Omega Genève Türler signiert

Diskutiere Omega Genève Türler signiert im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo alle miteinander, ich habe gestern beim aufräumen die Uhr meines Großvaters gefunden. Sie lag über 10 Jahre vergessen in einer dunklen...
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SiBeN

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Hallo alle miteinander,
ich habe gestern beim aufräumen die Uhr meines Großvaters gefunden. Sie lag über 10 Jahre vergessen in einer dunklen Schublade.

omega_1.jpg omega.jpg

Leider muss ich zugeben das ich ein totaler Uhrenlaie bin :oops:
Ich hab gerade erst mein Interesse an Uhren entdeckt und erst kürzlich eine erste erstanden, um die es hier nun aber nicht gehen soll.

Bei der (wieder)gefundenen Uhr handelt es sich (soweit ich es dem Ziffernblatt entnehmen kann :D ) um eine "Omega Genève Automatic" mit dem Zusatz "Türler".
Alter, Uhrwerk usw. ist mir jedoch gänzlich unbekannt. Weiß jemand mehr?

Was dieses "Türler" bedeutet konnte ich mir nur mithilfe Googles beantworten.
Türler war/ist wohl ein Schweizer Uhrenhändler dem es, neben wenigen anderen Juwelieren, in den 50er Jahren von Uhrenherstellern gestattet wurde ihre Uhren zu signieren. Ist die Omega also aus den 50ern?

Wie man auf den Bildern erkennen kann ist die Uhr leider stark verdreckt. Zudem lässt sich die Krone weder drehen noch ziehen. Das Werk scheint dennoch intakt zusein, da die Uhr gleich zulaufen anfing als ich sie mir anlegte.

Ich werde die Woche dem ortsansässigen Juwelier einen Besuch abstatten und hoffe das dieser mir etwas über die Uhr sagen kann. Zudem möchte ich die Uhr gerne reinigen bzw "restaurieren" lassen, mit was für Kosten kann ich da rechnen?

Auch wenn ich die Uhr definitiv nicht verkaufen werde würde ich natürlich schon gerne wissen ob die Uhr wertvoll/selten ist?

Ich bedanke mich und wünsche euch einen schönen Abend.
Mit besten Grüßen Simon
 
smarti

smarti

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Hallo Simon

Willkommen im Forum!

Zur Uhr selber kann ich Dir nicht viel sagen, ausser dass sie mir gefällt. Die Vintage-Omega-Spezialisten hier werden Dir bestimmt mehr berichten können.

Falls es Dir hilft, evtl. zur Rekonstruktion einer allfälligen Familiengeschichte: Türler ist eine der renommiertesten Bijouterien der Deutschschweiz und residiert seit Generationen an allerfeinster Adresse an der Zürcher Bahnhofstrasse, direkt am Paradeplatz - quasi im Epizentrum der Schweizer Hochfinanz.

Viel Spass mit dem feinen Erbstück

Olaf
 
BSBV

BSBV

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Hallo und willkommen im Forum,

schöne Omega. Sag mal, was ist denn das für ein Band an der Uhr ? Sieht aus wie ein altes Band von Rolex. Steht was auf der Schließe ?
 
Rata

Rata

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Hallo, Simon;

zuerst herzlich Willkommen hier im Forum!

Deine Genève stammt vom Design her aus den späten 60er / frühen 70ern. Türler dürfte also auch nach den 50ern noch die von ihm verkauften Omegas mit seinem Namen signiert haben. Reinigen lassen würde ich die Uhr schon, man sieht ihr an, dass sie oft (und bestimmt gerne:-)) getragen wurde, aber die Substanz ist doch in Ordnung. Genaue Kosten kann ich dir nicht sagen, die Uhrenklinik in Dresden verlangt für eine Grundüberholung ab 62 Euro. Zu ersetzende Teile werden eben noch dazu berechnet. Vielleicht kann auch einer der Uhrmacher (Falko oder Labrador) hier im Forum sich deiner Genève annehmen.

Vom Wert her werden die Omega-Experten hier nähere Auskunft geben können, einen guten Ruf hat die Marke auf jeden Fall. Bei Ranfft (mtr-Ranfft) ist z. B. 2008 eine Genève von 1972 in ähnlichem Zustand um 150 Euro verkauft worden. Wirklich selten und "wertvoll" ist sie sicher nicht, aber jedenfalls soviel wert, dass du, sagen wir mal, 100 Euro in die Reinigung investieren kannst und solltest (nur meine Meinung).

Viele Grüße; Otto
 
S

SiBeN

Themenstarter
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Euch dreien schon einmal vielen Dank.
Die 100€ werde ich definitiv investieren! Wenn es sein muss auch gerne mehr :-D

Ich denke das Armband wird das Originale sein, da auf der Faltschließe ein Omega eingraviert ist.

Ist es möglich den Boden der Uhr zu öffnen, ohne "Fach-" Werkzeuge und vorallem ohne die Uhr (als Laie) zubeschädigen? Denn ich habe auf Fotos gesehen das in anderen Omega Uhren die Modellnummer etc. auf der Innenseite des Bodens eingraviert ist. Ausserdem würde ich zugern ein Auge auf das Uhrwerk werfen :D

Aber ich denke das sollte ich wohl besser einem Fachmann überlassen :???:

Einen schönen Abend noch
Gruß Simon
 
W

wasabi

Gast
Hallo, erstmal auch von mir ein Willkommen im Forum.
Was die Datierung Deines Schätzchens anbelangt, würde ich mich ratas Urteil mal anschließen und sogar auf Ende der 60er eingrenzen, da das Omega-Symbol auf dem ZB aufgelegt oder zumindest geprägt ist. Ich hatte selber eine Genève, die von 1973 war und das Symbol nur noch aufgemalt wurde.
Was die Seriennr. betrifft, so hast Du recht damit, dass diese auf der Innenseite des Gehäusebodens zu finden ist. Grundsätzlich ist dieser auf der Außenseite ohne jede Gravur, demnach auch keine Seriennr. dort zu finden.
Öffnen kannst Du den Boden, wenn dieser keine Öffnungskerben hat, sogar ohne Probleme selbst: vorsichtig ein Messer in den Spalt setzen und aufdrücken. Kann aber auch passieren, dass der Dichtungsring schon so bröselig ist, dass er rausfällt und nicht mehr einzusetzen ist und der Boden dann nicht mehr im Gehäuse hält.
Wenn der Boden Öffnungskerben hat, gibt es in der Bucht Gehäuseöffner für ca. 4 Eur, aber auch damit sollte man vorsichtig sein, denn beim Abrutschen entstehen schnell Kratzer.
Letztlich besser zu lassen, wenn man sich nicht sicher ist.
Eine Datierungshilfe lässt sich am besten bei Omega selbst finden, wenn Du ein paar Daten zusammen hast: OMEGA Uhren: Vintage-Uhren
Bezüglich Reparatur würde ich aber vorsichtig nach oben korrigieren: der dunkle Rand um das Glas herum lässt evtl. auf einen Wasserschaden schließen. Das Gehäuse ist dabei das geringste Problem, aber das Werk könnte was abbekommen haben.
In dem Falle würde ich mich am besten hier an die Uhrmacher im Forum wenden oder einen Spezialisten in Holland, dem ich auch schon eine Uhr anvertraut habe.
Aber die gute Nachricht ist, dass sich beinahe alles machen lässt.
Insofern: viel Spass mit Deinem Erbstück!
 
Tourbi

Tourbi

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Das ist eine Referenz 165.0041, Kaliber 552. Gebaut von 1965 bis 1969.
Versilbertes Zifferblatt. Zweiteiliges Gehäuse mit armiertem Glas und Schraubboden mit O-Ring.
Der Boden war in der normalen Serie mit Waterproof graviert.
Da es sich hier um ein exklusiv für Türler produziertes Model handelt (Stahlband und Personalisierung), kann der Boden auch völlig blank sein.
Der Name Türler wurde übrigens bei Omega aufgedruckt, nicht nachträglich von Türler selbst.

Bitte keine Uhr mit einem 4,-€- Öffner Made in China öffnen!
Der hier muss es nicht gleich sein:

Bergeon Jaxa XXL 2819-8 Gehäuseöffner

In die Richtung sollte es aber schon gehen:

Profi Gehäuseöffner S1 VARIO-STAR
 
S

SiBeN

Themenstarter
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Ich melde mich dann doch noch zurück (besser spät als nie)
Jedoch leider ohne Bilder, da der Zustand der Uhr noch unverändert ist.

Aus verschiedenen Gründen konnte ich die Uhr erst vor zwei Wochen zum Uhrmacher bringen.

Heute kam dann der Rückruf bzgl. eines Kostenvoranschlages.
Fast 300€! Davon jedoch 70€ für den Austausch des Glases.

Das weicht dann doch deutlich von den hier genannten Schätzungen ab.
Mir ist bewusst das eure Einschätzungen aufgrund von Bildern und meiner Beschreibung nur sehr vage sind, dennoch habe ich nicht mit so einer Abweichung gerechnet.

Und ich habe noch laut getönt "Die 100€ werde ich definitiv investieren! Wenn es sein muss auch gerne mehr" :-(

Nun zu meiner eigentlichen Frage.
Lohnt es sich noch soviel darein zustecken?
Also vom emotionalen Wert abgesehen, ob es mir persönlich das wert ist?

Wenn ich, als Laie, in der Bucht nach vergleichbaren Omegas schaue, die laut Beschreibung im guten/aufbereiteten Zustand sind, dann bewege ich mich ebenfalls im Bereich von 200€-300€ (sofort kauf).

Daher bitte ich um eure Meinung.
Investieren oder lieber "neu" kaufen?

Danke und einen schönen Abend noch
Gruß Simon

PS. Der Juwelier/Uhrmacher zu dem ich die Uhr gab hat eine eigene Werkstatt.
Der Preis ist also nicht deshalb so hoch weil die Uhr zu einem "Subunternehmer" geht.
 
Manitu

Manitu

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...
Heute kam dann der Rückruf bzgl. eines Kostenvoranschlages.
Fast 300€! Davon jedoch 70€ für den Austausch des Glases.

Das weicht dann doch deutlich von den hier genannten Schätzungen ab.
Mir ist bewusst das eure Einschätzungen aufgrund von Bildern und meiner Beschreibung nur sehr vage sind, dennoch habe ich nicht mit so einer Abweichung gerechnet.
...
Als ich für meine 50er Jahre Seamaster einen Kostenvoranschlag durch eine zertifizierte Omega Werkstatt habe erstellen lassen war der Preis in etwa ähnlich hoch.Da wurde mir dann Rostfrei hier aus dem Forum empfohlen und dessen arbeiten waren wirklich sehr überzeugend. (Kann man in seinen Threads begutachten)

Ich hab mich zwar schlussendlich für die Instandsetzung in der Omega Werkstatt entschieden (Die Uhr ist noch in der Instandsetzung, Bilder folgen später;-)), aber diese Entscheidung hatte andere Gründe. In deinem Fall dürfte es aber sehr lohnenswert sein Rostfrei mal anzusprechen.

Hier war mein Thread inkl. Empfehlung von Rostfrei durch andere Member.
https://uhrforum.de/omega-seamaster-automatic-vorstellung-and-fragen-t80896

Und hier ein Revisions Thread von Rostfrei.
https://uhrforum.de/revision-omega-automatic-kaliber-564-a-t76651

Ich fände es schade wenn deine Uhr zu einem nutzlosen Leben in der Schublade verdammt wird.:-(
 
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Omega Genève Türler signiert

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