flache Hand, ganz gerade, flach und nicht zu fest, evtl. 2-3mal wiederholen.
Wenn das auch nicht hilft: Uhrmacher, ist vielleicht nur eine Kleinigkeit.

Gruß
Jepe
 
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